Helene Hammerer - Vielleicht ist nicht genug
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Nach dem Essen gingen Imelda und Sophia nach Hause, wo Onkel Kaspar und die Buben eben die letzte Fuhre Sand abluden, den sie vom Bachbett geholt hatten. Die Kleine wollte sofort Sandkuchen backen. Nachdem sie noch keine Sandspielsachen hatten, suchte Imelda in der Küche zwei alte Löffel, einige Puddingförmchen und einen kleinen emaillierten Topf zusammen. Glücklich begab sich Sophia in den Sandkasten. Onkel Kaspar ging nach Hause, um ein Nickerchen zu machen und die Buben wollten ins Schwimmbad gehen. Imelda hatte zuerst gezögert, Wolfi allein ins Schwimmbad gehen zu lassen, aber Onkel Kaspar hatte ihr versichert, dass sie völlig unbesorgt sein konnte. Walter, der Gemeindearbeiter, war an schönen Tagen auch Bademeister und er duldete keinen Unfug. Der Bub sei im Auenfelder Freibad so sicher wie zu Hause im Wohnzimmer, schmunzelte er. Imelda cremte ihren Sohn sorgfältig ein, packte ihm eine Jause ein und gab ihm Geld für den Eintritt und ein Eis. Im Herbst musste sie kein Schulgeld mehr bezahlen, da konnte sie den Kindern kleine Freuden leicht ermöglichen. Nachdem Jodok schon wartete, verkniff sich Imelda die Ermahnungen, die ihr auf der Zunge lagen.
Wenig später traf Roswitha, eine Sängerin aus dem Kirchenchor ein, die für die bevorstehende Hochzeit neue Ärmel für ihre Tracht wollte. Sie brachte einen dunkelroten Brokatstoff und kleine, mit Stoff bezogene Knöpfe mit. Imelda bat die Frau in die Stube, um Maß zu nehmen und bot ihr dann eine Tasse Kaffee an. Sie wusste, dass Roswitha nicht nur der Näharbeiten wegen hier war. Alles, was sie sah und hörte, würde sie brühwarm weitererzählen.
Später ging Imelda mit Sophia in den Dorfladen, wo sie auch Eimer, Schaufeln und Sandförmchen erstanden. Auf der Bank eröffnete sie ein Konto und zahlte ihre restlichen Ersparnisse auf ein Sparbuch ein. Viel war es nicht mehr, aber mit ihrem Lohn und dem Geld der privaten Kunden, die bar bezahlten, würden sie schon zurechtkommen. Gegen Abend nahm Onkel Kaspar Maß für die Tische in Imeldas Werkstatt und versprach ihr einen alten Drehstuhl aus seinem Büro, bei dem nur der Polsterbezug ausgebleicht war. An dem überaus guten Zustand des ehrwürdigen Stücks wagte Imelda zwar zu zweifeln, aber einem geschenkten Gaul schaute man nicht ins Maul. Solange Imelda keine Möbel in der Werkstatt hatte, benutzte sie den großen Tisch in der Stube. Sie breitete ein sauberes Leintuch darüber. Dann nahm sie die alte Nähmaschine der Großmutter aus ihrem Koffer, putzte und ölte sie und fädelte Nähgarn ein. Auf einem Flicken probierte sie die Maschine aus und war mit dem Ergebnis zufrieden. Die Naht war erstaunlich schön und gleichmäßig. „Gut so, es kann losgehen!“, freute sich Imelda. Zum Glück hatte Balbina ihre alten Schnitte und ihre erste Overlock-Nähmaschine aufbewahrt, so konnte sie Roswithas Ärmel heute noch fertig nähen. Zwischendurch gab sie den Kindern ihr Abendessen und brachte sie zu Bett. Zurück in der Stube, nahm sie den Lampenschirm ab und schraubte eine stärkere Glühbirne in die Fassung, damit sie genügend Licht hatte. Kurz vor zehn Uhr nachts waren Roswithas Ärmel bereit zur Abgabe. Imelda trank noch eine Tasse Kräutertee, begab sich dann ins Badezimmer und ließ Wasser in die Wanne ein. Sie hatte am Nachmittag auch das versprochene Schaumbad erstanden und räkelte sich wohlig im warmen, duftenden Wasser. Bevor sie zu Bett ging, schaute sie noch nach Wolfi. Er atmete leicht und regelmäßig. Gott sei Dank! Auch Sophia hatte in der vergangenen Nacht nur einmal kurz geweint und gleich weiter geschlafen, nachdem sie ein wenig Wasser getrunken hatte. Vielleicht hatte Andrea recht und ihr Leben verlief von nun an wieder in ganz ganz normalen Bahnen.
