Josef Hahn - Zeit der Drachen
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Ibrahim nickte erleichtert.
Die Gossarahas sprachen bei der Irischen Vertretung in Ramallah vor. Die irische deswegen, weil die Engländer keine Vertretung in Ramallah hatten. Dafür war ihnen vermutlich, nach dem kompletten Desaster mit ihrer Nahostpolitik, das Risiko noch zu hoch. Der irische Konsul erwies sich als äußerst entgegenkommend. Er hörte sich an, was ihm Dawud Gossarah über das Schicksal seines Neffen berichtete und dass man plane, nach der Ankunft in Dublin, nach England weiter zu reisen. Als ihm Dawud noch dazu vom Geld erzählte, dass Ibrahim zur Verfügung stünde, wurde er noch entgegenkommender. Die Gossarahs würden dem irischen Staat nicht zur Last fallen. Den Engländern auch nicht. Obwohl ihm die Engländer eigentlich scheissegal waren. Also stellte er ihnen die nötigen Papiere aus. Von Tel Aviv aus – Ramallah besaß keinen Flughafen – ginge in zwei Tagen ein Flug nach Dublin.
Dawud verzog zwar das Gesicht, als er hörte, sie müssten in israelisches Territorium, Ibrahim riss erschrocken seine Augen auf, aber anders ging es halt nicht. Der Konsul beruhigte. Sie bräuchten keine Angst zu haben. Die ausgestellten Papiere wiesen sie als irische Staatsbürger aus und denen würden die Israelis sicher nichts antun. Wie der Konsul prophezeit hatte, war es letztendlich auch.
Die Gossarahs packten einige Sachen ein und fuhren dann zum Flughafen. Die Kontrollen der Israelis waren merkwürdigerweise äußerst lax und sie bestiegen pünktlich eine Maschine der British Airways. Ibrahim hatte einen Fensterplatz ergattert, war entsetzlich aufgeregt und staunte über die Fähigkeit dieses eisernen Vogels so hoch in der Luft zu bleiben. Das kapierte er einfach nicht. Onkel und Tante übrigens auch nicht. „Allah hat seinen Kindern großartige Dinge schaffen lassen“, zeigte sich Dawud anerkennend. „Wir werden ihm immer und ewig dafür dankbar sein!“ Das verstanden alle Gossarahs.
Dublin zeigte sich kalt, windig und verregnet. „Da möchte ich nicht leben“, meinte Dawud. Sie froren. Ihre leichte Kleidung erwies sich als völlig ungeeignet für das irische Wetter. Besonders Ibrahim schüttelte es vor Kälte. Es war höchste Zeit, für andere und wettermäßig passende Kleidung zu sorgen. Ihr erster Weg in Dublin führte sie also in ein Kaufhaus. Obwohl das Warenangebot nach den entbehrungsreichen Kriegsjahren noch nicht das Vorkriegsniveau erreicht hatte, staunten die Gossarahs über die Fülle von Waren, die sich ihnen darbot. „Das ist ja wie im Märchenland“, wunderte sich Dawuds Frau. „Bei uns gibt es nicht einmal einen kleinen Teil davon!“
Dawud nickte dazu würdevoll. Ein arabischer Mann zeigt seine Begeisterung selten nach außen hin. Er war aber ebenso überrascht und begeistert. Sie kleideten sich alle neu ein und betrachteten sich mit ihren neuen und im englischen Stil gehaltenen Kleidern fasziniert im Spiegel. Ibrahims Tante hatte auf ihren Gesichtsschleier verzichtet und er sah sie so das erste Mal. Sie hatte halblanges schwarzes Haar, durchzogen von einigen grauen Strähnen, einen vollen Mund und sehr gütige Augen. „Tante, du bist schön!“, rutschte es Ibrahim heraus. Die Tante nahm es zur Kenntnis. Anscheinend freute sie sich über das Kompliment ihres Neffen. Ihr Mann verzog geringschätzig sein Gesicht.
Ein Taxi brachte sie zu einem billigen Bread-and-Breakfast am Stadtrand von Dublin. Gleich morgen würden sie von da aus zur Britischen Botschaft gehen und dort ihre Einreise nach England anleiern. Heute hatten mehr als genug erlebt und gesehen. Todmüde fielen sie ins Bett.
Am Morgen regnete es immer noch. Sogar stärker als Gestern. Sie absolvierten das vorgeschriebene Morgengebet und starrten danach missmutig aus dem kleinen Fenster ins verregnete Dublin. „Wir nehmen ein Taxi“, entschied Dawud. So war es dann auch. Der Sekretär in der Botschaft war ein typisch britischer Beamter. Hochgewachsen, überschlank und er verzog keine Miene, als ihm Dawud Ibrahims Geschichte referierte und den Wunsch äußerte, man möge dem Jungen Asyl gewähren, ihn passabel unterbringen und auch für seine Ausbildung sorgen.
