Lucia fühlte ein Prickeln auf ihrer Haut, als streichelten sie seine Augen. Sie spürte dieses Prickeln nicht nur auf den Brüsten, sondern jetzt, wo seine Blicke hinunterwanderten, sekundenlang auf ihren Hüften, auf dem Bauch verweilten und sich dann auf dem Schamhügel förmlich zu versenken schienen, glaubte sie ihren ganzen Körper eingefangen in eine Umhüllung aus erregender Bewunderung und Wollust.
Merkwürdig, überlegte sie. Wenn er nur den Finger ausstrecken würde und sie anstupste, sie würde sofort in seine Arme fallen und sich ihm hingeben. Wie unter einem Zwang würde sie ihre Schenkel auseinandernehmen und ihm ihren Körper anbieten wie ein Opfer.
Gewaltsam verscheuchte sie diese Gedanken.
„Sie haben mich...?“ Sie blickte ihm direkt in die Augen.
Beruhigend schüttelte er den Kopf. „Aber nein. Sie brauchen keine Angst zu haben. Ich wollte nur sehen, wie Sie aussehen - durch die Optik meine Kamera natürlich.“
Lucia atmete auf. Schuft, dachte sie. Du lügst und wirst nicht einmal rot dabei.
„Wie kommen Sie hierher?“
Sie fragte aus ihrer Verlegenheit heraus. Was Besseres fiel ihr nicht ein.
Er lachte wieder. „Durch die Büsche dort drüben. Ich hatte die Absicht, einige Aufnahmen zu machen. Diese Insel ist ein wahres Paradies.“
Sogar seine Stimme erregte sie.
„Der Vergleich ist übrigens nicht schlecht“, redete er weiter. „Ich habe eine Eva gefunden. Und was für eine.“
Lucia errötete leicht. Und jetzt tat sie, als würde ihr ihre Nacktheit erst bewusst. Schnell und doch so langsam, dass er sie daran hindern konnte, nahm sie ihr Bikinihöschen und wollte es vor den hübschen Venushügel drücken.
„Bitte nicht“, sagte er. „Das würde die ganze Schönheit stören. Es wäre schade.“
Verständnislos blickte sie ihn an.
Er klatschte sich mit der flachen Hand an die Stirn.
„Ach“, meinte er lachend, „ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt. Ich bin Vitus Zollinger. Von Beruf Fotograf. Und mein Beruf ist zugleich mein Hobby. Wie Sie bemerkt haben, stamme ich aus der Schweiz, aus Zürich.“
„Ich heiße Lucia“, gab das Mädchen zurück.
„Sie wohnen auf der Insel?“
Lucia nickte. Sie hatte die Hand, die das Bikinihöschen trug, sinken lassen. Nun öffnete sie auch die Finger und ließ das Höschen in den Sand fallen.
Vitus kniete nieder. Er streichelte mit den Fingerspitzen über die nackte Haut des Mädchens.
„Sie sind wunderschön.“
Sein Ton klang wiederum so ehrlich, dass Lucia es als echte Huldigung an ihre Weiblichkeit empfand. Sie war empfänglich für Komplimente, wie Vitus sie machte. Das Mädchen wusste von seiner Schönheit und dass man diese Schönheit auch als Waffe gebrauchen konnte.
Ein Gedanke geisterte durch ihren Kopf, der allmählich festere Form annahm.
„Sie werden mich fotografieren?“, fragte sie mit einem Hauch von Schüchternheit.
„Nichts lieber als das“, stimmte Vitus zu. Wieder streichelte er über Lucias Haut. Sie empfand es dieses Mal wie einen elektrischen Schlag, der ihre Gefühle in Aufruhr geraten ließ. Mit einem Mal fühlte sie wieder die zunehmende Feuchtigkeit zwischen den Schenkeln. Sie meinte sogar zu merken, wie sich ein kleiner zäher Bach seinen Weg den rechten Schenkel hinunterbahnte.
Ich muss schrecklich nass sein, dachte sie bei sich. Mein Gott, wenn er wüsste, dass ich...
Sie scheute sich, diesen Gedanken weiterzuspinnen, aus Angst, er könnte ihr Verlangen aus ihren Augen lesen.
Vitus war der schmachtende Blick, mit dem sie ihn ansah, nicht verborgen geblieben. Er rollte die beiden Brustwarzen, die aufgeregt pochten, zwischen Daumen und Zeigefinger und beobachtete, wie die kleinen Racker prall und fest wurden.
