Orson Card - Der rote Prophet
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- Название:Der rote Prophet
- Автор:
- Издательство:Bastei-Lübbe
- Жанр:
- Год:1989
- Город:Bergisch Gladbach
- ISBN:3-404-20123-X
- Рейтинг книги:4 / 5. Голосов: 1
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»Nun, ich bin jedenfalls froh zu wissen, daß er mir vertraut«, meinte Jackson. Doch sein Lächeln wirkte etwas matt, weil Hooch emsig damit beschäftigt war, den Boden unter seinen Füßen so heiß zu machen, daß der alte Hickory schon hätte fliegen müssen, um der Hitze zu entkommen. Hooch hatte nicht vor, ihn lange zu quälen. Nur so lange, bis er Jackson ein paar kleine Hopser machen sah und bis er mitansehen konnte, wie er versuchte, zu erklären, weshalb er ausgerechnet hier vor einem jungen Krieger der Shaw-Nee und dem Gouverneur William Henry Harrison einen Tanz vollführte.
Lolla-Wossiky erwies sich jedoch als Spielverderber, weil er im selben Augenblick vorn überkippte und unter dem Tisch hervorrollte. Er hatte ein idiotisches Grinsen im Gesicht, und seine Augen waren geschlossen. »Blue Jacket!« rief er. Hooch merkte, daß er nun doch ein wenig lallte. »Hickory!« rief der einäugige Rote.
»Ihr seid mein Feind«, sagte Ta-Kumsaw, ohne seinen Bruder zu beachten.
»Da irrt Ihr Euch«, antwortete Harrison. »Ich bin Euer Freund. Euer Feind befindet sich nördlich von hier, in der Stadt Vigor Church. Euer Feind ist dieser Renegat Brustwehr-Gottes Weaver.«
»Brustwehr Weaver verkauft keinen Whisky an Rote.«
»Ich auch nicht«, konterte Harrison. »Aber er ist es, der Landkarten des ganzen Gebiets westlich des Wobbish anlegt. Damit er alles parzellieren und verkaufen kann, nachdem er die Roten getötet hat.«
Ta-Kumsaw ging auf Harrisons Versuch, ihn gegen seinen Rivalen im Norden aufzuwiegeln, nicht weiter ein. »Ich bin gekommen, um Euch zu warnen«, sagte Ta-Kumsaw.
»Um mich zu warnen?« fragte Harrison. »Ihr, ein Shaw-Nee, der in niemandes Namen spricht, Ihr wollt mich warnen, hier in meinen eigenen Fort, wo hundert Soldaten bereitstehen, Euch niederzuschießen, sobald ich auch nur ein Wort sage?«
»Haltet den Vertrag ein«, sagte Ta-Kumsaw.
»Wir halten doch den Vertrag ein! Ihr seid es, die ständig die Verträge brecht!«
»Haltet den Vertrag ein«, wiederholte Ta-Kumsaw.
»Oder was?« fragte Jackson.
»Oder jeder Rote westlich der Berge wird sich mit den anderen zusammentun und Euch in Stücke schneiden.«
Harrison legte den Kopf zurück und lachte. Ta-Kumsaws Miene blieb ausdruckslos.
»Jeder Rote, Ta-Kumsaw?« fragte Harrison. »Ich meine, sogar Lolly hier? Sogar mein Haus-Shaw-Nee, mein zahmer Roter, selbst der?«
Zum ersten Mal blickte Ta-Kumsaw auf seinen Bruder, der schnarchend auf dem Boden lag. »Weißer Mann, die Sonne geht jeden Tag wieder auf. Aber ist sie gezähmt? Regen fällt jedesmal wieder auf die Erde. Aber ist er gezähmt?«
»Entschuldigt mich, Ta-Kumsaw, aber dieser einäugige Trunkenbold ist so zahm wie mein Pferd.«
»O ja«, meinte Ta-Kumsaw. »Legt den Sattel auf. Legt Geschirr an. Sitzt auf und reitet. Seht, wohin dieser zahme Rote dann geht. Nicht dorthin, wohin Ihr wollt.«
»Aber doch! Ganz genau dorthin, wo ich hinwill«, widersprach Harrison. »Vergeßt das nicht. Euer Bruder ist immer in meiner Reichweite. Und wenn Ihr jemals aus der Reihe scheren solltet, Junge, dann werde ich ihn als Euren Mitverschwörer verhaften und aufknüpfen lassen.«
Ta-Kumsaw lächelte dünn. »Das meint Ihr. Und Lolla-Wossiky meint es. Aber er wird lernen, mit seinem anderen Auge zu sehen, bevor Ihr jemals Hand an ihn gelegt habt.«
Dann machte Ta-Kumsaw kehrt und verließ den Raum. Ruhig, geschmeidig, ohne zu zögern, ohne wütend zu sein; nicht einmal die Tür schloß er hinter sich. Er bewegte sich mit der Anmut eines gefährlichen Tieres. Hooch hatte einmal vor Jahren einen Cougar gesehen, als er allein in den Bergen gewesen war. Genau das war Ta-Kumsaw: eine Raubkatze.
