Stefan Lansky - Abwärts

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Stefan Lansky, Redakteur eines angesehenen Luxusmagazins, verliert durch die Finanzkrise seinen Job. Eine neue Stelle als Journalist ist trotz bester Zeugnisse nicht in Sicht: Mit 45 ist er zu alt, sprich zu teuer. Hartz-IV droht. Um seiner Familie den sozialen Untergang zu ersparen, macht Lansky den Lkw-Führerschein und fährt für verschiedene Transportunternehmen 40-Tonnen-Sattelzüge.
Ob Stahl, Autoteile, Seecontainer, Ziegel oder Bauschutt, es gibt kaum etwas, was er nicht über die Straßen transportiert. Lansky begegnet skurrilen Typen, erlebt eine harte Welt, in der Sklaverei und Ausbeutung im Wohlstandsland Deutschland noch immer an der Tagesordnung sind. Vom König der Landstraße ist nichts übriggeblieben, nicht einmal sein Mythos.
Unter seinem Pseudonym Stefan Lansky schildert der Autor seine Erlebnisse. Alle handelnden Personen gibt oder gab es wirklich, sind dem Autor begegnet. Auch sie bekommen zum Schutz ihrer Identität einen anderen Namen. Die Namen der Firmen sind ebenfalls nicht die wirklichen. Aus erzähltechnischen Gründen sind die Ereignisse nicht chronologisch. Doch wahr sind sie alle.

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„Gut. Fahre direkt zu Hart, Stahl laden ...“

Hart-Stahl ist der größte Kunde der Spedition. Allein zwanzig Fahrzeuge der Spedition fahren fest für das Unternehmen.

„... dann nach Berlichingen und dann nach Jagsthausen, abladen. Dort bis morgen stehenbleiben und dann nach Backnang zu Vögler, laden, dann zurück auf den Hof und ins Wochenende.“

Dann ... dann ... dann ... Letzteres sollte wohl versöhnlich klingen.

Ich bin so baff, dass es mir erst die Worte verschlägt.

„Klar ...???“, schnarrt es fordernd.

„Äh, hör mal, das ist doch nicht dein Ernst. Du weißt, dass ich seit 3.30 Uhr unterwegs bin. Hast du schon mal was von Arbeitsgesetzen gehört?“, erlaube ich mir zu erwidern. „ICH HABE FEIERABEND!!!“

„Hör mal zu: ICH sage dir, WANN DU Feierabend hast“, blafft sie zurück.

„Ich habe nichts dabei, keine Zahnbürste ... kein ... nichts“, insistiere ich.

„Ihr Dippen geht mir auf den Nerv, wie im Kindergarten.“ Ihr rumänischer Akzent schlägt durch – Dippen statt Typen. „Muss man Euch alles sagen ... IHR HABT IMMER EURE SCHLAFSACHEN DABEI ZU HABEN!!!“, schreit sie in den Hörer.

„Ich mache nur Tagestouren“, kontere ich.

„Trotzdem!“

Sie knallt den Hörer auf. Eine Stunde später rolle ich bei Hart-Stahl vor und melde mich bei dem Disponenten Eugen Hofer. Er ist ein Fett- und charakterlicher Drecksack mit gut 160 Kilo Lebendgewicht. Er lässt während seiner Arbeitszeit gut drei Liter Cola und Limo durch seine Kehle rinnen. Dazu verputzt er mehrere Wurstbrötchen. Hofer ist ein Menschenschinder par excellence. Was ist nur los in dieser Branche? Warum soviel Unfreundlichkeit?

Ich sage mein Sprüchlein auf und er erhebt sich schnaufend, um die Ladeliste aus dem Drucker zu lassen. Bereits der Weg vom Schreibtisch dorthin lässt ihn schnaufen wie ein altes Dampfross, der Schweiß perlt auf seiner Stirn. Er trägt ein Holzfällerhemd, das oben weit geöffnet ist und den Blick auf sein verwaschenes und ausgeleiertes Feinrippunterhemd freigibt. Darunter quellen angegraute Brusthaare hervor, die meinen Blick fesseln. Soviel Hässlichkeit kann faszinieren. Wortlos knallt er die Liste auf die Theke und ich schrecke aus meinen Gedanken.

Ich setze mich wieder ins Fahrzeug und warte auf Einlass. Ich soll 25 Tonnen Feinbleche laden. Na, das geht zügig und einfach. Anders wäre es mit einer Mischladung aus Langmaterial und sonstigen Formaten. Man muss dann Tetris spielen, um alles unterzubringen.

