Christina Geiselhart - C'est la vie

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C'est la vie: краткое содержание, описание и аннотация

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Kuriose und weniger kuriose Geschichten aus dem Alltag. Sie erzählen:
– von der Hoffnung, nach vielen gescheiterten Beziehungen doch noch die grosse Liebe zu finden,
– von den Konsequenzen, die eine Einladung zum Abendessen mit sich bringen kann
– von bösen und besten Freundinnen
– vom Umgang mit Professoren am Telefon
– von einem Paar, das auszog, ein neues Glück zu finden und es doch nicht fand
– von einer Pariserin in einer schwäbischen Reha
– von einer Sängerin, die auf der Strasse landet
– vom Reiter der traurigen Gestalt
– von einem Menschen, dessen Leben vielversprechend begann und trostlos endete
– von ....

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Die Erleichterung über Abelards Verschwinden wich einige Tage später einem existenziellen Schrecken. Ich erhielt meine Kündigung. Sparmaßnahmen hieß es, aber ich wusste, dass meine neue Situation nicht salonfähig war. Ich rutschte auf der Karriereleiter. Lass dich nicht unterkriegen, sagte ich mir. Konzentriere dich auf das Singen. Schließlich bist du in Wahrheit eine Sängerin, eine Künstlerin und keine Büroangestellte.

Ich geriet in Bedrängnis. Der Ort, an dem mir Abelard nachspionierte, wurde mir unheimlich. Allerdings: Ohne Job keine andere Bleibe. In Panik forstete ich die Stellenangebote durch. Bis ich ein neues Zuhause habe, nehme ich alles an, sagte ich mir. Eines Tages können sie mich alle. Die Kleinbürger, die auf mich herabsehen. Eines Tages werde ich auf sie herabsehen. Von allen Bühnen der Welt. Ich war damals Mitte vierzig und überzeugt, es noch zu schaffen. Mae West und Morgan Freeman hatten ihre Karrieren auch ziemlich spät gestartet. Ich war auch überzeugt, in einem vorherigen Leben eine Königin gewesen zu sein. Das wollte ich wieder werden. Das war mein Ziel.

Dank meines adretten Aussehens und meiner Merkfähigkeit heuerte mich ein Gasthaus als Bedienung an. Gleich nach Vertragsabschluss suchte ich nach einer neuen Wohnung. In einer entfernten Kleinstadt wurde ich fündig. Mit einem Teil der Abfindung meines Ex-Mannes kaufte ich ein Auto. Den Rest wollte ich irgendwann in Form einer Eigentumswohnung anlegen. Vorerst mietete ich fünfzig Quadratmeter mit Küche und Bad.

Schon nach wenigen Monaten hatte ich von dem Gasthaus genug. Es entpuppte sich als üble Spelunke, in der respektlose Kerle verkehrten, die mir auf den Hintern klopften und anzügliche Bemerkungen zu meinem Brustumfang machten. Nicht mit mir! Wer bin ich denn? Eine einstige Königin! Eine Künstlerin und Sängerin! Ich ohrfeigte die Übeltäter und quittierte den Dienst.

Mein Hauswirt erfuhr davon nichts, denn innerhalb kurzer Zeit hatte ich einen schlauen Job: Kunden für American Express, Diners und andere Kreditkarten angeln. Für jeden erfolgreichen Abschluss winkte eine gute Provision. Das machst du mit Links, dachte ich. Und täuschte mich. Nach einem Jahr Beine in den Bauch stehen und dabei in die Röhre gucken, schmiss ich die undankbare Arbeit. Wer war ich denn?

Meine Gesangsübungen vergaß ich während meiner Berufs-Odyssee keinesfalls. Noch immer war ich beim Künstlerdienst unter dem Slogan: »Hanna Sanchez: das Highlight auf Silbernen, Goldenen und Diamantenen Hochzeiten« angemeldet. Besonders beliebt wurde ich bei Seniorenpartys. Herren knapp unter achtzig und jenseits der Achtzig standen auf mich. Jahrelang hielt ich mich mit solchen Gigs und anderen Jobs über Wasser. Mal stand ich an einer Hotelrezeption, dann hinter dem Tresen, auch hinter Marktständen. Die Märkte waren besonders herb für meine zarte Gesundheit. Früh aufstehen liegt mir nicht und mag ich auch kräftig aussehen, so bin ich doch eine sensible Frau.

In jener Zeit zog ich dreimal um, hatte einen dreißigjährigen Liebhaber, der mich sporadisch in der jeweiligen Bleibe beglückte, und ich bekam hin und wieder Besuch von meiner Tochter. Mein bevorzugter Song auf der Bühne war zu jener Zeit Dalidas Hit: »Er war gerade achtzehn Jahr, fast noch ein Kind mit weichem Haar, ein Mann zum Lieben!« Zu meinem Leid brachte er mir nicht mehr Erfolg ein als die anderen Songs und so rang ich mich zu einem waghalsigen Gang durch: Ich bat meinen Ex-Mann um finanzielle Unterstützung.

Robert entsetzte sich so sehr über mein Anliegen, dass er knallrot anlief und sich ans Herz griff. Kerzengerade schoss er vom Stuhl hoch und wies mir die Tür. »Du bist unglaublich unverschämt. Zuerst zerstörst du unsere Ehe und dann willst du dafür auch noch Geld von mir. Lass dich bei mir nicht mehr blicken.«

Die Jahre flossen dahin. Mein junger Liebhaber fand eine junge Frau und heiratete, die Gigs wurden seltener. Das Geld verrann. Die Chancen auf Arbeit standen aussichtslos. Ich wurde dicker und älter.

In der Pfütze spiegelt sich plötzlich eine jammervolle Figur. Sie redet auf mich ein: »Hey, du Frau, du! Deine Stimme ist schön. Hab `ne Gitarre. Wollen wir nicht gemeinsam Musik machen?«

Ich sehe auf und will wissen, woher er meine Stimme kennt.

»Na, weil ich sie höre. Seit einer Stunde singst du das Lied: ‚Er war gerade achtzehn Jahr, noch ein Kind mit weichem Haar …‘»

Ich bitte ihn, aufzuhören. Es klingt grauenvoll.

»Ich spiele sehr gut. Wir könnten zusammen berühmt werden.«

Ungläubig starre ich ihn an.

»Glotz nicht! Glaub an uns! Wir sehen so abgerissen aus, so hoffnungslos verloren, aber wir werden so schöne Musik machen, dass die Passanten glauben, sie träumen.«

Der Typ ist nicht übel, denke ich, stehe auf und schließe mich ihm an. Auf dem Weg ins Stadtzentrum folgt uns ein Hund. Wenig später gesellt sich eine Katze dazu.

»Wir sind ein Quartett!«, meint er lachend, während wir einen Platz erreichen, an dem wir uns in Szene setzen können. »Oder so was wie die Bremer Stadtmusikanten.«

Die Tiere weichen nicht von unserer Seite und jaulen mit. Ich taufe den Hund Prince und die Katze Garcia.

Wir intonieren Purple Rain. Der Gitarrenlauf, den mein neuer Begleiter hinlegt, reißt mich mit und problemlos stimme ich ein:

I never meant to cause you any sorrow

I never meant to cause you any pain …

I only wanted to see you laughing in the purple rain.

Ich bin zuversichtlich. Morgen werde ich sechzig!

Fin

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