Émile Zola - Ein feines Haus

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Der zweiundzwanzigjährige Octave Mouret, der dem Leser bereits aus den Romanen Das Glück der Familie Rougon und Die Eroberung von Plassans bekannt ist, zieht in das besagte Mietshaus ein. Er hat eine Anstellung in einem kleinen nahe gelegenen Modegeschäft, das den Namen «Paradies der Damen» führt. Octave ist attraktiv und charmant. Er hat Erfolg bei den Damen und hat somit mehrere Affären mit den Bewohnerinnen des Hauses, u. a. mit Madame Pichon. Sein Annäherungsversuch an seine Chefin Madame Hédouin scheitert und hat seine Entlassung zur Folge.

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Verdutzt entschloß er sich, den Kopf zu heben.

»Ich, meine Liebe?«

»Ach, du willst es wohl wieder abstreiten wie immer ... Warum hat sie dann die Cremespeise nicht gemacht, die ich ihr aufgetragen habe? Du weißt genau, daß wir morgen vor unserer Abendgesellschaft Onkel Bachelard zum Essen da haben, dessen Namenstag sehr ungünstig fällt, gerade auf einen Empfangstag. Wenn es keine Cremespeise gibt, dann muß Eis dasein, und damit sind wieder mal fünf Francs rausgeschmissen!«

Er versuchte sich nicht zu rechtfertigen. Da er seine Arbeit nicht wieder aufzunehmen wagte, fing er an, mit seinem Federhalter zu spielen. Es herrschte Schweigen.

»Morgen früh«, fuhr Frau Josserand fort, »wirst du mir den Gefallen tun, bei den Campardons vorzusprechen und sie sehr höflich – wenn du das kannst – daran zu erinnern, daß wir am Abend auf sie rechnen ... Heute nachmittag ist ihr junger Mann angekommen. Bitte sie, sie möchten ihn mitbringen. Ich will, daß er kommt, hörst du!«

»Welcher junge Mann?«

»Eben ein junger Mann; es würde zu lange dauern, dir das zu erklären ... Ich habe meine Erkundigungen eingezogen. Ich muß wirklich alles versuchen, da du mir deine Töchter ja wie einen Packen Dummheiten auf dem Halse läßt, ohne dich mehr um ihre Verheiratung zu kümmern als um die des Großtürken.« Dieser Gedanke entfachte ihren Zorn aufs neue. »Du siehst, ich beherrsche mich, aber mir stehtʼs bis obenhin, jawohl, bis obenhin! Sage nichts, mein Lieber, sage, nichts, sonst explodiere ich wahrhaftig ...«

Er sagte nichts, und sie explodierte trotzdem.

»Das ist ja nachgerade unerträglich! Laß dir das gesagt sein, ich haue eines schönen Morgens ab und lasse dich mit deinen beiden Töchtern, diesen Gänsen, sitzen ... Bin ich etwa für dieses Bettlerleben geboren? Immer jeden Heller dreimal umdrehen, sich sogar ein Paar Stiefeletten versagen, nicht einmal seine Freunde auf anständige Art und Weise empfangen können! Und das alles durch deine Schuld! – Ach, wackle nicht mit dem Kopf, bring mich nicht noch mehr hoch! Jawohl, durch deine Schuld! Du hast mich getäuscht, mein Lieber, schändlich getäuscht. Man heiratet keine Frau, wenn man entschlossen ist, es ihr an allem fehlen zu lassen. Den Prahlhans hast du gespielt, hast mit einer schönen Zukunft angegeben; du warst der Freund der Söhne deines Chefs, dieser Brüder Bernheim, die dich seitdem so schön zum besten gehalten haben ... Wie? Du wagst zu behaupten, sie hätten dich nicht zum besten gehalten? Du müßtest jetzt doch längst ihr Teilhaber sein! Du warst es doch, der ihre Kristallwarenfabrik zu dem gemacht hat, was sie ist, nämlich zu einer der ersten Pariser Firmen, und du bist ihr Kassierer geblieben, ein subalterner Angestellter, ein Lohnempfänger ... Jawohl, dir fehlt es an Mut, halt den Mund!«

»Ich habe achttausend Francs im Jahr«, murmelte der Angestellte. »Das ist ein schöner Posten.«

»Ein schöner Posten nach mehr als dreißig Dienstjahren!« entgegnete Frau Josserand. »Du reibst dich auf dabei, und du bist noch entzückt ... Weißt du, was ich getan hätte? Na, zwanzigmal hätte ich die Firma schon in die Tasche gesteckt. Das war ja so leicht, das habe ich gemerkt, als ich dich geheiratet habe; seitdem habe ich nicht aufgehört, dich dazu anzutreiben. Aber dazu hätte man eben Unternehmungsgeist und Verstand gebraucht, es kam darauf an, nicht wie ein Blödhammel auf seinem Sitzleder einzuschlafen.«

»Na, hör mal«, fiel Herr Josserand ein, »willst du mir jetzt etwa einen Vorwurf daraus machen, daß ich ehrlich gewesen bin?«

Sie stand auf und ging, mit ihrem Lamartine herumfuchtelnd, auf ihn zu.

