Doch gibt`s - welch ein Fluch! -
´nen Massenbesuch
von Holzböcken, Ratten und Schaben.
SCHARFSCHÜTZE
Ein Cowboy der West-Appalachen
ließ gern im Saloon es mal krachen:
Wenn einer viel trank,
zog blitzschnell er blank
und schoss ihm den Drink aus dem Rachen!
STRAFVOLLZUG?
Ein Mädchen vom Grill in Cuxhaven
will ständig mit Stamm-Kunden schlafen.
Ihr Chef fragt: „Nanu?
Wie kommst du dazu,
die Gäste so hart zu bestrafen?“
SCHERBENGERICHT
Die Porzellanhändler aus Assen
mit Recht Inventuren sehr hassen.
Denn stets akkurat
kommt`s zum Resultat:
Im Schrank habt ihr nicht alle Tassen!
SCHICKSAL
Ein Blutsauger aus den Karpaten
entsagt dem Verzehr von Oblaten:
„Die gibt`s - welche Qual! -
nur beim Abendmahl
im Umkreis von Kreuz und Ornaten.“
ENTZUG
Ein Pfarrer aus Nord-Zakopane
durchlitt eine Predigt-Schikane:
Höchst illegitim
entleerte man ihm
den ´Flachmann` aus seiner Soutane.
STILL GESTANDEN?
Ein vollschlanker Berber aus Tanger
stand beim Militärarzt am Pranger.
Als der Kommandant
ihn ´wehrtüchtig` fand,
behauptete er, er sei schwanger!
HÄUSERKAMPF
Ein Haus-Makler auf den Seychellen
wollt` einen Klienten verprellen:
Der zeigte ihn an. -
Seitdem ist der Mann
Besetzer von Insular-Zellen!
GLÜCK IM UNGLÜCK
Ein Geizhals begab in der Pfalz
sich oft für die Balz auf die Walz`.
Doch fehlendes Glück
hielt stets ihn zurück
vor`m Zahlen des Balg–Unterhalts.
FALSCH TAXIERT!
Jüngst hatte ein Mann aus Sankt Gallen
ein Geldinstitut überfallen.
Dann fuhr er - o Graus! -
im Taxi nach Haus
als dämlichster Trottel von allen!
AUFKLÄRUNG
Zwei Freunde der Ost-Balearen
zwecks Nachwuchswunsch wollten sich paaren.-
Selbst Kondom-Verzicht
ermöglichte nicht,
dass je sie ein Baby gebaren.
BACKSCHISCH
Ein Bäcker erstrebte in Frechen
ein Zusatzgeschäft durch ´Bestechen`.
Wer meint, dies sei fies,
liegt falsch, denn er ließ
die Kundschaft für ´Bienenstich` blechen!
WARMDUSCHER
Ein Frauenversteher aus Blexen
litt stark unter Weichei-Komplexen:
Er sei gar kein Mann,
gerate nur an
emanzipatorische Hexen!
D.S.D.S.
Einst wollte ein Kindl aus Bayern,
Talentmangel listig verschleiern.
So landete sie
beim ´Jodel-Grand-Prix`
und ließ sich als Siegerin feiern!
GRIECH` UND FRIEDEN
Einst drohte ein Schurke aus Herne
mit Brandstiftung einer Taverne:
Souvlaki-gleich stieß
durch`s Herz ihn ein Spieß. -
Jetzt brennt ihm die Hades – Laterne.
TOUR DE TRANCE
Ein Bahnradler wagte in Hadeln
zu jagen die Madeln beim Radeln.
Weil mit dieser Tour
zum Titel er fuhr,
muss man, statt zu tadeln, ihn adeln!
MELANCHOLIE
Ein nörgelnder Bub aus den Tauern
befürchtete, schnell zu versauern.
Dies führte spontan
zum Süßspeisen-Wahnl:
Jetzt kann um die Kilos er trauern!
AUA!
Zwei Broiler-Vertilger aus Bautzen
entzweite der Wuchs ihrer Plauzen:
Man gab im Tumult
einander die Schuld
und schlug sich brutal auf die Schnauzen!
ONE-WAY-TICKET
Ein Kampfpilot-Neuling aus Tegel
hält fern sich von Kind und von Kegel.
