Dirk Kellner - Himmelwärts beten

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Himmelwärts beten und mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. Das lehrt uns Jesus mit dem Vaterunser. Es führt uns in die Gegenwart Gottes und gleichzeitig in die Tiefe unseres Herzens. Die elf Impulse dieses Buches wollen eine Anregung sein, sich selbst mit den Worten Jesu zu beschäftigen und das eigene Beten durch sie bereichern zu lassen. Entdecke die Weisheit und Kraft des ältesten Gebetes des Christentums!

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Aus unserem Wesen heraus können wir Menschen nicht so beten, dass die innere tiefe Verbindung zu Gott spürbar und aufrechterhalten wird. Wir sind nicht mit den geistlichen Fähigkeiten geboren, im Gebet nicht nur zu reden, sondern auch Gottes leises Reden in unserem Inneren zu hören. Das ist ein Geschenk des Heiligen Geistes (1Kor 2,10–12) und gleichzeitig eine Übung (Heb 5,14), die man erlernen muss.

2. Die gute Nachricht ist aber: Beten kann man lernen. Sonst hätte Jesus die Bitte der Jünger abgewiesen. Seine Antwort bestätigt vielmehr: Mit innerer Vertrautheit und verändernder Kraft zu beten, ist kein Privileg, das nur Jesus als Sohn Gottes zukommt. Jedes Kind Gottes wird vom himmlischen Vater ganz persönlich dazu eingeladen, es geschenkt zu bekommen und zu üben.

Vielleicht ist es wie beim Schwimmenlernen. Einige Kinder springen mutig ins Wasser, strampeln sich selbst an die Oberfläche und machen ihre ersten Züge. Die meisten allerdings brauchen Hilfe, Anleitung und Übung, um sich in diesem neuen Element wohl zu fühlen.

Das Vaterunser

Die Jünger haben ihre Bitte geäußert: „Lehre uns beten!“ Jesus antwortet nicht mit einem theoretischen Vortrag über die Theologie des Gebets. Er spricht vielmehr ein Muster-Gebet, ein Beispiel zur Nachahmung: „Wenn ihr betet, so sprecht“ (Lk 11,2). Dann folgen die Worte, die über eine Milliarde Menschen in ihrer je eigenen Sprache beten können:

Vater unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name

Dein Reich komme

Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden

Unser tägliches Brot gib uns heute

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit, in Ewigkeit

Amen.

Die frühen Christen haben Jesu Anweisung befolgt. Die erste Kirchenordnung vom Anfang des 2. Jahrhunderts n. Chr., die sogenannte Didache, macht es für jeden Gläubigen zur Pflicht, das Vaterunser dreimal täglich zu beten. Sie lehnt sich damit an die jüdische Sitte an, dreimal täglich das Achtzehnbittengebet zu sprechen.

Das Vaterunser wurde zu einem weltumspannenden Gebet. Selbst wenn von etwa zwei Milliarden Menschen, die sich zum Christentum bekennen, nur jeder Zehnte einmal täglich eine Minute lang langsam das Vaterunser betet, gibt es in jedem Augenblick durchschnittlich 2300 Menschen, die mit mir die gleichen Worte in der je eigenen Sprache sprechen.

Nicht plappern, sondern von Herzen beten

Wie sollen wir das Vaterunser sprechen? In der Bergpredigt des Matthäusevangeliums gibt Jesus folgenden Hinweis (Mt 6,7–8):

„Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.“

Das Gebet ist also keine magische Zauberformel, die man so lange wiederholt, bis bestimmte geheimnisvolle Worte unsere Wünsche in Erfüllung gehen lassen. Das wäre gerade das „Plappern“, vor dem Jesus unser Gebet bewahren will. Der griechische Begriff lässt an eine gedankenlose Aneinanderreihung von Worten denken. Bereits das Alte Testament erzählt von einem solchen Beten bei den Baalspriestern, die ihren Gott durch lautes und unaufhörliches Rufen wecken wollen (1Kön 18,26–29). Bei den Völkern, die Israel und die ersten Christen umgaben, gehörten Zauberformeln zum Alltag (vgl. Jes 28,10). Die sogenannten Zauberpapyri haben sich seit der Zeit Jesu erhalten und können im Museum betrachtet werden. Hierbei handelt es sich um antike Zettel mit magischen Gebeten, die durch Anhäufung von Gottesnamen und geheime Formeln die Götter beeinflussen und magische Kräfte entfalten sollen.

