Helene Hammerer - Vielleicht ist nicht genug

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Nach einer gescheiterten Ehe kehrt die junge Schneiderin Imelda mit ihren beiden Kindern in ihren Heimatort zurück. Im malerischen Auenfeld ticken die Uhren noch langsam. Doch Imeldas beschauliches Leben ändert sich schlagartig, als der weltgewandte Lehrer Hannes nach Auenfeld kommt…

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Als sie in ihre Schuhe schlüpfte, hörte sie schon die Kinder von unten rufen. Sie hatten das Säle abgeholt und warteten nun auf sie. Das anerkennende Lächeln ihrer Mutter sagte Imelda, dass ihre Kleidung passend war, und zu viert machten sie sich auf den Weg zur Kirche. Vor deren Haus trafen sie Onkel Kaspar und Frieda, die genau wie Balbina einen großen Strauß aus Gartenblumen in der Hand hielt, um ihn vor der Messe noch aufs Grab zu stellen. Kaspars Enkel, Jodok, der nur wenig älter als Wolfgang war, tat sich gleich mit diesem zusammen und die beiden Buben liefen voraus, während Sophia doch lieber an der Hand ihrer Mutter ging. Imelda spürte die neugierigen Blicke der anderen Kirchgänger, die höflich grüßten, hinter ihrem Rücken zum Teil aber alles andere als freundlich über sie sprachen, dessen war sie sich sicher. Sie war froh, den ersten Gang ins Dorf in Begleitung ihrer Familie zu tun. Als ihr Onkel Kaspar verschmitzt zuzwinkerte, wusste sie, dass er sich absichtlich mit ihr sehen ließ, um zu demonstrieren, dass sie zu seiner Familie gehörte, und unter seinem Schutz stand.

Nach dem Kirchgang wechselten alle die Sonntagskleider gegen etwas Bequemeres und Imelda ging mit Sophia zu ihrer Mutter, um ihr beim Kochen zu helfen. Wolfi und Jodok wollten die Drachenburg aus Lego wieder aufbauen, die für den Transport zerlegt worden war. Hier im Dorf konnten die Kinder allein zu Freunden gehen und mussten nicht hingebracht und abgeholt werden, wie in der Stadt.

Kurz vor zwölf traf Meinrad, der Älteste der drei Geschwister, mit seiner Frau Andrea und ihren drei Kindern ein. Herzlich umarmte Andrea die Schwägerin und hieß sie willkommen. Auch Imelda freute sich, sie zu sehen. Die lebenslustige Andrea war für sie wie eine ältere Schwester gewesen, war mit ihr einkaufen gegangen und hatte sich immer auf ihre Seite gestellt. Gemeinsam gingen sie zum Auto, um Andreas Jüngste, die drei Monate alte Tanja, zu holen, die friedlich schlief. Kurz darauf fuhr Gregor mit seiner Familie vor. Er war rothaarig, wie Imelda, und der Spaßvogel der Familie. Ständig hatte er irgendeinen Unsinn ausgeheckt und seine Schwester gehänselt. Auch heute fing er gleich wieder an: „Mensch, Melli, du Bohnenstange! Haben sie dir in Salzburg nichts zu essen gegeben? Du siehst ja aus wie der Suppenkasper am fünften Tag.“ „Du siehst auch nicht so aus, als ob du jeden Tag Gesottenes und Gebratenes bekommst“, gab Imelda zurück. Gregor lachte dröhnend und klopfte auf seinen nicht vorhandenen Bauch: „Als Familienvater muss man eben zuerst auf Frau und Kind schauen.“ „Willst du damit sagen, dass wir dir alles wegessen?“, bemerkte seine Frau Karin spitz. „Nein, nein“, meinte Imelda beschwichtigend, „er sucht nur eine Ausrede.“ Zum Glück rief Balbina in diesem Moment zum Essen und beendete die Debatte. Nach dem Essen spielten die Männer mit den größeren Buben Karten, das Säle und die kleineren Kinder „Mensch ärgere dich nicht“. Karin machte mit ihrem Jüngsten ein Mittagsschläfchen. Imelda und Andrea nützten die Zeit, um mit Tanja im Kinderwagen spazieren zu gehen und ungestört reden zu können. „Und, wie geht es dir wirklich?“, fing Andrea an, sobald sie außer Hörweite waren. „Es war schrecklich“, bekannte Imelda. Die Polizei, die Zeitungsreporter, der ganze Skandal. Außerdem war es schwer, den ganzen Luxus aufgeben zu müssen, an den wir alle gewohnt waren. Zum Glück hat der Exekutor den Kindern ihre Spielsachen gelassen und mir meine Nähmaschinen. Elsbeth und Frau Hofstätter, unsere Nachbarin, haben mir Gott sei Dank sehr geholfen. Sie haben mir auch gute Aufträge verschafft, so konnte ich Wolfi auf der Privatschule lassen und Sophia in ihrem guten Kindergarten.“ „Ja, das hat Balbina mir erzählt“, nickte Andrea. „Du hast das alles gut hinbekommen. Die beiden wirken völlig unverändert.“ Imelda seufzte: „Der Schein trügt. Wolfi hatte schwere Asthmaanfälle und Sophia hat in den letzten Monaten keine Nacht durchgeschlafen. Aber seit wir hier sind, haben wir uns alle ein wenig entspannt.“ Andrea lächelte. „Ja, hier ist alles beim Alten. Balbina und Onkel Kaspar haben sich nicht verändert und Gregor auch nicht.“ Die beiden schauten sich an und kicherten. „Ich weiß nicht, wie er es mit Karin aushält“, meinte Andrea. „Ach, Gregor hat ein dickes Fell, der merkt kleine Spitzen gar nicht.“ „Mhm, da hast du wahrscheinlich recht.“ Einträchtig gingen die beiden weiter und kamen gerade rechtzeitig zum Kaffee nach Hause. Als die anderen weg waren, half Imelda ihrer Mutter noch, das Geschirr zu spülen, während Sophia am Küchentisch zeichnete.

