Dirk Kellner - Himmelwärts beten
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Die Anrede, mit der ich zu jemandem in Kontakt trete, spiegelt die Beziehung wider, die ich zu ihm habe. Ebenso zeigt sich in ihr die Erwartung und innere Einstellung, mit der ich ihm begegne. So können wir meistens schon an der verwendeten Anrede oder an ihrer Betonung ziemlich gut abschätzen, welche Richtung ein Gespräch nehmen wird. Ein Kind spürt schon bei der Nennung seines Vornamens, ob nun die wiederkehrende Ermahnung folgt, endlich das Zimmer aufzuräumen, oder eine Einladung zum Eisessen.
Die Kind-Haltung
In der Anrede, durch die Jesus Gott anspricht und sein Gebet beginnt, zeigt sich seine einzigartige Beziehung zu Gott. Er ist von Ewigkeit her der geliebte Sohn des himmlischen Vaters und eines Wesens mit ihm. Und trotzdem dürfen und sollen wir uns diese Anrede zu eigen machen. Denn Gott will auch unser himmlischer Vater sein. Er liebt uns und lädt uns ein, seine Kinder zu werden. Wenn wir Jesus Christus als Retter annehmen und an ihn glauben, werden wir Teil der Familie Gottes (Joh 1,12), empfangen Gottes Geist und können durch ihn Gott unseren Vater nennen, wie Jesus es tat. Der Apostel Paulus schreibt das so (Röm 8,15):
„Ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!“
Wenn wir unser Gebet also mit den Worten „Vater unser“ beginnen, nehmen wir dankbar die Haltung des Kindes ein. Die Kind-Haltung ist somit nicht nur eine Yoga-Übung, sondern eine geistliche Herzenseinstellung. Wir versuchen nicht, eine anonyme, universelle Energie anzuzapfen oder einen fremden Gott um Gehör zu bitten. Wir kommen vertrauensvoll zu unserem persönlichen Schöpfer und Vater, der sich uns mit offenen Armen, Ohren und Herzen zuwendet.
Der Ballast der Erfahrung
Doch gerade dieser Einstieg ins Gebet macht es manchen Menschen nicht leicht. Es fällt ihnen schwer, sich Gott als Vater vorzustellen oder ihn im persönlichen Gebet so zu nennen. Ob wir wollen oder nicht: Die Beziehung, die wir zu unserem eigenen Vater hatten, prägt unser Gottesbild. Sie schwingt mit, wenn wir beten, und lässt uns manche Worte leicht und manche schwer über die Lippen gehen.
Die Beziehung zu unserem eigenen Vater kann uns helfen, Gottes Liebe und Barmherzigkeit besser zu verstehen. Sie kann dem aber auch im Wege stehen oder es sogar fast unmöglich machen.
Wer einen Vater erlebt hat, der sich schützend vor sein Kind stellt und es in Schutz nimmt, dem wird es in der Regel leichter fallen, sich bei seinem himmlischen Vater geborgen zu fühlen. Wer einen Vater gehabt hat, der seinem Kind Wertschätzung und Anerkennung vermittelt, wird sich eher in Gottes Augen wertvoll fühlen können, ohne ständig seine Würdigkeit beweisen zu müssen. Wer miterlebt hat, wie sich der eigene Vater innerlich von dem hat bewegen lassen, was sein Kind fühlt, der wird wahrscheinlich schneller bereit sein, dem himmlischen Vater das Herz auszuschütten.
Doch es gibt auch die entgegengesetzte Erfahrung: Es gibt Väter, die äußerlich oder innerlich abwesend, unerreichbar und unnahbar sind. Sie hören nur mit einem Ohr zu, während die Augen die Nachrichten verfolgen, die Zeitung studieren oder am Smartphone kleben. Sie stellen hohe Forderungen, sind mit Anforderungen und Kritik großzügig, mit Lob und Anerkennung sparsam. Und so soll Gott sein? Es gab und gibt den Vater, der autoritär und ohne Pardon über die Familie herrscht – vielleicht sogar mit Gewalt. Und so soll Gott sein?
Nein, Gott ist anders. Diese Differenzerfahrung ist für das eigene Glaubensleben von großer Bedeutung. Darum kann es gut sein, sich diesem Teil der Vergangenheit zu stellen, auch wenn sich dahinter schmerzhafte Erinnerungen verbergen. Das Ziel ist nicht, alte Wunden aufzureißen oder andere Menschen zu verurteilen. Auch unsere Väter sind Teil einer gefallenen Welt und machen Fehler, aber auch sie sind von Gott zur Umkehr und Vergebung eingeladen. Das Ziel ist vielmehr, unser Bild von Gott als dem himmlischen Vater vom emotionalen Ballast unserer Vergangenheit zu befreien und es mit neuen Erfahrungen zu überschreiben.
