Else Ury - Nesthäkchens Jüngste

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Die bekannte Kinderbuchreihe 'Nesthäkchen' von Else Ury. Annemarie Braun, genannt Nesthäkchen, ist ein pfiffiges, aufgewecktes und durchaus nicht immer braves Mädchen. Die Reihe erzählt von Nesthäkchens Streichen, von schönen und auch traurigen Erlebnissen.
Band 8: Nesthäkchens Jüngste.
Nesthäkchens Kinder Hans und Vronli sind schon ausgezogen. Nun geht auch ihre Jüngste, Ursel, fort, um Bankangestellte zu werden. Das passt so gar nicht zu der musisch begabten und ein wenig ungezügelten jungen Dame.

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Ursel beeilte sich durchaus nicht. Die hatte sogar noch Zeit, zu überlegen, ob sich die Primeln wohl schöner in der blauen Vase oder in dem roten Rubinglas ausnehmen würden. Sie befestigte noch mit Gemütsruhe ein Sträußchen duftender Blauveilchen an ihrer hellen Waschbluse.

»So, mein Herzchen, ich habe dir deine Brötchen schon zurechtgemacht. Hier ist auch noch ein frischgelegtes Ei für dich. Komm und frühstücke. Wer weiß, wie das Essen dort in der Bankkantine sein wird. Da ist es schon besser, du legst ordentlich vor«, riet die Mutter vorsorglich.

Ursel, die noch eben fest entschlossen gewesen, den Zug, der sie zum erstenmal in ihr neues Amt befördern sollte, zu versäumen, schämte sich bei dem liebevollen Ton der Mutter plötzlich ihres Vorhabens. Sie kam, wenn auch nicht gerade eilig, der Aufforderung nach.

»Ei, Urselchen, wie schaust du in den wonnigen Morgen? Sieh doch nur das Blühen ringsum, hör nur das Jubilieren in Baum und Strauch, und ein Duft ist heute – –« Frau Annemarie genoß nach langem Winter in durstigen Zügen den kosenden Lenzhauch.

Der mißmutige Zug in dem hübschen Gesicht ihrer Jüngsten wollte nicht weichen.

»Um so krasser ist der Gegensatz zu den düsteren Mauern, in denen ich heute lebendig begraben werden soll«, sagte sie mit Pathos.

»Hahaha, Ursel übt bereits die Kerkerszene für die Rolle zum ›Fidelio‹«, neckte Hans die Schwester.

»Dummer Bengel!« Ursel bedauerte längst schon, ihren zukünftigen Opernplan vor dem Bruder geäußert zu haben, da dies eine unversiegbare Quelle für seine Neckereien geworden war.

Hans hatte den Ehrentitel nur mit halbem Ohr gehört. Er hatte wichtigeres zu tun, nämlich die von der Mutter belegten Schulbrote einer eingehenden Kontrolle zu unterziehen. »Kommste mit?« Trotz aller Pomadigkeit besaß er seines Vaters Pünktlichkeit. Während Ursel auch hierin Annemaries echte Tochter war, und mit der Zeit ebensowenig rechnete, wie mit andern Dingen.

Längst stampfte Hans dem Bahnhof zu, als Ursel es endlich doch für angemessen hielt, sich vom Frühstück zu erheben.

»Leb wohl, meine kleine Muzi. Nun vertreibt man mich aus dem Paradies meiner Kindheit. In die Heimat kehren wir wieder«, begann sie aus dem »Troubadour« zu trällern, während sie das Strohhütchen vor dem großen Pfeilerspiegel in der Diele möglichst kleidsam auf das Goldhaar drückte.

»Geh nur erst mal, Ursel, mit dem Heimkehren hat es wirklich noch Zeit.« Selbst die Mutter, deren Tugend Pünktlichkeit niemals gewesen war, setzte Ursels Saumseligkeit in gelinde Aufregung.

»Ursel, es ist mir geradezu peinlich, wenn du meinen Freund, den Bankdirektor Hildebrandt, der dich liebenswürdigerweise, ohne jede Vorkenntnisse, nur mit dem Schulreifezeugnis in das Bankfach eintreten lassen will, gleich am ersten Tag durch Unpünktlichkeit enttäuscht. Das wirft halt ein schlechtes Licht auf die Zuverlässigkeit meiner Tochter.« Professor Hartenstein war auf die Veranda hinausgetreten und zog stirnrunzelnd die Uhr.

»Das wird nicht die einzige Enttäuschung sein, die ich ihm bereite.« Die Ursel war wirklich ein ungezogenes Ding. Ungeachtet all ihres Liebreizes konnte es sich Frau Annemarie nicht verhehlen. Ja, es zuckte sogar in der mütterlichen Rechten wie früher, wo es rasch mal einen Klaps bei Annemaries impulsiver Art gesetzt hatte. So weit kam es heute nicht. Im Gegenteil, Ursel küsste die Mutter so zärtlich, als gelte es einen Abschied für Jahre. Dann bekam auch der Vater seinen Kuss. »Leb wohl, du Rabenvater«, – leichtfüßig sprang sie die Stufen zum Garten hinab, taufrisch wie der junge Maimorgen.

