Вольфганг Хольбайн - Das Meeresfeuer
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Mike konnte nichts Derartiges erkennen, aber er vertraute auf Singhs Orientierungssinn und stolperte hinter ihm her, und tatsächlich erreichten sie nach wenigen Schritten den Durchgang zum Maschinenraum. Die gewaltigen Motoren des Schiffes liefen noch immer. Auf der anderen Seite! sagte Astaroth. Eine Stahltür. Beeilt euch!
Diesmal war es Mike, der ihr Ziel als erster ausmachte. Mit gewaltigen Sprüngen hetzte er zwischen den dröhnenden Maschinenungeheuern hindurch. Er schrie jetzt ununterbrochen Serenas Namen, aber der Lärm der Motoren verschluckte seine Stimme. Dafür hörte er jedoch etwas anderes, und obwohl er nicht wußte, was dieser Laut zu bedeuten hatte, jagte er ihm einen eisigen Schauder über den Rücken: Ein dumpfes, lang nachhallendes Dröhnen, das sich immer und immer wiederholte und aus allen Richtungen zugleich zu kommen schien, als schlügen hundert unsichtbare Riesen mit gewaltigen Hämmern auf den Rumpf der LEOPOLD ein – oder als schlügen gewaltige stählerne Türen hinter ihnen zu ...
»Großer Gott!« keuchte Mike. »Die Schotten! Sie schließen sich!«
Und genau das war es: Wie jedes moderne Schiff verfügte die LEOPOLD über gewaltige, stählerne Türen, die im Falle eines Wassereinbruchs dafür sorgen sollten, daß nicht das ganze Schiff überflutet wurde – und die sich offenbar automatisch schlossen. Das Schiff verwandelte sich in genau diesem Moment in ein Labyrinth aus Hunderten von luft-und wasserdicht verschlossenen Kammern und Gängen und in eine tödliche Falle, in der sie vielleicht vor dem eindringenden Wasser sicher waren, aus dem es aber auch kein Entkommen mehr gab. Mike beobachtete entsetzt, wie sich eine gewaltige Stahlplatte vor die Tür zu schieben begann, auf die Singh und er zurannten. Er legte noch einmal Tempo zu, überwand die letzten Meter mit einem einzigen, verzweifelten Satz und sprang durch den zufallenden Eingang. Ungeschickt schlug er auf dem Boden auf, wälzte sich auf den Rücken und sah, wie Singh imbuchstäblich allerletzten Moment durch die Öffnung hechtete. Hinter ihm schlug das Panzerschott mit einem dumpfen, dröhnenden Laut zu. Es war ein Geräusch, als schlösse sich ein gußeiserner Sargdeckel über ihnen.
»Bravo«, sagte eine wohlbekannte Stimme. Mike wandte den Blick – und sah sich Winterfeld gegenüber. Der Kapitän der LEOPOLD stand keine zwei Meter neben ihm und sagte mit einem sonderbaren Lächeln: »Das war eine reife Leistung. Ich hätte nicht gedacht, daß du es schaffst. « Nach einer Sekunde des Zögerns fügte er hinzu: »Aber es war nicht besonders klug, mit Verlaub gesagt. «
Mike stand auf. Winterfeld war nicht allein. Neben ihm stand eine zitternde, leichenblasse Serena, die Mike aus angsterfüllten Augen ansah – und trotzdem begriff er sofort, daß das, was er in ihren Augen las, nicht die Angst vor Winterfeld war.
Winterfeld folgte seinem Blick und lächelte abermals. »Ihr beide scheint wirklich aneinanderzuhängen«, sagte er spöttisch.
