Friedrich von Bonin - ZwischenWelten
Здесь есть возможность читать онлайн «Friedrich von Bonin - ZwischenWelten» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:ZwischenWelten
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:4 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 80
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
ZwischenWelten: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «ZwischenWelten»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Der neue Roman von Friedrich von Bonin ist eine faszinierende Reise durch die Neuzeit bis in unsere Gegenwart und ein Appell an menschliche Ethik und Verantwortung.
ZwischenWelten — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «ZwischenWelten», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Zum letzten Mal hatten wir die Zerstörung gefordert, nachdem ein besonders entsetzliches Muster der Gattung Mensch im römischen Reich nicht nur eine ganze Stadt in Schutt und Asche gelegt, sondern auch Tausende Seinesgleichen mit verbrannt hatte.
Nero, der römische Kaiser, war ein selten verdorbenes Exemplar Mensch, selbst unter diesem grauenhaften Geschlecht. Ich war damals an seinen Hof geschickt worden und hatte mich zu seinem Berater hochgedient. Jakobus Rhitus war ich, hochdekorierter Senator und im Capitol so wie am Kaiserhof wohl gelitten.
Der Imperator Roms, wie der Kaiser sich nannte, fürchtete alles und jeden. Seine Frau Poppäa, eine bekannt schöne Frau, war ihm untreu, mit Senatoren, mit Sklaven, mit allem, was einen Schwanz trug und nur annähernd ansehnlich war. Sie betrog Nero, der nichts mehr fürchtete, als dass sie ihn betrog. Aber er wusste nichts davon. Alle seine Spione, alle seine Freunde, die er immer wieder aufforderte, seine Frau zu bewachen und ihm das geringste Augenzwinkern zu melden, das sie einem anderen Mann zuwarf, hinterging entweder Poppäa bei ihren Affären oder sie bestach sie. Ich zum Beispiel, Jakobus Rhitus, wusste von ihren Affären und sie wusste, dass ich ihre Liebhaber kannte. Sie war sehr klug und verstand es, mich zu bestechen, auf die einzige Art, in der ich zu bestechen bin. Erst versuchte sie, mich zu verführen, das verfing bei mir nie. Also lockte sie mich mit Geld, das ich gerne nahm, allerdings ohne ihr Treue zu versprechen. Und schließlich verfiel sie auf die Idee, mich bei ihrem Mann, dem Kaiser, hoch zu loben, bis er mich zu seinem ersten Berater ernannte und behielt. Dafür gelobte ich ihr Schweigen.
In kurzer Zeit als Berater bekam ich heraus, dass Nero nicht nur fürchtete, von seiner Frau betrogen zu werden. Hinter jedem Vorhang witterte er Verrat, vermutete er einen Mörder, er duldete daher keine Vorhänge in seinem Palast.
Und dann machten die Christen ihm zu schaffen. Das war eine neue Sekte, die seine Vorgänger energisch verfolgt hatten, weil sie der Meinung waren, eine neue Religion verderbe die Menschen, es gebe außer Jupiter, dem Staatsgott, nur noch den Imperator, den Kaiser, selbst gottgleich. Die Christen verstießen daher gegen die Staatsräson, sie wurden verfolgt und, wenn gefasst, hingerichtet.
Nero intensivierte die Verfolgung vor allem deshalb, weil er ihrer neuen Religion gegenüber unsicher war. Was denn, wenn sie Recht hätten, wenn es einen Gott gäbe, der die Taten der Menschen nach deren Tod beurteilte und strafte? Dann könnte Gott auch ihn nach seinem Tode richten. Ich nährte nach Kräften seine Zweifel an der Richtigkeit der christlichen Thesen und riet ihm, sie so grausam wie nie zuvor zu jagen.