Vielleicht führt uns die Anrede gleich zu Beginn unseres Betens zu folgenden Worten: Guter Gott. Es fällt mir schwer, dich als Vater zu sehen und mit „Vater“ anzusprechen. Ich zögere, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein irdischer Vater… Hilf mir, dich zu sehen und zu erfahren, wie du wirklich bist.
„Im Himmel“
Mit den Worten „im Himmel“ betont Jesus die Differenz. Gott ist nicht das überhöhte Abbild eines irdischen Vaters. Er ist größer als unsere Vorstellung und Erfahrung. Der Heidelberger Katechismus, eine kurze Zusammenfassung des evangelischen Glaubens aus dem 16. Jahrhundert, bringt es im damals üblichen Frage-Antwort-Stil schön auf den Punkt (Frage 120–121).
„Frage: Warum hat uns Christus befohlen, Gott so anzureden: ‚Unser Vater‘?
Antwort: Er will in uns gleich zu Anfang unseres Gebetes die kindliche Ehrfurcht und Zuversicht Gott gegenüber wecken, auf die unser Gebet gegründet sein soll; dass nämlich Gott durch Christus unser Vater geworden ist und uns das, worum wir ihn im Glauben bitten, noch viel weniger verweigern will, als unsere Väter uns irdische Dinge abschlagen.
Frage: Warum wird hinzugefügt: ‚Im Himmel‘?
Antwort: Wir sollen von der himmlischen Hoheit Gottes nichts Irdisches denken.“
Bis wir Gott wirklich „von Angesicht zu Angesicht“ sehen und sein vollkommenes Wesen erkennen, wird uns das nur bruchstückhaft gelingen. Das „irdische Denken“ wird immer wieder unser Gottesbild und unser Beten beeinflussen. Doch wir bleiben auf dem Weg. Die Anrede „Vater unser im Himmel“ kann, wenn wir sie bewusst beten, immer wieder ein kleiner Schritt auf diesem Weg sein.
„Unser Vater“
Unser Herz wird dann immer mehr erkennen, wie das Vater-Sein von Gott her ganz neu definiert wird und sich uns als vollkommene Liebe und Zuwendung erschließt. Darauf verweist das besondere Wort, mit dem Jesus von Gott als dem Vater spricht.
Die meisten Theologen gehen davon aus, dass Jesus in seinen Gebeten nicht den Begriff „Vater“ verwendet, der in der Öffentlichkeit gängig war. Vielmehr habe er das Wort seiner Muttersprache Aramäisch verwendet, mit dem Kinder liebevoll ihren Vater rufen: „Abba“ (Mk 14,36; vgl. auch Röm 8,15; Gal 4,6). Es entspricht unserem „Papa“ und lässt Vertrautheit und Nähe spüren. So wie manche ältere Kinder es unangemessen oder sogar unangenehm finden, wenn sie ihren Vater in der Öffentlichkeit Papa nennen, war auch damals das Wort „Abba“ ausschließlich im inneren Familienkreis beheimatet. Für die damalige Zeit war es ungewöhnlich oder sogar unerhört, Gott mit diesem intimen Wort anzureden.
Jesus betont damit aber die enge Beziehung, die Gott zu jedem seiner Kinder sucht. Er ist eben nicht der schweigsame, untätige, autoritäre oder sogar gewalttätige Patriarch, sondern der „Papa“, der sich liebevoll seinen Kindern zuwendet, der seine Kinder in den Arm nimmt und tröstet, der für sie sorgt und sie unterstützt.
Mit der Anrede „Abba“ kommt Zärtlichkeit in die Gottesbeziehung. Gott wird dadurch nicht gezähmt oder zum harmlosen Väterchen degradiert. Zu Recht wendet sich Fulbert Steffensky gegen die „Verhaustierung Gottes“. Doch es kommen Werte ins Spiel, die man früher eher der Mutter zugewiesen hat – als es für Väter nicht schick war, Gefühle zu zeigen. Gott ist anders. Er zeigt uns seine leidenschaftliche Zuwendung. Er ist ansprechbar, egal, in welcher Not wir sind. Er hört unser Gebet, und er hört mit ganzem Herzen. Ein schlauer Theologe hat einmal gesagt: „Gott ist der mütterlich sich verhaltende Vater.“
Die mütterliche Hand des Vaters
Der Maler Rembrandt hat diesen Gedanken künstlerisch umgesetzt. In seinem berühmten Bild „Die Rückkehr des verlorenen Sohnes“ zeichnet er Gott als den barmherzigen Vater, der sein Kind empfängt und inniglich umarmt. Doch beide Hände des Vaters sind ganz unterschiedlich dargestellt. Die linke, muskulöse Hand legt sich kräftig auf die Schulter des Heimkehrers; die rechte, zarte Hand berührt sanft seinen Rücken. Henri Nouwen hat diese Besonderheit so kommentiert (Nimm sein Bild in dein Herz, Freiburg 1991, S.119f):
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