Ronald Fuchs - Die Wette der Diebe

Здесь есть возможность читать онлайн «Ronald Fuchs - Die Wette der Diebe» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die Wette der Diebe: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die Wette der Diebe»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Die Erzählung ̏Die Wette der Diebe˝ spielt um 1700 n.Chr. in Bagdad, das damals zum osmanischen Reich gehörte und berichtet von dem spannend-amüsanten Wettstreit zwischen dem Tag- und dem Nachtdieb. Man wird Zeuge eines erotischen Schleiertanzes, eines erfolgreichen Coups und einer Exekution. Trotz einiger interessanter Straftaten wäre alles in bester Ordnung, gäbe es keine Eifersucht. Das Ergebnis sind Verrat und Verfolgung. Ein intriganter, giftender Polizeipräfekt, ein wütender, blutrünstiger Mob und raubgierig mordende Beduinen treiben die Protagonisten ihrem verhängnisvollem Schicksal entgegen. Doch Rache ist süß!

Die Wette der Diebe — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die Wette der Diebe», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

6 /13 Der Dschinn

Der Diener öffnete, und herein kam der kleine Muck mit Hussein, dem Arzt von Bagdad.

Hussein war ein großer Mann um die Vierzig mit buschigen, schwarzen Augenbrauen. Sein derbes Gesicht wurde von einer fleischigen Nase geziert, unter der ein borstiger Schnauzbart wucherte. Sein mattschwarzes Haupthaar hatte sich an den Schläfen grau gefärbt, was ihm nach allgemeiner Meinung ein seriöses Aussehen verlieh. Hussein gehörte zu jenen Leuten, die nie einen Fehler eingestehen. Er war auch zu stolz, einen Kollegen um Rat zu fragen, sondern experimentierte lieber auf gut Glück an seinen Patienten herum. Als Hussein seine Praxis eröffnete, gab es noch zwei andere Ärzte in Bagdad, die sich allerdings nicht leiden konnten und keine Gelegenheit ausließen, um übereinander herzuziehen. Hussein freundete sich zunächst mit dem einen, Al-Bakr, an. Gemeinsam bezichtigten sie ihren Kollegen Kassem eines schweren Behandlungsfehlers, nachdem einer seiner Patienten gestorben war. Kassem konnte sich zwar vor Gericht rechtfertigen und wurde wegen erwiesener Unschuld freigesprochen, doch die Leute misstrauten ihm von nun an und konsultierten lieber die beiden anderen Ärzte, so dass Kassem nichts mehr verdiente und Bagdad verlassen musste.

Nun freundete sich Hussein mit dem Polizeipräfekt Jussuf an und heckte mit ihm einen Plan aus, um auch Al-Bakr aus der Stadt zu vertreiben. Wenn dies gelang, sollte der Polizeipräfekt an Husseins Arzthonorar beteiligt werden.

Al-Bakr war zwar auch nur ein durchschnittlicher Arzt, aber er hatte Mitleid mit den Armen und verlangte von ihnen das Arzhonorar erst, wenn sie wieder gesund waren und Geld verdienten. So kam es, dass die Honorarschulden eines Patienten, der immer wieder erkrankte, auf eine sehr hohe Summe angestiegen waren. Als dieser Mann abermals Al-Bakrs Dienste in Anspruch nehmen wollte, ohne bezahlen zu können, verweigerte der Arzt nun doch die Behandlung. In seiner Not wandte sich der Mann an Hussein. Der erklärte ihm nach einer kurzen, oberflächlichen Untersuchung, dass ihm nur eine ganz spezielle Arznei, die jedoch sehr teuer und schwer zu beschaffen sei und von der in ganz Bagdad nur Al-Bakr über einen gewissen Vorrat verfüge, helfen könne. Hussein versprach dem verzweifelten Kranken, bei Al-Bakr, der sein lieber Freund sei, ein gutes Wort für ihn einzulegen. Tatsächlich besuchte Hussein seinen Kollegen noch am selben Tag und bat ihn, den Mann zu behandeln, da er selber sich dieser schwierigen Aufgabe nicht gewachsen sähe. Al-Bakr fühlte sich über alle Maßen geschmeichelt und sagte zu – natürlich nicht aus Eitelkeit, sondern aus Nächstenliebe und als Dienst an der Wissenschaft. Während die beiden Ärzte noch ein wenig über den Fall fachsimpelten, hatte Hussein Gelegenheit, das Fläschchen mit jener speziellen Arznei gegen ein Gleichaussehendes auszutauschen. Drei Tage später war der Patient tot.

Der Polizeipräfekt Jussuf führte bei Al-Bakr eine Hausdurchsuchung durch, weil es gewisse Verdachtsmomente gäbe. Natürlich fand er das ausgetauschte Arzneifläschchen, das aber fatalerweise keine Arznei sondern Gift enthielt.

„Du hast deinen Patienten wohl umgebracht, weil der seine Schulden nicht bezahlen konnte?! Dies sollte wohl eine Warnung für deine anderen säumigen Patienten sein?!“, unterstellte Jussuf dem Arzt.

Al-Bakr wusste zunächst nicht, wie ihm geschah und beteuerte verzweifelt seine Unschuld. Doch als der Polizeichef sagte, man würde die ganze Angelegenheit unter den Teppich kehren, um dem Ansehen der Ärzte keinen Schaden zuzufügen, wenn er, Al-Bakr, die Stadt innerhalb einer Woche für immer verließe, da ahnte der Arzt die Zusammenhänge sehr wohl. Doch was konnte er tun? Alle Indizien sprachen gegen ihn. Er war praktisch schon des Mordes überführt, also fügte er sich, packte seine Sachen und verließ Bagdad.