Nach jedem ´Quick Date`
büxt aus er ans Gate
zum Abflug - der treulose Flegel!
TAKTISCHES FOUL?
Ein Hypnose-Arzt gilt ob der Tauber
stets als anständig, taktvoll und sauber.
Als ein Fräulein erst döst,
dann erwacht und entblößt
auf der Couch liegt, ahnt sie ´Faulen Zauber`.
WALDESRAUSCHEN
Zwölf Kumpels feierten mit Macht
die Junggesellen-Abschiedsnacht.
Man pichelte in einem Tann
und grölte wie am Ballermann.
Ein Förster fühlte sich gestört
und hat sich lautesthals empört:
„Die Saufgelage im Revier
belästigen doch Mensch und Tier!“
Die Antwort folgte auf dem Fuß
durch einen sprichwörtlichen Gruß:
„Wie man hineinruft in den Wald,
so kommt es stets herausgelallt!"
OSTERSPAZIERGANG
Ein Rentner lag tot in seichtem Rinnsal
als ein Opfer brutaler Gewalt.
Man glaubte zunächst, er sei ein Finnwal
von höchst unorthodoxer Gestalt.
Die Menschen vermieden Badegenuss
prophylaktisch vor der Infektion.
In Wahrheit erwies sich alles als Stuss
nach dem Fazit der Erst-Obduktion.
Beschwichtigend zeigte man keine Schwäche
und erklärte mit großem Geschick:
´Vom Greise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings belebenden Blick!`
REMAKE
Ein Maßschneider aus Osnabrück
kreierte manches Meisterstück
für gutsituierte Klienten.
Sein Drang jedoch nach höchstem Ruf
missfiel den Kunden, denn er schuf
nur allerlei Fisimatenten.
Sei Nimbus sank, obwohl er sich
in Talkshows sogar öffentlich
entschuldigte: „Ja, ich bereu` es!“
Befragt nach aktuellem Trend
sprach – hoffend auf ein Happyend -
verschämt er: „In Westen nichts Neues!“
Hast du ein richtig dickes Fell,
trägst du mit Würde XXL.
Die Logik ist des Dicken Graus,
er handelt ´aus dem Bauch heraus`.
Zum Wasserspar`n muss man die Dicken
in Wannen, nicht in Duschen schicken.
Gern legen sich die Hungerlatten
bei Sonne in des Dicken Schatten.
Als Dicker braucht man unverdrossen
beim Bungee-Springen starke Trossen.
Das Baywatch-Team muss Dicke loben
für Mußezeit - denn Fett schwimmt oben!
Der Dicke ist beiLeibe fett -
drum tanzt er niemals im Ballett!
Selbst Calmunds Physiognomie
zwingt Dicke nicht zur Bulimie.
Verzicht auf Leichtigkeit des Seins
macht Dicken der Probleme keins.
Um sie von Bürden zu befrei`n,
soll Dicken man gewogen sein!
Als Spiegelbild unseres Lebens - so ist
das Schachspiel gemeinhin bekannt.
Das Brett - klein kariert, dabei stets vor dem Kopf -
weist hin auf des Menschen Verstand.
Dass ´Schwarz` contra ´Weiß` sich in Gegnerschaft übt,
fänd` nur ein Rassist opportun;
auch ließen die SCHACH-TELN - als Teile des Schachs -
kaum Alt-Feministinnen ruh`n.
So geht auch beim Schach es um Damen-Besitz,
man wünscht eine gute Partie;
dem ständig Bemühten genügt keinesfalls
als Zielsetzung nur ein Remis.
Doch manch einer, der wie ein König sich gibt,
befindet sich höchstens im Patt;
man hält ihn - als Hängepartie-Aspirant -
in Schach - und dann setzt man ihn matt.
Der Turm in der Schlacht, dessen G`radlinigkeit
man Springern wohl nie einverleibt,
zeiht jedweden Läufer der Quertreiberei,
damit ´auf dem Teppich` er bleibt.
Durch Schachzüge und Fängerei`n werden selbst
die Bauern zu Opfern gemacht:
Ließ` jeder sich derart verschachern, so hieß`
es nicht nur beim Schach: „Gute Nacht!“
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