Christian Manhart - Aus dem Leben einer Missgeburt

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Der Bauernfamilie Gurrer im oberbayerischen Schliersee wird im Jahre 1802 ein sonderbares Kind geboren. Eine für die damalige Zeit, klassische Missgeburt. Das Kind wirkt sehr schwach, atmet und trinkt kaum. Es wächst nicht. Bläulicher Teint, wunderschöne eisblaue Augen, Seidenglänzende glatte Haut und schwarzes sehr dichtes Haar, sind seine äußeren Merkmale. Seine Eltern sind mit dieser Strafe Gottes überfordert. Seine älteste Schwester nimmt sich daher seiner an und zieht ihn groß. Erst nach ihrem Tod, als Jacob Gurrer auf sich allein gestellt ist, beginnt sein wahres Leben. Intensiv und grausam lebt er sich durch die Zeit. Vor allem Frauen sind von ihmfasziniert.UnzähligeAffären und Anfeindungen aus den Reihen der betrogenen Männer, zwingen ihn immer wieder seinen Aufenthaltsort zu wechseln. Bei seinem späten Tod wird ein zerfleddertes Heftchen gefunden. Da Jacob Gurrer im Zusammenhang mit mehreren ungeklärten Mordfällen gesucht wird, verschwindetdas Heftchen in der Asservatenkammer als Beweisstück. Dort kommt es einige Zeit später eine Angestellte in die Finger und kopiert sich die in winzigkleiner altdeutscher Schrift gefassten Aufzeichnungen. Ein befreundeter Autor hat ausden aufgeschriebenen, schierunglaublichen Erlebnissen dieses ungewöhnlichen Mannes einen Roman, eine Biographie verfasst.

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Vermutlich kamen die beiden damals auf die Idee mit der Schwangerschaft von Anna. Anna lief einige Monate mit einem dicken Bauch herum. Sie hatte aber die Schwangerschaft nur vorgetäuscht. Als sie die Zeit für reif hielten, fälschten sie ein letztes Mal zusammen die Geburtsurkunden. Jacob wurde am 3.3.1835 neu geboren. Als Jacob Gurrer II., Sohn von Anna Gurrer. Vater unbekannt.

Kurz nach meiner Wiedergeburt ging es Professor Wolf sehr schlecht. Anna befürchtete er wird sterben müssen. Sie war sehr besorgt um ihn. Er litt unter akuten Herz -und Kreislaufproblemen. Außerdem quälte ihn, wie mich auch, eine zunehmende Kurzatmigkeit wenn er sich körperlich anstrengte.

Der Professor war bereits seit vielem Jahren Witwer und seine Ehe war leider kinderlos geblieben. So beschlossen die beiden nach so vielen Jahren der intensiven Zusammenarbeit in der Klinik und der häuslichen Nähe zu heiraten. Für mich war das ein Schock.

Die Beziehung zu Wolf war für mich wesentlich schwieriger als für Anna. Sie war schließlich meine einzige Bezugsperson, ich hing sehr an ihr. Ich wollte meine Schwester Anna ausschließlich für mich allein haben. Die Eheschließung der beiden passte mir deshalb grundsätzlich nicht. Was würde aus mir, wenn sie mich nicht mehr wollten? Anna merkte aber nicht, dass ich ihre Zuneigung für den Professor nicht teilte. Im Gegenteil. Sie glaubte, dass es gut für uns drei wäre, wenn ich einen richtigen Vater hätte.

Mir wäre es tausendmal lieber gewesen, der Professor wäre nicht mit Anna zusammen. Obwohl er so viel für mich und Anna getan hatte, fürchtete ich diesen Mann. Ich hatte Angst vor Experimenten, die Wolf mit mir anstellen könnte. So kam es unweigerlich zu einem folgenschweren Vorfall.

An einem sonnigen Nachmittag, Anna hatte noch in der Klinik zu tun, saß mein Stiefvater Heinz Friedrich Wolf im Garten und hielt ein Mittagsschläfchen. Ich war langsam aus dem Haus gegangen. Keuchend und schwitzend stand ich vor dem schlafenden Mann.

Ich überlegte fieberhaft. Mein Geist war im Gegensatz zu meinem schwächenden Körper ausgesprochen vital. Mein Gehirn arbeitete auf Hochtouren. Lange betrachtete ich den alten Mann. Da kam mir eine gute Idee in den Sinn. Der Professor hatte den Kopf etwas zurückgelegt und der Mund stand offen. Er schnarchte laut. Widerlich. Ich suchte am Boden eine kleine Hand voll feiner Sandkörner zusammen. Dann stellte ich mich direkt neben den schlafenden Mann und lauschte seiner Atmung. Langsam ein und aus. Bei jeder Einatmung schnarchte er laut und vernehmlich. Wie ich mich nach vorne beugte, konnte ich sehen wie das Gaumenzäpfchen vibrierte.

Auf dem Tisch neben dem Sessel lagen Unterlagen, Briefe und Aufzeichnungen. Vorsichtig griff ich mir ein Stück Papier. Rollte es dünn zusammen. Mit einem Finger hielt ich die eine Seite zu, ließ meine Sandbrösel in das Röhrchen rieseln. Ich beobachtete den Mann. Ein und Ausatmen. Ich versuchte mich dem Rhythmus anzupassen. Minutenlang hielt ich das Papierröhrchen mit dem Finger unten über seinem Mund.

