Fabio Stassi - Ich töte wen ich will

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Vince Corso hat einen ungewöhnlichen Beruf – er ist Bibliotherapeut, leistet Lebenshilfe durch Buchempfehlungen, und das durchaus erfolgreich. Eines Tages findet er seine kleine Behausung in der römischen Via Merulana verwüstet vor, Bücher und Platten verstreut und zerstört, seinen Hund vergiftet. Gibt es da eine Verbindung zur grausamen Mordserie, die Rom erschüttert, Untaten, die immer dann geschehen, wenn Vince in der Nähe ist? Was hat es mit dem geheimnisvollen Blinden auf sich, der ihm immer wieder über den Weg läuft? Vince verfolgt seine Spur, und steht schon bald selbst unter Verdacht, während Realität und Fiktion zu verschwimmen scheinen. Großartig erzählte Höchstspannung, bei der auch Kenner einschlägiger Literatur von Gadda über Poe bis Chandler ganz auf ihre Kosten kommen.

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Viele Geschäfte hatten ihre Rollläden heruntergelassen. Die Wahrscheinlichkeit, mitten im Juni um zwei Uhr mittags eine geöffnete Tierarztpraxis zu finden, war gering, doch Gabriel fiel eine Spezialklinik in der Nähe der Basilika San Giovanni ein, in die er vor einem Monat seinen Dackel gebracht hatte. Auch während der Fahrt wechselten sie kein Wort, und schweigend stürzten sie wenige Minuten später in die Ambulanz.

Am Empfang telefonierte man sofort nach einem Arzt. Eine Ärztin mit roten Haaren erschien und half ihnen, Django im Raum gleich nebenan auf einen Untersuchungstisch zu legen. Sie holte ein Paar Einmalhandschuhe aus einem Metallschränkchen, kontrollierte rasch Djangos Pupillen und untersuchte Zunge und Zähne, indem sie sie mit einer weißlichen Substanz säuberte. Sodann versuchte sie beharrlich, ihn zum Erbrechen zu bringen, doch alles was er ausspuckte, war ein grünliches Gerinnsel aus Magensäften und Speichel zusammen mit ein paar Papierfetzen. Sie gab ihm eine Spritze in die Haut am Rücken, die sie mit zwei Fingern zusammenkniff. Mit einer anderen Spritze nahm sie ihm Blut ab und verließ kurz das Zimmer.

Die Wände waren vor nicht allzu langer Zeit weiß gestrichen worden, doch nicht nur das verlieh dem Raum ein aseptisches Aussehen. Neben dem Waschbecken standen aufgereiht auf einem langen Arbeitstisch chemische Produkte, Nahrungsmittel, physiologische Kochsalzlösungen, Sprühflaschen, Watte, Pflaster, Verbandmull. Während er mit der Hand über den Bauch des Hundes strich, seinen Kopf berührte und ihm die Ohren glättete, machte Corso eine alphabetisch geordnete Bestandsaufnahme sämtlicher Gegenstände in dem Raum: Fieberthermometer, Mikroskope, Mundsperreisen, Pinzetten, Scheren, Sonden, Sterilisatoren, Umschläge und Wundhaken. Auf einem Regal stand ein Ventilator, die Klimaanlage lief schon auf vollen Touren.

»Er wird jetzt eine Weile schlafen«, sagte die Ärztin, als sie wieder hereinkam.

Corso fragte, was sie sonst noch tun konnten.

Die Frau breitete die Arme aus.

»Wir müssen ihn hierbehalten und können nur hoffen, dass das Gift, das er geschluckt hat, nicht tödlich ist.«

Dann hatte ihn also jemand vergiftet?

»Kommen Sie mit mir und erklären Sie mir alles«.

Sie ließen Django allein, der auf dem Untersuchungstisch schlief, und gingen in ein kleineres Sprechzimmer.

»Hatte Ihr Hund bereits einmal eine Infektionskrankheit?«

»Soweit ich weiß, nein.«

»Ist er gegen etwas allergisch?«

»Das kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ich glaube nicht, aber ich habe ihn erst seit wenigen Monaten.«

»Haben Sie ihn gekauft?«

»Er gehörte zwei älteren Leuten, meinen Nachbarn im Haus, sie sind umgezogen.«

»Dann wird er Papiere haben.«

»Da muss ich nachfragen.«

»Besteht bei ihm eine Lebensmittelunverträglichkeit?«

»Er hat immer mit gutem Appetit gefressen.«

»Wurde er schon einmal von einem anderen Hund gebissen?«

»Nein.«

»Irgendein anderes besonderes Kennzeichen?«

»Niemand hat ihn je bellen hören.«

»Auch kein Winseln oder Jaulen?«

»Niemals.«

»Ich kenne nur eine Hunderasse, die wirklich stumm ist, die Basenji, aber auch die stoßen von Zeit zu Zeit vereinzelte, leise Laute aus.«

»Meiner nicht, er ist tatsächlich stumm.«

Nachdem er diese ersten Fragen beantwortet hatte, ging Corso dazu über, ihr von der Rückkehr in seine Wohnung zu erzählen, dem verwüsteten Zimmer, Django hinter dem Sofa. Die Ärztin notierte sich jede Einzelheit und wollte wissen, ob er Essensreste in der Wohnung gefunden hätte. Corso hatte nur den Eindruck gehabt, dass ein merkwürdiger Geruch in der Luft lag.

