Émile Zola - Ein feines Haus

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Der zweiundzwanzigjährige Octave Mouret, der dem Leser bereits aus den Romanen Das Glück der Familie Rougon und Die Eroberung von Plassans bekannt ist, zieht in das besagte Mietshaus ein. Er hat eine Anstellung in einem kleinen nahe gelegenen Modegeschäft, das den Namen «Paradies der Damen» führt. Octave ist attraktiv und charmant. Er hat Erfolg bei den Damen und hat somit mehrere Affären mit den Bewohnerinnen des Hauses, u. a. mit Madame Pichon. Sein Annäherungsversuch an seine Chefin Madame Hédouin scheitert und hat seine Entlassung zur Folge.

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Ein gewaltsam zurückgehaltenes irres Gelächter glitt über Angèles Gesicht.

Frau Campardon hatte sich damit begnügt, den Kopf zu schütteln; und als Lisa hinausgegangen war, um den Nachtisch zu holen, sang sie eine Lobeshymne auf Lisa: sie sei sehr klug, sehr rührig, ein Pariser Mädchen, das sich stets zu drehen und zu wenden wisse. Victoire, die Köchin, die wegen ihres hohen Alters nicht mehr sehr reinlich sei, hätte man entbehren können; aber sie sei schon dabeigewesen, als Herr Campardon im Hause seines Vaters zur Welt kam, sie sei wie ein alter baufälliger Familienbesitz, den alle achteten. Dann, als die Zofe mit Bratäpfeln wieder hereinkam, fuhr Frau Campardon fort, indem sie Octave ins Ohr flüsterte: »Tadelloses Betragen. Ich habe noch nichts entdeckt ... Ein einziger Ausgangstag im Monat, damit sie ihre alte Tante besuchen kann, die sehr weit entfernt wohnt.«

Octave betrachtete Lisa. Als er sie so sah, nervös, mit flacher Brust, blau unterlaufenen Augenlidern, kam ihm der Gedanke, daß sie bei ihrer alten Tante verdammt flottmachen müsse. Im übrigen pflichtete er der Mutter nachdrücklich bei, die fortfuhr, ihm ihre Ansichten über Erziehung zu unterbreiten: ein junges Mädchen stelle eine so schwere Verantwortung dar, selbst den Hauch der Straße müsse man von ihr fernhalten.

Und währenddessen kniff Angèle Lisa jedesmal, wenn diese sich neben ihrem Stuhl herabbeugte, um einen Teller zu wechseln, in einem rasenden Verlangen nach Vertraulichkeiten in die Schenkel, ohne daß eine von beiden, die ganz ernst blieben, auch nur mit den Lidern gezuckt hätte.

»Man muß tugendhaft gegen sich selbst sein«, sagte der Architekt gelehrt, als Schlußfolgerung auf Gedanken, die er nicht äußerte. »Mir ist die Meinung der Leute schnuppe, ich bin Künstler!«

Nach Tisch blieb man bis Mitternacht im Salon. Zur Feier von Octaves Ankunft schlug man also über die Stränge. Frau Campardon machte einen sehr müden Eindruck; auf einem Kanapee zurückgelehnt, ließ sie sich nach und nach gehen.

»Hast du Schmerzen, mein Kätzchen?« fragte sie ihr Mann.

»Nein«, erwiderte sie mit gedämpfter Stimme. »Es ist immer dasselbe.« Sie schaute ihn an, dann sagte sie leise: »Hast du sie bei Hédouins gesehen?«

»Ja ... Sie hat sich nach deinem Befinden erkundigt.«

Tränen stiegen Rose in die Augen.

»Ihr geht es ja auch gut!«

»Na, na«, sagte der Architekt und drückte ihr leise Küsse aufs Haar, wobei er vergaß, daß sie nicht allein waren. »Du wirst dir noch schaden ... Weißt du denn nicht, daß ich dich trotz alledem liebe, mein armes Puttchen?«

Octave, der taktvoll zum Fenster gegangen war, als wolle er auf die Straße sehen, kam zurück und durchforschte Frau Campardons Gesicht, denn seine Neugier war wieder erwacht, und er fragte sich, ob sie Bescheid wisse.

Aber sie hatte wieder ihr liebenswürdiges und wehleidiges Gesicht aufgesetzt, sie kuschelte sich tief in das Kanapee hinein, wie eine Frau, die sich ihr eigenes Vergnügen verschafft und sich notgedrungen mit dem ihr zukommenden Anteil an Liebkosungen abfindet.

Schließlich wünschte Octave ihnen eine gute Nacht. Mit seinem Leuchter in der Hand stand er noch auf dem Treppenabsatz, als er das Rascheln von Seidenkleidern hörte, die die Stufen streiften. Aus Höflichkeit trat er beiseite. Offensichtlich waren es die Damen aus dem vierten Stock, Frau Josserand und ihre beiden Töchter, die von einer Abendgesellschaft zurückkehrten. Als sie vorübergingen, faßte ihn die Mutter, eine beleibte und stolze Frau, scharf ins Auge, während sich die ältere Tochter mit frostiger Miene abwandte und die jüngere ihn im hellen Licht der Kerze unbesonnen anlachte. Sie war reizend, diese Kleine mit ihrem unregelmäßigen, aber ansprechenden Gesicht, dem hellen Teint, dem kastanienbraunen, von blonden Reflexen vergoldeten Haar; und sie hatte eine kecke Anmut an sich, den ungezwungenen Gang einer Jungverheirateten Frau, die in einer mit Schleifen und Spitzen überladenen Toilette, wie heiratsfähige Mädchen sie sonst nicht zu tragen pflegen, von einem Ball heimkehrt. Die Schleppen verschwanden längs des Geländers, eine Tür ging zu. Octave ergötzte sich noch immer an der Fröhlichkeit ihrer Augen.

