Susanne Schnatmeyer - Am Rockzipfel

Здесь есть возможность читать онлайн «Susanne Schnatmeyer - Am Rockzipfel» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Am Rockzipfel: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Am Rockzipfel»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

400 Redensarten, in denen sich alles um Hemden und Hosen, Mützen und Mäntel, Taschen und Tücher dreht.
Nach dem Erfolg ihres ersten Buches «Verflixt und Zugenäht» spürt die Autorin Susanne Schnatmeyer weiteren textilen Redewendungen nach. Von über der Hutschnur bis unter den Pantoffel, von der großen Robe bis zum letzten Hemd, Sprachbilder aus dem Bereich der Kleidung und Stoffe sind allgegenwärtig und geben doch oft Rätsel auf. Wieso ist Jacke wie Hose? Wer nagt am Hungertuch und was haben Manschetten mit Muffensausen zu tun? Dieses Buch geht den Redensarten auf den Grund und schüttelt eine kleine Kulturgeschichte unserer Kleidungsstücke und textilen Gebrauchsgegenstände aus dem Ärmel.

Am Rockzipfel — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Am Rockzipfel», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Weiße Weste

Weiß ist traditionell die Farbe der Unbescholtenheit. Die Vorstellung von weißer Brustbekleidung als Kennzeichen eines reinen Gewissens gab es schon 1700. Das weiße Männerhemd unter der Oberbekleidung war ein wichtiges Statussymbol, es gehörte in allen Schichten zum Prestige dazu, die sichtbar getragene Wäsche so rein wie möglich zu präsentieren. Bis heute steht die reine, saubere, unbefleckte Weste für Unschuld.

Etwas unter die Weste jubeln

Geschickte Betrüger können anderen Menschen unbemerkt etwas zustecken, wenn sie das Opfer mit Jubel und Trubel ablenken – sie sind Profis im Unterjubeln. »Haben sie nicht aufgepasst, was ihnen unter die Weste gejubelt wurde?« heißt es dann. Der Ausdruck ist erst seit etwa 50 Jahren gebräuchlich und ähnelt dem ›in die Schuhe schieben‹.

Westentasche und Hosentasche

Sind in Kleidungsstücke Taschen eingenäht, lassen sich darin gut Kleinigkeiten wie Uhren, Münzen und Zigaretten mitnehmen. Man findet sich blind zurecht, weil man oft hineingreift und den Inhalt fühlend erspürt. Irgendwann kennt man dann auch die Straßen in seinem Viertel wie seine Westen- oder Hosentasche. Weil wohlhabende Leute früher in den Taschen auch immer reichlich Bargeld greifbar hatten, konnten sie ohne Schwierigkeiten etwas aus der Westentasche bezahlen. Die Dinge, die man in den Taschen der Kleidung mitnimmt, sollten maximal Westentaschenformathaben.

Rock des Vaterlands

Bis vor hundert Jahren war ›Rock‹ auch der Name eines männlichen Kleidungsstücks in Form einer langen Überjacke. Wer d en grauen Rock anzog, ging in Soldatenuniform zum Militär. Noch in den 1960er Jahren mussten Wehrpflichtige für die Bundeswehr den Rock des Vaterlands anziehen, wie es damals hieß.

Am Rockzipfel hängen

Hier denkt man sofort an ein Kind, das den Rock seiner Mutter nicht loslassen möchte. Auf Französisch heißt es sogar ganz genau: Ne pas quitter les jupes de sa mère – die Röcke seiner Mutter nicht verlassen. Mit Rockzipfel konnte früher aber auch der Rockschoß gemeint sein, der untere, meist geschlitzte Teil im Rücken einer Männerjacke. Am Rockzipfel oder an den Rockschößen hängenstand dann für ein Abhängigkeitsverhältnis von einem Mann. Nachdem inzwischen auch Frauen Hosenanzüge tragen, sind neue und eigentlich verdrehte Wendungen wie ›an den Rockschößen der Kanzlerin hängen‹ ungewollt stimmig.

Mantel der Nächstenliebe

Bis in das 18. Jahrhundert waren Mäntel ärmellose Umhänge. So ein Umhang konnte etwas schützend bedecken, aber auch heuchlerisch vertuschen. Das Motiv des schützend umhüllenden Mantels ist sehr alt. Nach dem Rechtsbrauch des Mantelschutzes konnten Verfolgte bei hochgestellten Persönlichkeiten um Asyl bitten. Das Umlegen eines Mantels galt als Zeichen der Begnadigung. Kinder konnten als sogenannte ›Mantelkinder‹ ehelich werden, wenn sie unter dem Umhang der Eltern mit vor den Traualtar traten. Wer aus Mitgefühl ohne viel Aufhebens über Fehltritte anderer hinweggeht, der deckt den Mantel der Barmherzigkeitdarüber. Heute wird die Redewendung etwas mit dem Mantel der christlichen Nächstenliebe zudeckenoft auch ironisch gebraucht.

Mit dem Deckmantel bemänteln

Vom Mantel der Nächstenliebe, den man über eine Verfehlung deckt, ist es nicht weit zum täuschenden Deckmantel. Ende des 13. Jahrhunderts wird das Wort ›Deckmantel‹ erstmals bildlich im Sinne einer Heuchelei gebraucht. Was mit dem Deckmantel zugehängt wird, wird bemäntelt, wird verborgen, beschönigt und verharmlost. Unter dem Deckmantel der Verschwiegenheitgeschehen wahrscheinlich unerlaubte Dinge, und wer sich ein Mäntelchen umhängtversucht, einen bestimmten Eindruck zu erwecken.