»Ich nehme an, Sie werden Anzeige erstatten«, sagte die Ärztin und legte den Stift weg.

Corso nickte.

»Werde ich lange warten müssen?«

»Schwer zu sagen, einige Stunden, vielleicht sogar mehrere Tage.«

Er hätte gerne noch länger mit dieser Frau geredet, doch sie sagte, er und sein Freund möchten bitte im Wartezimmer Platz nehmen, dann übergab sie die Papiere, die sie ausgefüllt hatte, der Sekretärin und verschwand in dem Zimmer, wo sie Django zurückgelassen hatten. Gabriel bestand darauf, bei ihm zu bleiben, aber Corso wollte, dass er zurückfuhr, er erinnerte sich nicht einmal mehr, ob er seine Wohnungstür abgeschlossen hatte oder nicht.

X

Tous ces pantins que je vois, ce sont eux

Corso rührte sich den ganzen Nachmittag lang nicht aus dem Wartezimmer der Tierarztpraxis. Gerne hätte er Feng angerufen, um sie zu bitten, so schnell wie möglich zu ihm zu kommen. Aber Feng war seit fast einem Monat in China. Erst hatten sie geplant, gemeinsam zu fahren, doch Corso hatte im letzten Moment einen Rückzieher gemacht. Er wollte nicht wieder die gleichen Fehler begehen wie bei Serena und hatte sich in ein peinliches Knäul aus Entschuldigungen und Zaudern verwickelt, aus dem er sich nicht einmal dann befreien konnte, als Feng ihm vorgeschlagen hatte, woanders hinzufahren, er solle sagen, wohin. Seit drei Wochen hatten sie weder schriftlich noch telefonisch voneinander gehört.

Das Plakat an der Wand zeigte die häufigsten Hunderassen, vom deutschen Schäferhund über den Labrador bis zum Jack Russell, mit Ausnahme des Weimaraners, und auch das erschien ihm als ein böses Omen. In einer Ecke erkannte er nur die schwarze, etwas plumpe Silhouette des Cane Corso.

Wer mochte ein Interesse daran gehabt haben, in seine Wohnung einzudringen? Was wollten sie? Und – wäre er früher zurückgekommen, wäre er ihnen dann im Treppenhaus begegnet?

Instinktiv suchte er nach seinen Zigaretten, aber er hatte sie zuhause gelassen. Diese Entdeckung löste ein Gefühl der Panik aus, wie er es noch nie in seinem Leben verspürt hatte. Sogar als seine Mutter gestorben war, war er ungerührt sitzengeblieben, wie angesichts eines beliebigen Ereignisses. Erst beim Verlassen des Krankenhauses hatte ihn am Fuß der Treppe ein Weinkrampf überfallen, er hatte sich an eine Wand lehnen und sein Gesicht mit den Händen bedecken müssen, um vor den Leuten, die hinaufgingen, nicht wie ein Kind zu schluchzen. Es hatte jedoch nur wenige Sekunden gedauert, kaum war er draußen, hatte er seine gewohnte Selbstbeherrschung zurückgewonnen. Jetzt aber wurde er von Kälteschauern und Herzrasen geschüttelt und verspürte wahnsinnige Lust zu rauchen. Das Bild von Django auf dem Boden mit dem Blut, das ihm aus der Nase rann, ging ihm nicht aus dem Kopf.

Er griff nach einer Zeitschrift auf der Bank an der Wand. Es war eines dieser Magazine über Haustiere mit langen Fotoreportagen, in denen die Sommerferien gefeiert und die besten haustierfreundlichen Hotels Italiens vorgestellt werden. Hastig blätterte er es durch, ohne Interesse. Dann bemerkte er eine zwei Tage alte Ausgabe des Messaggero , die auf einem Stuhl liegengeblieben war. Es bereitete ihm immer großes Vergnügen, die Nachrichten zu überfliegen, wenn sie für andere schon alt oder überholt waren; ihm schien das eine Art Protest: Das Leben hat kein Ablaufdatum. Gabriel legte ihm oft die Morgenzeitungen oder die vom Vortag ans Fenster der Hausmeisterloge, und Corso nahm sie mit aufs Dach. Nach dem Abendessen suchte er sich eine alte Platte aus, legte sich aufs Sofa und schlug die bereits veralteten Zeitungen auf. Er las allerdings nur die Nachrufe, die Kino- und Theaterseiten und die Sportnachrichten. Bei den Horoskopen verdoppelte sich das Vergnügen, denn es war, als betrachtete man ein Kreuzworträtsel, dessen Lösungen man schon kannte. Doch jetzt war er nicht in seiner Wohnung, und Django lag nicht schwanzwedelnd zu seinen Füßen. Die Ausgabe, die er in Händen hielt, beschäftigte sich vor allem mit den riskanten Auswirkungen des Brexit in Spanien, die abgewendet werden konnten, und mit Fußball: Conte bereitete Italien auf die nächste Runde der Europameisterschaft vor. Für das Sternzeichen Stier würde es wegen der bevorstehenden Nähe des Mondes zur Erde eine Woche mit einem Knaller werden.

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