Aber er widerstand dem Verlangen, die junge Frau an sich zu ziehen und seine Hand in den Schamhaaren wühlen zu lassen. Ihm war nicht entgangen, dass Lustsaft über die Schenkel rann, und er roch sogar den wundervollen Duft, den eine erregte Frau verströmt.
Lächelnd nahm er seine Kamera und stand auf.
„Bleiben Sie so liegen, wie Sie waren, als ich kam“, forderte er Lucia auf.
Das Mädchen legte sich wieder auf den Bauch und stützte sich auf die Ellbogen.
Vitus suchte einen geeigneten Platz, von dem aus er den Frauenkörper am vorteilhaftesten auf den Film bannen konnte. Er entschied sich, sie schräg von vorn zu fotografieren. Zwar nahm er damit in Kauf, dass die Proportionen etwas verzerrt wurden, aber dafür bekam er das hübsche Gesicht der jungen Frau und die herrlichen Brüste, die voll und prall herunterhingen, aufs Bild.
Er gab noch einige Regieanweisungen, denen Lucia gehorsam folgte, dann schoss er eine Serie, veränderte ein paarmal die Position und fotografierte weiter.
Lucia fand die Situation erregender als alles andere, was sie bisher erlebt hatte. In ihr wütete die Gier. Sie stöhnte zwischendurch.
Als Vitus sie schließlich aufforderte, sich auf den Rücken zu legen, schob sich die rechte Hand des Mädchens ganz von allein wieder in das kurzrasierte Schamhaar. Der Mittelfinger begann wieder kreisend zu massieren.
„Großartig“, kommentierte Vitus.
Auch ihn packte jetzt wildes Fieber. In seiner Hose war seit geraumer Zeit der Teufel los.
Aber noch wollte er nicht die Kamera weglegen. Er musste noch einige Bilder durchjagen. Nie würde sich wieder eine solch lohnende Beute finden, die eine solche Natürlichkeit an den Tag legte wie Lucia.
Und vor allem würde er nie wieder eine solche Serie zustande bringen, die so viel Sex ausstrahlte, dass man beim Betrachten des Bildes das Gefühl hatte, dieser jungen, lüsternen Frau unmittelbar gegenüberzustehen.
Die Fotos mussten quasi eine Aufforderung an den Betrachter sein: Komm, ficke mich. Nimm mich. Schnell. Ich brenne vor Gier nach deinem harten Schwanz!
Lucia hörte nicht, als Vitus sie bat, aufzustehen. Sie war vollkommen von ihrer wollüstigen Fantasie verzaubert. Erst beim dritten Mal hörte sie seine Worte.
Sie erhob sich, seufzte bedauernd, dann sah sie ihn fragend an.
„Bleiben Sie so“, bat er.
Die Kamera klickte. Er ließ sie in die Hocke gehen, die Beine grätschen, sich bücken, eine Brücke machen, eine Kerze. Sie musste Gymnastik betreiben und hochspringen, damit er die Bewegung ihrer schwarzen langen Haare einfangen konnte und wie ihre Brüste wippten.
Sie musste sich zur Seite legen, die Hände auf die Brüste drücken, musste Grimassen schneiden, an ihrem Venushügel spielen.
Und jede einzelne Stellung ließ sie erregter werden. Sie keuchte, als Vitus schließlich verkündete: „So, fertig.“
Und nun war sie nicht mehr zu halten. Sie rannte einfach los, fiel ihm in die Arme. Ihre Arme schlangen sich um seinen Nacken. Sie legte die Schenkel um sein rechtes Bein und rieb ihren Schamhügel daran.
„Bitte“, stöhnte sie glühend. „Mach es mir, Vitus. Ich werde verrückt vor Verlangen nach deinem... Penis.“
Er presste sie an sich. Seine Hände liebkosten ihren zarten Rücken, wanderten dann tiefer und fuhren sanft über die Rundungen ihres Hintern, schoben sich nach vorn, legten sich fordernd auf den Venushügel.
Lucia stöhnte auf. Sie spürte seinen Finger, der sich zwischen die glänzenden Schamlippen einen Weg bahnte. Sie spürte diesen Finger, der in ihr einen Rausch auslöste, wie glühendes Metall zwischen den Beinen, auf der Klitoris, die bei der geringsten Berührung zuckte.
„Ich kann nicht mehr“, schrie sie auf wie ein waidwundes Tier und sank zurück. Sie zog den muskulösen Männerkörper mit sich in den Sand.
Noch lag sie nicht, grätschte sie die Beine, streckte sie steil nach oben.
Im Unterbewusstsein registrierte sie, dass sich alles so abspielte, wie sie es sich in ihrer lustvollen Träumerei gewünscht hatte.
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