Harrisons Adjutant schloß die Tür.
Harrison wandte sich an Jackson und lächelte. »Seht Ihr?« fragte er.
»Was soll ich sehen, Mr. Harrison?«
»Muß ich Ihnen die Sache erst buchstabieren, Mr. Jackson?«
»Ich bin Rechtsanwalt. Ich mag es, wenn die Dinge buchstabiert werden. Sofern man überhaupt buchstabieren kann.«
»Ich kann nicht einmal lesen«, meinte Hooch fröhlich.
»Den Mund könnt Ihr auch nicht halten«, warf Harrison ein. »Ich werde es Euch buchstabieren, Jackson. Ihr und Eure Jungs am Tennizy, ihr sprecht davon, die Roten westlich des Mizzipy zu verfrachten. Angenommen, wir tun das. Was wollt Ihr danach tun? Etwa den ganzen Fluß entlang Soldaten aufbauen, die Tag und Nacht Wache schieben? Die kommen doch wieder über diesen Fluß zurück, wann immer sie wollen, und plündern, foltern, töten.«
»Ich bin kein Narr«, erwiderte Jackson. »Wir werden einen großen, blutigen Krieg brauchen, aber wenn wir sie erst einmal über den Fluß getrieben haben, wird ihr Widerstand gebrochen sein. Und Männer wie dieser Ta-Kumsaw — die sind dann entweder tot oder entehrt.«
»Meint Ihr? Nun, während dieses großen, blutigen Kriegs, von dem Ihr sprecht, werden sehr viele Weiße sterben, auch weiße Frauen und Kinder. Aber ich habe eine bessere Idee. Diese Roten schlürfen den Branntwein wie ein Kalb die Milch aus der Zitze seiner Mutter. Vor zwei Jahren lebten östlich des My-Ammy River eintausend Pee-Ankashaw. Dann gerieten sie an den Branntwein. Sie hörten auf zu arbeiten, sie wurden so schwach, daß schon die erste kleine Seuche sie ausradierte. Wenn hier noch ein einziger Pee-Ankashaw am Leben sein sollte, so habe ich jedenfalls noch nie von ihm gehört. Im Norden ist das gleiche mit den Chippy Wa passiert, nur daß es dort die französischen Händler waren. Und das beste am Branntwein ist, daß er die Roten umbringt und kein einziger Weißer dabei sterben muß.«
Jackson erhob sich langsam. »Ich schätze, wenn ich wieder zu Hause bin, muß ich wohl gleich dreimal hintereinander baden«, sagte er, »und selbst danach werde ich mich noch nicht richtig sauber fühlen.«
Hooch war entzückt zu sehen, daß Harrison jetzt wirklich wütend war. Er sprang auf und schrie Jackson so laut an, daß Hooch seinen Stuhl beben spürte. »Ihr Heuchler, nun versucht nur nicht, mich von oben herab zu behandeln! Ihr wollt, daß sie alle sterben, genau wie ich! Zwischen uns beiden besteht kein Unterschied.«
Jackson blieb an der Tür stehen und musterte den Gouverneur voller Ekel. »Der Mörder, Mr. Harrison, der Giftmörder, kann keinen Unterschied zwischen sich selbst und einem Soldaten erblicken. Aber der Soldat kann es.«
Anders als Ta-Kumsaw, war Jackson sich nicht zu schade, die Tür zuzuschlagen.
Harrison ließ sich wieder auf seinen Stuhl sinken. »Hooch, ich muß sagen, dieser Bursche gefällt mir nicht besonders.«
»Das macht nichts«, erwiderte Hooch. »Er ist auf Eurer Seite.«
Harrison lächelte matt. »Ich weiß. Wenn es zum Krieg kommen sollte, werden wir alle einig sein. Vielleicht mit Ausnahme dieses Kerls da oben in Vigor Church.«
»Auch der wird sich uns anschließen«, meinte Hooch. »Wenn erst einmal ein Krieg ausgebrochen ist, können die Roten doch keinen Weißen mehr vom anderen unterscheiden. Dann werden seine Leute genauso sterben wie unsere. Und dann wird auch Brustwehr Weaver kämpfen.«
»Ja, aber wenn Jackson und Weaver ihre Roten ebenso mit Branntwein vollaufen ließen, wie wir es mit unseren tun, würden wir überhaupt keinen Krieg brauchen.«
Hooch zielte mit einem Mundvoll Speichel auf den Spucknapf und verfehlte ihn nur knapp. »Dieser Rote, dieser Ta-Kumsaw.«
»Was ist mit dem?« fragte Harrison.
»Er macht mir Sorgen.«
»Mir nicht«, widersprach Harrison. »Ich habe seinen Bruder. Ta-Kumsaw wird überhaupt nichts tun.«
»Als er auf mich gezeigt hat, da hatte ich ein Gefühl, als würde mich sein Finger quer durch den Raum hinweg berühren. Ich glaube, vielleicht hat er einen Anziehungszauber. Oder er beherrscht die Fernberührung. Ich glaube, er ist gefährlich.«
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