C.-A. Rebaf - Kann Mahler Monroe lieben?

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"Die Frage: 'Was wäre eigentlich, wenn…?', öffnet mir das Tor in eine imaginäre Welt, die ich dem Leser nicht vorenthalten will." (C.-A. Rebaf). Eine solche Frage ist: «Kann Mahler Monroe lieben?» Beide haben doch nicht zur gleichen Zeit gelebt, oder? Aber im Roman wird gezeigt wie es gehen könnte…
Andererseits ist der Thriller auch ein Lokalkrimi für den Pfaffenwinkel, Wien, Leipzig und Jena

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Sein riesiger Paco-Paco, ein Dreiachser mit einem Dreizylinder-Dieselmotor und großer Ladefläche, stand im Hof. Der Holzvergaser nahm bei diesem Gefährt die Stelle des Beifahrersitzes ein und konnte so vom Fahrer auch während der Fahrt leicht beheizt werden.

Trotz seiner kurzen Beine war Mayr flink, so dass ich Mühe hatte, ihm zu folgen. Als wir an dem Fahrzeug vorbei kamen, ließ ich eher beifällig fallen: „Dürfte ich Sie bitten, auch den Transport des Ofens zu übernehmen? Bei der Rückfahrt könnten Sie ja gleich die Kartoffeln mitnehmen.“ Er tat, als ob er es überhört hätte, aber ich wusste, er hatte es sehr wohl auf geschnappt.

Wir stöberten kreuz und quer durch sein Lager. Mayr kam noch mehr ins Schwitzen, denn er fand den Ofen nicht auf Anhieb und musste ständig Dinge aus dem Weg räumen, da er dachte, er würde den Ofen dahinter finden. So wertvoll, wie er tat, schien das angepriesene Stück also nicht zu sein! Endlich hatte er ihn gefunden.

„Na, Gnäd’ge, hoab ich z‘vuil vasproacha?“

Der Ofen war ziemlich verrostet, aber mit alten gusseisernen Platten und Verzierungen versehen. Wenn wir den reinigen würden, wäre er schon richtig. Ich fuhr mit der Hand über seine Oberfläche, und Staub wirbelte auf. Übertrieben spielte ich in dieser Szene die Rolle der Naserümpfenden und brachte sogar einen einigermaßen glaubhaften Niesanfall zustande. Verächtlich wendete ich meinen Blick von dem guten Stück ab und drehte mich entrüstet meinem Begleiter zu: „Nein, Herr Mayr, diese Dreckstück bieten Sie mir für meine wunder-schöne Kartoffeln an?“

Mayr zuckte etwas zusammen.

„Und Sie wollen dafür sogar sechs Zentner Kartoffeln verlangen?“ Ich schaute ein wenig mütterlich-tadelnd von oben auf ihn herab. Dieser Rollenwechsel von der zuvor Verführenden zur jetzt strengen Mutter war strategisch sehr wirkungsvoll.

Ich tat so, als wollte ich mich gerade abwenden, als er mir in die Augen schaute und leise sagte: „Fünf Zentna.“ Jetzt hatte ich ihn soweit!

„Vier“, kam es scharf aus meinem Mund.

Er tat, als ob er einen Schlag erhalten hätte, und sagte seine Standardformel auf: „Gnäd’ge, Se ruiniere ma!“

Ich wusste, dass das sein Okay war, und setzte noch drauf: „Aber ich erhalte noch einen Rest hitzebeständige Eisenfarbe, damit wir das gute Stück nach der Bearbeitung auch ins Schlafzimmer stellen können.“

Er war einverstanden und fügte hinzu: „I bring Eana des Ding nächst’ Woch’.“

Wir verabschiedeten uns voneinander, und ich freute mich innerlich, doch einen guten Handel abgeschlossen zu haben.

Es war doch kein Fehler von meinem Vater als Heranwachsende einiges gelernt zu haben. Darunter war neben einem großen Wissen um die klassische Musik auch das Feilschen: Er brachte mir alle Tricks bei, die Männer so beim Aushandeln von ‚Deals‘ drauf haben, um sich dabei gegenseitig über‘s Ohr zu hauen. Meine Mutter sagte damals zu ihm nicht nur einmal: „Mein Gott, sie ist doch ein Mädchen, Du erziehst sie wie einen Jungen!“

Jetzt wurde es schon langsam dunkel, und ich begab mich schnell und zufrieden auf den Rückweg in mein Dorf.

Zu Hause fand ich den Metallzylinder in meinem Rucksack wieder und betupfte die Fuge des Schraubverschluss mit etwas Essig. Es zischte, nach ein paar Tropfen Öl und mit etwas Geduld, konnte ich ihn endlich drehend öffnen.

Darin befand sich ein Kinoplakat aus Zeiten vor der Katastrophe. Es war eine blonde Frau mit einem großen Busen in einem weißen Neckholder-Kleid zu sehen. Sie stand auf einem Gitterschacht, aus dem wohl ein Luftzug nach oben wehte und ihren weiten leichten Rock in die Höhe hob. Das Gesicht der Frau zeigte, dass sie zwar erschrocken versuchte, aus Scham ihren Rock nach unten zu ziehen, die schelmische Komponente ihres Lächelns signalisierte dem Betrachter jedoch deutlich, dass sie dem Windhauch aus dem Schacht eher dankbar war, dass er die Entblößung ihrer wunderschönen Beine vorgenommen hatte, um ihre perfekten Konturen und Reize ihrem Begleiter oder einem anderen Mann zu zeigen, dem sie gerade auffiel. Auf diese Weise blieb sie einerseits eine schamhafte junge Frau, und nur der böse Wind war schuld an ihrer Verruchtheit! ‚Die Verführungskunst der Frauen bestehen darin, diesen Spagat zwischen Scham und Raffinesse perfekt zu beherrschen. Die Heilige und die Hure!‘, fiel meinem männlichen Teil in mir dazu ein. Meine weibliche Seite hatte nur ein verachtendes Wort dafür: ‚Flittchen!‘. Auf dem Plakat war neben der Frau eine schwungvolle Unterschrift zu lesen.

