Harro Pischon - Das Brot der Rache

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In den Jahren 1945 und 1946 zieht die Stadt Nürnberg Menschen aus ganz Europa an: In einem Internierungslager der US-Army für SS-Angehörige warten mehr als 10.000 Männer von überall her auf ihre Untersuchung. Aus Italien, aus Litauen und Polen kommen jüdische Partisanen, KZ-Häftlinge, Angehörige der Jewish Brigade Group, die zu der Gruppe NAKAM (d.h. Rache) gehören. Sie wollen die Deutschen büßen lassen für den Holocaust, für den Tod von sechs Millionen Juden. Es gibt zwei Pläne, einen Plan A (Tochnit Aleph) und Plan B (Tochnit Bet), von denen nur der letztere zur Ausführung kommt: das Vergiften des Brots für das Lager in Nürnberg-Langwasser.
Der Roman bewegt sich in fünf Erzählsträngen auf das Ereignis im April 1946 zu: Der Weg eines Kriegsheimkehrers von Kroatien nach Nürnberg, die Arbeit eines Nürnberger Kommissars, die Odysse eines Wilnaer Ghettobewohners durch deutsche Konzentrationslager, die Entwicklung eines jüdischen Partisanen bis zum Gründer und Leiter der Gruppe NAKAM und schließlich die Tätigkeit der Rächergruppe in Nürnberg.

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Im KZ Stutthof bei Danzig haben sie mich gefragt, was ich bisher gearbeitet habe. Ich konnte auf Deutsch antworten, das hatte ich in der Schule in Wilna gelernt. Sprachen fielen mir leicht, ich brauchte nur ein Wort zu hören, schon war es in meinem Wortschatz. Als sie hörten, dass ich in Wilna in einer Munitionsfabrik gearbeitet hatte, sie fragten gottlob nicht, wie das kam, schickten sie mich zu einer Fabrik, die Flugzeugteile herstellte. Es gab noch eine Fabrik für Bauelemente und das Deutsche Ausrüstungswerk, das Kleider, Schuhe und noch alles Mögliche herstellte – alles mit der billigen Arbeitskraft von Häftlingen, die so lange arbeiten mussten, wie sie sich am Leben erhalten konnten. Ich sage euch, ich habe in Stutthof die Wolfsfratze des Kapitalismus gesehen, ohne Maske und ohne Verkleidung. Die dünnen Suppen, das verschimmelte Brot waren das einzige Nahrungsmittel. 12 oder 14 Stunden arbeiten im Akkord. Wie ich überlebt habe? Mein Meister hat mich angesprochen bei der Fertigung von Sitzen für einen Focke-Wulf-Jäger, schmalen Aluminiumwannen mit einem dürftigen Sitzkissen. Aber die Piloten saßen wohl auf ihren Fallschirmen. „Lebke, du bist doch kein Jud, im Leben nicht!“

Ich hab zu ihm gesagt: „Zu Befehl, Herr Chef, stimm ich Ihnen zu. Es is a riesiger Irrtum. Aber jetzt kann ma nix mehr machen, ham gesagt die SS-Offiziere. Hab ich in Wilna sozusagen Unterstitzung geleistet für die Drecksjuden, wie sie gsagt haben, soll ich auch dafür bluten.“ Geredet hab ich wie ein Ostpreuße, was ihn gerührt hat.

Er hat mich nach der Schicht in sein Haus eingeladen, natürlich zum Arbeiten, es war aber leichte Arbeit. Und dem Meister war es angenehm, einen Arier um sich zu haben. Eines Abends hat er gesagt: „Lebke“, hat er gesagt“, „bist du jetzt wirklich kein Jud oder hast du mich beschwindelt?“ Ich hab mir schon gedacht, was jetzt kommt und hab im Brustton der Überzeugung gesagt, dass ich's ihm schwöre. Da meinte er: „Lebke, lass mal sehen.“ Ich hab mich dumm gestellt und gefragt, was er denn meine. „Ach du weißt schon“, sagt er und deutet auf meine Hose. „Ach so!“, hab ich gelacht und meine Hose runtergezogen und ihm meinen Schniedel gezeigt. „Unglaublich!“, hat er gesagt und mir zwischen die Schulterblätter gehauen.

