So viel also zu den Gefühlen. Lasst sie zu, wenn sie sich zeigen. Denn sie können uns viel sagen. Und so manches „alte Ding“ kann endlich verarbeitet werden. Gefühle zeigen ist ja wohl nicht so Euer Ding, hab ich gehört. Wenn überhaupt, dann lieber jeder für sich im stillen Kämmerlein. Nur nicht so öffentlich. Warum eigentlich nicht? Niemand muss sich seiner Gefühle schämen. Sie gehören zum Leben dazu und das ist auch gut so.
Ich hatte Euch ja schon mal gesagt, dass unsere Seele uns den Lebensauftrag gibt. Und dazu gehört u.a. auch, Erfahrungen zu machen und diese zu FÜHLEN!! Habt also den Mut und zeigt Gefühle, es ist etwas sehr sehr Schönes, glaubt es mir! Und wenn sie Euch überkommen, dann überlegt nicht erst, ob es jetzt gerade passt. Schaut Euch uns kleine Welpen an, wir überlegen auch nicht. Wir machen das, wonach uns gerade ist. Wenn ich jetzt fröhlich bin, dann spiele ich. Wenn ich traurig bin, dann bin ich eben mal traurig, aber das ist dann nie lange der Fall. Aber ich verdräng es nicht. Und das ist das Wichtigste, auch für Euch!
Oh, was hör ich denn da, es wird mit den Schüsseln geklappert. Schnell, es gibt Mittagsbrei;-)) Und dann ist Kuscheln mit den anderen angesagt, wie schön! Denn da hab ich jetzt richtig Lust drauf!
Technische Pannen der letzten Tage
29. Juli 2012
Na heute ist ja so ein richtig verschlafener Sonntag… Es regnet immer wieder mal und das lädt doch ein zum Ausruhen. Hatten wir doch eine wunderbare Sommerwoche! Jeden Tag durften wir baden und planschen gehen! Wie ich das liebe! Meine Chefin hat mir schon gesagt, dass sie an einem See wohnt. Da können wir dann immer hingehen und ich darf schwimmen, meinem Namen alle Ehre machen… Ich freu mich ja so da drauf!
Aber noch genieße ich die letzten Tage bei meiner Mama Luna. Wir sind jetzt schon über 8 Wochen alt und die ersten meiner Geschwister sind schon bei ihren neuen Familien. Das hat mich schon ganz schön traurig gemacht. Aber gut, jeder Abschied bedeutet auch einen Neuanfang und auf den freu ich mich ganz besonders… Ich werde dann in einer Woche abgeholt und bin dann die Letzte. Nicht, dass mich meine Chefin nicht holen möchte. Nein, ihre Tochter kommt dann erst aus dem Urlaub und sie will ja dabei sein. Bei meinem großen Moment. Nun, so wie alles seine zwei Seiten hat, bin ich nicht nur traurig, dass ich noch so lange auf meine neue Familie warten muss. Sondern genieße die Zeit, die ich noch bei meiner Mama und den verbliebenen Geschwistern verbringen darf.
Sagt mal, habt Ihr eigentlich in den letzten zwei Wochen mitbekommen, dass so manches im Alltag und in der Kommunikation etwas anders läuft als sonst? So mit Störungen, die eigentlich keiner braucht? Und schon gar nicht, wenn man sich beeilen will, weil ja Sommer ist und der See oder der Garten nach einem rufen? Ja ja, so manch einer fühlte sich da sicher schon genervt… Das liegt wohl an einer astrologischen Komponente, sagt meine Chefin. Und zwar ist der Merkur rückläufig. Nicht das der Planet jetzt rückwärts läuft. Nein, das sieht aufgrund der Ellipsenlaufbahn nur so aus. Diese sogenannte Rückläufigkeit gibt es in jedem Jahr drei Mal für ca. drei Wochen. Und so eine Phase haben wir jetzt gerade, vom 15.7. bis zum 8.8. 2012. Absprachen, Verhandlungen, Kaufabschlüsse, Verträge, sogar einfache Tätigkeiten im Haushalt, all dies kann jetzt stockend und/oder fehlerhaft verlaufen. Da wäre es ganz gut, jetzt keine Verträge zu unterzeichnen oder sich nicht zu wundern, wenn Vereinbarungen nicht eingehalten werden. Es vielleicht auch zu Verspätungen kommt, auch gern im Bahn- und Flugbereich. Ja und technische Geräte gehen jetzt öfter als sonst kaputt. Da wäre es sicher ganz gut, sich nicht in dieser Zeit gleich ein neues zu kaufen. Lieber abwarten, bis nach dem 8.8., denn sonst kann es sein, dass dieses Gerät schon so seine Fehler hat.
Meine Chefin hat ja auch so manches in den letzten Tagen erlebt. Angefangen über den verspäteten Abflug ihrer Tochter bis über die ständige Unterbrechung ihrer Internetverbindung. Ihrer Freundin hat sie vorgestern eine neue Homepage eingerichtet. Das lief auch eher stockend als glatt und die Veröffentlichung der fertigen Seite begann gleich mit einem „Die Website kann nicht angezeigt werden…“. Sicher habt Ihr ebenso Eure Erfahrungen gemacht, vielleicht nervige, aber auch so manch lustige.