4.

Am Montagmorgen stand Imelda um halb sechs Uhr auf und fing an, das Zimmer neben der Stube auszuräumen. Ursprünglich war dieses in den alten Bauernhäusern das „Gada“, das Schlafzimmer der Eltern, in dem wahrscheinlich oft die ganze Familie geschlafen hatte, da es vom Kachelofen in der Stube mitgeheizt wurde und somit auch im Winter warm war. Ihre Großmutter hatte dort geschlafen, als ihr das Treppensteigen immer schwerer gefallen. Jetzt wollte es Imelda als Schneiderwerkstatt nutzen. Onkel Kaspar machte ihr zwei lange Tische zum Zuschneiden und Nähen, während ihr Bruder Meinrad versprochen hatte, ihr zwei helle Lichtbänder zu organisieren. Als Elektriker musste er oft neue Lampen in Büros montieren und die alten wurden entsorgt. „Sie müssen nicht schön sein, nur hell“, hatte Imelda ihm eingeschärft. „O.k.“, hatte er gegrinst, „ich werde nach hellen, hässlichen Lampen Ausschau halten.“ Nach dem Tod des Vaters war das Geld in Imeldas Familie immer knapp gewesen und so hatten die Geschwister schon früh gelernt, zu improvisieren. Imelda, mit ihrem untrüglichen Gefühl für Formen und Farben, hatte sich der Mode und der Innendekoration zugewandt, ihre Brüder dem Handwerk. Noch als Lehrlinge hatten sie, unter Onkel Kaspars Aufsicht, zusammen mit ihren Cousins den ersten Stock in Balbinas Haus zu einer Ferienwohnung ausgebaut. Diese konnte sie anschließend vermieten, was dem Familienbudget sehr zugute kam. Sie würde das alte Haus auch auf diese Weise umgestalten, beschloss Imelda, sobald sie Zeit und ein bisschen übriges Geld hatte. Bis sieben Uhr arbeitete sie fleißig an ihrer Werkstatt. Dann weckte sie ihre Kinder, gab ihnen ihr Frühstück und machte sich mit Balbina und der kleinen Sophia auf zum Hotel Alpenrose, ihrem neuen Arbeitsplatz. Wolfgang lief zu Onkel Kaspar, denn dieser hatte versprochen, den Kindern eine Sandkiste zu bauen. Dabei wollten Wolfgang und Jodok natürlich helfen. Balbina und Sophia gingen zum Personaleingang, während Imelda das Foyer betrat, um nach Alexander Felder zu suchen. Die junge Frau an der Rezeption schickte sie Richtung Büro, wo Imelda an die Tür klopfte. Auf Alexanders „Herein“ betrat sie den gemütlichen Raum, eine Mischung aus Wohnzimmer und Büro. Ihr Chef stand auf und gab ihr lächelnd die Hand. „Tag, Imelda, schön, dass du wieder hier bist. Wie fühlst du dich als Heimkehrerin?“ „Es ist, als ob das Dorf geschrumpft wäre. Alles ist so klein und so nahe beisammen. Nur die Berge wirken eher noch höher.“ Alexander nickte und grinste. „Ja, mir ging es genauso, als ich aus Mailand zurückkam.“ Schlagartig wurde Imelda daran erinnert, warum sie als Teenager so für Alexander geschwärmt hatte. Er war wirklich ein schöner Mann und gab einem das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, sobald man mit ihm sprach. Imelda gratulierte ihm zu seiner bevorstehenden Heirat, worauf sein Lächeln noch strahlender wurde. „Danke Imelda. Felicia wollte gleich nach Schulschluss Carinas Mama werden und deshalb treffen wir uns heute um zehn Uhr auf dem Standesamt. Nur unsere Familien und wir beide. Leider kann Elsbeth nicht zweimal so weit fahren, aber die Zeremonie heute ist mehr eine Formsache.“ Imelda nickte und setzte sich auf den angebotenen Stuhl, damit sie alle Anstellungsformalitäten erledigen konnten. Als sie das Büro verließ, war Imelda sehr gespannt auf die „Superfrau“, die sich den begehrtesten Witwer im Umkreis geangelt hatte, und spürte einen Anflug von Abneigung gegen sie. Gleichzeitig schalt sie sich eine Närrin. In der Wäscherei räumte Balbina bereits eine der großen Waschmaschinen ein. Sophia saß vor einem Berg kleiner Handtücher und stapelte sie schön aufeinander. Imelda lächelte ihrer Tochter zu: „Gut machst du das, Mäuschen, genau das habe ich als kleines Mädchen auch gemacht.“ „Ich bin nicht klein“, wehrte sich Sophia, „ich bin die Gehilfin vom Säle.“ Um zehn Uhr machten sie eine kleine Pause und um halb eins gingen sie zum Mittagessen. Therese, die Seniorchefin, war für ihre soziale Einstellung im ganzen Dorf beliebt, und es war klar, dass auch Imeldas Kinder mit dem Personal essen durften, genauso wie vor vielen Jahren Balbinas Kinder.

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