Else Ury - Nesthäkchens Jüngste

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Die bekannte Kinderbuchreihe 'Nesthäkchen' von Else Ury. Annemarie Braun, genannt Nesthäkchen, ist ein pfiffiges, aufgewecktes und durchaus nicht immer braves Mädchen. Die Reihe erzählt von Nesthäkchens Streichen, von schönen und auch traurigen Erlebnissen.
Band 8: Nesthäkchens Jüngste.
Nesthäkchens Kinder Hans und Vronli sind schon ausgezogen. Nun geht auch ihre Jüngste, Ursel, fort, um Bankangestellte zu werden. Das passt so gar nicht zu der musisch begabten und ein wenig ungezügelten jungen Dame.

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»Fräulein Hartenstein ist die einförmige Bürotätigkeit noch nicht gewöhnt; vielleicht treten Sie mal einen Augenblick ans offne Fenster«, riet einer der jüngeren Herren.

»Ja, ans offne Fenster!« Ursel hatte ein Gefühl, als ob sie wie ein gefangener Vogel davonfliegen könnte.

»Essen Sie etwas, Fräulein Hartenstein«, empfahl eine Brünette mit klassischem Profil.

Ursel tat, was man ihr so freundlich geraten. Sie trat an das geöffnete Fenster und nahm einige Bissen ihres Frühstücksbrotes. In einen kahlen Hof blickte sie, kein Baum, kein Strauch darin. Kaum ein schmaler Sonnenstreif wagte es, einzudringen, als sei der Frühling ein für allemal hier ausgesperrt. Puh – gräßlich!

Der Gähnkrampf ließ nach, aber Ursels Stimmung hob sich nicht. Mit unfrohen Augen begab sie sich wieder an ihre Schreibereien. Wahre Zuchthausarbeit – sie hatte die größte Lust, die schönen, sauberen Umschläge, die auf sie warteten, alle zu zerknittern.

»Akkurater, Fräulein Hartenstein, wenn ich bitten darf«, ließ sich da neben ihr Herr Müller vernehmen, der den neuen Lehrling, trotzdem er unausgesetzt schrieb, im Auge behielt. »Die Adressen müssen eine gleichmäßige, gut leserliche Schrift aufweisen, wenn ich bitten darf.« Ungeachtet seiner Höflichkeit fühlte Ursel den Tadel des Vorgesetzten heraus.

»Besser kann ich nicht schreiben«, kam es ziemlich patzig von den Lippen des blonden Lehrlings zurück. Das wäre ja noch schöner, wenn sie hier noch wie ein Schulkind Schönschrift lernen sollte. Da mochte man sie doch lieber gleich als unbrauchbar wieder heimschicken, dann war ihnen allen beiden geholfen. Ursel machte einen so temperamentvollen Grundstrich, daß die Feder ausspritzte und mehrere Kuverts verdarb. Sie schielte ein wenig schuldbewußt zu Herrn Müller hin. Aber der schrieb ... schrieb und rechnete, er nahm scheinbar gar keine Notiz von ihr.

Nur langsam verringerte sich der Stoß Briefumschläge. Ursel strengte sich nicht sonderlich an, hatte auch wichtigeres zu tun, ihre Kollegen und Kolleginnen einer eingehenden Prüfung zu unterziehen und dazwischen Stoßseufzer in die Luft zu senden.

Elf Uhr – Frühstückspause. Überall erschienen knisternde weiße Päckchen auf der Bildfläche. Man verließ seinen Platz und unterhielt sich ungezwungen. Überall sah man kauende, schwatzende und lachende Gruppen. Ursel kam sich als Neuling recht verlassen vor. Sie war es gewöhnt, sonst stets den Mittelpunkt zu bilden. Sie fühlte sich vernachlässigt, zurückgesetzt, nicht genügend gewürdigt, und ihre Empfindungen für das Bankwesen wurden dadurch keineswegs freundlicher.

Da gesellte sich der Herr mit dem Leberfleck zu ihr.

»Ich irre mich wohl nicht,« sagte er lächelnd, »wir sind uns heute morgen schon im Zuge begegnet, nicht wahr?«

Ursel bejahte lebhaft. Es war ihr jetzt ganz gleich, daß sie sich dort nicht gerade von ihrer besten Seite gezeigt hatte. Sie war froh, daß sich jemand um sie kümmerte.

»Wo haben Sie denn Ihren vierfüßigen Freund gelassen? Soll der auch Banklehrling werden?«

»An einem von uns ist es schon mehr als zu viel«, gab Ursel schlagfertig zurück. »Obwohl ich glaube, daß er sich immerhin noch besser dazu eignet, als ich.«

»Nun – nun«, meinte der Leberfleckherr. »An einem Tage ist Rom auch nicht erbaut worden. Sie sehen aus, als ob Sie eine ganz tüchtige Kraft werden können.«

»Das ist durchaus kein Kompliment für mich – ganz im Gegenteil«, protestierte Ursel.