Langsam ging nun auch er nach oben. Eine einzige Gaslampe brannte, die Treppe schlief in drückender Wärme ein. Sie kam ihm jetzt andächtiger vor mit ihren keuschen Türen, ihren kostbaren Mahagonitüren, die vor ehrbaren Alkoven verschlossen waren. Kein Seufzer drang hindurch, es herrschte das Schweigen wohlerzogener Menschen, die ihren Atem anhalten. Allerdings war ein leises Geräusch zu hören; er beugte sich vor und gewahrte Herrn Gourd in Pantoffeln und Käppchen, der die letzte Gaslampe auslöschte. Da stürzte alles gleichsam in einen Abgrund, das Haus sank in die Feierlichkeit der Finsternis zurück, als löse es sich völlig auf in der Vornehmheit und der Sittsamkeit seines Schlummers.

Octave jedoch fiel es sehr schwer einzuschlafen. Er warf sich fieberhaft hin und her, sein Gehirn war mit den neuen Gesichtern beschäftigt, die er gesehen hatte. Warum zum Teufel zeigten sich die Campardons so liebenswürdig? Träumten sie etwa davon, ihm später ihre Tochter zur Frau zu geben? Vielleicht nahm ihn der Ehemann auch nur deshalb in Kost, damit er seine Frau beschäftigte und aufheiterte? Und diese arme Dame, was für eine wunderliche Krankheit mochte sie wohl haben? Dann verwirrten sich seine Gedanken noch mehr, er sah Schatten vorüberhuschen: die kleine Frau Pichon, seine Nachbarin, mit ihren hellen und ausdruckslosen Blicken; die schöne Frau Hédouin, untadelig und ernst in ihrem schwarzen Kleid; und Frau Valéries glühende Augen; und Fräulein Josserands fröhliches Lachen. Wie das alles in wenigen Stunden auf dem Pariser Pflaster emporschoß! Schon immer hatte er davon geträumt, von Damen, die ihn an die Hand nehmen und ihm bei seinen Unternehmungen helfen würden. Aber jene Frauen kamen immer wieder, verschwammen mit ermüdender Hartnäckigkeit ineinander. Er wußte nicht, welche er wählen sollte, er bemühte sich, seine zärtliche Stimme, seine schmeichlerischen Gebärden beizubehalten. Und jäh gab er niedergedrückt und erbittert seiner tief eingewurzelten Brutalität nach, der wilden Verachtung, die er unter seiner Miene verliebter Anbetung für die Frauen empfand.

»Werden sie mich nun endlich schlafen lassen!« sagte er laut und legte sich ungestüm wieder auf den Rücken. »Die erste, die will ... Welche, ist mir egal! Und von mir aus auch alle auf einmal, wenn ihnen das Spaß macht! Schlafen wir, morgen ist auch noch ein Tag.«

Zweites Kapitel

Als Frau Josserand mit ihren Töchtern, die vor ihr her gingen, die Abendgesellschaft bei Frau Dambreville verließ, die im vierten Stock eines Hauses in der Rue de Rivoli an der Ecke der Rue de lʼOratoire wohnte, warf sie in dem jähen Ausbruch eines seit zwei Stunden mühsam unterdrückten Zorns heftig die Haustür zu. Wieder einmal hatte Berthe, ihre jüngere Tochter, vorhin eine Partie verpaßt.

»Na, was macht ihr denn da?« sagte sie aufbrausend zu den jungen Mädchen, die unter den Arkaden stehengeblieben waren und vorüberfahrenden Droschken nachblickten. »So geht doch! – Glaubt ja nicht, daß wir einen Wagen nehmen! Damit noch zwei Francs ausgegeben werden, nicht wahr?«

Und als Hortense, die ältere, murmelte: »Das kann ja nett werden bei diesem Schmutz. Das überstehen meine Schuhe nicht«, entgegnete die Mutter, nun völlig wütend: »Vorwärts! Wenn ihr keine Schuhe mehr habt, dann bleibt ihr eben im Bett, ganz einfach. Es kommt ja sowieso nichts dabei heraus, wenn man euch ausführt!«

Berthe und Hortense, die den Kopf hängenließen, bogen in die Rue de lʼOratoire ein. Sie rafften ihre langen Röcke so hoch wie möglich über ihre Krinolinen, zogen die Schultern ein und bibberten unter ihren dünnen Ballumhängen. Frau Josserand ging hinterher, eingehüllt in einen alten Pelz, Fehwammen, schäbig wie Katzenfelle. Alle drei waren ohne Hut und hatten einen Spitzenschal um das Haar geschlungen, weshalb sich die letzten Passanten nach ihnen umdrehten, weil sie überrascht waren, sie in diesem Aufzug eine hinter der anderen mit krummem Buckel und auf die Pfützen gehefteten Augen an den Häusern entlangflitzen zu sehen. Und die Erbitterung der Mutter nahm noch zu, als sie an so viele ähnliche Heimwege in den letzten drei Wintern dachte, an das mühselige Gehen in den sich verheddernden Toiletten, an den schwarzen Straßendreck und an das höhnische Grinsen der Gassenlümmel, die sich noch spät in der Nacht herumtrieben. Nein, sie hatte es entschieden satt, ihre Töchter an alle vier Ecken von Paris mitzuschleppen, ohne sich den Luxus einer Droschke gönnen zu dürfen, aus Furcht, am nächsten Tag ein Gericht beim Abendessen streichen zu müssen!

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