Am ihrem zweiten Arbeitstag lernte Imelda die neue Juniorchefin kennen und zu ihrer Überraschung mochte sie die junge Frau auf Anhieb. Kaum hatten sie mit ihrer Arbeit begonnen, hüpfte Carina, Alexanders Tochter, an der Hand einer zierlichen, dunkelhaarigen Frau ins Bügelzimmer. „Balbina“, rief sie aufgeregt, „das Fräulein ist jetzt meine Mama!“ Balbina lächelte den beiden zu. „Das freut mich aber, Carina. Jetzt ist dein Wunsch endlich in Erfüllung gegangen.“ Dann schüttelte sie der neuen Mama die Hand. „Herzlichen Glückwunsch, Felicia, und willkommen in der Alpenrose.“ „Danke Balbina“, strahlte Felicia, „ich hoffe, ihr helft mir alle, denn von der Gastronomie habe ich keine Ahnung.“ „Du wirst schon zurechtkommen“, versicherte Balbina und stellte der neuen Chefin Imelda vor. Die beiden tauschten die üblichen Höflichkeiten und Felicia beugte sich zu Sophia, die sich halb hinter ihrer Mutter versteckte. „Ich bin Felicia und wer bist du?“, fragte sie freundlich. „Sophia“, kam es zögerlich von der Kleinen. „Ah, bist du die Sophia, die in Salzburg gewohnt hat? Weißt du, Salzburg ist meine Lieblingsstadt.“ Zu Imeldas Überraschung fing ihre Tochter an von Salzburg zu erzählen, und unterhielt sich mit Felicia, als ob sie einander schon lange kannten. Carina schien jedoch nicht bereit zu sein, ihre neue Mama gleich mit Sophia zu teilen und zog an ihrer Hand. „Komm jetzt, Mama!“ „Carina, ich unterhalte mich gerade mit Sophia. Du wartest bitte, bis wir fertig sind“, sagte die junge Frau ruhig, aber sehr bestimmt. Und Carina wartete wirklich, bis sie sich von Sophia verabschiedet hatte. Mit einem Gruß verließen sie das Zimmer. Imelda war beeindruckt. Diese zarte, kleine Person konnte sich offenbar durchsetzen, ohne laut zu werden. Balbina strahlte vor Stolz: „Verstehst du jetzt, dass Alexander mit ihr großes Glück hat?“ Imelda nickte. „Ja, das glaube ich auch. Ich bin froh, dass sie Carinas neue Mama ist, und nicht ich.“ Damit war Imeldas Anflug von Eifersucht ein für alle Mal vorbei.
In den kommenden Wochen freundeten sich die beiden Mädchen schnell an. Sie spielten Puppen in Carinas Zimmer oder malten einträchtig im Bügelzimmer neben Balbina und Imelda. Auch Wolfgang mochte die impulsive Carina. „Weißt du, sie hat immer lustige Ideen“, gestand er seiner Mutter. Manchmal ging Carina auch mit den Buben ins Schwimmbad, dann genoss es Sophia, den Sandkasten für sich allein zu haben. Imelda nähte jede Minute, die sie erübrigen konnte, manchmal bis spät in die Nacht. Onkel Kaspar hatte Wort gehalten und ihr die Werkstatt eingerichtet. An einer Wand und unter den Fenstern verliefen zwei lange Tische zum Zuschneiden und Nähen. Auf der anderen Seite stand ein breites Regal mit Fächern für Stoffe und halbfertige Stücke und einer Kleiderstange, um fertige Kleidung an Bügeln aufzuhängen. In einer Ecke des Zimmers hatte Onkel Kaspar Vorhangschienen an die Decke geschraubt, so war eine kleine Umkleidekabine entstanden. Ein langes Stück Spiegelglas rahmte er mit Holzleisten ein und befestigte es an der Wand. Somit war Imeldas Werkstatt fürs Erste ausreichend ausgestattet.
5.
