Helmut Barz - Dolphin Dance

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"Ich hatte eine Spur. Und am Ende waren eine Menge Leute tot." –Die Erkenntnis trifft sie wie ein Blitz aus heiterem Himmel: Katharina Klein weiß, wer vor 16 Jahren ihre Familie ermordet hat. Doch warum? Und kann sie den Täter noch dingfest machen? Gerade erst zurück aus dem unfreiwilligen Urlaub auf Mafia Island stürzen sich Katharina Klein und Andreas Amendt in ihren persönlichsten Fall. Eine Odyssee durch das winterlich verschneite Frankfurt beginnt, die erst viele Tage und zahlreiche Tote später endet. – Oder auch nicht …
Katharina liebt Oldtimer, Schusswaffen, den falschen Mann – und hat endliche eine Spur zum Mörder ihrer Familie. Grund genug, alle Warnungen in den Wind zu schlagen – denn schließlich ist sie Frankfurts chaotischste (und beste) Kriminalpolizistin.
"Ein Krimi-Reißer – ganz nach dem Geschmack von Sherlock Holmes-FreundInnen, die klug erdachte Morde und deren feinsinnige Aufklärung Blutrünstigkeit und Grausamkeit vorziehen. Verteufelt spannend!" (Kultur Extra)

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Katharina hatte in der ersten Reihe der Kapelle gesessen und die drei kleinen Urnen angestarrt, die auf einem üppig mit weißen Blumen dekorierten Tisch standen. Auch die Urnen waren weiß gewesen. Weiß – die buddhistische Trauerfarbe.

Kriminalrat Polanski und der Priester hatten etwas abseits an der Wand der Kapelle gelehnt und waren dann in respektvollem Abstand dem Trauerzug zum Grab auf dem Frankfurter Hauptfriedhof gefolgt.

Der Priester war der Letzte gewesen, der Katharina kondoliert hatte. Endlos viele Menschen hatten Katharinas Hand gedrückt, mehr oder weniger ehrlich »Mein Beileid« gemurmelt und waren dann durch den klebrigen Dezember-Nieselregen davongewandert.

Der Priester aber war vor ihr stehen geblieben. Hatte wieder ihre Hand gehalten. Dann hatte er gefragt: »Wissen Sie schon, was Sie jetzt machen werden?«

Das war wirklich eine gute Frage: zur Familie ihrer Mutter? Die südkoreanischen Verwandten hatten Katharina deutlich spüren lassen, dass sie Katharinas Mutter die Hochzeit mit einem Deutschen nicht verziehen hatten und die Tochter als Bastard betrachteten, der in ihrer Welt nicht willkommen war.

Ihr Vater hatte keine Familie mehr, also hatte Katharinas Patenonkel angeboten, die Siebzehnjährige bei sich aufzunehmen. Doch das Jugendamt hatte sein Veto eingelegt. Verständlich. Antonio Kurtz verdiente sein Geld als »Erotik-Gastronom«: Er kontrollierte weite Teile des Frankfurter Rotlichtmilieus.

Ihr Gastvater aus Südafrika, ein guter Freund ihres Vaters, hatte endlich die rettende Idee gehabt: Katharina solle zurück nach Kapstadt kommen. Dort an der Deutschen Schule ihr Abitur machen. Fort aus Frankfurt. Fort von den Erinnerungen an ihre Familie.

So würde es geschehen. Am nächsten Tag würde Katharina in ein Flugzeug steigen. Sie antwortete dem Priester also knapp: »Ich gehe nach Südafrika und mache da mein Abitur.«

Er nickte. Dann sagte er zögernd: »Ich weiß, es ist kein Trost für Sie. Aber … Ihre Eltern und Ihre Schwester waren gute Menschen. Und Gott hat sie sicher gnädig bei sich aufgenommen.«

***

»Wir vernehmen jetzt die Zeugin Katharina Klein. – Ihr vollständiger Name …«

Die Worte des Richters holten Katharina in die Gegenwart zurück. »Was bitte?«, fragte sie benommen.

Richter Weingärtner wiederholte sanft: »Ihr vollständiger Name. Fürs Protokoll.«

»Katharina Yong Klein.«

»Und Ihr Beruf?«

»Kriminalhauptko… Kriminaldirektorin bei der Frankfurter Kriminalpolizei.«

In diesem Augenblick wurde die Tür des Sitzungssaales aufgerissen. Energische Schritte in Stöckelschuhen. »Ach, hier sind Sie!«

»Frau Doktor Müller-Burkhardt! Was verschafft uns die Ehre und Freude der Anwesenheit der Oberstaatsanwältin?«, fragte Richter Weingärtner.

»Das sollten Sie eigentlich wissen. Ich bin hier, um die rechtlichen Interessen der Vernommenen zu wahren. Irgendwer muss das ja tun.«

»Werte Frau Kollegin«, ließ sich Staatsanwalt Ratzinger vernehmen. »Das hier ist nur eine informelle Anhörung.«

»Umso wichtiger.« Frauke Müller-Burkhardt warf mit großer Geste ihren Mantel ab, rückte sich einen Stuhl zurecht und nahm neben Katharina Platz. »Der werte Herr Kollege Ratzinger sollte eigentlich wissen, dass die Aussagen vor dieser Kommission ohne Rechtsbeistand absolut nichts wert sind. – Haben Sie Frau Klein überhaupt schon belehrt?«

»Über was?«, fragte Ratzinger muffig zurück.

