Dirk Kellner - Himmelwärts beten

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Himmelwärts beten und mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. Das lehrt uns Jesus mit dem Vaterunser. Es führt uns in die Gegenwart Gottes und gleichzeitig in die Tiefe unseres Herzens. Die elf Impulse dieses Buches wollen eine Anregung sein, sich selbst mit den Worten Jesu zu beschäftigen und das eigene Beten durch sie bereichern zu lassen. Entdecke die Weisheit und Kraft des ältesten Gebetes des Christentums!

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„Der Vater ist nicht einfach ein großer Patriarch. Er ist ebenso Mutter wie Vater. Er berührt den Sohn mit einer männlichen und einer weiblichen Hand. Er hält, und sie streichelt. Er bekräftigt, und sie tröstet. Er ist wirklich Gott, in dem beides, Mannsein und Frausein, Vaterschaft und Mutterschaft, voll und ganz gegenwärtig ist.“

Die ersten Worte des Vaterunsers tragen daher nicht die Botschaft: Gott ist männlich. Und erst recht will Jesus damit nicht sagen: Gott ist so, wie du deinen Vater oder deine Mutter erlebt hast. Jesus will uns vielmehr vermitteln: Bevor du betest und während du betest, mache dir in deinem Herzen bewusst: Gott hört dein Gebet so, wie ein guter Vater und eine gute Mutter ihren Kindern zuhört: mit offenem Ohr, mit offenem Herzen und in einer Liebe und Geduld, die größer ist, als wir es uns jemals vorstellen können. Du darfst mit allem, was dich bewegt, zu ihm kommen. Er ist nicht genervt, sondern freut sich, wenn sein Kind den Weg zu ihm findet.

Die erste Bitte: „Geheiligt werde dein Name!“

Entspannendes Aufschauen

Mit der Anrede haben wir unser Herz darauf vorbereitet, dass es jetzt in die Gegenwart Gottes tritt und dort von ihm liebevoll empfangen wird. Die ersten Bitten des Vaterunsers blicken aber noch nicht auf das, was uns selbst bewegt, sondern geben Gottes eigenen Anliegen Raum. Gottes Name soll geheiligt werden, sein Reich kommen und sein Wille geschehen.

Wir Menschen drehen uns so oft um unser eigenes Befinden, dass es gut tut, am Anfang des Gebetes erst einmal von sich wegschauen zu dürfen. Wie ich mich gerade fühle, darf zunächst in den Hintergrund treten. Es wird später genügend Raum haben. Doch jetzt geht es erst um den, der mich gerufen hat. Diese Gelassenheit kann entlastend sein. Ich muss nicht meinen geistlichen Pulsschlag messen oder eine scheinbare Gebetsvollmacht demonstrieren. Ich darf einfach ein kleines Geschöpf vor dem großen Schöpfer des Universums sein und mich in den Lobpreis mitnehmen lassen, den die unsichtbare Welt von Anbeginn der Zeit an vor Gottes Thron singt. Es geht erst einmal gar nicht um mich. Ich darf entspannt aufschauen zu dem, der mich schon lange sieht.

Gottes heiliger Name

Martin Luther hat die erste Bitte des Vaterunsers in seinem kleinen Katechismus mit folgenden Worten ausgelegt (zu finden im Evangelischen Gesangbuch):

„Geheiligt werde dein Name.

Was ist das? Gottes Name ist zwar an sich selbst heilig; aber wir bitten in diesem Gebet, dass er auch bei uns heilig werde.“

Gottes Name ist heilig, auch ohne dass wir Menschen etwas dazu beitragen. Maria bekennt diese Wahrheit in ihrem Lobpreis, dem sogenannten Magnificat (Lk 1,49):

„Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.“

Bekannt ist auch der Beginn des Psalms 103 (Vers 1):

„Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!“

Die Bedeutung des Begriffs „heilig“ wird an einem Erlebnis deutlich, das der Prophet Jesaja schildert. Er ist Priester und gerade im Tempel tätig, als ihm plötzlich die Augen für Gottes Gegenwart geöffnet werden. Jesaja sieht Gott auf einem hohen Thron sitzen. Der Saum seines Gewandes füllt den ganzen Raum, die Erde erbebt und der Tempel ist von Rauch erfüllt. Engelwesen umgeben Gottes Thron und sprechen (Jes 6,3b):

„Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll!“

Die dreifache Wiederholung des Wortes „heilig“ drückt die höchste Steigerungsform aus. Niemand ist heiliger als der Herr der Heerscharen. Kein Name ist heiliger.

Jesaja findet sich plötzlich in einem himmlischen Gottesdienst wieder. Er wird Zeuge der Anbetung Gottes, die in der unsichtbaren Welt, im „Himmel“, von Ewigkeit her geschieht.

Die Vision, die Jesaja uns überliefert, gibt uns eine Ahnung von der tiefen Bedeutung des Begriffs „heilig“. Es geht um Gottes Gott- und Königsein, um Ehrfurcht und Anbetung, um seinen Anspruch auf die ganze Erde und alles, was darinnen ist. Gott „heilig“ zu nennen, bedeutet, ihm den ersten Platz zu geben und ihm alles andere unterzuordnen.