»So ungern sind Sie hier eingetreten?« verwunderte sich die brünette junge Dame, sich zu den beiden gesellend. »Ich kann mir kaum eine interessantere kaufmännische Tätigkeit denken, als gerade das Bankfach, nicht wahr, Herr Rumpler?«

Herr Rumpler mit dem Leberfleck bejahte eifrig. Ursel sah die beiden an, als ob sie von einem anderen Planeten herstammten. »Finden Sie in der Tat dieses hirntötende Kuvertausschreiben interessant?«

»Das sind doch nur die Anfangsgründe, Fräulein Hartenstein. Nachher kommt es interessanter. Berechnungen, Buchungen, Kontoauszüge, und wenn Sie erst in die Effektenabteilung kommen – – –«

»Brrr« – Ursel schüttelte sich. »Nee, soweit darf es ganz gewiß nicht mit mir kommen. Bis dahin bin ich hoffentlich schon bei der Oper.«

»Wa–as?« Herr Rumpler und das dunkelhaarige Fräulein machten nicht gerade geistreiche Gesichter. »Zur Oper wollen Sie? Und dann gehen Sie als Vorbereitung dazu zur Bank – –«

»Ich werde gegangen – auf höheren väterlichen Befehl! Aber ich hoffe, sie werden es hier bald einsehen, daß an mir Hopfen und Malz verloren ist, und mich wieder an die Luft setzen«, frohlockte sie.

»Das hoffe ich nicht!« Es war Herrn Rumpler durchaus Ernst damit, denn er fand den neuen Banklehrling ganz allerliebst.

Die Frühstückspause war zu Ende. Schade. Gegen dieselbe hatte Ursel nichts einzuwenden. Alles saß wieder an seiner Arbeit. Aber von Pult zu Pult flog es, daß der neue Lehrling zur Oper wolle, daß er auf der Bank nur eine Gastrolle gäbe. Von Pult zu Pult nahm die Nachricht neue Gestaltung an, und als sie das letzte Ohr erreicht hatte, da war aus Ursel Hartenstein bereits eine berühmte Opernsängerin geworden, die sich in der Bank nur einige kaufmännische Kenntnisse erwerben wollte. Man tuschelte, man drehte die Köpfe nach ihr. Jeder hatte es plötzlich herausgefühlt, daß ein besonderer Nimbus dieses goldhaarige, blutjunge Mädchen umgab. So ein gewisses Etwas – was sich nicht in Worten ausdrücken läßt.

Ursel ahnte nicht, daß ihre harmlos hingeworfene Bemerkung solchen Aufruhr in das Gleichmaß der regelmäßigen Bürotätigkeit gebracht hatte. Die schrieb ihre endlosen Adressen weiter, schimpfte und tobte dabei innerlich. Herr Müller sagte nicht mehr »akkurater, wenn ich bitten darf«, trotzdem das mehr noch als vorher nötig gewesen wäre. Denn Ursel ließ all ihren heimlichen Zorn, ihren gebändigten Freiheitsdrang an den unschuldigen Buchstaben aus. Aber einer Künstlerin konnte man geniale Schrift schon nachsehen. Die wollte hier nur soviel lernen, als es ihr Spaß machte, darum hatte Direktor Hildebrandt sie auch persönlich empfohlen. Wer weiß, wer sich hinter dem Namen Hartenstein eigentlich verbarg. Es sollten ja jetzt lauter junge Kräfte an der Oper sein.

Als die Mittagspause herankam, in welcher die meisten der Bankbeamten ein warmes Essen in der Kantine, die zur Verpflegung der Angestellten eingerichtet war, einnahmen, sah sich Ursel plötzlich zu ihrem größten Erstaunen von allen Seiten umdrängt. Jeder bemühte sich um sie, jeder versuchte, ihr gefällig zu sein. Die jungen Damen rissen sich darum, mit ihr an einem Tische zu sitzen, die Herren fragten dienstbereit nach ihren Wünschen. Ursel war plötzlich der Mittelpunkt des fremden Kreises geworden. Dies behagte ihr sehr. Ihre Eitelkeit war geschmeichelt, sie war bestrickend liebenswürdig und bezauberte alle. So unbefangen und sicher benahm sich sonst ein so junges Mädchen nicht, das war sicher Künstlerblut. Es ging recht fidel an dem langen Tisch in der Kantine zu, als ob ein Fest gefeiert würde. Mit großen Augen blickten die Damen und Herren aus den übrigen Abteilungen auf den Neuling, der solche Umwälzung in dem vornehm zurückhaltenden Ton, der sonst hier zu herrschen pflegte, gebracht hatte. Bis auch sie eingeweiht waren, daß die Bank die Ehre hatte, eine Opernsängerin unter sich zu sehen.

»Welche Partien singen Sie, Fräulein Hartenstein? Sopran oder Altarien?« erkundigte sich eine der Damen.

»Alles durcheinander, wie mir der Schnabel gewachsen ist.« Ursel begann in ihrer angeregten Stimmung »kommt ein schlanker Bursch gegangen« aus dem Freischütz zu trällern. Wer noch irgendeinen Zweifel an der Künstlerlaufbahn der jungen Dame gehegt hatte, war jetzt bekehrt.

Plötzlich unterbrach sich Ursel: »Himmel, Cäsar, mein armes Hundeviech – ich lasse es mir hier wohl sein und der arme Kerl kann hungern. Jetzt muß Cäsar erst gespeist werden.« Die Mitteilung, daß Ursel ihren Hund mitgebracht und beim Pförtner abgegeben habe, erhöhte die Heiterkeit. Künstlerinnen waren stets originell. Man sammelte für Cäsar sämtliche Reste. Eine stattliche Korona zog mit ihr hinaus, um Cäsars Diner beizuwohnen.

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