Philipp Espen - Der König muss sterben
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- Название:Der König muss sterben
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Am nächsten Tag erreichten sie Montiaux, eine Stadt an einem Fluss namens Claire, von hier war es nur noch ein Tagesritt bis Millau. Montiaux besaß eine gewaltige Basilika. Hierher pilgerten viele Wallfahrer zu einer Grotte am Ortsrand, und so fiel ihr kleiner Tross trotz des gefesselten Banditen nicht weiter auf.
Henri erfuhr in einem Stall, wo für ihre Pferde gesorgt wurde, dass Avignon noch sieben Tagesreisen entfernt war. Das war viel mehr, als er angenommen hatte, weil es ein Gebirge namens Causse de Sauveterre zu überqueren galt. Dort sollte es wilde Tiere, auch Bären, geben. Und Räuberbanden.
Henri kaufte bei einem Waffenhändler am Markt einen sarazenischen Streitkolben und ein langes Brotmesser, die er sich in den Gürtel steckte. Dazu eine neue Satteldecke und für seinen täglichen Bedarf einen Napf, einen flachen Kochkessel und ein verschließbares Kupferetui. Er fragte den Händler, ob man das Gebirge umgehen könne.
Der Mann antwortete: »Ja, über die Ebene bei Richaux, wenn Ihr fünf Tage Umweg in Kauf nehmen wollt.«
Die beiden Gefährten berieten sich und kamen zu dem Schluss, sich schon hier zu trennen. Henri wollte trotz der möglichen Gefahren durch den Causse reisen, der Wettiner auf geradem Weg nach Millau. In einem Waldstück hinter der Stadt verabschiedeten sie sich.
»Gott mit dir auf allen Wegen, Wettiner!«, sagte Henri und umarmte den Deutschen. »Sicher sehen wir uns bald in Avignon wieder!«
Gottfried legte ihm die Hand auf die Schulter und sagte: »Gott stehe Euch bei!« Dann verschwand er.
Henri hatte auch ein Packtier erstanden, über dessen Sattel er den Banditen legte. Am nächsten Abend erreichte er den Fuß des Causse und lagerte an einem Steilhang, der mit Steinbrocken übersät war. Ein Weg war nicht auszumachen. Der Gefangene bedeutete ihm, dass er einen Weg kenne.
»Wir waren mit den Kumpanen vor Jahren in dieser Gegend«, erklärte er missmutig. »Es ist ein Weg, der hoch hinaufführt. Aber er ist geräumt und passierbar. Und die Bären halten sich eher in den Tälern auf.«
»Warum erzählst du mir so bereitwillig davon?«
»Ich will, dass wir Euer verdammtes Avignon erreichen, damit ich freikomme.«
Henri glaubte dem verschlagenen Kerl nicht. Aber wenn er einen Weg kannte, sollte es ihm recht sein.
Bei Sonnenaufgang ging es los. Unruhig tänzelnd setzten sich die beiden Pferde in Bewegung. Entgegen den Angaben des Banditen war der Weg zunächst steinig. Sie verloren so viel Zeit mit dem Wegräumen von Felsbrocken, dass Henri ernsthaft überlegte, ob sie nicht doch den Weg durch das Tal nehmen sollten. Aber dann verschwanden die Hindernisse, der Weg war matschig, aber eben, dafür nahm ein eiskalter Wind zu. Das musste der Mistral sein, von dem Joshua ben Shimon ihm schon erzählt hatte. In dieser Gegend war der Wald verschwunden, die Höhen boten keinen Wetterschutz.
»Sie haben Schiffe gebaut, um über die Flüsse am südlichen Abhang des Causse de Sauveterre das Südmeer zu erreichen«, wusste der Bandit.
»Das Mare Magnum? Wer sind sie, und was wollten sie dort?«, fragte Henri erstaunt.
Noch mehr erstaunte ihn die Antwort des Wegelagerers. »Es sind Provencalen. Sie haben Sklaven aus dem Osten, die sie nach Sizilien in die Bergwerke verkaufen.«
»Täuschst du dich nicht? Es gibt keine Sklaverei in Frankreich mehr.«
»Hahaha! – Wo kommt Ihr her, mein hoher Herr Tempelritter? Aus dem Wolkenkuckucksheim? Ich selbst war noch vor zehn Jahren ein Sklave meiner Herrschaft in Clermont! Kennt Ihr das massif central? Dort machen die Herren Jagd auf jeden, der frei herumläuft. Und verhökern ihn spornstreichs auf die südlichen Inseln.«
»Wie bist du freigekommen?«
»Geflohen. Wollt Ihr sehen, was mich das gekostet hat?« Er zog das linke Hosenbein mit den Zähnen hoch, und Henri erblickte rote, schorfige Haut vom Knie bis zum Knöchel. »Sie haben mich mit flüssigem Pech verbrannt. Ich bin wieder abgehauen.«
Henri dachte: So entstehen Banditen. Wäre er ein Johanniter gewesen, hätte er jetzt womöglich mehr Mitleid mit den Wunden des Mannes aufgebracht. Aber er verfolgte den Gedanken nicht weiter. Er hatte andere Ziele. Und der Causse nahm seine Aufmerksamkeit in Anspruch.