»Ein Mordsmädel – na, dir werden sie die Flötentöne im Ernst des Berufslebens schon beibringen.« Mit Vaterstolz blickte Rudolf Hartenstein, trotzdem er noch eben ärgerlich festgestellt hatte, daß Ursel den in zweieinhalb Minuten abgehenden Zug unmöglich mehr erreichen konnte, seiner hübschen Jüngsten nach.

»Gut, daß ich ihr eine halbe Stunde früher angegeben habe, als sie tatsächlich antreten soll. Ich hab' halt schon mit ihrer ererbten Unpünktlichkeit gerechnet.« Annemarie kam nicht dazu, auf die Neckerei ihres Mannes zu entgegnen. »Cäsar – hierher – hierher – Cäsar – –«; der Professor pfiff dem Hunde, der fröhlich blaffend seiner jungen Herrin nachsetzte.

Cäsar war ebensowenig folgsam wie diese. Er stellte sich taub gegen die befehlende Stimme seines Herrn. Nur um so rasender jagte er davon, an Ursel vorüber bis zur nächsten Straßenecke, wo er sie, triumphierend mit dem Schwanze wedelnd, erwartete.

»Zurück, Cäsar – geliebte Hundetöle, ich darf dich doch nicht in meinen Kerker mitnehmen!« Zärtlich klopfte Ursel den Hals des vierbeinigen Freundes.

Tü–i–i–i–i–i–i – ein schriller Lokomotivschrei.

»Fort ist sie – haste nicht gesehen!« Mit Gemütsruhe blickte Ursel der in einiger Entfernung davondampfenden Eisenschlange nach. »Na, denn nicht! Es ist entschieden angenehmer, hier in den Anlagen auf der Bank den schönen Morgen zu genießen, als in der Dresdner Bank über Zahlen zu schwitzen. Also ein Viertelstündchen können wir noch beisammen bleiben, Cäsar. Aber dann bist du brav und trollst dich heim, gelt? Schau, eine Bank ist ein ebenso gräßliches Institut wie eine Schule, da lassen sie dich nicht hinein, meine geliebte Töle.« So unterhielt sich Ursel mit Cäsar, der mit klugen Augen zu ihr aufblickte.

Aber bei all seiner Hundeintelligenz hatte er doch wohl nicht so recht begriffen, daß seine junge Herrin einen ebenso ernsthaften Weg ging, wie früher in die Schule. Sie trug ja keine Ledertasche mit Schulbüchern, folglich stand es ihm frei, ihr das Geleit zu geben. Nur die Schultasche hielt Cäsar in respektvoller Entfernung.

Vergeblich schauten der Professor und Frau Annemarie bei ihrem gemeinsamen, jetzt nur noch durch melodischen Vogellaut unterbrochenen Frühstück nach dem Durchgebrannten aus.

»Du, Rudi, die Ursel wird den Köter doch nicht etwa in ihren neuen Wirkungskreis mitnehmen?« meinte die Gattin schließlich bedenklich.

Rudolf Hartenstein lachte. »Da brauchst dir keine grauen Haare drum wachsen zu lassen, Herzle. So arg treibt's die Ursel nimmer. Das wagt sie bei all ihrem Übermut, all der Keckheit, die sie von ihrer Frau Mutter geerbt hat, doch wohl nicht. Ein wenig Verständigkeit wird sie ja auch wohl von mir mitbekommen haben.« Bei jeder Gelegenheit zog der Professor seine Frau mit ihrem jungen Ebenbild auf und freute sich, wenn sie lebhaft Einspruch erhob.

»Als ob ich jemals ein so unvernünftiger Springinsfeld gewesen bin, Rudi. Das heißt, unser Puck, Gott habe ihn selig, hat mir auch am ersten Schultag das Geleit in die Klasse gegeben und dort große Revolution verursacht.«

»Also schau, wie die Alten sungen, zwitschern die Jungen«, neckte der Professor weiter.

»Aber nein, die Ursel ist ja doch zehn Jahre älter, als ich damals gewesen, die muß doch verständiger sein. Wenn sie ihn bloß heimschickt, den Cäsar. Er müßte doch schon längst zurück sein, meinst du nicht, Rudi?«

»Wird halt auch Frühlingsgefühle haben und zarte Fäden zu irgendeiner Hundeschönen anspinnen. Ein Köter hat schließlich auch eine fühlende Brust. Weißt, Weible, an solchem wonnigen, sonnigen Maimorgen werden selbst so alte Eheleut, wie wir zwei beid, wieder jung, gelt, meine Alte?«

»Na, erlaube mal!« Energisch machte sich Annemarie aus dem sie umfangenden Arm Rudis frei. »Alte – ja, das kommt davon, wenn eine junge Frau einen alten Mann heiratet, der bald sein halbes Jahrhundert auf dem Buckel hat. Ich fühle mich heute noch genau so jung wie damals, als uns die Obstbäume hier in unserem lieben Nest zum erstenmal mit ihrem rosigen Blütenregen überschütteten, als noch der verschleierte Wiegenkorb mit irgendeinem quäkenden Etwas unter der maigrünen Linde stand. Wenn die erwachsenen Kinder nicht wären, die einem unbarmherzig den Zeitenspiegel vorhalten – ich glaube, ich wäre sogar fähig, noch dieselben Dummheiten zu machen wie dereinst.«

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