Die Unnachsichtigkeit, mit der er meinem Rat folgte, entsprach nicht nur meinen Ratschlägen, sondern war auch Ausdruck der Rache an denen, die ihn verunsichert hatten. Er ließ sie in Massen hinrichten, in Felle wickeln und den wilden Tieren zum Fraß vorwerfen, ließ sie kreuzigen und so ihren Gott verhöhnen, der angeblich ebenfalls gekreuzigt worden war. Er trieb sie in Arenen zusammen, wo er sie wehrlos abschlachten ließ. Selbst das römische Volk, sonst eher nicht zimperlich im Ansehen von blutigen Hinrichtungen, opponierte mehr und mehr gegen diese Art der Verfolgung.
Deshalb verfiel Nero auf die Idee, sie für ein großes Unglück verantwortlich zu machen. Er verzog auf sein Landhaus, ungefähr fünfzig Kilometer von Rom entfernt und gab Sklaven den Auftrag, die Stadt in Brand zu setzen. Rom brannte, vier Tage und vier Nächte lang.
Die Stadt war in großen Teilen aus Holz gebaut, sie fiel in einem lodernden Feuer zusammen und in ihm verbrannten Tausende von Menschen, eingeschlossen in ihren Häusern.
Nach dem Brand in die Stadt zurückgekehrt, beschuldigte Nero die Christen dieses Verbrechens und intensivierte, jetzt mit Zustimmung des Volkes, die Verfolgung noch einmal.
3.
Nero sei nur ein Exemplar, allerdings ein besonders ekelhaftes, dieser Spezies, so brachten wir vor, einer Spezies, die von der Welt verschwinden müsse. Sie raube und morde und sündige, dass es nur so eine Art habe, nichts sei vor ihnen sicher, kein Mensch, kein Tier, nicht die Welt und nicht die Himmel. Sie müsse verschwinden, forderten wir von der schöpfenden Allmacht.
Man zögerte.
Allerdings sei dieser Kaiser und seien die Menschen eine besonders verurteilenswerte Erscheinung innerhalb der Schöpfung, aber eben immer noch Teil der Schöpfung und als solcher erhaltenswert. Und man könne nicht umhin, meiner Rolle bei den Taten des römischen Kaisers zu gedenken. Sei nicht ich es gewesen, der ihn beraten und zu den Taten getrieben habe, die jetzt beklagt würden. Sei nicht ich eigentlich der Urheber des ganzen Unglücks? Und dann, habe der Kaiser nicht begonnen, umfangreiche Aquädukte im römischen Reich zu bauen, eine dankenswerte Tat?
Immer wieder hatten wir Vernichtung gefordert, und immer wieder waren wir auf die Unantastbarkeit des Menschen hingewiesen worden.
Und nun plötzlich eine, wenn auch nur kleine, Sinnesänderung?
4.
„Wir werden die Änderung nutzen, und sei sie noch so klein, und nicht danach fragen, was sie verursacht hat. Dergleichen fragt man nicht“, wieder drang die kalte, scharfe Stimme des Fürsten durch den Saal. „Ich werde sieben Vertreter ernennen, die auf die Erde gehen und sie begleiten, sie beraten, die die eigenen Eigenschaften der Menschen fördern und stützen, so lange, bis sie sich selbst dem Untergang weihen.“
Er begann, die Sieben aufzurufen, die bei ihnen wirken sollten. Ich war unaufmerksam, kam ich selbst doch für solche Aufgaben nicht in Frage, seit ich als Berater bei Nero aufgefallen war.
„Jakob Rheidt“. Da fiel mein Name doch noch, als siebter in der Reihe. „Womit sind Sie gerade beschäftigt, Herr Rheidt?“
Wenn der Fürst das fragt, weiß man besser eine Antwort.
„Ich bin im sechsten Bezirk. Dort gibt es auf dem dritten Planeten kristalline Existenzen, von denen man vermutet, dass sie zu Leben erwachen könnten.“
„Unwichtig. Sie werden dem Rat der Sieben angehören. Sie werden im siebzehnten Jahrhundert als Sekretär Wallensteins wirken.“
Das war ja prächtig. Kein langweiliger Dienst mehr bei Kristallen, die, was mich anbetraf, niemals Leben entwickeln würden, stattdessen mitten auf der Erde. Ich dankte überschwänglich.
