Lukas Wolfgang Börner - Das Mädchen, das das Christkind suchte

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Das Mädchen, das das Christkind suchte: краткое содержание, описание и аннотация

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Stadtkinder sind so blöd – darin sind sich Silvia und ihre sprechende Puppe Polly einig. Doch es gibt einen Ausweg aus der Tristesse, die der Umzug und die ungewohnte Umgebung mit sich bringen: Der neue Fashion-Deluxe-Styling-Hairsalon! Blöd nur, dass sich Silvias Eltern weigern, ihren sehnlichsten Wunsch ans Christkindl weiterzuleiten. Also bleibt Silvia und ihrer eitlen Puppe nur eine Möglichkeit: Am Tag des Heiligabends in den Wald zu wandern und das Christkindl noch rechtzeitig abzufangen. Mit der kräftezehrenden Kälte, der rasch einsetzenden Dunkelheit und den wilden Perchten haben die beiden allerdings nicht gerechnet.

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„Ja? Was ist?“, flüsterte Frau Amsler Silvia zu.

„Ich bin fertig“, entgegnete sie so laut, dass Basti es hören konnte, und gab ihre Arbeit ab.

Während die Lehrerin mit ihrer Arbeit zum Pult zurückging, lächelte Silvia ihrem schweißgebadeten, aber vollkommen erleichterten Banknachbarn zu.

*

Die Schulglocke läutete. Die sechste Stunde war endlich vorbei.

„Ferien!“, rief Silvia und Basti nickte.

„Gehen wir jetzt zusammen heim?“, fragte er zögernd. Er wohnte nur ein paar Straßen von Silvias Familie entfernt. Trotzdem waren die beiden bisher nie zusammen gegangen.

„Ach, wie süß,“ lästerte Polly vom Schulranzen herauf, „ich glaube, da ist jemand verknallt.“

„Psst!“, zischte Silvia mit unterdrücktem Kichern und zog den Reißverschluss ihres Ranzens zu. Dann wandte sie sich an Basti und schüttelte den Kopf.

„Geht nicht. Heute ist Freitag und da holt mich meine Schwester immer ab, weißt du. Da gehen wir shopping!“

In Wirklichkeit gingen Anna und sie gewöhnlich nur etwas zu Mittag essen und danach Kleider und Schaufenster anschauen. Nur ein einziges Mal hatte sich ihre große Schwester einen Jeansrock gekauft. Aber Silvia liebte es trotzdem, vom Shopping-Tag statt vom Freitag zu reden. Erstens, weil sie gerne durch die Innenstadt mit all ihren Geschäften schlenderte, was sie als einzigen Vorteil der Stadt gegenüber dem Dorf betrachtete. Zweitens verbrachte sie gern Zeit mit ihrer Schwester. Die Tage, an denen sie etwas gemeinsam unternahmen, waren nämlich rar geworden. Anna war dreizehn und hatte sich hier viel besser eingelebt als Silvia. Sie besuchte die siebte Klasse des benachbarten Gymnasiums und war die letzten zwei Jahre jeden Tag zwischen Tupfing und ihrer Heimat hin- und hergependelt, weil es auf dem Dorf kein Gymnasium gab. Und sie war fast jeden Tag mit ihrer Freundin Marie zusammen, die in einem großen Haus am Waldrand wohnte. Silvia mochte auch Marie und wäre schon manches Mal gerne mit den beiden herumgezogen oder hätte ihnen in ihrer geheimen Waldhütte Gesellschaft geleistet. Doch Anna ließ sie nur ganz selten dabei sein. Doch der gemeinsame Shopping-Freitag war auch ihr immer heilig gewesen. Das war ein halber Tag, der nur den beiden Schwestern gehörte.

„Oh“, sagte Basti und zog sich seine orangene Straßenverkehrsmütze über die Ohren. „Sagst du’s der Frau Amsler auch wirklich nicht?“, fügte er mit gesenkter Stimme hinzu.

Silvia, die sich gerade den Schal um den Hals wickelte, schüttelte den Kopf und Basti bedankte sich. Dann verließen die beiden das Schulgebäude.

Anna wartete wie immer an der Kreuzung. Die Autos mussten langsam fahren, weil der Schnee in dicken Flocken auf die Erde fiel. Silvia kam ihr entgegen gelaufen. Sie hatte ein so dickes Daunen-Jopperl an, dass sie fast wie eine Kugel aussah. Auf dem Kopf trug sie ihre grüne Lieblingsmütze. Anna hingegen war vom Kopf bis zu den Stiefeln in Creme, Beige, Greige und Braun gekleidet. Silvia fand, dass ihre Schwester von weitem ein bisschen wie der Latte Macchiato aussah, den ihre Mama so gerne trank.

„Und? Was essen wir heute?“, fragte Silvia. Ein wenig flehend fügte sie hinzu: „Aber bitte nicht schon wieder Germknödel!“

Die letzten fünf Wochen hatten sie immer Germknödel oder Dampfnudeln essen müssen. Anna hatte darauf bestanden. Das machte Silvia eigentlich nichts aus, gerade Dampfnudeln mit warmer Vanille-Soße aß sie gern. Aber sechs Wochen in Folge? Nein! Das ging nicht. Sie würde den Germknödel genauso, wie er wäre, wieder hinausspeiben.