Klauen hab ich können an Essen, was in meine Taschen gepasst hat. So bin ich halbwegs bei Kräften geblieben und hab noch meine Baracke versorgt, so gut es ging.

Im Lager roch man das Meer, als es Frühling wurde und dann Sommer. Um mich herum starben die Kameraden reihenweise, ich konnte ihnen mit dem bisschen Essen nicht helfen, sie wurden krank, eine Behandlung fand nicht statt. Mein Meister sagte einmal, die SS nenne das „Vernichtung durch Arbeit“.

Eines Tages wurde ich mit fünf anderen Juden auf den Appellplatz gerufen. Ein SS-Offizier hatte eine Liste in der Hand und bellte den Befehl, wir hätten uns in zehn Minuten mit allen Sachen, die uns noch geblieben waren, auf dem Platz einzufinden. Ein Lastwagen mit Plane wartete. Wir sechs waren körperlich noch einigermaßen kräftig, also schienen wir nicht aussortiert zu werden. Später fuhren wir mit zwei SS-Soldaten als Bewachung mit offener Rückwand. Wir sahen, dass wir durch Gdansk fuhren, auch hier hatten britische Bomber Spuren hinterlassen. Der Lastwagen fuhr weiter nach Gdynia zu den großen Hafenanlagen. Als wir vom Lastwagen sprangen, sahen wir einen betagten Dampfer am Kai liegen. Er lag niedrig im Wasser, hatte zwei Schornsteine mit aufgemalten roten Kreuzen. Ein Lazarettschiff offensichtlich. Und tatsächlich wurden etliche Bahren aufs Schiff getragen. Manche Soldaten konnten sich mit Krücken oder Stöcken alleine fortbewegen. Ich presste die Lippen zusammen. „Jetzt seht ihr“, dachte ich, „wie es ist, wenn euch der Krieg ausspuckt und ihr nicht wisst, ob ihr den nächsten Tag erlebt. Nein, ihr verdient mein Mitleid nicht. Zu viele habe ich gesehen, wie sie abtransportiert wurden in die Wälder von Ponar, wo sie erschossen und verscharrt wurden.“

Ein nervöser SS-Mann bewachte uns mit schussbereitem Gewehr, während der Beifahrer auf das Schiff ging und mit einem Offizier redete. Er drückte ihm eine Mappe in die Hand und kam wieder zurück. „Los, rauf da!“, schrie er. Wir betraten die wacklige, aber kurze Gangway und standen dann ratlos auf Deck, während der Lastwagen mit den SS-Leuten wieder zurückfuhr. Ein Matrose der Kriegsmarine kam auf uns zu und forderte uns auf ihm zu folgen. Auf seiner Mütze stand der Schiffsname: „Rügen“. Er ging unter Deck, etliche Treppen hinunter und schmale Gänge entlang, bis wir zu einer Kajüte mit sechs Betten kamen. „Hier bleibt ihr für die nächsten Tage. Lasst euch nicht einfallen, auf dem Schiff herumzulaufen. Wir sperren jeden einzeln ein, der nicht spurt. Toilette ist gegenüber.“

„Wohin fahren wir?“, fragte ich den jungen Kerl. „Geht euch ja eigentlich nichts an, aber wir laufen Stettin an. Von dort geht es wohl weiter für euch. Keine Ahnung wohin. Werdet ihr schon merken. Jedenfalls alles besser als hier im Osten.“ Nach dieser beeindruckend langen Rede drehte er sich um und verschwand.

Bis in die Nacht wurde das Lazarettschiff beladen, hörten wir durch die Schiffswände das Stöhnen der Verwundeten, auch Schreie. Plötzlich zitterte das Schiff und ein rhythmisches Stampfen begann unter uns. „Dampfmaschinen“, sagte Herschel, ein Hüne von einem Juden, der auch nur noch ein Schatten seiner selbst war. Wir merkten, dass wir Fahrt aufnahmen. Ein Bullauge, durch das wir blicken konnten, gab es nicht. Bevor wir uns auf die Pritschen legten, sprach Victor noch ein Gebet.

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