Auf der Suche nach Gesundheit kam ich 2007 das erste Mal mit der Geistheilung in Kontakt. Wenn mir bis dahin jemand gesagt hätte, dass ich selbst einmal als Geistheiler in einer eigenen Praxis stehen und Menschen die Hände auflegen würde, hätte ich ihn sehr wahrscheinlich für verrückt gehalten. Ich und Geistheilung – das passte ja nun gar nicht zusammen.
2011 war es dann aber tatsächlich so weit. Ich eröffnete meine eigene Praxis für Geistiges Heilen, behandelte erfolgreich Menschen und gab Geistheilungs-Seminare und Reiki-Kurse.
Und wenn mir dann jemand gesagt hätte, dass ich meine Praxis nur ein Jahr später wieder schließen und alle Unterlagen meiner Geistheilerausbildung im Wert von über 12.000 € vernichten würde … den Rest können sie sich bestimmt denken.
Aber genau so ist es 2012 gekommen. Ich habe mich komplett von der Geistheilung und jeglicher Esoterik getrennt. Ich habe das Behandeln eingestellt und meine Praxis geschlossen. Im selben Jahr bin ich zudem aus der katholischen Kirche ausgetreten.
Der Grund für meinen Sinneswandel war, dass ich einen viel einfacheren Weg zur Heilung, Gesundheit und Zufriedenheit gefunden hatte. Es ist ein Weg, nach dem sich so viele Menschen sehnen. Ich nenne ihn den direkten Weg zu Gott. Auch heute sehe ich immer wieder, wie Leiden und Krankheiten urplötzlich verschwinden, wenn sich die Menschen direkt an Gott wenden.
Aber genau da ist das Problem. Die meisten Menschen denken, dass sie Gott und Heilung nur in der Kirche oder in spirituellen Heilmethoden finden.
Nach vier aktiven Jahren als Energiearbeiter habe ich mich zwei weitere Jahre intensiv mit den Themen Geistheilung, geistige Welt, Gott, Jesus, meinem katholischen Glauben und der Kirche auseinandergesetzt. Ich habe erkannt, dass ich Gott weder in der Kirche noch in der geistigen Welt finden kann. Mehr noch: Nach meinen persönlichen Erfahrungen halten die Kirche und die Vorstellung einer geistigen Welt die Menschen von Gott fern.
Zusammen mit meiner Frau erforschte ich die Zusammenhänge zwischen einer direkten Beziehung zu Gott und der eigenen Gesundheit. Wir kamen zu Erkenntnissen, die nicht nur uns, sondern auch anderen Menschen sofort halfen und es auch heute noch tun. Oft sind es gerade die einfachsten und offensichtlichsten Dinge, die am schwersten zu erkennen sind.
Der Grund für meine damalige Heilerausbildung und die Praxiseröffnung war der große Wunsch, anderen Menschen zu helfen. Als ich mich von der Geistheilung getrennt und meine Praxis geschlossen hatte, war dieser Wunsch nicht einfach erloschen. Ganz im Gegenteil, er wurde immer größer. Als Folge davon ist dieses Buch entstanden, in dem ich beschreibe, wie ich meinen direkten Weg zu Gott gefunden habe, wie es mir dabei erging, welche Reaktionen mir aus der Heilerszene entgegenschlugen und wie sich meine Ansichten veränderten.
Lesen und erleben Sie selbst, wie einfach es sein kann, Ihren eigenen Weg zu finden und dabei gleichzeitig Heilung zu erfahren. Und all das ohne teure Kurse, langwierige Ausbildungen, Behandlungen durch andere, esoterische Riten oder religiöse Vorgaben und Zwänge.
Es liegt mir fern, Menschen in ihrem Tun zu beurteilen oder zu kritisieren. Mir ist auch bewusst, dass ich bei den Themen „Glaube“ und „Gesundheit“ mit einigen meiner Aussagen durchaus polarisieren und möglicherweise heftig anecken kann.
Ich habe dieses Buch jedoch nicht geschrieben, um anderen nach dem Mund zu reden oder um möglichst vielen zu gefallen. Vielmehr handelt es sich um meine persönlichen Erfahrungen, die ich genau so erlebt habe und nun weitergeben möchte.