Es ist soweit, der Lademeister winkt mich in die Halle. Es ist Thadeusz, ein Pole, ein freundlicher Mensch, einer von wenigen. Aber auch ein Schlawiner und fauler Sack. Ich öffne das Verdeck des Aufliegers, bereite die Spanngurte und Antirutschmatten vor. Schon schwebt das erste Blech-Paket per Deckenkran auf die Ladefläche. Vier Pakete finden hintereinander Platz. Als Thadeusz fertig ist, stempelt er die Ladeliste ab und meint: „Na, jetzt noch bis da hoch. Arme Sau. Ich habe jetzt Schichtende.“

„Danke für dein Mitgefühl.“, erwidere ich kurz und knapp.

Endlich fertig, es geht los. Ich rufe wieder meine Frau an, will Trost haben.

„Susanne, Liebste, es ist zum Kotzen, ich komme erst morgen nach Hause. Ich mag echt nicht mehr.“

„WAAAAAAAAAS???“, ruft sie empört in den Hörer. Susanne besitzt eine saalfüllende Stimme. „JA SIND DIE DENN NOCH NORMAL? DIE wollen auch alles, die letzte Faser deines Lebens und das für den beschissenen Verdienst. HÖRT DIE SKLAVEREI DENN NIE AUF? Armer Schatz, halte durch, ich warte auf dich.“

Susannes Worte bauen mich auf. Durchhalten ... durchhalten ... nur wie lang? Nein, die Sklaverei hört nie auf. Sie hat nur ein freundlicheres Gewand und etwas mehr Komfort. Man wird nicht mehr ausgepeitscht und wohnt nicht mehr in Onkel Toms Hütte.

21.15 Uhr. Ich stehe beim letzten Kunden in Jagsthausen und nehme den unterschriebenen Lieferschein in Empfang. Die Firma liegt in einem noch nicht vollkommen erschlossenen Gewerbegebiet. Es ist dunkel, der Wind pfeift durch die Ladegasse. Es ist Pause. Überall stehen in kleinen Gruppen Arbeiter herum, rauchen und schweigen. Es sind Osteuropäer, soviel verstehe ich. Der Vorarbeiter kommt zu mir und startet ein Gespräch. Nachdem er sich über seinen lokalen Lieblingsfußballverein begeistert hat, senkt er plötzlich seine Stimme.

„Die Typen hier, alles Russen, da muss man vorsichtig sein ... alles eine Bande. Schau nur, wie sie lauernd herumstehen“, flüstert er.

„Echt?“, erwidere ich überrascht. Zugegeben: Die Jungs kommen mir von Anfang an nicht koscher vor. Aber vielleicht sind sie auch nur arme Schlucker – so wie ich.

„Es ist kein Vergnügen, mit denen in einer Schicht zu sein. Man muss dauernd auf der Hut sein“, klagt er weiter. „Ich bin schon glücklich, dass du ein deutscher Fahrer bist. Sonst tauchen hier auch nur Rumänen, Bulgaren und sonstige Balkanesen auf, sprechen null Deutsch.“

„Ja, wir haben es alle nicht leicht“, weiß ich nur zu sagen.

Endlich fertig. Es ist 20.50 Uhr. Ich rufe meine Liebste an.

„Hi, Schönste, bin jetzt fertig. Wie geht es zu Hause?“

Als wir unser Gespräch beenden, geht es mir etwas besser. Ich überlege, ob ich doch ein Weichei bin. Tausende von Kollegen machen diesen Job Jahrzehnte, manche wollen ihn sogar tun, finden Lkw-fahren super und können sich keine Schreibtischtätigkeit vorstellen. Und ich jammere mir einen ab. Trotzdem: Das kann und darf nicht normal sein. Neulich las ich, dass die Selbstmordrate unter Lkw-Fahrern auf Platz vier liegt. Viele sitzen mit Depressionen am Steuer. Wie ich viele Fahrerkollegen kennengelernt habe, ist das Zugeben der seelischen Schieflage unter harten Kerlen verpönt. Man hat ja Diesel im Blut, ist Profi. Na ja, ich nicht, und dazu stehe ich: Es geht mir beschissen.

Ich fahre noch bis zur nächsten Ladestelle für den kommenden Tag. Ich parke, ziehe die Vorhänge zu, werfe die Standheizung an. Es ist jetzt 21.30 Uhr. 18 Stunden im Einsatz! Wenn das das Fahrerleben ist, habe ich gründlich ins Klo gegriffen. Ich lege mich auf die Pritsche, decke mich mit meiner Jacke zu. Ich habe ja nichts dabei. Ohne geputzte Zähne, nur eine halbe Flasche Wasser dabei, ohne Essen – danach ist mir eh nicht, immerhin: 15 Kilo habe ich in den letzten Monaten verloren – falle ich sofort in einen erschöpften Schlaf. Ich träume von Morgen, vom Feierabend, von zu Hause, von einem anderen Leben, von meinem vergangenen Redaktionsalltag, von .... Ach, Scheiße.

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