Andreas Richter - Tattoo

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Das Leben meint es gut mit Lars Benthien. Er ist glücklich verheiratet und Vater einer kleinen Tochter. Eines Tages entdeckt Lars auf seinem Arm eine Tätowierung, die er sich nie stechen ließ. Er kann sich das nicht erklären. Erst als die Tätowierung sich zu verändern beginnt, begreift er, dass das Leben seiner Familie auf dem Spiel steht.
Um das Schlimmste zu verhindern, muss Lars sich den dunklen Schatten seiner Vergangenheit stellen. Ihm bleibt nicht viel Zeit … .

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Er schwieg. Was hätte er auch sagen sollen?

Sie blickte aus dem Fenster und sagte tonlos: »Es regnet. Wir haben Anfang Februar, also sollte es schneien. Scheinbar ist im Moment einiges nicht so, wie es sein sollte oder wir es gerne hätten.«

Sie stand auf und musste die Hände zur Hilfe nehmen, um es aus dem Stuhl heraus zu schaffen.

»Ich werde Ihnen etwas zur Beruhigung geben«, sagte er.

»Nein. Ich werde bald genug Pillen schlucken müssen.«

»Sind Sie alleine hergekommen?«

Sie nickte.

»Mit dem Auto?«

Sie nickte erneut.

»Jemand sollte Sie abholen.«

»Das ist nicht notwendig.«

»Bitte seien Sie vernünftig und lassen Sie den Wagen hier stehen. Sie sollten sich jetzt nicht hinters Steuer setzen. Niemand kann voraussagen, wie Sie zeitversetzt reagieren werden.«

»Also dass ich durchdrehe und andere Verkehrsteilnehmer gefährde?«

»Nun, wenn Sie so direkt fragen: ja.«

»Sie sind hier der Fachmann, also höre ich auf Sie. Na schön, dann will ich nicht bockig sein und gegenüber meinen lieben Mitmenschen verantwortungsvoll handeln. Ich nehme ein Taxi.«

Er erhob sich von dem Ledersessel und reichte ihr die Hand.

»Rufen Sie mich morgen Vormittag an«, sagte er.

»Wozu? Um mit Ihnen über den Regen zu sprechen, der jetzt eigentlich Schnee sein müsste? Selbst, wenn der Regen morgen Vormittag Schnee sein sollte, ändert das nicht das Geringste – zumindest nicht für mich.«

Mit diesen Worten verließ sie den Raum.

Er sah ihr hinterher, und nachdem sie aus seinem Sichtfeld verschwunden war, setzte er sich wieder. Dafür, dass sich die Welt dieser Frau noch vor wenigen Minuten gedreht hatte und nun plötzlich still stand, hatte sie sich erstaunlich gut gehalten. Andere Menschen brachen zusammen oder schrien, einige hatten ihn im Effekt sogar ins Gesicht geschlagen.

Sehr schade um sie, dachte er, und sehr traurig für die Menschen, die sie lieben.

8.

In diesem Moment begriff Lars mit aller Wucht, dass Zeit sich niemals nachholen ließ. Erst am frühen Abend war er aus Budapest zurück gekehrt, wo er sich zur Netzeinspeisung einer Photovoltaik-Anlage den ganzen Tag lang mit einem örtlichen Energieversorger herumgeärgert hatte. Und nun saß er zuhause auf dem Wohnzimmersofa und unter ihm tat sich der Boden auf. Er fiel. Tief und immer tiefer, und während er ins Bodenlose stürzte, wurde ihm übel und in seinen Ohren tobte ein Orkan.

Irgendwann spürte Lars eine Hand auf seinem Knie, doch es verging ein weiterer Moment, bis er wieder im Hier angekommen war und seine Umgebung sich zu einem ganzen Bild zusammengesetzt hatte.

Die Deckenbeleuchtung war gedimmt und die Vorhänge waren zugezogen. Im Ofen loderte das Feuer. Neben ihm saß Melanie im Schneidersitz. Sie trug eine Jogginghose und eine von Lars' Sweatshirt-Jacken. Ihre Augen waren verweint und ihr Mund zu einem Strich zusammengepresst. Seit Lars sich heute in aller Herrgottsfrühe von ihr verabschiedet hatte, schien Melanie um Jahre gealtert zu sein.

Bauchspeicheldrüsenkrebs. Ein langes und hölzernes Wort mit einer unmissverständlichen Botschaft: Tod.