Hhm, kaputt gehen wird durch meine kleinen Zähnchen glaub ich, auch so manches. Bin ich denn da ebenfalls ein Merkur, der rückwärts geht? Nein, sagt meine Chefin, ich bin ein Mars-Vertreter mit dem Namen Neptun, der erst mal die Welt entdecken will… Zur Symbolik des Mars gehört u.a. der Hund, der vor nichts Angst hat, sich keinen Kopf macht und das Leben so annimmt, wie es kommt und das möglichst ungebremst. Neptun hingegen gehört zur wässrigen Natur und hat die Kraft, das Feuer zu löschen. Es somit auszubremsen. Mit anderen Worten bin ich Beides: mal feurig und ungestüm und dann wieder ruhig und gemütlich…
Ja und damit ich nicht zu wild in die Welt renne, werde ich natürlich so ganz nebenbei etwas Erziehung erfahren. Aha, na, da werden wir ja sehen, wie das aussieht. Ich darf dann wohl auch in die Schule gehen, um zu lernen. Da bin ich ja mal gespannt. Ich glaub, ich darf sogar in zwei Schulen: in die Hundeschule und dann die Lebensschule bei meiner Chefin. Sie erklärt mir immer so viel, das finde ich echt spannend. Und wenn Ihr wollt und Lust drauf habt, werde ich Euch das dann hier weitersagen… Damit Ihr auch was davon habt… Aber dafür haben wir noch viel Zeit, Zeit, die nächste Woche Montag beginnen wird. Und die Vorfreude ist auf beiden Seiten groß, soviel ist gewiss!!
Hey, der Regen hat sich ja verzogen, na, da verziehe ich mich jetzt auch mal.
29. August 2012
Wie doch die Zeit vergeht. Jetzt bin ich schon über drei Wochen bei meiner Chefin und ihrer Familie und ich hab mich noch nicht mal bei Euch gemeldet. Es ist aber auch viel los gewesen in dieser Zeit, ich weiß gar nicht so richtig, wo ich anfangen soll mit dem Bericht erstatten. Ich glaub, da muss ich mich jetzt auf ein Thema konzentrieren, um mich nicht zu verfransen.
Es ist ja nun so, dass ich meine Chefin dermaßen auf Trab halte, dass sie gar keine Zeit mehr hat, um hier für mich zu schreiben. Denn das kann ich ja nun nicht. Ich brauch, um Euch aus meinem Leben zu berichten, nun mal ihren Kopf und ihre Hände. Und nun ist sie dauernd geschafft, hat dazu viele Termine und und und… Wie gesagt, ich werde berichten… Stück für Stück in der nächsten Zeit, denn es hat ja seine Gründe, warum sie immer so müde ist.
Ich hab mich glaub ich, ganz gut entwickelt. Gehe jeden Tag in den Wald und manchmal abends an den See. Im Wasser war ich auch schon, meist aber nur mit den Füßen. Für das Ganz-Körper-Abtauchen ist es mir manchmal schon zu kalt und etwas unheimlich. Ich übe noch und ich glaub, das wird dann schon werden.
Ja und im Wald trainiert meine Chefin mit mir so Dinge wie „Hier“ und das ich immer in ihrer Nähe bleibe. Mach ich ja auch, denn wo soll ich sonst hin so ganz allein. Ich bleib da lieber bei ihr. Nur manchmal rappelt‘s mich und ich geh meiner eigenen Wege. Muss ja auch mal die Welt erkunden, könnt Ihr sicher verstehen. Meine Chefin akzeptiert das, nur nicht immer, dann ruft sie mich etwas energischer, aber wenn’s was Tolles zu entdecken gibt, dann lass ich sie halt stehen. Sie bleibt ja sowieso dort, weiß ich doch. Also kann ich in Ruhe auf Entdeckungstour gehen… Hab ich zumindest gedacht, ja, aber leider funktioniert das doch nicht immer so. Dann dreh ich mich um und… dann ist da keiner mehr. Frauchen weg und was nu? Da hab ich dann schon mal leichte Panik bekommen. Aber ich hab sie wieder gefunden. Gott sei Dank!
Was ich nur nicht so ganz verstehe ist die Tatsache, dass meine Chefin immer mit so einem wunderbar großen Stock rumwedelt, wenn sie mit mir im Wald ist. Diesen hätte ich gern zum Spielen, aber sie gibt ihn mir nicht. Da komm ich noch nicht so ganz klar, was sie damit bezwecken will. Ihr müsst Euch das so vorstellen: Sie geht, bepackt mit einem kleinen Rucksack, wo Spielzeug für mich und eine lange Leine und auch eine Wasserflasche drin sind. In der linken Hand diesen besagten Stock und in der rechten Hand meist ein Leckerlie für mich. Den Ast hält sie mehr vor sich und bewegt ihn von oben nach unten und zurück. Was würdet Ihr denn da an meiner Stelle denken? Sie will spielen, richtig. Will sie aber gar nicht, denn sie findet es überhaupt nicht toll, wenn ich an den schönen dicken Zweig springe und mal reinbeißen möchte. Nun hat sie gestern auch noch mit den Bäumen gesprochen und gesagt: „Ja, da steht Ihr so kerzengerade und rührt Euch nicht. Aber ich weiß, Ihr biegt Euch gerade vor Lachen!“ Und da haben sie ihr zustimmend geantwortet…
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