„Können wir nicht lieber eine Leberkässemmel essen?“, fragte sie.

Anna verzog das Gesicht: „Auf keinen Fall! Ich kann das Zeug nimmer sehen!“

Ihr Papa liebte Leberkäs. Und weil er auch seine zwei Töchter über alles liebte und es gut meinte, machte er den beiden jeden Morgen insgesamt drei Leberkässemmeln für die Schule. Zwei mit süßem Senf für Anna und eine mit Ketchup für Silvia. Und weil er es gar so gut meinte, schnitt er Tag für Tag auch noch eine Essiggurke in Scheiben, mit denen er die Semmeln behutsam belegte. Dass seine Töchter jeden Schultag in der Pause als erstes diese Gurkenscheiben wieder entfernten, wusste er nicht. Und keine der beiden wagte es, den Papa, der es immer so gut meinte, aufzuklären. Auch die Tatsache, dass die Leberkässcheiben immer dicker waren als die gesamte Semmel und Silvia oft Probleme hatte, dies alles überhaupt in den Mund zu kriegen, sprachen die Schwestern nicht an.

„Wir gehen zu unserem Türken und holen uns einen Kebab!“, beschloss Anna und lenkte ihre Schritte Richtung Innenstadt.

„Aber Anna,“ erwiderte Silvia neben ihrer Schwester hergehend, „Papa will doch nicht, dass wir diesen türkischen Fraß essen!“

„Dann soll er erstmal aufhören, dieses türkische G’wasch zu trinken!“, entgegnete Anna. „Kaffee kommt nämlich auch von den Türken!“

„Ja, aber ...“, begann Silvia keuchend, weil Anna einen Zahn zugelegt hatte. Im Schnee tat man sich viel schwerer, wenn man kleiner war. „Mama und Papa wollen bestimmt nicht, dass wir mitten im Advent so’n Zeug essen!“

In Wirklichkeit grauste es Silvia nur vor dem vielen Gemüse auf dem Kebab. Sie hatte noch nie einen gegessen, obwohl der Dönermann nett war und im selben Haus eine Wohnung unter ihnen lebte.

„Der Advent ist der schlechteste Grund, den du dir ausdenken konntest!“, antwortete ihre Schwester. „Weißt du, wo der Nikolaus geboren wurde?“

Silvia, die immer noch Mühe hatte, mit Anna Schritt zu halten, schüttelte den Kopf. „Na, in der Türkei!“

Da verstummte Silvia und Anna, die merkte, dass sie ihre Schwester überzeugt hatte, ging etwas langsamer. Als sie schließlich vor dem eingeschneiten türkischen Imbiss standen, fragte sich Silvia, ob Sankt Nikolaus wohl auch am liebsten Kebab aß.

*

„Ah, Anna und Lydia! Habe die Ehre! Grüß Gott!“, rief Seçkin, der Dönermann. Er war ein lustiger Mann von etwa dreißig Jahren. Bei der Arbeit trug er unter seiner Schürze nur ein weißes Unterhemd, aus dem seine behaarten Arme, seine behaarten Schultern und der obere Teil seines behaarten Rückens herausschauten.

„Ich heiße Silvia“, begann Silvia, doch Seçkin fiel ihr ins Wort.

„Na, wo hast du dein kleine Puppe? Die Popopolly!“, rief er und kratzte sich unter der rechten Achsel.

„Dir geb ich gleich Popopolly, du Gorilla!“, rief eine gedämpfte, grantige Stimme hinter Silvia.

„Die ist im Schulranzen!“, kicherte sie.

„Ah, sehr gut! Popopolly muss auch lernen!“, sagte Seçkin. Er steckte zwei Kebab-Fladenbrote in den Toaster und sagte: „Einmal Börek für Anna und einmal Dürüm für Lydia. Und ein Flasche Efes für Popopolly!“

„Lieber zweimal Kebab für Schüler“, entgegnete Anna und legte fünf Euro in Seçkins Hand.

„Ist zu wenig! Zweimal Kebab ist fuchzehn Euro!“, sagte der Dönermann, ohne eine Miene zu verziehen.

„Heute müssen fünf Euro langen“, gab Anna ebenso trocken zurück. Silvia schaute verdattert von einem zum anderen. Während Seçkin das Geld in seine Kasse warf, jammerte er: „So wenig Geld! Ich habe sieben Kinder! Alle wollen Weihnachtsgeschenke!“ Dann stopfte er das Fleisch in die Fladenbrote.

„Alles Sweinefleisch! Ihr Deutschen lieben Sweinefleisch!“, brabbelte er dabei und schaute die beiden Schwestern strahlend an. Die zwangen ihr Gesicht in ein Lächeln. Anna hielt den Daumen hoch. Als Seçkin den Salat und das Kraut in den Kebab stopfte, wollte ihn Silvia daran hindern. Vor allem Blaukraut konnte sie nicht essen! Doch der Dönermann hörte ihre Einwände nicht. Er hatte damit begonnen, „Alle Jahre wieder“ zu singen. Dann wickelte er die zwei Kebabs ein, steckte sie in eine Tüte und legte noch einen ockerfarbenen Zuckerkringel obendrauf. Als die beiden Mädchen den Imbiss verließen, wiederholte er: „Ist alles Sweinefleisch! Servus! Habe die Ehre! Schönen Gruß an Popopolly!“

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