Alan Lee Hemmswood - Gnadenwolf

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"Der Tag ist wieder einmal der Nacht gewichen. Sie ist mein Verbündeter, umschlingt mich, nimmt mich in sich auf, bis ich mit ihr konturenlos verschmelze. Ich steige über den kleinen Jägerzaun hinüber in den Garten und wate durch den tiefen Schnee. Im Haus sind alle Zimmer hell erleuchtet."
Im tiefsten Winter, Eiseskälte, der Schnee türmt sich auf den Straßen, entzündet ein gnadenloser Mann im Namen einer perversen Moral eine bluttriefende Mordserie. Seltsame Blutbotschaften schrecken die Stadt auf. Auch ein beurlaubter Polizist gerät in die Fänge des Rabenmannes, der eine alte Schuld begleichen will. Er ahnt nicht, was sich vor seinen Augen abspielst, schon gar nicht, wer die Fäden zieht.

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Der hagere Mann schob den klassischen Caféhausstuhl zurück und schritt auf die blonde Bedienung zu, die mit einem charmanten Lächeln hinter dem Tresen wartete.

„Darf es noch was sein?". Ihr Gesicht schien in Stein gemeißelt, wie das einer Stewardess. Doch der Mann wusste, dass es keinesfalls aufgesetzt war.

„Clara, sei doch so lieb und gib mir mal die aktuelle Tageszeitung".

Die Bedienung griff, ihre Lippen zogen sich noch eine Nuance weiter auseinander, auf Taillenhöhe neben sich und reichte dem Mann die Zeitung.

„Dank dir, Clara". Der Mann ging zurück zu seinem Platz und ließ sich mit einem Seufzer nieder. Er breitete die Zeitung zwischen seinen zittrigen Händen aus. Und dann stellte er die Atmung unwillkürlich ein, seine Augen starrten schockiert auf die Titelseite vor ihm.

“Grausamer Fund im Park“.

Unter der Überschrift nahm ein abgebildetes Foto die gesamte Breite der Zeitung ein. Der Mann zog das Bild bis auf wenige Zentimeter vor seine Augen heran. Vor einer Parkbank lag im Schnee ein weißes Laken, darunter zeichneten sich die Konturen eines Menschen ab. Im Kreis um das verhüllte Opfer herum waren Blutspritzer zu erkennen, die sich wie feine Safranfäden im jungfräulichen Schnee abgezeichnet hatten. Neben dem vermeintlichen Opfer lag ein weiteres Laken. Hierunter zeichneten sich allerdings keine Formen ab.

Verdammt, das kann doch nicht wahr sein. Ein elektrisierender Strom durchfuhr seinen Körper, seine Finger und Zehen begannen erst zu kitzeln, dann zu schmerzen. Sein Geist malte dunkle Bilder, stellte sich vor, bald würde sein Name dort zu lesen sein. Wie lang ist es her? Er wusste es nicht mehr, hatte es im Labyrinth seines Gedächtnisses sorgfältig versteckt. Und dann hatte er die Karte verbrannt. Fahrig überflog der Man den Artikel. Eine Drogenabhängige wurde in dem großen Park der Stadt mit durchtrennter Kehle aufgefunden. Das Bizarre in dem Fall beschleunigte seinen Puls nochmal um ein Vielfaches. Sein Herz schlug ihm bis zur Brust. Der Täter habe mit dem Blut des Opfers im Schnee eine Nachricht hinterlassen:

„Ich bin ein stürmischer Gesell‘,

Ich wähle rasch und freie schnell,

Ich bin der Bräut’gam, du die Braut,

Und ich bin der Priester der uns traut.“

Sowas sollte eigentlich nicht nach außen dringen. Im Angesicht der Länge der Botschaft und der erforderlichen Menge an Blut mischte sich noch Übelkeit zu seinem Angstgefühl. Angeekelt las er weiter. Die skurrilen Worte seien Auszug aus einer Ballade. Silvesternacht von Theodor Fontane. Jedoch sei selbst eine Deutung spekulativer Art zum gegenwärtigen Zeitpunkt laut Aussage der Kriminalpolizei noch nicht möglich. Der Mann vergrub das Gesicht in seinen Händen und dachte angestrengt nach. Wenn er das ist, dann sind wohl die ersten fällig. Aber es könnte auch nicht mehr als ein belangloser Zufall sein.

Plötzlich vibrierte sein Handy. Hastig griff er in seine Hosentasche und zog unbeholfen das Mobiltelefon heraus. Es war seine Tochter. Sie lud ihn zu ihrem Geburtstag ein. Ein zartes Lächeln zeichnete sich auf seiner Augenpartie ab, darunter blieb das Gesicht gelähmt. Ein Nebelstreif am Horizont . Wie lange mag’s her sein, dass ich sie das letzte Mal gesehen habe? Zwei Monate? Der schmale Grat zwischen Erde und Himmel ließ sich schon seit Wochen in einer alles erstickenden Schwärze, wie ein böses Omen, in der Ferne blass erkennen. Mit jedem Tag kam er dem Horizont ein Stück näher. Die schwammige Blässe des dunklen Mals wich Tag um Tag gefestigten Konturen. Schien es damals noch weit, weit entfernt, so war es mittlerweile allgegenwärtig. Es war ein reales Szenario geworden. Und jetzt, da er sich auf dem Weg der Genesung befand, lähmte in dieser Gedanke. Einen Gegner fast geschlagen, während sich der andere von hinten heranschleicht und mir die Kehle durchschneidet . Keine tolle Vorstellung . Er hatte sich immer noch nicht entschieden, wie er mit der Situation umgehen soll, wollte aber auch gar nicht daran denken.