Die Felsen rechts und links des Weges wirkten weiterhin feindselig. Sie boten einen idealen Unterschlupf für marodierende Horden, die sich vor dem Gesetz zu verstecken hatten. Aber gab es das überhaupt noch, das Gesetz? Und wer übte es aus?
In höchster Wachsamkeit ritt er weiter, immer wieder nach allen Seiten sichernd. Dass die Gegend so übersichtlich erschien, erleichterte sein Gefühl, sich gut getarnt vorwärts zu bewegen. Aber am zweiten Tag im Gebirge stellte es sich als entsetzliche Täuschung heraus.
Hinter einer Wegbiegung, in einer Verengung der Felsen zu beiden Seiten, brach plötzlich ein braunes Ungetüm aus einer Felshöhle. Erst nach einem Augenblick des Erschreckens begriff Henri, dass es sich um einen Bären handelte. Es war ein so riesiges Tier, wie sie es noch nie gesehen hatten. Der Bär brüllte mit aufgerissenem Maul und zeigte sein Furcht einflößendes Gebiss. Er sprang überraschend behänd auf das zweite Pferd zu – und schnappte nach dem Banditen.
Das Schreien des Unglückseligen hing Henri danach noch lange in den Ohren. Der Bär schien den Mann zu kennen, so ausschließlich beschäftigte er sich mit ihm, er schleifte den Gebundenen im Maul davon und verschwand im Gewirr der zerklüfteten Felsen.
Es war aussichtslos, ihn zu verfolgen.
Nach einigen Augenblicken verstummten die Todesschreie des Verschleppten.
Im lähmenden Entsetzen vermochte Henri keinen klaren Gedanken zu denken. Er wusste, er hätte ebenso wenig eine Gelegenheit zur Abwehr gehabt wie der Bandit.
Henri nahm sich zusammen. Jetzt war er ohne Ortskundigen in einer feindseligen Landschaft. Und der Weg führte immer höher hinauf in kahle, zerklüftete Berge.
Er ritt jetzt weiter, als stünde ihm in jeder Minute ein neuerlicher Überfall bevor. Oft hielt er an, stellte sich in einer Höhle unter und beobachtete Weg und Umgebung nach allen Seiten. Bis zum Abend geschah nichts mehr. Aber als er rastete und sich in seinem neuen Topf aus gesalzenem Stockfisch eine dünne Suppe kochte, war er bedrückt. Er hatte das Gefühl, schwere Kämpfe hinter sich gebracht zu haben. Es ist die Seele, musste er denken. Sie ist ein mitleidendes Geschöpf.
Und an diesem Abend, als er allein am Lagerfeuer saß und achtlos aß, flüchtete er sich aus der gefahrvollen Gegenwart in die Vergangenheit.
Er musste an den Weg zurück in seine schottische Heimat denken, den er damals, nach den ersten Verhaftungen seiner Ordensbrüder vor sieben Jahren, angetreten hatte. Noch einmal hatte er sich in Sicherheit wiegen wollen. Aber auch das war trügerisch gewesen, denn tausend Gefahren hatten ihn unterwegs bedroht und aufgehalten.
2
Im Jahr des Herrn 1311, nach Maria Himmelfahrt
Es war mehr als die Hitze des Thermidors, die Henri salzige Tränen in die Augen trieb. Er war wie betäubt von dem gerade Erlebten. Es ist das große Verbrechen unserer Zeit, dachte er, wie konnte es nur dazu kommen? Warum haben wir es nicht verhindert? Es war unfassbar und lähmte noch immer seine Sinne. Aber er wusste auch, dass er nun handeln musste.
Während Henri sein Pferd von Paris aus über die stark bereiste Straße nach Norden lenkte, versuchte er sich zu erinnern. Es war alles aus, darüber konnte er sich nicht hinwegtäuschen. Aber wann hatte es begonnen?
Er wusste es nur aus seinen Lektionen. War es nicht im Jahr des Herrn 1119 gewesen? So hatte man es ihn in der Klosterschule gelehrt. Damals übernahmen die beiden nordfranzösischen Ritter Hugo von Payus und Gottfried von St. Omer mit sieben Gefährten die fromme Aufgabe, die Wege nach Jerusalem von Räubern freizuhalten, damit die Pilger in Sicherheit zur heiligen Stätte reisen konnten. Stets kämpften unsere Brüder unter wehendem Kreuzesbanner im vordersten Glied, dachte Henri, ihnen folgten sogar die Könige. Und immer waren sie die Letzten, die sich zurückzogen, so hofften sie, sich den Himmel zu verdienen. Es war der Beginn einer großartigen Zeit gewesen! Jeder nachfolgende Tempelritter hatte das so empfunden. Und als der Ritter Raimond Dupuy um dieselbe Zeit die armen Brüder des Hospitals von St. Johann organisierte, schufen sie Seite an Seite der gläubigen Inbrunst und dem kriegerischen Eifer eine unwiderstehliche Bresche.
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