Nun war er da, der 27. Juni, der Tag der Hochzeit. Und wie vom ganzen Dorf erhofft, war es ein strahlend schöner Sommertag. Den ganzen Vormittag ging es rund im Hotel. Die langen Tafeln im Saal waren festlich gedeckt und dekoriert. In der Küche wurde das Hochzeitsmahl vorbereitet und Imelda ging mit Rosi, der Kellnerin, in die Kirche, um dort die Agape, Brot und Wein für alle, vorzubereiten. Sie würde zur Trauung in die Kirche gehen und alle vom Personal, die nicht in der Küche oder im Service arbeiten mussten, waren auch zur Nachhochzeit eingeladen. So bezeichnete man den Tanz am Abend, zu dem auch alle Nachbarn und Freunde kamen, die beim Festmahl nicht dabei waren. Kurz nach Mittag eilten Imelda und Balbina heim, um sich in Schale zu werfen. Balbina machte sich die traditionelle Frisur zur Tracht, bei der das Haar in zwei Zöpfe geflochten und dann um den Kopf gewunden wurde. Mit Hilfe eines schwarzen Samtbandes wurden die Flechten befestigt. Imelda ließ sich von ihrer Mutter die Haare zu einer Krone flechten. Auch die kleine Sophia bekam eine Zopffrisur. Dann halfen sich die Frauen gegenseitig beim Anlegen der Tracht. Zuerst wurden die Trachtenärmel angezogen, darüber kam der bodenlange Miederrock aus schwarzem, plissiertem Leinen, mit wertvollen Goldstickereien am Halsausschnitt. In den eckigen Ausschnitt steckte man das reichbestickte Brusttuch und band sich ein schwarzes Band um den Hals. In der Taille wurde das Kleid von einem schwarzen Lackledergürtel zusammengehalten, der mit einer feinziselierten Schnalle aus Gold und Silber geschlossen wurde. Die „Juppe“, wie die Tracht genannt wurde, war der Stolz der Frauen und die einzelnen Teile wurden in den Familien von einer Generation zur nächsten weitergegeben. Sophia durfte die weiße Mädchentracht anziehen, die Imelda schon als Kind getragen hatte. Wolfgang machte bei den Schülern mit, die Lieder und Gedichte eingeübt hatten.. Markus, der Schulleiter, war zu Imelda gekommen und hatte gemeint, es wäre eine gute Gelegenheit für Wolfgang, seine Klassenkameraden kennenzulernen. Er trug die traditionelle Männertracht. Ein weißes Hemd, ein rotes Wams, schwarze Kniebundhosen aus Wollstoff und weiße, gestrickte Kniestrümpfe. Die Kinder schauten einander an und lachten. „Du siehst lustig aus, wenn du so verkleidet bist“, kicherte Sophia. „Du auch“, gab ihr Bruder zurück. Wolfgang machte sich gleich auf den Weg, denn der Schuldirektor wollte noch kurz mit den Kindern proben. Die Frauen und Sophia warteten vor dem Nachbarhaus auf Frieda. Onkel Kaspar, der beim Kirchenchor Bass sang, war schon vor einer halben Stunde aufgebrochen. Von allen Seiten strömten festlich gekleidete Menschen zur Kirche und auch das Brautpaar und die Festgesellschaft näherten sich in Begleitung der Blasmusik. Da der Wirt der Alpenrose auch Vizebürgermeister war, wurde ihm diese Ehre zuteil. Imelda ging mit Sophia weiter nach vorne, während die älteren Frauen lieber in den hinteren Bankreihen Platz nahmen. Bald danach kamen die Musikanten und suchten ihre Plätze und schließlich erklang der Hochzeitsmarsch von Mendelssohn. Alle standen auf und drehten die Köpfe. Vorne weg hüpften Carina und Elsbeths Jüngste, Marie-Theres, und hinter ihnen schritt das Brautpaar. Felicia in einem schneeweißen Spitzenkleid mit weitem Rock, dem Hochzeitskleid ihrer Mutter, wie sie Imelda erzählt hatte, mit weißen Blumen in ihrem langen, dunklen Haar. Daneben Alexander, umwerfend wie immer, im schwarzen Anzug. Der Kirchenchor sang, der Pfarrer sprach lange und feierlich und als sich das frischvermählte Ehepaar küsste, schlüpfte Carina aus der Bank und lief zu den beiden. Der Pfarrer runzelte die Stirn und die Leute lachten. Alexander und Felicia nahmen die Kleine in ihre Mitte und hielten beide ihre Hand. Rundherum wurden Taschentücher gezückt und auch Imelda spürte Tränen aufsteigen. Ob ihre Kinder jemals einen neuen Vater bekämen, der sie so liebte, wie Felicia die kleine Carina? Imelda bezweifelte es.
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