Die 3 Theorien der Magiewirkung.
Im Wesentlichen gibt es 4 Haupttheorien die Magie und ihre ursächlichen Kräfte erklären. Die vierte Theorie der psychologisch- hypnotischen Effekte ist mit einem ignoranten Weltbild vereinbar, die jede übernatürliche Form magischer Wirkung ablehnt.
Theorie der Magie durch Geist- und Astralwesen
Bei dieser Lehrart geht die Hauptwirkung von Geist- oder Astralwesen aus die über einen feinstofflichen meist unsichtbaren Körper verfügen und in unserer Dimension Manipulationen vornehmen. Die Wirkung des Magiers besteht hauptsächlich darin, über bestimmte Rituale einen Kommunikationskanal zu diesen Geistwesen aufzubauen (Beschwörung oder Anrufung) und diese an den eigenen Willen zu binden. Bei dieser Beschwörung wird häufig ein Vertrag aufgesetzt, dass der Magier im Gegenzug dem Geistwesen seine Seele nach seinem Tod für bestimmte Aufgaben zur Verfügung stellt (Teufelspakt).
In dieser Theorie kann auch die Seele oder der Astralkörper des Magiers selbst als Geistwesen losgelöst vom Körper Ursachen für magische Wirkungen herbeiführen.
In dieser Definition ist das Gebet natürlich auch eine Sonderform von Magie mit dem einzigen Unterschied, dass das höchste denkbare Wesen, der oberste Schöpfer und Baumeister des Universums, gerade die astrale Entität ist die angerufen wird (oder ein Engel oder Heiliger aus dem selben spirituellen Kontext).
Vertreter der Astralwesen-Magie sind z.B. die Magier : Aleister Crowley oder Frabato,
Theorie feinstofflicher Energien und Schwingungsinformation
Bei dieser Theorie ist die Existenz von intelligenten Astralwesen nicht mehr notwendig. Es existieren spezifische Schwingungen sowie Informationszustände, die schulwissenschafltich noch unerforscht sind. Das menschliche Gehirn kann mit diesen Energien eine Verbindung aufbauen und in eine bestimmte Richtung lenken. Ein Magier kann sich der Wirkung dieser Energien, die z.B durch extatische Bewusstseinszustände beeinflusst werden, bewusst werden und willentlich in eine gewünschte Richtung lenken.
Eine abgewandelte Energie- und Informationstheorie stützt sich z.B. auf die moderne Quantenphysik wobei viele Beobachtungen und Fachbegriffe oberflächlich aus dem wissenschaftlichen Kontext ausgeliehen und zweckentfremdet werden.
Bei dieser Theorie verschwindet die starre Grenze zwischen Zeit und Raum und wird im Modell auf reine Information reduziert. Statistische und quantenmechanische Wechselwirkungen verbinden das Bewusstsein des Magiers mit höheren Dimensionen der Welt wodurch in der Zukunft gewünschte Ereignisse eintreten. Diese magische Betrachtung reduziert die Macht des Magiers auf die gezielte Manipulation von Wahrscheinlichkeiten.
Vertreter dieser Theorie sind z.B.: Burghard Heim oder Illubrand von Ludwinger.
Theorie der rein psychologisch- hypnotischen Wirkung
In dieser Spielart der magischen Theorie beruht die Wirkung der Magie ausschliesslich auf psychologischen Effekten. Eine erweiterte Physik oder der Glaube an für die anerkannte Wissenschaft noch unbekannte Kausalitäten auf Quantenebene in Verbindung mit dem Bewusstsein sind hier nicht erforderlich. Diese Form der Magie arbeitet mit Affirmationen, Hypnose und psychologischen Effekten.
Da jede Form von übernatürlichen oder okkulten Kräften oder Wechselwirkungen abgelehnt wird beruht die magische Wirkung allein auf der gezielten Manipulation und Ausnutzung unbewusster Verhaltensweisen und Konditionierungen. Der Magier selbst ist letztendlich die Ursache der magischen Wirkung oder die vom Magier beeinflussten Personen.
Eine Manipulation des Zufalls oder die Zuhilfenahme okkulter Kräfte oder Wesenheiten ist in dieser Denkrichtung nicht möglich. Trotzdem sind die Techniken und Methoden der psychologichen- oder hypnotischen Magie durchaus nicht frei zugänglich und zählen häufig noch zu den Geheimwissenschaften.