Er trank seinen Kaffee aus, erhob sich und blickte umher. Er mochte die Atmosphäre hier. Er versank immer förmlich in dem Stimmengewirr, das jedoch in keiner Weise aufdringlich war. Es war vielmehr wie eine sanfte Hypnose, die seinen Geist aus seinen gottgesetzten Grenzen ausbrechen und in eine neue Sphäre eintauchen ließ. Und in dieser Umgebung dachte er eigentlich nicht an seine Probleme. Er fühlte sich entspannt, vergaß alles um ihn herum. Der Duft frisch gerösteter Kaffeebohnen tat sein Übriges. Immer wenn er den betörenden Geruch wahrnahm, fühlte er Entspannung, als sei er darauf konditioniert. Aber in diesem Moment wurde ein klaffendes Loch in diese Heile-Welt-Fassade geschlagen, das spürte er eindeutig.

Kapitel 3

In seine Gedanken vertieft verließ der Mann das Café. Die Sonnenstrahlen verwandelten die von Schnee und Eis bedeckte Straße vor ihm in ein Meer aus lumineszierenden Eiskristallen. So viel Schnee hatten wir schone lange Zeit nicht mehr . Sein Weg durch die winterlich anmutende Landschaft, vorbei an der sonst so grauen Tristesse der Häuserfronten führte ihn jedoch schnell zu seinem Ziel. Er betrat das mit der spiegelnden Fensterfront versehene Gebäude, das ihm nach dem Öffnen der Sicherheitsschleuse den Zugang in sein Innerstes gewährte. Bedächtig schritt er durch die hellen Fluren. Durch jene Flure, die er so oft durchlief. Wie er diese Zeiten gleichzeitig vermisste und doch verfluchte.

Hier und da senkte er zum Gruß seinen Kopf, bis er schließlich an dem Büro angelangte, dessen Tür auch seinen Namen aufwies: Andreas Liebig. Ohne zu klopfen trat er über die Schwelle und sah in das Gesicht seines Kollegen.

„Du schon wieder?! Dein Kontrollwahn bringt dich noch eher ins Grab als dein Krebs! Gib ihm doch auch eine faire Chance“. Kopfschüttelnd blickte sein Kollege ihm in die Augen.

„Wenn ich nicht penibel darauf achten müsste, dass du keine Fehler begehst, säße ich dir wahrscheinlich schon wieder gegenüber“, konterte Liebig.

„Was sagt der Onkel Doktor?“.

„Ich bin weiter auf dem steilen Weg der Besserung“. Liebig grinste und zwinkerte seinem Partner zu.

Sein Kollege, Nils Olson, war das das stereotype Bild eines Schweden … und bis auf den Krebs, einte sie dasselbe Schicksal. Ihre Tätigkeit in der Mordkommission hatte die Zeit verschlungen. Jaja, die erstaunliche Macht des Gehirns, gewisse Erscheinungen mit Erinnerungen und Gefühlen zu koppeln. Immer, wenn Liebig nach längerer Zeit auf Olson traf, machte er dieselbe Gefühlswanderung durch. Er musste an die schönen Dinge denken, die Feiern in ihrer Stammkneipe, die gemeinsamen Verhaftungen und Ermittlungserfolge, die Freundschaft. Aber dann ging es hinab. Von hundert auf null, vom euphorischsten Hochgefühl in schwarze Leere. Das alles hat mich meine Familie gekostet. Ich verstehe immer noch nicht, wie ich so blind sein konnte. Zeit für andere, ist das wertvollste, was wir schenken können. Und ich habe es nicht kommen sehen, war von falschem beruflichem Ehrgeiz geblendet.

Als seine Frau sich dann von ihm trennte, war es für ihn ein eiskalter Schlag ins Gesicht gewesen. Wie das passieren konnte? Er kannte nun die Antwort und sie brannte jeden Tag lichterloh schmerzend in seiner Seele ... Es war die vereinnahmende, verdammte Arbeit.

Viele Tage, Wochen, Monate vergingen. Liebig hatte sie damals nicht gezählt. Sie waren für ihn bedeutungslos geworden. Jeglicher Kontaktversuch zu seiner Frau scheiterte. Dann kam der Tag, an dem ihm bewusst wurde, dass das gnadenlose Schicksal ein makabres Spiel mit ihm spielt. Es fing damit an, dass er sich körperlich geschwächt fühlte, dann musste er sich häufig übergeben, ständige Kopfschmerzen plagten ihn. Als Liebig eine Woche nach dem Arztbesuch den Anruf über die Ergebnisse seines Bluttests mit dem niederschmetternden Befund erhielt, machte sich ein betäubendes Gefühl in seinem Körper breit.

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