»Der Arzt sagt, dass die Schmerzen ziemlich stark sein werden«, sagte Melanie tonlos. »Er sagt, man könne es mit einer Bestrahlung versuchen, doch die Chance auf Erfolg liegt bei einem Prozent. Das bedeutet, dass neunundneunzig Prozent nicht damit einverstanden sind, dass ich weiterlebe.«

»Das sind nichts weiter als dämliche Zahlen«, sagte Lars mit krächzender Stimme, »eine Statistik, mehr nicht.«

Melanie blickte ins Ofenfeuer und sagte leise: »Machen wir uns nichts vor. Es ist aussichtslos.«

»Nein«, stieß er hervor und packte sie am Unterarm. »Ist es nicht! Wir müssen nach jeder Chance greifen. Egal wie klein sie im Moment auch erscheint, du wirst es schaffen und den verdammten Krebs besiegen. Wir dürfen nichts unversucht lassen, du musst dich bestrahlen lassen.«

Sie schüttelte den Kopf. »Ein Prozent ist keine Aussicht. Diese Art von Krebs lässt sich nicht auf Spielchen ein. Wir sollten keine Zeit mit Sinnlosem verschwenden, sondern in den näch-sten Tagen damit beginnen, Vorbereitungen zu treffen.«

Für die Zeit danach, vervollständigte Lars den Satz in Ge-danken, wenn du nicht mehr da bist.

Er sah Melanie an. Seine Frau. Krebs. Wie war das möglich? Sie hatte nie geraucht, trank nur wenig Alkohol, ernährte sich vernünftig. Und sie war jung, auf jeden Fall zu jung zum Sterben.

Melanie warf ihm den Anflug eines Lächelns zu, das tapfer wirken und ihn aufmuntern sollte, doch die Leere in ihren Augen machte die angedachte Wirkung zunichte.

»Wieso so plötzlich?«, fragte er. »So aus heiterem Himmel. Wie ist das möglich?«

Sie antwortete nicht sofort. Dann sagte sie: »Es ist nicht aus heiterem Himmel. Ich hatte bereits seit einiger Zeit das Gefühl, dass etwas nicht stimmt.«

Er sah sie staunend an. »Seit wann?«

»Mitte Dezember.«

Lars blieb die Luft weg. Mitte Dezember lag bereits sechs oder sieben Wochen zurück.

»Melli, warum hast du nichts gesagt?«

Sie wich seinem Blick aus.

Seine Stimme wurde lauter: »Was ist, warum hast du mir davon nichts gesagt?«

»Weil es am Anfang nur so ein Gefühl war. Außerdem warst du nicht da, und später hatte es sich nicht ergeben.«

Er machte eine einhaltende Handbewegung. »Moment, das geht gerade alles zu schnell für mich ... . Wie meinst du das, ich sei nicht da gewesen und anschließend hätte es sich nicht ergeben?«

»Du warst damals über Nacht in Düsseldorf. Als ich morgens aufwachte, überkam mich dieses seltsame Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Ich weiß selbst nicht, wie ich darauf kam, ich hatte keine Schmerzen oder Beschwerden, nichts deutete darauf hin, aber ich ahnte, dass in meinem Körper etwas vor sich ging, das besser nicht geschehen sollte. Du hattest dich den ganzen Tag lang nicht gemeldet und ich wollte dich nicht anrufen, um dich nicht aus dem Konzept zu bringen. Ich wusste ja, wie wichtig die Präsentation war. Als du am Abend nach Hause kamst, lagen wir uns in den Haaren wegen der Sache mit der Tätowierung, und dann hatten wir zwei oder drei Tage lang kaum miteinander gesprochen, weil ich auf dich sauer war wegen der Geschichte, und du warst sauer auf mich, weil ich dir nicht geglaubt hatte. Meine Befürchtung, dass in meinem Körper etwas wütete, nahm dann wieder ab, denn es gab ja keine Anzeichen, und ich sagte mir, dass ich mir das Ganze bloß einbilde. Und dann kam ziemlich schnell der Auftrag aus Düsseldorf und du hattest nichts anderes mehr im Kopf als das Projekt und warst kaum noch ansprechbar gewesen. Es war fast schon ein Wunder, dass du Weihnachten und den Jahreswechsel nicht verschwitzt hattest.«

»Melli, es war ... .«

»Hey, ich mache dir keinen Vorwurf«, unterbrach sie. »Das eine kam zum anderen und um unser Miteinander stand es nicht zum Besten, und das lag ganz entscheidend auch an mir. Ich war stinksauer wegen der Tätowierung.«

»Du glaubst mir bis heute nicht.«

»Weil ich einfach nicht begreife, weshalb du mir unbedingt diese gesponnene Geschichte unterjubeln willst, anstatt mir ehrlich zu sagen, dass du dir diese Tätowierung bereits Wochen zuvor hast stechen lassen und sie mit Camouflage oder Theaterschminke oder was auch immer verborgen gehalten hattest.«

Lars musste sich auf die Zunge beißen, um Melanie nicht zum tausendsten Mal zu beteuern, dass es sich exakt so zugetragen hatte, wie er es ihr erzählt hatte. Doch jetzt war nicht der passende Zeitpunkt, um sich zu streiten – und sehr wahrscheinlich würde es nie wieder den passenden Zeitpunkt geben.

»Wie ging es mit dir weiter?«, fragte er dünn. »Was passierte dann?«

Es schien, als müsste sie kurz nachdenken, doch das tat sie nicht. Sie erinnerte sich nur zu genau.

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