Émile Zola - Ein feines Haus

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Der zweiundzwanzigjährige Octave Mouret, der dem Leser bereits aus den Romanen Das Glück der Familie Rougon und Die Eroberung von Plassans bekannt ist, zieht in das besagte Mietshaus ein. Er hat eine Anstellung in einem kleinen nahe gelegenen Modegeschäft, das den Namen «Paradies der Damen» führt. Octave ist attraktiv und charmant. Er hat Erfolg bei den Damen und hat somit mehrere Affären mit den Bewohnerinnen des Hauses, u. a. mit Madame Pichon. Sein Annäherungsversuch an seine Chefin Madame Hédouin scheitert und hat seine Entlassung zur Folge.

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Es entstand Unschlüssigkeit. Man erwachte. War es zu Ende? Dann brachen die Komplimente los. Wunderbar! Ein außergewöhnliches Talent!

»Das gnädige Fräulein ist wirklich eine erstklassige Künstlerin«, sagte Octave, der in seinen Betrachtungen gestört wurde. »Niemals hat mir jemand ein solches Vergnügen bereitet.«

»Nicht wahr, mein Herr?« rief Frau Josserand entzückt aus. »Sie macht ihre Sache ganz gut, das muß man doch zugeben ... Mein Gott, wir haben ihr ja auch nichts versagt, der Kleinen: sie ist unser Schatz! Alle Talente, die sie sich gewünscht hat, hat sie ... Ach, Herr Mouret, wenn Sie sie erst kennen würden ...«

Von neuem erfüllte verworrener Stimmenlärm den Salon. Seelenruhig nahm Berthe die Lobreden entgegen; und sie entfernte sich nicht vom Klavier, wartete, bis ihre Mutter sie von ihrer Fron entband. Schon erzählte diese Octave, auf welche erstaunliche und schmissige Art und Weise ihre Tochter »Die Schnitter«, einen brillanten Galopp, vorzutragen pflege, da versetzten dumpfe und ferne Schläge die Gäste in Aufregung. Seit einem Weilchen waren die Stöße immer heftiger geworden, als sei jemand mit aller Anstrengung dabei, eine Tür einzuschlagen. Alle verstummten und blickten einander fragend an.

»Was ist denn das?« wagte Valérie zu fragen. »Das hat vorhin schon gegen Schluß des Musikstückes so geklopft.«

Frau Josserand war ganz bleich geworden. Sie hatte erkannt, daß Saturnin da mit der Schulter gegen die Tür stieß. Oh, dieser elende Übergeschnappte! Und sie sah ihn mitten in die Gesellschaft hineinplatzen. Wenn er weiterbumste, war wieder mal eine Partie vermasselt!

»Das ist die Küchentür, die klappt«, sagte sie mit gezwungenem Lächeln. »Adèle kann sie niemals richtig zumachen ... Schau doch mal nach, Berthe.«

Auch das junge Mädchen hatte begriffen. Sie erhob sich und verschwand. Sogleich hörten die Stöße auf, aber Berthe kam nicht sofort wieder zurück. Onkel Bachelard, der die »Ufer der Oise« in skandalöser Weise durch laute Bemerkungen gestört hatte, brachte seine Schwester vollends aus der Fassung, indem er Gueulin zurief, man öde ihn an und er gehe einen Grog trinken. Beide kehrten ins Eßzimmer zurück, dessen Tür sie geräuschvoll hinter sich schlossen.

»Der gute Narcisse, immer originell!« sagte Frau Josserand zu Frau Juzeur und zu Valérie, zwischen die sie sich setzte. »Seine Geschäfte nehmen ihn so sehr in Anspruch! Wissen Sie, er hat dieses Jahr an die hunderttausend Francs verdient!«

Octave, der endlich frei war, hatte sich eilends wieder zu dem auf dem Kanapee eingeschlummerten Trublot gesellt. In der Nähe der beiden stand inmitten einer Gruppe Doktor Juillerat, ein alter Arzt aus dem Stadtviertel, ein mittelmäßiger Mensch, der mit der Zeit aber ein guter praktischer Arzt geworden war und der allen diesen Damen bei der Entbindung beigestanden und alle diese Fräulein behandelt hatte. Er befaßte sich speziell mit Frauenkrankheiten, weshalb er abends in einer Salonecke von den Ehemännern umworben zu werden pflegte, die auf eine kostenlose Konsultation aus waren.

Eben sagte Théophile zu ihm, Valérie habe am Vortage schon wieder einen Anfall gehabt; sie bekomme dann immer keine Luft, sie klage über einen Knoten, der ihr in die Kehle steige; und auch ihm gehe es nicht gut, aber das sei ja nicht dasselbe. Da sprach er nur noch von seiner eigenen Person, erzählte von seinen Verdrießlichkeiten: er habe Jura zu studieren begonnen, habe es in der Industrie bei einem Gießer versucht, habe es in den Büros des Leihhauses mit der Verwaltung probiert; dann habe er sich mit Photographieren beschäftigt und glaubte eine Erfindung gemacht zu haben, wie nämlich Wagen von ganz allein fortbewegt werden könnten; mittlerweile vertreibe er aus Gefälligkeit Flötenklaviere, eine andere Erfindung eines seiner Freunde. Und er kam wieder auf seine Frau zu sprechen; ihre Schuld sei es, wenn bei ihnen zu Hause nichts klappe; sie bringe ihn um mit ihren dauernden Nervenzuständen.