Ich fand eine leere Wand und hängte das Plakat auf. Nicht, dass ich es besonders schön gefunden hätte. Aber die kahle Wand mit dem Plakat gefiel mir besser als ohne.

Der rote Paco-Paco

Es war schon beinahe dunkel und ich konnte fast nichts mehr erkennen, als ich leichtfüßig durch das ehemalige Klosterdorf schritt. In den Ruinen des Klosterhofes erkannte ich dennoch den roten Paco mit der erlöschenden Glut unter dem Holzvergaser. War der Fremde etwa hier geblieben? Irgendwie hatte ich plötzlich Angst, und meine Genugtuung über den guten Handel mit Herrn Mayr war fast vergessen.

Zu Hause angekommen, wartete Golie schon auf mich. Er hatte den Abendbrottisch gedeckt und lachte, als er mich sah. Wir aßen zusammen, und ich brachte ihn anschließend ins Bett. Draußen war es bereits dunkel geworden. Ich legte in unserer Wohnküche noch einmal Holz in den Herd und schaute durch die Herdritzen verträumt in die Glut.

Ich hatte Gottlieb, wie er eigentlich hieß, als kleines Findelkind in München gefunden gehabt. Er hatte nur ein Schild um den Hals mit der Aufschrift getragen: ‚Ich heiße Gottlieb, erbarmt Euch meiner!‘ So etwas war seit der Katastrophe an der Tagesordnung. Seine Eltern waren wohl an den Spätfolgen gestorben. Da ganze Familien ausgelöscht wurden, gab es immer wieder den Fall, dass eine Hilfe innerhalb der gewohnten Umgebung nicht mehr möglich war, und so wurden Kinder von ihren sterbenden Eltern einfach ausgesetzt. Was sollten sie auch unternehmen in einer Situation, in der jegliche medizinische Versorgung völlig zusammen-gebrochen war?

Er war ein putziges Kleinkind mit hellbraunen Haaren und einem ewigen Lächeln auf den Lippen gewesen. Ich fühlte mich selbst gerade sehr verloren und hilflos. Eine spontane Zuneigung entstand. Ich beschloss, der Aufforderung auf dem Schild Folge zu leisten und mich seiner zu erbarmen. Es war Liebe auf den ersten Blick gewesen, und ich habe es nie bereut, ihn mit zu meiner kleinen Wohnung genommen zu haben.

Anfangs war es für mich sehr ungewohnt, aber mit der Zeit wuchs ich schnell in meine Rolle als Mutter hinein, zumal ich mich mit meinem alten, dreirädrigen Kinderwagen nahtlos in das Stadtbild einfügte, den ich dank meiner guten Verhandlungskünste auf dem Markt hatte ergattern können.

Irgendwann beschloss ich dann, die Stadt zu verlassen und hinaus aufs Land zu ziehen. Eine gute Bekannte schwärmte mir von einem alten Roman vor und wollte mich begleiten. Bücher waren sehr, sehr rar, und nur solche, die die Brände der Katastrophe überstanden hatten, wurden auf den Märkten angeboten.

In ihrem zerfledderten Buch, der Autor war wohl ein gewisser Thomas Mann gewesen und der Titel nicht mehr entzifferbar, las sie von einem Ort mit Namen Pfeiffering südlich von München, der in den schönsten Farben geschildert wurde. Jemand hatte in der alten rororo-Taschenbuchausgabe meiner Freundin mit blauem Kugelschreiber an den Rand die Bemerkung:

Pfeiffering = Polling? und Waldshut = Weilheim?

geschrieben. Im Buch wurde des öfteren der Name ‚Doktor Faustus‘ erwähnt.

Irgendwann beschlossen wir, der Sache auf den Grund zu gehen und uns diese Gegend einmal anzusehen, wo die Orte sowohl einen realen als auch einen literarischen Namen trugen. Wir marschierten in einer schönen Sommerwoche immer an den zerstörten Gleisen der alten Eisenbahnstrecke nach Garmisch entlang und gelangten tatsächlich dorthin. Es war gefährlich, aber wir waren jung, unvernünftig und setzten uns der Strahlung aus. Am Abend schliefen wir in Kellern. Der See, den wir in Starnberg erreichten, lockte uns zwar sehr zu einem Bade, aber dieses Strahlenrisiko wollten wir dann doch nicht auf uns nehmen, und so genossen wir die Aussicht auf das Wasser mit den weißen Berggipfeln der Alpen im Hintergrund und marschierten am Ufer weiter. Meine Freundin hatte alle Stellen, die für unseren Ausflug touristisch wichtig waren, unter-strichen und missbrauchte diesen Roman über einen avantgardistischen Komponisten, mit Namen Adrian Leverkühn, als Reiseführer à la Baedecker.

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