Bitte fassen Sie meine Ausführungen daher als Denkanstöße, Anregungen und Hilfe beim Finden des eigenen, ganz persönlichen Weges auf. Ich freue mich, wenn Ihnen meine Erfahrungen und meine Erkenntnisse dabei dienlich sein können und Sie das eine oder andere als Anregung mitnehmen und aktiv nutzen können. Bleiben Sie bitte stets skeptisch, und machen Sie sich Ihre eigenen Gedanken. Schließlich geht es in erster Linie um Sie und Ihre Gesundheit.
Was auch immer Sie aus diesem Buch für sich mitnehmen und welchen Weg Sie für sich als richtig erkennen, Sie müssen ihn selbst gehen. Das kann Ihnen niemand abnehmen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viele neue Anregungen und Ideen für Ihren Weg.
Helmut Atzler
Ich habe bereits viele Heilungen gesehen, die allein auf den Glauben zurückzuführen waren. Und auch heute erlebe ich sie immer wieder. Dabei spielten und spielen bereits vorhandene Diagnosen oder die Schwere der vorliegenden Symptome keine Rolle.
Jedoch ist jeder Mensch für sich, seinen Glauben und seine Gesundheit selbst verantwortlich und muss seine eigenen Entscheidungen treffen.
Dies möchte ich durch die folgenden Hinweise unterstreichen:
Ich gebe keinerlei Heilversprechen.
Ich fordere niemanden dazu auf, nicht mehr zu einem Arzt zu gehen und sich nur noch auf seinen Glauben zu verlassen.
Ich stelle weder Diagnosen noch sage ich, dass man Medikamente oder ärztlich verordnete Therapien eigenmächtig verändern oder absetzen soll.
Ich gebe Anregungen, schreibe aber niemandem vor, was er zu glauben, zu tun oder zu lassen hat.
Der Autor und der Verlag übernehmen keine Haftung für Schäden jeglicher Art, die durch die Missachtung obiger Hinweise entstehen könnten.
Da es hier um Heilung und Gesundheit geht, möchte ich an dieser Stelle auch kurz auf meine Einstellung zur Schulmedizin eingehen.
Verletzungen oder Beschwerden, die auf äußere Einflüsse wie beispielsweise einen Unfall zurückzuführen sind, lasse ich in meiner folgenden Betrachtung außen vor. In diesen Fällen sind die Zusammenhänge recht eindeutig erkennbar.
Man hört sehr oft, dass der Mensch aus einem Körper, einem Geist und einer Seele besteht und sehr viele körperliche Krankheiten ihre Ursachen auf der geistigen und seelischen Ebene haben.
Der Schwerpunkt der Schul- und Apparatemedizin ist die Behandlung von Symptomen auf der körperlichen Ebene. Im Normalfall geht ein Mensch erst dann zum Arzt, wenn ein Problem bereits vorliegt. Die Schulmedizin ist eher weniger auf die Vorsorge oder das Vermeiden von Krankheiten ausgerichtet.
Für die Vorsorge, dass es möglichst gar nicht erst zu gesundheitlichen Problemen kommt, ist jeder Einzelne verantwortlich. Und genau dabei können eine gesunde Einstellung und ein starker Glaube sehr hilfreich sein. Diese beiden Punkte (Einstellung und Glaube) sind die Schwerpunkte in meinem Buch.
Sicherlich gibt es Situationen, in denen ein kranker Mensch körperlich erst wieder so weit aufgepäppelt werden muss, dass er überhaupt in der Lage ist, sich um sich selbst, seine Seele und seinen Geist zu kümmern.
Dabei kann die Schulmedizin eine sehr große Hilfe sein.
Es geht mir also nicht um einen Wettstreit, ob der Glaube an Gott, eine positive gesunde Lebenseinstellung oder ein Arzt besser heilen kann, sondern um eine bestmögliche Ergänzung.
Das eine sollte das andere nicht ausschließen.
Begriffserklärungen
Heilerszene
Wenn ich über die „Heilerszene“ schreibe, ist das keinesfalls abwertend gemeint. Mit „Heilerszene“ meine ich all die Menschen, die sich im guten Glauben mit Dingen beschäftigen, um sich selbst oder anderen Menschen zu helfen. Zu diesen Dingen zähle ich u.a. die Geistheilung, Energiearbeit, Lichtarbeit, Spiritualität, Esoterik, Heilsteine, Symbole, energetische Riten, Einweihungen und vieles mehr.
Unter Energiearbeitern verstehe ich Geistheiler, Lichtarbeiter und – allgemein ausgedrückt – all die Menschen, die energetische Heilmethoden und Heiltechniken wie beispielsweise Reiki anwenden.
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