»Was haben Sie ihr getan?« fragte Mike. »Wenn Sie ihr –« »Bitte!« Winterfeld hob abwehrend die Hände. »Ich wollte das nicht. Es tut mir sehr leid. « »Was tut Ihnen leid?« fragte Mike. »Brockmann«, sagte Winterfeld. »Ich gestehe es ungern – aber ich habe ihn wohl unterschätzt. « »Brockmann?« Mike runzelte verstört die Stirn. »Ich verstehe nicht. Was... was ist mit ihm?« Winterfeld lachte bitter. »Kommst du wirklich nicht von selbst darauf?« fragte er. »Dieser Narr! Er konnte der Versuchung einfach nicht widerstehen, den Heldentod zu sterben. Für Kaiser und Vaterland! Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man beinahe darüber lachen. «
»Wieso?« fragte Mike. »Was ist mit ihm? Wo ist er?« »Er ist tot«, sagte Winterfeld ruhig. »Dieser verdammte Narr hat sich selbst in die Luft gesprengt. Ich weiß nicht wie, aber irgendwie muß er herausgefunden haben, wo die Zünder für die Sprengladungen sind, die ich habe legen lassen, um die LEOPOLD zu versenken. Er hat sie ausgelöst. «
»Wie?« murmelte Mike verwirrt. »Sie meinen, er... er hat sich selbst in die Luft gesprengt?« »Ja«, bestätigte Winterfeld. »Vielleicht hat er gehofft, meine Pläne damit zunichte machen zu können. Aber ich muß dich enttäuschen, wenn du das jetzt auch glaubst. Wir sinken zwar zu früh, aber das macht keinengroßen Unterschied. Die Strömung wird die LEOPOLD so oder so in den Vulkankrater tragen. « Über ihnen fielen weitere Panzertüren ins Schloß. Das dumpfe Dröhnen der Riesenhämmer hielt an, und plötzlich war die Angst da. Sie sprang Mike wie ein Raubtier an, das bisher geduldig in dem Schatten gelauert und auf seine Beute gewartet hatte. »Es tut mir leid, Mike«, sagte Winterfeld. »Ich wollte das nicht, aber so, wie es aussieht, werde ich jetzt wohl doch nicht allein auf den Meeresgrund sinken. « »Aber wir... wir sind doch hier sicher«, stammelte Mike. Er deutete mit einer fahrigen Geste auf die stählernen Wände. »Hören Sie doch! Die Schotten schließen sich. Wir sind zwar gefangen, aber das Wasser kann nicht herein!« Seine Stimme bebte. Er stieß die Worte fast atemlos hervor, wie etwas, von dem er sich nur verzweifelt genug einreden mußte, daß es die Wahrheit war, um es auch dazu zu machen. »Wir werden sterben, Mike«, sagte Serena leise. »Das werden wir nicht!« antwortete Mike heftig. »Hab keine Angst. Trautman wird uns herausholen. Wir haben genug Luft für ein paar Stunden, und sobald wir auf dem Meeresgrund sind, kann die NAUTILUS an der LEOPOLD andocken und uns –«
»Nein, Mike, das haben wir nicht«, unterbrach ihn Winterfeld. »Das Schiff sinkt. Ich habe berechnet, daß es fünfzehn Minuten brauchen wird, um den Meeresgrund zu erreichen. Und genau auf diese Frist sind auch die Zeitzünder eingestellt, die mit dem Sprengstoff in den Laderäumen gekoppelt sind. « »Aber Sie haben sie nicht ausgelöst!« protestierte Mike. »Lügen Sie mich nicht an! Das konnten Sie gar nicht! Alles ist viel zu schnell gegangen!« »Das ist wahr«, sagte Winterfeld traurig. »Aber es war auch nicht nötig. Als Brockmann die Sprengladungen gezündet hatte, wurden sie automatisch aktiviert. Die Zünder sind so konstruiert, daß sie sich von selbst schärfen, sobald die Laderäume der LEOPOLD unter Wasser stehen. « Er atmete hörbar ein. »In fünfzehn Minuten erreichen wir den Meeresgrund, und spätestens eine Minute danach wird die LEOPOLD gesprengt. « Für einige Sekunden herrschte vollkommene Stille. Rings um sie herum tobte ein wahrer Höllenlärm – und trotzdem war es zugleich still, auf eine Weise, die Mike dieses Schweigen fast wie etwas körperlich Anwesendes empfinden ließ. Vielleicht, überlegte Mike, ist es das, was man unter dem Wort Grabesstille zu verstehen hat – nicht etwa die Angst vor dem Sterben, sondern die absolute Gewißheit des bevorstehenden Todes. Sie waren verloren. Es gab keine Rettung mehr. Sie waren gefangen in einem stählernen Sarg, der dem Meeresboden entgegensank. Seltsam – aber er hatte plötzlich überhaupt keine Angst mehr.
Dann aber sah er wieder in Serenas Gesicht, und in ihren Augen entdeckte er die Furcht, die er in sich selbst vermißte, Furcht – und Zorn, den er im ersten Moment nicht verstand. Aber dann begriff er, wogegen sich dieser Zorn richtete – nämlich gegen das Schicksal selbst, ein Schicksal, das sich einen wahrhaft grausamen Scherz mit ihr erlaubt hatte, denn es hatte ihr ein zweites Leben geschenkt, nur um es ihr nach mehr als einem Jahr wieder wegzunehmen. Mike verspürte noch immer keine Angst, aber plötzlich empfand er ein so tiefes Gefühl von Mitleid, daß er einfach nicht anders konnte, als auf sie zuzutreten und sie in die Arme zu schließen. Winterfeld, der ihnen zusah, verstand die Bedeutung dieser Geste wohl vollkommen falsch, denn er sagte sehr mitfühlend: »Es tut mir wirklich leid. Das... das war das letzte, was ich wollte, bitte glaubt mir. « Ohne Serena loszulassen oder Winterfeld anzusehen, antwortete Mike: »Es wird nicht besser, wenn Sie immer wieder dasselbe sagen. « Aber er glaubte Winterfeld. Das Mitgefühl und die Schuld in seiner Stimme waren nicht geheuchelt. »Wie lange noch?« fragte Singh.
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