»Über ihre Rechte. Dass sie hier gar nichts sagen muss.«

Katharina hob die Hand. »Ist schon gut, Frauke …«, sie korrigierte sich, »… Frau Müller-Burkhardt. Ich will aussagen.«

»Aber nicht ohne rechtlichen Beistand.«

Richter Weingärtner nippte vergnügt glucksend an seinem Kaffee: »Nachdem wir das jetzt geklärt haben, könnten wir dann vielleicht endlich anfangen?«

Niemand widersprach, also fuhr der Richter fort: »Frau Klein, vielleicht wäre es am besten, wenn Sie uns kurz den Ablauf der Geschehnisse aus Ihrer Sicht schildern könnten.«

»Was ist da schon groß zu schildern? Ich hatte eine Spur zum Mörder meiner Familie. Und am Ende waren eine Menge Leute tot.«

»Das können Sie laut sagen«, murmelte Staatsanwalt Ratzinger.

»Moment, Mörder der Familie?«, mischte sich Kriminaldirektor Weigl ein.

Der Richter musterte ihn mit hochgezogener Augenbraue: »Ich weiß ja, Herr Weigl, dass Sie Ihre Position im Frankfurter Polizeipräsidium nur als Durchreisestation auf dem Weg nach Wiesbaden zum BKA betrachten. Aber auch Sie sollten über die Kriminalgeschichte der Stadt Frankfurt auf dem Laufenden sein. Haben Sie im Ernst noch nie vom Mordfall Klein gehört?«

»Doch. Selbstverständlich. Aber ich nahm an, der Fall sei praktisch gelöst. Es hieß doch immer, die Indizienkette habe nicht ausgereicht, vor allem, weil der Täter –«

»Der damals dringend Tatverdächtige«, korrigierte ihn Frauke Müller-Burkhardt streng.

»Der damals dringend Tatverdächtige«, wiederholte Kriminaldirektor Weigl genervt. »Weil der also einen ausgesprochen praktischen Gedächtnisverlust erlitten haben soll –«

»Doktor Amendt hat –«, fuhr Katharina auf.

Frauke Müller-Burkhardt packte sie am Arm und zog sie auf ihren Stuhl zurück.

»Doktor Amendt?«, fragte Weigl verblüfft. »Doktor Andreas Amendt? Der aus der Akte?«

»Genau der«, bestätigte Richter Weingärtner.

»Na, das wird ja immer schöner. Wollen Sie im Ernst sagen, dass wir eine Familienangehörige und einen dringend Tatverdächtigen gemeinsam haben ermitteln lassen?« Kriminaldirektor Weigl musste seine Entrüstung mit einem Schluck Wasser runterspülen.

»Wenn Sie die Akten gelesen hätten«, erwiderte Frauke Müller-Burkhardt spitz, »dann wüssten Sie, dass niemand irgendjemanden hat ermitteln lassen. Und was Kriminaldirektorin Klein in ihrem Urlaub tut, ist ihre Privatangelegenheit.«

»Nicht, wenn am Schluss zahlreiche Tote in der Gegend herumliegen.«

»Eins nach dem anderen.« Richter Weingärtner rückte seinen Notizblock zurecht. »Vielleicht beginnen wir wirklich ganz von vorne. – Frau Klein, wenn es Ihnen nichts ausmacht: Vielleicht könnten Sie auch kurz die Umstände der Ermordung Ihrer Familie schildern.«

Katharina räusperte sich, doch der Kloß in ihrem Hals wollte nicht verschwinden. »Meine Eltern, Diether Klein und Kyung-Soon Klein, sowie meine Schwester Susanne wurden am dritten Dezember 1991 im Haus meiner Eltern erschossen.«

»Wissen Sie auch von wem?«, fragte Richter Weingärtner sanft.

»Ja. Von einem Auftragsmörder mit dem Alias Ministro.«

»Ministro? Der Superstar unter den Auftragsmördern? Etwas kleiner haben Sie es nicht?« Kriminaldirektor Weigl hatte die Arme verschränkt. »Dieser Amendt war also nur rein zufällig am Tatort? Und für seinen Gedächtnisausfall und das Blut auf seiner Kleidung haben Sie sicher auch eine Erklärung.«

»Ja. Doktor Amendt war der Verlobte meiner Schwester. Ministro hat ihn unter Drogen gesetzt und als Sündenbock am Tatort zurückgelassen. Das Blut auf seiner Kleidung kam daher, dass er versucht hat, meine Schwester wiederzubeleben.«

»Tolle Räuberpistole, die Sie uns da auftischen. Sie sollten zum Film gehen.«

So hatte Andreas Amendt auch reagiert, als Katharina ihm zum ersten Mal von ihrer Theorie erzählt hatte. Er hatte selbst geglaubt, der Täter gewesen zu sein. Aber das gehörte nicht hierher.

Der Richter nippte erneut an seinem Kaffee: »Wissen Sie was, Frau Klein? Erzählen Sie am besten einfach mal. Sonst halten wir uns hier noch Stunden mit Detailfragen auf, die uns in der Sache nicht weiterbringen. – Einverstanden, meine Herren? Frau Doktor Müller-Burkhardt?«

Die Gefragten nickten zustimmend.

»Also gut.« Katharina holte tief Luft und atmete ganz langsam aus, um ihren Herzschlag zu beruhigen.

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