Die wahre magische Theorie...
...entwickelt sich allein für den Magier selbst und seiner magischen Richtung. Der Seher ist davon überzeugt, dass die magische Arbeit nach bestimmten Techniken automatisch zu den Antworten über die magischen Kräfte und deren führt. An dieser Stelle soll das Weltbild des angehenden Magiers unangetastet bleiben.
Wichtige Begriffe der Magie
Zu Beginn der nächsten Ausführungen folgen einige wichtige Begriffsdefinitionen, die das Verständnis und den Kontext des weiteren Studiums der Magie erleichtern soll.
Esoterik
Einweihungslehre eines ursprünglich begrenzten (inneren) Personenkreises. Die aktuell geläufige Definition bezieht sich auf den Blick ins Innere im Gegensatz zur Exoterik, die die Aufmerksamkeit auf das Äußere beschränkt.
Okkultismus
Von occultus (lat.) verborgen, geheim abgeleitet. Okkultismus wird häufig in abwertender Absicht auf Spiritismus angewendet.
Spiritualität
Geistige Ausrichtung auf das Geistige und Metaphysische. Spiritualität ist nicht zu verwechseln mit Religion sondern eher das Gegenteil davon.
Feinstofflichkeit
Ausserhalb der grobstofflichen Wahrnehmung und der möglichen physikalischen Messbarkeit (kleiner als die Planck-Länge) existierende Existenzebene.
Telepathie
Gedankenlesen und Gedankenübertragung
Telekinese
Bewegung grobstofflicher Materie mittels Geisteskraft.
Teleportation
Sprunghafter Ortswechsel eines grobstofflichen Körpers
Astralkörper
Feinstoffliches Spiegelbild unseres physischen Körpers (auch Seele genannt) in der esoterischen Weltanschauung.
Astalebene
Feinstoffliche Existenzebene in denen sich die Astralkörper bewegen. Laut esoterischer Weltanschauung existieren mehrere Astralebenen für die unterschiedlich entwickelten Bewusstseinsstufen.
Die Hermetischen Gesetze und ihre Bedeutung
Eine der ältesten und mittlerweile bekannteste magische Lehre ist die Hermetik . Der griechische Gott Hermes bzw. der altägyptische Gott Thot (Hermes Trismegistos) gilt als Verfasser der hermetischen Schriften und der Begründer der Alchemie.
Die für jeden Magier wichtigsten hermetischen Aussagen sind die sieben hermetischen Gesetze. Diese Gesetze sind ursächlich als wichtige magische Prinzipien zu verstehen die sich zunächst entgegen unserer Alltagswahrnehmung verhalten und deshalb von vielen zunächst als esoterischer Unsinn abgetan wird. Obwohl die Interpretationen der hermetischen Prinzipien verwässert und teilweise bewusst sinn-verzerrt überliefert worden sind enthalten sie doch einen Kern elementarer Wahrheiten. Auf diesen Wahrheiten basieren tatsächlich die wichtigsten Prinzipien der Magie die dem Magier erst dann voll bewusst werden wenn er sie in seiner magischen Praxis erfolgreich angewendet hat.
Die nachfolgenden Hermetischen Prinzipien (Gesetze) wurden im Buch Kybalion erstmals zusammenhängend veröffentlicht. Sie werden auch die sieben Kosmischen Gesetze genannt.
„ Alles ist Geist. Alles Materielle ist vom Geiste geschaffen. Das All ist Geist und das Universum ist geistig“
Moderner ausgedrückt würde man vielleicht sagen „Alles ist Information“. Materie besteht zum größten Teil aus leerem Raum. Je tiefer die Physik in die kleinsten Bausteine der Materie vordringt desto mehr verschmiert die Struktur der Materie. Irgendwann können wir das Verhalten der kleinsten Teilchen wie z.B. Elektronen oder Quarks nur noch in Form von Wahrscheinlichkeiten räumlich, zeitlich und energetisch beschreiben. Es existiert am Ende der Forschung nur noch reine Information (Geist) die den energetischen Ausdruck der erkennbaren Materie charakterisiert.
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