Monika Arlt - Symbolische Dimension des Wohnens in der Stadt

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Symbolische Dimension des Wohnens in der Stadt: краткое содержание, описание и аннотация

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"Die symbolische Dimension der Stadt" – was ist das? Dieses Buch versucht genau das zu erklären und ein Gefühl dafür zu schaffen, welchen Einfluss Symbole auf unseren Alltag, welche Bedeutung Sie für unser Wohlbefinden, das Befinden ganzer Bevölkerungsgruppen bis hin zu Nationen haben.
Stadtplanung kann und sollte einem besseren Leben und Lebensgefühl dienen, indem Wohnverhältnisse geschaffen werden, die sich auf das menschliche Miteinander, auf das individuelle Befinden positiv auswirken. Inwieweit Symbole dabei eine Rolle spielen, ist den meisten Menschen nicht bewusst, insbesondere in Deutschland, wo die Symbolik durch den Symbolmissbrauch der Nazis im Dritten Reich geradezu tabuisiert ist.
Das Verständnis und ein Gefühl für die Symbolik an sich, und ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, werden anhand zahlreicher Beispiele aus Architektur, Kunst und Literatur vorgestellt, sodass auch der mit der Materie nicht vorbelastete Leser sich nach wenigen Seiten mit der Thematik vertraut fühlt. So können Fachleute und Laien gleichermaßen einen gemeinsamen Nenner für ein Thema finden, das vornehmlich in Architekturkreisen Erwähnung findet, aber letztlich uns alle angeht.

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Vielfach wird behauptet, starke Bilder ließen sich nicht planen, es seien jeweils nur Glücksfälle, wenn eine „richtige“ Antwort auf einen Ort gegeben und so der „Geist des Ortes“ zum Erscheinen gebracht wird. Wenn es gelingt, solchen Bildern und Vorstellungen eine symbolische Qualität zu verleihen, und zwar eine, von der eine Vielzahl von Menschen berührt wird, können solche Lösungen erfolgreich sein. Es sind die Symbole, die eine Verbundenheit mit dem Leben spüren lassen,

Als Beispiel für die Kraft und die Bedeutung der symbolischen Dimension kann die neuerliche Geschichte eines Weges dienen, der wiederum eine Geschichte aus der Zeit der DDR in Deutschland erzählt:

Ein einfacher Weg in Potsdam erregte für eine lange Zeit die Gemüter, ein Uferweg um den Griebnitzsee. Er wurde von einigen Anwohnern, über deren Grund er ging, für die Allgemeinheit gesperrt. Viele Interessen spielten in dem Wertekonflikt, der sich dadurch entzündet hatte, eine Rolle. Was in der Diskussion zwar nicht den vorrangigen Stellenwert bekam, aber für die symbolische Qualität des Konflikts eine wesentliche Rolle spielte, war die symbolische Bedeutung und Qualität des Ortes. Der Weg als ehemaliger Postenweg der DDR-Grenzer war bereits 15 Jahre öffentlich gewesen und hatte sich zu einem Erinnerungsort, einem Symbol der Freiheit entwickelt. Inzwischen gibt es einen rund 160 Kilometer langen Radweg entlang der früheren Grenze um das alte Westberlin, der mit Infotafeln und Erinnerungsstelen für die Mauertoten bestückt ist. Durch die Sperrung des Weges durch einige wenige Anlieger ist dieser Erinnerungsweg, der eine weltweite Bedeutung für die Öffnung von Grenzen hat, unterbrochen. Langsam gewöhnt man sich an diese Situation. Doch dürfte nicht der Vorrang des Gemeinwohls vor dem Eigennutz das stärkste Argument in diesem Konflikt sein, sondern die Bedeutung des Weges als Symbol, als Übersetzer zwischen Vergangenheit und Gegenwart und als Gefühlspartner und Identitätsstifter für Menschen, die ehemals durch die Grenze getrennt waren.

In seiner Philosophie der symbolischen Formen räumte Ernst Cassirer der religiösen und künstlerischen Erfassung der Realität neben den exakten Wissenschaften einen selbstständigen Platz ein (vgl. Hegenbart 1984). Cassirer sah den Schlüsselbegriff zum Verständnis der menschlichen Kultur in der des Symbols. Er verstand die Grundfunktionen des Bewusstseins in der Repräsentation von Symbolen und unter „symbolischer Prägnanz“ die Art, in der ein Wahrnehmungserlebnis als „sinnliches“ Erlebnis zugleich einen bestimmten nicht-anschaulichen „Sinn“ in sich fasst und ihn zur unmittelbaren konkreten Darstellung bringt. Der symbolische Prozess war für ihn wie ein einheitlicher Lebens- und Gedankenstrom, der das Bewusstsein durchflutet, und der in dieser seiner strömenden Bewegtheit erst die Vielfältigkeit und den Zusammenhang des Bewusstseins, erst seine Fülle wie seine Kontinuität und Konstanz zuwege bringt (Cassierer, 1994, Dritter Teil, 10.Aufl.). Es dürfte interessant sein, die Aussage in dieser poetischen Sprache mit den Ergebnissen neurowissenschaftlicher Forschung in Verbindung zu bringen.

Im Wechselspiel zwischen Innen und Außen, zwischen den äußeren Gestalten, Orten und Umwelten und dem inneren Labyrinth der Psyche gibt es individuelle und kulturelle Muster und strukturelle Analogien. Der Neuropsychologe Chris Frith stellt fest: Unser Gehirn konstruiert Modelle der Welt und modifiziert sie ständig auf der Basis von Signalen, die unsere Sinnesorgane empfangen. Was wir tatsächlich wahrnehmen, sind daher die Modelle, die unser Gehirn von der Welt kreiert (Frith 2010).