Mantel nach dem Wind hängen

Die Redensart, die einen charakterlosen Menschen beschreibt, beruht auf einem Sprichwort. Schon 1200 heißt es: »Man soll den Mantel kehren als das Wetter geht.« Wer damals im Sturm stand, musste seinen Umhang am besten so drehen und verschließen, dass der Wind die Öffnung nicht auffliegen ließ. Das Sprichwort hatte noch keinen negativen Beigeschmack, es war einfach klug, sich in die Gegebenheiten zu fügen. Später bekommt die Wendung einen abfälligen Beigeschmack. Ähnlich wie beim Fähnchen im Wind dreht auch derjenige den Mantel nach dem Wind, der seine Einstellungen den jeweiligen Machtverhältnissen anpasst.

Mops im Paletot

»Lebe lustig, lebe froh, wie der Mops im Paletot« war ein beliebter Albumvers im 19. Jahrhundert. Der Mops hat es sich hier in einem Mantel gemütlich gemacht, denn der Paletot war ein meist zweireihiger Herrenmantel aus Wolle, auch Überzieher genannt. Bekannter ist noch die Variante: »Lebe lustig, lebe froh, wie der Mops im Haferstroh.«

»Man soll dem anderen die Wahrheit wie einen Mantel hinhalten, in den er hineinschlüpfen kann.«

Max Frisch

Es lohnt sich keinen Hut zu tragen endet der Mensch bereits am Kragen - фото 3

»Es lohnt sich, keinen Hut zu tragen,

endet der Mensch bereits am Kragen.«

Heinz Erhardt

Hemd, Kragen und Ärmel

Bis aufs Hemd

In früheren Zeiten war ein Hemd lang und weit geschnitten und wurde direkt auf der Haut getragen. Aus waschbarem Leinen gefertigt, bildete es eine Schmutzbarriere zur meist nur durch Abbürsten zu reinigenden Oberbekleidung. War der Wohlstand begrenzt, so musste das Hemd zugleich als Ober-, Unter- und Nachthemd dienen. Die sehr viel wertvollere Oberbekleidung aus Wolle oder Seide war ein begehrtes Raubgut, deshalb plünderten Räuber ihre Opfer bis aufs Hemdaus, das Opfer stand fast nackt im bloßen Hemdda. Dem Gläubiger eines Spielers war es erlaubt, dem Schuldner die gesamte Kleidung bis aufs Hemd abzunehmen, um die Spielschulden einzutreiben. Entsprechend ist jemand besonders aufopfernd, wenn er sein letztes Hemdfür eine Sache oder einen Menschen hergibt. Kurz vor seinem Tod sollte man ohnehin alles weggeben, denn: Das letzte Hemd hat keine Taschen.

Sich ins Hemd machen

Lange Hemden können weit über die Schenkel reichen. Wer vor Angst seine Blase oder Darm nicht halten kann, macht sich dann ins Hemd. Soll sich jemand wegen einer Kleinigkeit nicht aufregen heißt es: »Mach dir nicht ins Hemd« oder »Mach dir keinen Fleck ins Hemd!«

Die Meinung wechseln wie das Hemd

Wer es sich leisten kann, wechselt sein Hemd manchmal mehrmals täglich, das war auch schon früher so. Weil Hemdenwechsel so einfach und üblich ist, steht es auch für Menschen, die ihre Meinung je nach Situation ablegen und eine neue annehmen. Gesinnungswandel werden generell gern mit Textilbildern umschrieben, wie beim ›Mantel im Wind‹ und dem ›Fähnchen im Wind‹.

Das Hemd ist näher als der Rock

Ein Rock ist für uns heute ein weibliches Kleidungsstück, das von der Taille herabhängt. Ursprünglich war die Bedeutung aber weiter gefasst. Der Rock konnte wie das Kleid generell die Oberbekleidung von Männern und Frauen bezeichnen. Später war mit Rock auch eine lange Herrenjacke gemeint, heute noch erkennbar im Gehrock, dem Mantel zum Ausgehen. Da der Rock – im Sinne von Überrock – weiter weg von der Haut ist als das Hemd, kommt er dem Träger nicht so nahe. Wer sich zuerst um das Hemd kümmert, dessen persönliche Interessen gehen vor. Später gab es noch die Variante ›das Hemd ist mir näher als die Hose‹.

Ärmel

Im Gegensatz zum steifen Anzugträger gibt sich hemdsärmelig, wer locker und ungezwungen auftritt. Noch heute gehört es bei formellen Terminen dazu, dass Männer ihre Jacketts nicht ablegen. Erst wenn der formlose Teil des Abends beginnt, dürfen sie ihre Jacken über die Stuhllehnen hängen und hemdsärmelig, also mit sichtbaren Ärmeln, dasitzen. Einen deutlichen Schritt weiter geht einer, der die Ärmel aufkrempeltoder hochkrempelt. Tüchtig anpacken kann ja nur, wer die Arme für körperliche Arbeit frei macht.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Am Rockzipfel»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Am Rockzipfel» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Am Rockzipfel»

Обсуждение, отзывы о книге «Am Rockzipfel» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x