„Keine Zeit verlieren, meine Herren, bilden Sie den Rat und beginnen Sie ihre Tätigkeit.“
Mit diesem kalt und drohend ausgesprochenen Satz, der wie ein Fluch hängen blieb, war er verschwunden. Die Versammlung verstreute sich, nur wir sieben blieben noch einen kurzen Moment zusammen.
„Sie haben mir alle drei Monate Bericht zu erstatten“, Herr Bürstenfeld, ein entsetzlicher Pedant, war zum Vorsitzenden der Sieben ernannt worden und gab uns seine kurzen Anweisungen, „einmal jährlich werden wir uns hier unaufgefordert versammeln und die Erfolge erörtern.“
Auch er war kurz und überließ uns unseren Aufgaben.
Zweites Buch:
Wallenstein
1625
1.
Langsam und gemessenen Schrittes ging ich über die große alte Stadtbrücke, die die Moldau überspannte, ich sah nicht die Figuren aus dem Zauberreich, die sie zierten, ich sah nicht das Wasser des Flusses, das unter mir mit stetem Gurgeln dahin strömte und ich achtete nicht auf die Menschen, die mir entgegenkamen. Fest hielt ich das Gesicht auf die andere Seite des Flusses gerichtet, auf die Kleinseite dieser großen Stadt Prag, wo gleich hinter dem Fluss der Palast des Generals Wallenstein lag, des großen Feldherrn Albrecht von Wallenstein, Herzog von Friedland. Zum Generalissimus war er vom Kaiser Ferdinand dem Zweiten in Wien ernannt worden, ein Titel, der allein ihm vorbehalten war.
Der Sommer dieses Jahres 1625 hatte viel Regen gebracht, Überflutungen sogar, aber jetzt strahlte die Sonne seit einer Woche mit großer Kraft, obwohl der September sich seinem Ende näherte. Die Bäume hatten wegen der vielen Niederschläge noch nicht einmal angefangen, ihre Blätter zu färben, dick belaubt und dunkelgrün spendeten sie Schatten, als ich jetzt die Brücke verließ und auf die Allee einbog, die zum Palast des Generalissimus führte. Beeindruckend lang und breit war sie, gerade auf den Haupteingang zulaufend, von riesenhaften Eichen gesäumt, unterbrochen allenfalls von ein paar Buchen und Tannen. Mit meinen dünnen Festtagsschuhen hatte ich Mühe, über das holperige Kopfsteinpflaster zu laufen, widerstand aber der Versuchung, neben der Straße auf dem Gras zu gehen, obwohl mein linker Fuß, der leicht behindert ist, mir erhebliche Schwierigkeiten bereitete. Ich wollte nicht gleich zu Beginn schlecht auffallen, war aber doch erleichtert, als ich hinter mir das laute Hufgeklapper von Pferden hörte, dem das Rollen des von ihnen gezogenen Wagens folgte. Erleichtert trat ich zur Seite auf das Gras und sah mich um. Eine prächtige Kutsche, von vier kohlschwarzen Wallachen gezogen, rollte an mir vorbei, dichte Vorhänge vor den Kutschfenstern verweigerten mir jeden neugierigen Blick auf die Insassen. Ich sah ihr einen Augenblick nach, wie sie über das raue Pflaster dahinglitt, wie die langen starken Federn des Wagens die Unebenheiten ausglichen und wie sie dann in einem schönen Bogen vor dem Haupteingang vorfuhr und hielt. Langsam nahm ich meinen Weg wieder auf und schritt auf das Schloss zu, um die Allee kurz vor dem Haupteingang des Palastes zu verlassen und in einen kleinen Weg nach rechts abzuzweigen, der, wie ich annahm, für die Dienstboten vorgesehen war. Bescheiden hielt ich mich am Rand des Weges, der nicht gepflastert war und ging auf die Nordecke des riesenhaften Gebäudes zu. Tatsächlich, an dieser Seite gab es eine kleine Tür, an die ich vorsichtig klopfte.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «ZwischenWelten»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «ZwischenWelten» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «ZwischenWelten» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.