Nun war Hussein der einzige Arzt in der Stadt. Von jetzt an war es gefährlich und teuer, krank zu sein. Wer nicht zahlen konnte und keinen Bürgen hatte, musste seine Ehefrau oder Tochter an Hussein oder Jussuf zu gewissen Dienstleistungen hergeben oder sich eben selbst behandeln. Es kam auch vor, dass Hussein gebeten wurde, einen lästigen Konkurrenten oder Nebenbuhler so zu behandeln, dass er verstarb. Solch eine spezielle Therapie ließ sich Hussein natürlich ganz besonders hoch vergüten. Auch Patienten, die er nicht leiden konnte, schwebten in Lebensgefahr. Gewissermaßen als Ausgleich gelang ihm aber hin und wieder eine Heilung – und immer profitierte der Polizeichef mit.

Natürlich kannte Said Hussein, aber Allah sei Dank, kannte Hussein nicht Said. Hussein war gar nicht erfreut, als er hörte, dass ein anderer Arzt den kranken Osman schon behandelt hatte. Als er dann aber Said sah, sagte er zu Leila:

„Dieser Arzt ist noch sehr jung und unerfahren. Vielleicht hat er deinen Mann falsch behandelt. Es ist besser, wenn ich deinen Mann untersuche, denn ich habe eine langjährige Erfahrung. Doch zuerst gib mir etwas zu essen und zu trinken, denn ich bin von der Reise und dem langen, anstrengenden Arbeitstag sehr erschöpft.“

Said, der nun gesättigt und gestärkt war, denn auch er hatte einen zwar sehr vergnüglichen aber auch anstrengenden Tag mit Fatima hinter sich, verabschiedete sich hastig – zu Leilas größtem Bedauern.

Die Nacht war sternklar und angenehm kühl. Unter einem offenen Fenster im oberen Stockwerk der Villa konnte man den schweren Haschisch-Opium-Kampfer-Tabakrauch aus Osmans Wasserpfeife riechen. Said fragte sich, ob Osman wohl schon eingeschlafen war. Aus dem Speisezimmer im Erdgeschoss hörte er Hussein mit seinen Heilerfolgen vor Leila prahlen und sich beklagen, dass man ihn meistens in der Nacht riefe und oft erst dann, wenn es schon fast zu spät sei, und dass ihm immer wieder Scharlatane ins Handwerk pfuschten, deren Fehler er dann korrigieren müsse.

„Man kann nur hoffen, dass dieser junge Arzt deinen Gemahl nicht ebenfalls falsch behandelt hat! Na, ich werde mir deinen Osman gleich mal ansehen.“

Nun musste sich Said beeilen. Denn wenn der Arzt Osman untersuchte, würde er auch die Nackenrolle entdecken – und wer weiß, was dann damit geschähe, denn Gold ist für manche Leute einfach unwiderstehlich.

Said holte den Gorillakopf aus seinem Baumwollsack, stülpte ihn sich wie einen Ritterhelm über, kletterte behänd wie ein Affe die Hauswand zum offenen Fenster hinauf und stieg in Osmans Schlafzimmer ein.

Ein gellender Schrei zerriss die nächtliche Stille. Osman hatte noch nicht geschlafen und sah nun im flackernden Licht der Öllampe die unheimliche Gestalt in seinem Zimmer. Das war ganz sicher der Dschinn persönlich. Das grauenhafte Ungeheuer mit den riesigen weißen Reißzähnen, der scheußlichen Nase und den schrecklichen, totenstarren Augen kam auf ihn zu. Die Wirkung der medizinischen Tabakmischung verstärkte noch Osmans Entsetzen. Die Haare standen dem Ärmsten zu Berge und er klapperte mit den Zähnen, wie ein Spanier mit den Kastagnetten.

Said schnappte sich die Nackenrolle mit den Goldstücken und war gerade zum Fenster hinaus, als Hussein, Leila und die Diener in Osmans Zimmer stürzten. Sie fanden ihren Herrn zitternd und kreidebleich zusammengekauert unter seiner Bettdecke. Leila fragte ihn, was denn geschehen sei, aber Osman war zu keiner Antwort fähig.

Hussein sagte, Osman habe einen Schock und müsse sofort behandelt werden. Die Diener sollten heißes und kaltes Wasser, einen beruhigenden und einen belebenden Tee und Tücher holen und Leila seinen Arztkoffer mit den Medikamenten und Tinkturen aus dem Speisezimmer. Er selbst müsse sich derweil um den Patienten kümmern.

Dieser war inzwischen in einen tiefen Opiumschlaf gefallen, und so sehr sich der Arzt auch bemühte, er konnte Osman nicht aufwecken. Deshalb erklärte er der zurückkehrenden Leila, er habe Osman in einen Heilschlaf versetzt und man solle ihn benachrichtigen, wenn Osman wieder aufgewacht sei. Damit verabschiedete sich Hussein und wollte sein Pferd, auf dem er gekommen war, besteigen. Doch das war nicht mehr da, denn auf dem ritt Said vergnügt mit seiner Beute zurück zu Alis Haus, wo er pünktlich zum Beginn des Sobh-Gebetes eintraf. Said ließ den Gaul laufen und berichtete Fatima und Ali von seinem nächtlichen Abenteuer. Es stellte sich heraus, dass auch Said tausendundeins Goldstücke gestohlen hatte. Tag- und Nachtdieb waren sich also ebenbürtig. Die beiden Diebe freuten sich über dieses Ergebnis – nur Fatima war enttäuscht. Das bemerkte Ali und wurde misstrauisch.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die Wette der Diebe»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die Wette der Diebe» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die Wette der Diebe»

Обсуждение, отзывы о книге «Die Wette der Diebe» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x