Im Himmel ist die Anbetung des heiligen Gottes Wirklichkeit. Mit dem Vaterunser bitten wir, dass sein Name „auch bei uns heilig werde“ (Luther).

Adel verpflichtet

Wie kann das geschehen? Lesen wir weiter in Luthers Katechismus:

„Wie geschieht das?

Wo das Wort Gottes lauter und rein gelehrt wird und wir auch heilig, als die Kinder Gottes, danach leben. Dazu hilf uns, lieber Vater im Himmel!

Wer aber anders lehrt und lebt, als das Wort Gottes lehrt, der entheiligt unter uns den Namen Gottes. Davor behüte uns, himmlischer Vater!“

Luther erinnert uns daran, dass wir „Kinder Gottes“ sind und knüpft damit an die Anrede des Gebets an, bei dem wir Gott als unseren Vater angesprochen haben. Als Kinder Gottes sind wir nach ihm benannt und tragen seinen Namen, der auch bei unserer Taufe über uns ausgesprochen wurde. Adel verpflichtet. Wenn unser Leben als Kind Gottes dem widerspricht, was wir in seinen Augen sind, entheiligen wir seinen Namen. In der antiken Kultur wurde es noch viel mehr als bei uns heute als schwerwiegendes Vergehen angesehen, wenn der Ruf des Familien- oder Sippenoberhauptes durch das Verhalten eines einzelnen beschädigt und damit sein Name entehrt wurde.

Wie oft ist das in der Geschichte der Menschheit geschehen? Im Namen Gottes wurde Krieg geführt, Unterdrückung legitimiert und Veränderung verhindert. Die Ausbeutung der Bauern wurde im Mittelalter als „Ordnung Gottes“ für heilig erklärt. Das Koppelschloss der deutschen Soldaten trug in beiden Weltkriegen den Schriftzug „Gott mit uns“. Weitere Beispiele könnten problemlos hinzugefügt werden.

Luthers Auslegung zielt aber nicht darauf, dass wir auf andere zeigen. Es geht ihm um unser eigenes Leben. Wenn wir nicht so leben, wie Gottes Wort es uns zeigt, dann ist das eine Entheiligung des Namens Gottes. Wenn ein Kind Gottes sündigt, tritt es den Namen mit Füßen, der zum Segen über ihm genannt wurde. Um es ganz konkret zu sagen: Meine unreinen Gedanken, meine unreinen Worte, meine unreinen Taten beschmutzen nicht nur meine Seele und verletzen nicht nur andere Menschen. Sie entehren auch den heiligen Namen Gottes – weil sein Name vollkommen ist. Auch mein fehlendes Vertrauen, dass Gott es gut mit mir meint und dass er mich einen guten Weg führt, entehrt seinen heiligen Namen – weil sein Name „Ich bin für dich da“ bedeutet.

Es macht mich betroffen und traurig, wenn ich dran denke, wie oft ich in Worten und Taten den Namen Gottes entheilige. Ich spüre: Sünde ist keine Privatangelegenheit zwischen mir und Gott.

Doch es tröstet mich, dass die erste Vaterunser-Bitte eben nicht heißt: „Geheiligt wird dein Name durch mich“. Denn so würde es nicht stimmen, und so könnte ich es nicht beten. Sie lautet: „Geheiligt werde dein Name“. Diese Differenz lädt zur Umkehr ein und gibt ihr Raum. Gottes Name soll mir wieder heilig werden. Da, wo ich mich an die erste Stelle gesetzt habe, soll wieder Gott Raum gewinnen. Da, wo ich Gott nicht ernst genommen habe, soll er wieder in den Mittelpunkt meines Lebens kommen. Da, wo ich mich nur an meinen eigenen Maßstäben orientiere, soll er meine Richtschnur sein. Die erste Bitte des Vaterunsers beinhaltet die Einladung zur Neuausrichtung. Gott wird Gott, ich werde wieder das Kind des Vaters, das seinen Namen ehrt und dem sein Name heilig ist.

VIP

Stelle dir doch einmal vor, du bittest einen guten Freund, eine Art Inventarliste mit all den Dingen und Personen anzulegen, die Teil seines Lebens sind. Danach soll er diese Liste nach Wichtigkeit ordnen, beginnend mit dem, was ihm besonders wertvoll und heilig ist. Nun nimmst du diese Liste zur Hand und suchst deinen eigenen Namen darauf. Dass er nicht ganz oben steht, kannst du nachvollziehen. Doch je weiter deine Augen nach unten wandern, desto mehr beschleicht dich ein Gefühl der Enttäuschung. Endlich entdeckst du deinen Namen… auf Platz 57 – zwischen dem von der Großmutter geerbten Porzellanteller und der Teilnahmebestätigung für die Bundesjugendspiele.

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