»Verschreiben Sie ihr doch etwas, Herr Doktor!« flehte er mit haßentflammten Augen, hustend und greinend in der weinerlichen Wut darüber, daß er nichts zustande brachte.

Trublot musterte ihn voller Verachtung; und als er Octave anschaute, lachte er kurz im stillen.

Unterdessen fand Doktor Juillerat nichtssagende und beruhigende Worte: freilich, man werde der lieben gnädigen Frau Erleichterung verschaffen. Schon mit vierzehn Jahren hatte sie in dem Laden in der Rue Neuve-Saint-Augustin keine Luft bekommen; er hatte sie wegen Schwindelanfällen behandelt, die mit Nasenbluten zu enden pflegten; und als Théophile voller Verzweiflung an ihre schmachtende Sanftmut erinnerte, die sie als junges Mädchen gehabt, während sie ihn jetzt mit ihrer Wunderlichkeit peinige und sich ihre Laune zwanzigmal am Tage ändere, begnügte sich der Doktor mit einem Nicken. Nicht allen Frauen bekäme die Ehe gut.

»Mein Gott noch mal!« murmelte Trublot. »Ein Vater, der dreißig Jahre lang Nadeln und Zwirn verkauft hat und dabei zum Vieh abgestumpft ist, eine Mutter, die das Gesicht ständig voller Pickel hat, und das in einem luftlosen Loch des alten Paris – wie soll denn so was annehmbare Töchter machen?«

Octave, saß überrascht da. Er verlor ein wenig von seiner Achtung vor diesem Salon, den er als Provinzler voller Erregung betreten hatte. Neugier erwachte in ihm, als er Campardon erblickte, der nun ebenfalls den Doktor konsultierte, aber ganz leise, als ein gesetzter Mensch, der bestrebt ist, niemand in die Mißgeschicke seiner Ehe einzuweihen.

»Was ich sagen wollte, Sie wissen doch Bescheid«, bat er Trublot. »Sagen Sie mal, was für eine Krankheit hat Frau Campardon eigentlich? Ich sehe doch, daß die Leute ein untröstliches Gesicht machen, wenn von ihr die Rede ist.«

»Aber, mein Lieber«, erwiderte der junge Mann, »sie hat ...« Und er neigte sich zu Octaves Ohr.

Octave lauschte, sein Gesicht lächelte zuerst, wurde dann länger und länger, nahm den Ausdruck tiefer Verblüffung an.

»Nicht möglich!« sagte er.

Da schwor Trublot bei seinem Ehrenwort. Er kenne eine andere Dame, der es genauso gehe.

»Übrigens«, fuhr er fort, »kommt es als Folge einer Entbindung manchmal vor, daß ...« Und er begann wieder leise zu sprechen.

Octave war überzeugt und wurde traurig. Er, der einen Augenblick so allerlei Ideen gehabt, der sich einen Roman ausgedacht hatte: der Architekt sei anderswo gebunden und treibe ihn seiner Frau zu, um ihr Ablenkung zu verschaffen! Auf jeden Fall wußte er nun, daß sie wohlbehütet war. In der Erregung über diese Damenunterwäsche, in der sie wühlten, rieben sich die beiden jungen Leute aneinander und vergaßen, daß man sie hören konnte.

Gerade war Frau Juzeur dabei, Frau Josserand anzuvertrauen, welchen Eindruck Octave auf sie gemacht hatte. Sie halte ihn zweifellos für sehr anständig, aber ihr sei Herr Auguste Vabre lieber. Dieser stand in einer Ecke des Salons und verhielt sich schweigsam, weil er unbedeutend und von seiner allabendlichen Migräne geplagt war.

»Mich wundert aber doch, liebe Madame Josserand, daß Sie für Ihre Berthe nicht an ihn gedacht haben. Ein Junggeselle voller Klugheit, der sein eigenes Geschäft hat. Und er braucht eine Frau, ich weiß, daß er sich zu verheiraten trachtet.«

Frau Josserand hörte überrascht zu. In der Tat, an den Modewarenhändler hätte sie nie gedacht.

Indessen ließ Frau Juzeur nicht locker, denn sie hatte in all ihrem Unglück die Leidenschaft, auf die Glückseligkeit anderer Frauen hinzuarbeiten, weshalb sie sich um alle Herzensangelegenheiten im Hause kümmerte. Sie versicherte, Auguste schaue Berthe unaufhörlich an. Schließlich berief sie sich auf ihre Erfahrung mit Männern: Herr Mouret werde sich niemals einfangen lassen, während dieser biedere Herr Vabre sehr bequem, sehr vorteilhaft zu haben sei.

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