„Wer soll denn das bezahlen?“ war seine erste Frage. „Wir sind ein armes ausgeblutetes Land. Die Regierung seiner Majestät kann keinesfalls für die entstehenden Kosten ihres Neffen aufkommen. Unmöglich!“
„Braucht sie auch nicht!“, kicherte Dawud. Mein Neffe verfügt über mehr als zwanzigtausend Pfund zu seiner persönlichen Verfügung!“
„Wo und wie?“, reagierte der Sekretär. Statt einer Antwort zog Dawud die Geldscheine hervor. Die Miene des Briten zeigte erstmals Emotion. Er nahm das Geld in die Hand, prüfte und zählte es. Dann nickte er. Fast wohlwollend. „Na ja, dann schaut die Sache schon besser aus. Die Regierung seiner Majestät bietet ihrem Neffen selbstverständlich Schutz und Obhut. Ich empfehle ihrem Neffen sich in der Stadt Blackburn niederzulassen.“
Blackburn? Keiner der Gossarahs hatte diesen Namen jemals gehört. „Blackburn?“, erkundigte sich Dawud. „Warum gerade in Blackburn?“
„Die Stadt Blackburn in der Grafschaft Lancashire im Nordwesten Englands. Sie hat in etwa 150.000 Einwohner, 52 Moscheen und in den Schulklassen werden bis zu 90 Prozent islamische Kinder unterrichtet. In dieser Stadt, so meine ich, wäre ihr Neffe am besten aufgehoben.“
●●●
Blackburn
Die Jungen in weißen Gebetshemden und –mützen und selbst die ganz kleinen Mädchen ausnahmslos mit Kopftuch kommen fünf Tage in der Woche für jeweils zwei Stunden in die Gebetsschule. Nach einem Schultag, der erst um 15.30 Uhr endet. Der Mullah, ein Besucher aus Persien, nickte wohlwollend mit dem Kopf. Einer der Lehrer wies auf einen kleinen Schüler, der mit dem Finger die Zeilen des Korans abfährt. „Er ist erst neun, aber er kann schon ganze Kapitel auswendig. Auf Arabisch natürlich! Einer meiner besten Schüler.“
Ibrahim lernte mit einem Eifer, der sich von den anderen deutlich abhob. Je mehr er sich in die Tiefe des Korans vertiefte, desto stärker und fester wurde seine Überzeugung, dass allein der Islam dazu bestimmt war, der Welt die richtige Religion und den wahren Glauben zu bringen. Dazu wollte er beitragen; später, wenn ihm der Imam der Moschee dazu für reif erklärte.
Der Imam hat ihn bei sich aufgenommen. Ein barmherziger Mensch und unbedingter Anhänger des schiitischen Islam. Ibrahim wohnt bei ihm, erhält zu essen, verfolgt konsequent die religiösen Vorschriften und verfällt mehr und mehr in den Fanatismus islamischer Hardliner. Ein Märtyrer will er werden; später. Der Imam begrüßt diesen Entschluss und erzählt ihm Wunderdinge vom islamischen Paradies, wo Milch und Honig fließen und derlei Erfreulichkeiten mehr. Mit Entsetzen verfolgten die Muslime in Blackburn die Erfolge der israelischen Armee im Sechstagekrieg von 1967. Einige der Jungen, darunter auch Ibrahim melden sich freiwillig zur ägyptischen, syrischen oder jordanischen Armee. Doch bevor sie abreisen und für Allah kämpfen durften, hatte Israel schon den Krieg gewonnen und wieder weitere Teile Palästinas annektiert.
Traurige Tage für die Muslime weltweit.
Ibrahim hat sich bei der Universität in Durham angemeldet. Physik will er dort studieren. Sein Ziehvater, der Imam, hat ihn mit seinen Verbindungen den Weg dorthin geebnet. Er findet Unterkunft bei einer strenggläubigen muslimischen Familie. Er dankt Allah für die erwiesenen Wohltaten, indem er sich begeistert seinem Studium widmet und keine Vorlesung auslässt. Wenn Kommilitonen feiern ist er nicht dabei. Lieber liest er seine Skripten und wissenschaftliche Bücher. Bald ist er als Langeweiler verschrien. Auch mit Mädchen hat er keinen Kontakt. Allah würde ihm, wenn er es für gut befände, schon ein Weib schicken.
Im Iran geschehen unglaubliche Dinge. Ein alter Ajatollah, jahrelang vom System verbannt kehrt zurück nach Teheran und der verhasste Reza Pahlavi, der Strohmann der Engländer und Amerikaner flieht ins Ausland. Einen Großteil seines Vermögens nimmt er mit. Ruhollah Mussawi Khomeini aus Khomein wird spiritueller Führer der islamischen Revolution. Aus dem französischen Exil stürzte er die Regierung von Mohammad Reza Pahlavi, dem damaligen Schah des Iran. Sein religiöser Fanatismus führt zur Initialzündung eines den arabischen Raum prägenden islamitischen Fundamentalismus. Außenpolitisch wird seine Diktatur geprägt von einem enormen Hass auf die USA und gegen Israel.
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