Ganz anders lehrt Jesus über das Beten. Wir müssen Gott nicht belehren, überzeugen oder überreden. Die Grundlage des Gebetes und auch des Vaterunsers ist vielmehr das Vertrauen, dass Gott schon weiß, was uns innerlich bewegt und was wir brauchen. Die Worte unseres Gebetes dürfen aus einem Herzen fließen, das sich von Gott zutiefst gesehen, gehört und verstanden weiß.

Den Heiligen Geist im Herzen predigen lassen

Martin Luther hat 1535 die kleine Schrift verfasst: „Eine einfältige Weise zu beten, für einen guten Freund“ (WA 38,351–375; Auszüge im Anhang des Buches). „Einfältig“ meint an dieser Stelle nicht „unterbelichtet“, sondern „einfach“. Luther will eine für alle Menschen verständliche Anleitung geben, damit das Beten nicht den vermeintlichen Profis in den Klöstern und Kirchen vorbehalten bleibt.

Die Schrift ist ein sehr persönliches Werk, in dem Luther Einblick in sein eigenes Gebetsleben gibt:

„Lieber Meister Peter. Ich geb‘s euch so gut, wie ich‘s habe, und ich selber mich beim Beten verhalte.

Unser Herr Gott gebe euch und jedermann, es besser zu machen.“

Am Anfang des Werkes gibt Luther zu, dass er selbst durch den Betrieb des Alltags oft „kalt und unlustig zu beten“ sei. Durch Psalmen und andere Bibelverse werde dann das Herz „erwärmt“, komme zu sich selbst und werde zum Beten bereit.

Nun geht Luther dem Vaterunser entlang. Nach jeder Zeile hält er inne, sinnt über sie nach und lässt sich durch die überlieferten Worte zu eigenen Gebeten inspirieren. Er bringt persönliche und weltumspannende Anliegen vor Gott, bevor er die nächste Zeile des Vaterunsers betet. Durch die Worte Jesu werde das eigene Herz zu eigenen Worten „angereizt“ und „unterrichtet“. Ja, der Heilige Geist predige selbst zu unserem Herzen.

Auf diese Weise wird das Vaterunser zu einem Geländer, das uns Halt und Orientierung gibt. Es führt uns Schritt für Schritt in die Gegenwart Gottes, sei es ins Dunkel oder ins Licht, bis er selbst dort durch seinen Geist zu uns redet.

Himmelwärts, Erdwärts und zurück

Das Vaterunser vollzieht eine Bewegung vom Himmel auf die Erde und wieder zurück. Es beginnt mit der Anrede „Vater unser im Himmel“ und lässt drei Bitten folgen, die himmlische Realitäten in den Blick nehmen und gleichzeitig auf die irdische Wirklichkeit zielen. Gottes Name, Reich und Willen sollen Einfluss und Raum auf der Erde gewinnen. Danach wird aus dem vorangestellten „dein“ ein „unser“. Unsere menschlichen Anliegen werden nun vor Gott gebracht: was wir brauchen, was uns belastet und was unser Leben bedroht. Wir beten himmelwärts und bleiben doch mit beiden Beinen auf dem Boden.

Das Gebet schließt mit einem Lobpreis an Gott, den Schöpfer. Das „Wir“ kann wieder einen Schritt zurücktreten, weil es sich von Gottes „Du“ gehört und angenommen weiß.

Anrede: 1x „unser“

1.–3. Bitte: 3x „dein“

4.–6. Bitte: 3x „unser“, 4x „uns“

Lobpreis: 1x „dein“

Das Vaterunser vollzieht eine Bewegung, die dem Gebot Jesu entspricht, zuerst nach dem Reich Gottes zu trachten. Gleichzeitig lebt es aus dem Vertrauen, dass wir in Gottes großen Plänen nicht untergehen, sondern zu dem finden, was wir wirklich brauchen. Denn Jesus sagt (Mt 6,32b–33):

„Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“

Die Anrede: „Vater unser im Himmel“

Das Vaterunser beginnt wie jedes Gebet mit einer Anrede. Bei Jesus lautet sie: „Vater unser im Himmel“. Diese Worte sind keine beliebige Floskel, sondern der erste Schritt in die Gegenwart Gottes.

Die Reihenfolge der ersten beiden Worte ist übrigens aus der lateinischen Bibelübersetzung und Liturgie übernommen, die selbst wiederum dem griechischen Original entspricht. In beiden alten Sprachen ist es üblich, das betonte Substantiv an den Anfang und das Adjektiv an die zweite Stelle zu setzen. Aus dem griechischen „Pater hemon“ wurde lateinisch „Pater noster“ und schließlich „Vater unser“. Andere moderne Sprachen wie das Englische und Französische haben die Satzstellung angeglichen und beginnen das Gebet mit „Our father“ und „Notre père“.

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