Symbole können als eine mögliche Form solcher Modelle der Welt gelten. Symbole sind aber nicht dazu in der Lage, die Triebkräfte der Menschen oder der Gesellschaft zu zähmen. Sie können sie, wie im Nationalsozialismus geschehen, sogar im Kontext von staatlicher Monumentalsymbolik der Gebäude und Rituale verstärken. Aus dem Einigenden des Symbols entwickelt sich seine kollektive Kraft, seine Anziehungskraft im Guten wie im Bösen. Über die Kraft und das Unheil der manipulativ verwendeten Symbole im Nationalsozialismus ist heute genügend Kenntnis vorhanden. Staatliche Monumentalsymbolik gibt es auch heute noch zur Genüge, vornehmlich in Diktaturen. In Deutschland hat es den entsetzlichen Missbrauch gegeben, dass Menschen mithilfe von Mythen, Riten und Symbolen in der Masse und in den Aktionsbünden der Kinder-, Jugend-, Männer- und Frauenorganisationen zu einem „Heil“ schreienden und zur Selbstaufgabe choreografierten Instrument geworden sind. Nahezu ein ganzes Volk ist dem „Ungeist“, dem bösen Geist als dem Archetypus eines Größenwahnsinnigen verfallen, in den es eigene Wünsche von Größe und Macht projiziert hat, mit dem es ungeheuerliche Verbrechen begangen hat.

Das macht es noch heute so schwer, die symbolische Dimension des Lebens und Wohnens in der Stadt wahrzunehmen und damit zu arbeiten, zu experimentieren und Symbole, Mythen und Rituale im positiven Sinne, im Sinne von Selbstsymbolen und gemeinschaftsbildenden Symbolen in der Stadt offensiv zu verwenden.

Die heutige Zeit ist aber durchaus keine symbolarme Zeit. Nur wird mit den Symbolen unterschwellig und vielfach auf unbewusste Weise für die Adressaten umgegangen. Werbung und Eventmanagement inszenieren ihre Marken und Ereignisse mithilfe von Mythen und Symbolen durchaus manipulativ. Symbolische Einsicht versteht sich dahin gehend, sich der Symbole und des eigenen Unbewussten zu bedienen, ohne den Boden der Wirklichkeit zu verlassen und die eigene Vernunft zu verleugnen. Im Alltag sind gute Selbstsymbole erforderlich und eben auch Einsicht und Verständnis für die Sprache und die Implikationen der Symbole.

So nutzt eine Frau mit ihrer Muschelsammlung Symbole der Hoffnung, des Schutzes, der Geborgenheit, die sie als „Kraftdreher“ bezeichnet. In einzelne davon hat sie sich früher manchmal gedanklich verkrochen, wenn das Leben für sie unerträglich wurde. Eine Magersüchtige ist einem Schönheitsideal verfallen, das verhindert, dass sie ihren Körper realitätsgerecht wahrnehmen kann. Das Idealbild der schlanken Frau ist für sie zu einem angstbesetzten Symbol geworden, das sie antreibt, je mehr sie versucht ihm zu entkommen. Eine Störung dieser Art wird sie allerdings kaum mithilfe von Selbstsymbolen oder durch Einsicht in die symbolische Dimension ihrer Fantasiegebilde auflösen können, ohne therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Der Dienstwagen eines Politikers und die Zahl seiner Bodyguards sind durchaus Symbole für die Bedeutung dieser Person. Dagegen zeugt der Begriff der „Symbolpolitik“, wie er in der Presse für politische Schaukämpfe mit viel Lärm um nichts verwendet wird, von der Absicht, einen Sachverhalt als unwahr darzustellen oder ihm eine Bedeutung zukommen zu lassen, die der Realität nicht entspricht. Der Symbolbegriff wird hier in einer Weise verwendet, die etwas Unglaubwürdiges, Unzuträgliches, Gefährliches signalisiert oder den Sachverhalt in seiner Bedeutung herunterspielt.

Es ist kein Missverständnis erforderlich und auch kein Glauben an universelle Wahrheiten, um das Vorhandensein von Symbolen zu erkennen. Es genügt, die Wirklichkeit zu hinterfragen. Die Vernunft braucht dabei nicht auszusetzen. Auch ohne kulturelle Regression lassen sich verschüttete Quellen nutzen, und die sind nötig, um die Welt lebendig und beweglich wahrzunehmen.

In den Kathedralen des Mittelalters waren symbolische Gestalten für Tugenden und Laster physisch für die Betrachter erfahrbar. Die griechische Mythologie hatte in den Figuren von Zeus, Hera, Athene, Apoll, Aphrodite, Eros, Ares und vielen anderen Gestalten des Götterkosmos die personifizierten Verhaltensmuster von Macht und Gerechtigkeit, Ehre, Schönheit, Verlangen, List und Feindschaft zur Verfügung. Symbolische Welten von der Antike über Mittelalter, Renaissance, Barock bis in die Neuzeit von Jugendstil, Art Deco und Bauhaus bilden die Kultur jeder Epoche, waren Mittel der Erkenntnis. Das Christentum hatte mit seiner Bilderwelt und ihrer diesbezüglichen Deutungsmacht einen erzieherischen Auftrag. Anzunehmen ist, dass über die Darstellungen in Bildern, Skulpturen und Objekten Gefühle wie Gottesfurcht, Schauder und Beglückung erzeugt wurden. Bedeutungen sind überliefert, manche verschlüsselten Botschaften waren — und sind — nur für „Eingeweihte“ zugänglich. Die individuelle emotionale Bedeutung lässt sich allerdings heute, außer bei manchen großen Kunstwerken oder bei „Ehrfurcht gebietenden“ Bauwerken, kaum noch nachvollziehen.

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