Nach einiger Zeit hatte ich den Rhythmus gefunden und atmete mit, dann nahm ich das andere Ende in den Mund. Fast hätte ich dem Schlafenden die Brösel in den Hals geblasen, da kam mir eine viel bessere Idee. Ich schüttelte die Brösel sorgfältig aus dem Papier. Am Boden suchte ich einige kleine 3-4millimeter große, scharfkantige Steinchen zusammen. Ich nahm sie in den Mund. Wieder rollte ich das Papier. Mit der Zunge schob ich die Steinchen an den Rand der Papieröffnung. Wieder der Atemrhythmus.

Ein und Aus. Der Professor atmete ein und aus. Etwas über einen längeren Zeitraum zu beobachten, da war ich sehr gut darin. Ich zitterte nie. So passte ich den optimalen Zeitpunkt ab. Mit einem kräftigen Luftstoß blies ich dem alten Mann die Steinchen in den Rachen. Dabei zielte ich auf das Gaumenzäpfchen. Mindestens zwei oder drei der kantigen kleinen Dinger atmete der arme Mann zwangsweise ein. Den Reflex zum Verschließen der Luftröhre hatte ich durch mein beherztes punktgenaues Pusten überlisten können. Alle anderen Steinchen wanderten dann den normalen Weg in die Speiseröhre.

Explosionsartig bäumte sich der Professor auf. Mit so einer heftigen Reaktion hatte ich nicht gerechnet. Vor lauter Schreck fiel ich nach hinten auf den Boden. Ein Hustenanfall von unbändiger Intensität schüttelte ihn. Er wurde ganz dunkelrot, fast blau im Gesicht. Mir wurde himmelangst. Pfeifend rang der alte Mann nach Luft. Er hatte mich noch gar nicht bemerkt. Rasch faltete ich das Papier und steckte es ein.

Inzwischen kniete der Mann auf allen vieren und schüttelte sich immer noch. Schaum hatte er vor dem Mund. Ich beschloss mich bemerkbar zu machen. Ich rief seinen Namen und tat aufgeregt.

Vorsichtig klopfte ich auf den Rücken von Heinz Wolf. Der drehte sich schwitzend und keuchend auf die Seite. Tränen rannen ihm über das rote Gesicht. Er winkte mich heran, tätschelte mir die Wange.

„Schon….gut, …Jung e..“

Das war gar kein schöner Nachmittag für den Lebensgefährten von Anna. Niemals hätte Heinz jedoch mich, den schwächlichen Jungen mit der blauen Hautfarbe verdächtigt. Er glaubte allen Ernstes, irgendetwas sei vom Baum in seinen Mund gefallen.

Am Abend hustete er immer noch. Es ging ihm richtig schlecht. Anna litt mit ihm und hatte keine Zeit für mich. Von diesem Tag an ging es mit der Gesundheit von Professor Wolf zunehmend bergab. Der Hustenanfall hatte ihn an den Rand des Todes gebracht. Tagelang musste er das Bett hüten. Fürsorglich gepflegt von seiner langjährigen Gefährtin, und nun Ehefrau Anna. Aber mindestens eines der Steinchen hatte sich einen Weg durch die Bronchien gebahnt.

Das empfindliche Gewebe rund um den Fremdkörper entzündete sich zunehmend. Der Körper wollte diese unerbetenen Gäste wieder loswerden. So bekam die Medizinische Kapazität Professor Heinz Friedrich Wolf eine handfeste Lungenentzündung. Er erholte sich nicht mehr.

Es dauerte keine vierzehn Tage, da lag mein Stiefvater im Sterben. Selbst seine herbeigerufenen Arztfreunde konnten ihn nicht mehr retten. In der Nacht als er starb hatte er hohes Fieber. Zum ersten Mal seit dem kleinen Unfall hustete er nicht mehr. Er hatte keine Kraft mehr dazu.

Annas langjähriger Gefährte, Lehrmeister, Beschützer und zum Ende sogar noch Ehemann war nun nicht mehr.

Ich war hochzufrieden, obwohl ich mir nicht vorgestellt hatte, dass mein Stiefvater von ein paar Steinchen so leiden musste. Richtig bestürzt war ich aber über den Zustand von Anna. Sie heulte sich förmlich die Seele aus dem Leib, vor Trauer.

Ich hatte sie nun wieder für mich allein, aber sie war nicht mehr dieselbe wie vor dem Unglück. Dennoch verspürte ich kein Mitleid und auch keine Reue. Heinz Wolf war schließlich alt genug geworden. Meine Eltern hatten viel früher sterben müssen. Und damals war ich der festen Überzeugung, Anna würde den Verlust des alten kranken Professors bald überwinden.

Eine völlig neue Situation war entstanden. Anna stand mit mir wieder ganz allein da. Ich war natürlich immer noch unehelich, da ich offiziell vor ihrer Eheschließung auf die Welt gekommen bin. Damit behielt ich Gott sei Dank meinen Namen bei. Sonst würde ich heute womöglich auch noch Wolf heißen. Die relativ kurze Ehe mit Professor Wolf bedeutete für Anna ein nicht unbeträchtliches Erbe. Damals war mir Geld und Besitz völlig egal. Ich musste mich ja bisher um nichts kümmern. Anna hatte mich immer mit allem versorgt. Dass Anna durch den Tod ihres Ehemannes eine solch dicke Erbschaft gemacht hatte, wusste ich bei dem kleinen entscheidenden Vorfall natürlich nicht. Aber diese Erbschaft garantierte auch mir mein ganzes langes Leben lang ein solides Einkommen, auch ohne eigenes Zutun.

Wie praktisch. Immerhin konnten wir beide mit dem nicht unbeträchtlichen Vermögen des Professors ein angenehmes Leben führen. Anna arbeitete trotz dem Reichtum weiter in dem Hospital. Sie brauchte die Ablenkung. Ich war daher viel allein und begann mich durch die Bibliothek des Professors zu lesen.

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