Ich setzte meinen rechten Fuß zum Gehen in Bewegung und trat auf einen schwarzen, eleganten Herrenschuh. Oh, entschuld…, äh… versuchte ich zu stammeln, aber mein Gegenüber unterbrach mich mit ganz ruhiger Stimme. „Schade dass Sie schon gehen möchten, ich dachte dass wir noch ein Glas Champagner trinken. Darf ich Sie dazu einladen?“ War das nicht der Typ mit den verständnisvollen Augen am Spieltisch? Nun roch er auch noch so gut. In meinem Kopf drehten meine Gedanken Purzelbäume.
Einerseits hatte ich kaum den Mut ins Wasser zu hüpfen, auf der anderen Seite war der Typ derart charmant und drittens dachte ich mir: Wenn ich schon kein Geld mehr habe, um mich auf meine letzte Handlung alkoholisch vorbereiten zu können, warum sollte ich dann nicht dieses Angebot annehmen?
Klaus war eine Frohnatur. Sein Esprit erhellte meine Stimmung zusehends. Seine Stimmung erhellte sich offensichtlich auch, denn nachdem, ohne dass ich es bemerkte, die zwei obersten Knöpfe meiner Bluse aufgesprungen waren und er mein prall gefülltes Decolté zwar bemerkte, aber höflich und ganz gentlemanlike missachtete, bestellte er nach etwa einer Stunde eine dritte Flasche des prickelnden Champagners.
Wir verstanden uns sehr gut und ich hatte völlig vergessen, dass ich noch etwas vor hatte. Doch bevor ich etwas sagen konnte, ergriff er mit seiner warmen Hand meinen nackten Oberarm, schaute mir tief in die Augen und bot mir € 10.000,- an, wenn ich mit ihm schlafen würde. Bums das saß!
Ich war überrascht von mir, als ich meine Stimme sagen hörte, „Ja, gerne.“ Ich dusselige Kuh, hatte ich denn nicht irgendwann einmal gelernt die Kerle an der langen Leine zappeln zu lassen?
Eine schmucke, edle, mit Geldscheinen gut bestückte Ledertasche, lag auf dem mit hochwertigem Silberbesteck gedeckten Tisch des eleganten, kleinen italienischen Lokals und Klaus zählte mir daraus tatsächlich € 10.000,- in meine Hände.
Hastig und in nervöser Vorfreude auf das Kommende, beendeten wir unser leckeres Menu und fuhren in ein kleines romantisches Hotel am See, in welchem wir eine wunderschöne Liebesnacht verbrachten.
Er war behutsam und gefühlvoll, er war wild und draufgängerisch, aber wir waren zufrieden, hatten ein gutes Gefühl füreinander und schiefen auf weicher, kuscheliger Seidenbettwäsche, eng umschlungen ein.
Am folgenden Morgen war meine desolate Stimmung des Vorabends nicht mehr zu spüren und mein trauriges Vorhaben war schlagartig vergessen. Mein kleines Handtäschchen war mit Geldscheinen prall gefüllt und es stellte sich geradezu eine Siegerstimmung in mir ein. Wie konnte ich nur daran denken mein Leben weg zu werfen?
Klaus war ein smarter, gutaussehender und erfolgreicher Immobilienmakler, aber er brachte in der Zeit nach diesem einzigartigen Abend sehr viel Verständnis für mich auf. Er war lieb und aufmerksam, schenkte mir regelmäßig rote Rosen mit weißen Lilien, gab mir Kraft und Sicherheit. Ein Traummann eben! Alle Ereignisse, Themen und Entscheidungen wurden unter uns sorgfältig, vertrauensvoll und in Ruhe besprochen. Immer fanden wir Lösungen, die uns beiden gerecht wurden. Wir konnten uns 100 %-tig auf einander verlassen.
So sprachen wir auch über unsere beruflichen Perspektiven.
Wir beschlossen, dass wir in einem eigenen Unternehmen gemeinsam nicht tätig sein wollten. Eine so schöne Partnerschaft wollten wir nicht durch berufliche Ereignisse, Probleme und Diskussionen belasten. Wir freuten uns immer, wenn wir uns sahen. Also schlossen wir meine Mitarbeit in seinem Immobiliengeschäft aus. Doch da war noch was!?
Er hatte mich seinerzeit fürstlich, für eine damals vermeintliche Affäre, großzügig bezahlt. Warum sollten wir also die Möglichkeit einer eigenen Escort-Agentur ausblenden? Gesagt-getan.
Ich gründete meine eigene kleine Escort-Agentur, zu Beginn mit drei Damen, die ich per Zeitungsinserat fand und entwickelte im Verlauf von wenigen Jahren eine sehr beachtliche, bundesweit agierende Agentur. Es war nicht wirklich einfach. Es gibt viele Dinge, die es zu beachten und zu bewältigen gilt.
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