Andreas Richter - Tattoo

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Das Leben meint es gut mit Lars Benthien. Er ist glücklich verheiratet und Vater einer kleinen Tochter. Eines Tages entdeckt Lars auf seinem Arm eine Tätowierung, die er sich nie stechen ließ. Er kann sich das nicht erklären. Erst als die Tätowierung sich zu verändern beginnt, begreift er, dass das Leben seiner Familie auf dem Spiel steht.
Um das Schlimmste zu verhindern, muss Lars sich den dunklen Schatten seiner Vergangenheit stellen. Ihm bleibt nicht viel Zeit … .

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Der Arzt, der Melanies Heimkehr nach Hause veranlasst hatte, hatte Lars im Krankenhaus zur Seite genommen. Mit einfühlsamer Stimme hatte er ihm gesagt, dass es in Melanies verbleibenden Stunden ausschließlich um sie und nicht im Geringsten um Lars ging, dass seine einzige Rolle die des zurücknehmenden Begleiters auf ihrer letzten Wegstrecke war. Wenn es dann soweit ist, gehen die meisten Menschen in Frieden und Gelöstheit, hatte der Arzt gesagt und Lars kraftspendend die Hand auf die Schulter gelegt, und nach einer kurzen Pause angefügt, dass der Augenblick des Todes zumeist ruhiger sei als zuvor befürchtet.

Die Stunden vergingen langsam und schnell zugleich. Mit jeder Minute kam Melanie dem Tod unweigerlich näher (wie jeder von uns, dachte Lars immer wieder, doch wenn einem der Tod nicht sichtbar auf der Schulter hockt, denkt man nicht ständig daran, dass die Lebensuhr immer rückwärts und niemals vorwärts läuft). Irgendwann – draußen war es längst dunkel und lediglich die auf Lars' Seite des Ehebettes eingeschaltete Nachttischlampe spendete Licht – öffnete Melanie die Augen. Nur einen Spalt, doch es reichte aus, um für einen Augenblick ein Füllhorn an Hoffnung durch Lars' Herz strömen zu lassen: Gesund, schoss es durch seinen Kopf, die Krankheit ist besiegt, jetzt wird alles gut!

Melanie versuchte zu sprechen. Lars glitt von dem Sessel herunter und brachte sein Ohr ganz dicht an ihren Mund heran. Sie sagte etwas, aber es war so leise und zerstückelt, dass Lars zu atmen aufhören musste, um die Wortfetzen zu verstehen.

Sie bat ihn, auf Juli achtzugeben und sie mit viel Liebe zu jener jungen Frau werden zu lassen, die sie in ihren gemeinsamen Träumen immer gesehen hatten.

Die Tränen schossen in Lars' Augen und er biss sich auf den Zeigefinger, um nicht loszuheulen. Mit aller Kraft beherrschte er sich und sagte so fest wie es ihm möglich war: »Juli wird glücklich sein und uns beide stolz machen. Sie wird ein wunderbarer Mensch sein, ein großartiger Freund und Partner, die beste Gefährtin und Komplizin, die man sich wünschen kann. Ich verspreche es dir, Melli, ich verspreche es ganz fest.«

Der Hauch eines Lächelns zog über Melanies eingefallenes Gesicht, dann dämmerte sie auch schon wieder weg.

Lars schämte sich: Er hatte ihr ein Versprechen gegeben, das er niemals würde einhalten können. Wie sollte er es ohne Melanie schaffen, Juli zu einem glücklichen Mädchen zu machen und zu einer selbstbewussten jungen Frau zu erziehen? Nein, es würde ihm nicht gelingen, er würde als Vater auf ganzer Linie versagen.

Lars legte sich auf seine Seite des Bettes. Er fror und zog die Tagesdecke über seine Beine. Er umfasste Melanies knochige Hand und gab sich der Traurigkeit, Leere und Erschöpfung hin. Während er leise in sich hinein weinte, glitt er schließlich in den Schlaf.

Irgendwann wurde Lars schlagartig wach. Seine Finger lagen noch immer auf Melanies Handrücken, und er spürte sofort, dass ihre Hand kühl war und wusste im gleichen Augenblick, dass Melanie alles hinter sich gelassen hatte. Es war vorbei.

Lars konnte nicht sofort die Augen öffnen, es ging einfach nicht. Er benötigte einen Moment lang, um zu begreifen, dass Melli tot war.

Er bemerkte beiläufig, dass er unwirklich gefasst war. In seinem Kopf spielte ein ruhiges Musikstück, das er nicht kannte, aber das sanfter war als alles andere, was er jemals gehört hatte. Engelsmusik, dachte er und sagte sich, dass Melli den passenden Zeitpunkt abgewartet hatte, um sich von dieser Welt zu lösen. Sie war gestorben, während er geschlafen hatte, war im Augenblick des Sterbens nicht alleine gewesen, doch niemand hatte ihr mit Tränen, falschen Worten oder verzweifelten Gesten das Gehen erschweren können. Melli hatte alles richtig gemacht.

Kurz darauf schlug Lars die Augen auf. Er registrierte nebenbei, dass es draußen bereits hell wurde. Er setzte sich aufrecht hin und blickte in Melanies Gesicht. Die Augen lagen tief in den Höhlen, der Mund stand ein wenig offen, eine leicht gräuliche Farbe hatte sich ausgebreitet. Das Gesicht war leer, von allen Lebensmerkmalen verlassen. Es war weniger ein friedlicher als ein erlöster Ausdruck.

Fast eine Minute lang sah Lars Melanie an und empfand ein Durcheinander aus Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und Dankbarkeit. Schließlich küsste er sie auf die Stirn, legte ihr die Hände auf den Bauch und zog ihr die Bettdecke über den Kopf. Dann stand er auf und verließ das Schlafzimmer. Das alles tat er mechanisch, wie von unsichtbarer Hand geführt.

Das Geräusch der hinter sich zugezogenen Zimmertür stieß Lars ins Jetzt zurück. Er stand auf dem Flur. Die Wände hatten nie zuvor enger zusammengestanden, die Raumdecke hatte nie so tief gehangen. Das Haus war so still wie nie und nie zuvor war es hier drin so kalt gewesen.

Ab nun würde für immer alles anders sein.

Nichts wäre mehr wie vorher.

Die Welt war nicht mehr dieselbe.

Lars' Beine wurden weich und er ging zu Boden. In blinder Wut schrie er auf, und dann begann er, in grenzenloser Verzweiflung mit den Fäusten auf den Fußboden zu schlagen. Wieder und wieder, solange, bis die Knöchel seiner Hände blutig waren und der Schmerz bis in die Ellenbogen wie Feuer brannte.

Wieso Melli?

Weshalb nicht er?

Schluchzend kippte Lars zur Seite. Niemals zuvor hatte er sich verlassener und hilfloser gefühlt. Und niemals verratener.

Gott war ein Betrüger.

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