»Ehrlich? Was meinst du damit? Sei doch erst mal ehrlich gegen mich. Dann kommen doch hoffentlich erst die anderen! Und ich sage es dir noch einmal, mein Lieber, es ist keine Ehrlichkeit, wenn man ein junges Mädchen hineinlegt, indem man sich den Anschein gibt, als sei man gewillt, einst reich zu werden, und dann tierisch dabei verblödet, indem man die Kasse anderer verwaltet. Wirklich, ich bin auf eine schöne Art und Weise angeschmiert worden! Ach, wenn ich doch noch mal vor diese Entscheidung gestellt würde und wenn ich bloß deine Familie gekannt hätte!« Sie ging ungestüm auf und ab.

Trotz seiner großen Sehnsucht nach Frieden konnte er eine aufkommende Ungeduld nicht unterdrücken.

»Du solltest schlafen gehen, Eléonore«, sagte er. »Es ist ein Uhr durch, und ich versichere dir, die Arbeit hier ist eilig ... Meine Familie hat dir nichts getan, rede nicht über sie.«

»Sieh mal an, warum denn? Deine Familie ist auch nicht heiliger als eine andere, denke ich ... Jedermann in Clermont weiß genau, daß dein Vater sich nach Verkauf seiner Anwaltspraxis von einem Dienstmädchen hat ruinieren lassen. Du hättest deine Töchter schon längst verheiratet, wenn er mit über siebzig Jahren nicht der Nutte nachgelaufen wäre. Auch so einer, der mich angeschmiert hat!«

Herr Josserand war bleich geworden. Er erwiderte mit bebender Stimme, die nach und nach anschwoll: »Hör mal, wir wollen uns doch nicht schon wieder gegenseitig unsere Familien unter die Nase reiben ... Dein Vater hat mir deine Mitgift, die dreißigtausend Francs, die er versprochen hatte, niemals ausgezahlt.«

»He? Was? Dreißigtausend Francs?«

»Allerdings, tu nicht so erstaunt ... Und wenn meinem Vater auch allerlei Unglück zugestoßen ist, so hat deiner sich uns gegenüber nichtswürdig verhalten. Bei seinem Nachlaß habe ich nie so ganz klargesehen, es sind allerlei Schiebungen dabei vorgekommen, damit das Pensionat in der Rue des Fossés-Saint-Victor dem Mann deiner Schwester zufiel, diesem schäbigen Pauker, der uns heute nicht mehr grüßt ... Wir sind bestohlen worden, als seien die Räuber über uns hergefallen.«

Angesichts der unbegreiflichen Auflehnung ihres Mannes schnappte Frau Josserand, die ganz weiß geworden war, nach Luft.

»Mache Papa nicht schlecht! Er war vierzig Jahre lang die Zierde des Unterrichtswesens. Geh doch mal in die Gegend vom Panthéon12 und frage nach dem Institut Bachelard! Und was meine Schwester und meinen Schwager betrifft, so sind sie eben, wie sie sind, sie haben mich bestohlen, das weiß ich; aber dir kommt es nicht zu, das zu sagen, das lasse ich mir nicht bieten, hörst du! Rede ich etwa über deine Schwester aus Les Andelys, die mit einem Offizier durchgebrannt ist! Oh, das geht ja sauber zu bei euch!«

»Mit einem Offizier, der sie geheiratet hat, meine Liebe ... Da ist ja auch noch Onkel Bachelard, dein Bruder, ein sittenloser Mensch ...«

»Aber du verlierst ja den Verstand, mein Lieber! Er ist reich, er verdient bei seinem Kommissionsgeschäft so viel, wie er will, und er hat versprochen, Berthe eine Mitgift zu geben ... Hast du denn vor gar nichts Achtung?«

»Ach ja, Berthe eine Mitgift geben! Wollen wir wetten, daß er nicht einen Sou rausrückt und daß wir seine widerwärtigen Gewohnheiten umsonst ausgestanden haben? Ich schäme mich für ihn, wenn er herkommt. Ein Lügner, ein Saufbruder, ein Ausbeuter, der die Situation ausnutzt, der mich seit fünfzehn Jahren, da er uns vor seinem Vermögen auf den Knien liegen sieht, jeden Sonnabend auf zwei Stunden in sein Büro mitnimmt, damit ich seine Bücher durchsehe! Dadurch spart er hundert Sous ... Wir müssen erst noch sehen, wie weit es mit seinen Geschenken her ist.«

Frau Josserand, der es den Atem verschlug, sammelte sich einen Augenblick. Dann stieß sie folgenden letzten Schrei aus: »Du hast doch einen Neffen bei der Polizei, mein Lieber!«

Es trat abermals Schweigen ein. Die kleine Lampe wurde blasser, unter Herrn Josserands fiebrigen Gebärden flogen Streifbänder umher; und er blickte seiner Frau ins Gesicht, seiner Frau in dem tief ausgeschnittenen Kleid, war entschlossen, alles zu sagen, und zitterte vor seinem eigenen Mut.

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