Orson Card - Der rote Prophet

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Der junge Alvin zieht aus dem Berg der Magie. Dort herrscht Ta-Kumsaw, der Prophet der Indianer, und er haßt alle Weißen.

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»Weshalb ich auch verwundert darüber bin, daß Ihr es zulaßt, wenn betrunkene Rote hier in Eurem Hauptquartier herumlungern. Die gehören alle ins Land westlich des Mizzipy. Bevor wir das nicht erreicht haben, wird es hier weder Frieden noch Zivilisation geben. Und da Appalachee und die Vereinigten Staaten gleichermaßen davon überzeugt sind, daß man Rote behandeln sollte wie Menschen, müssen wir unser Problem lösen, noch bevor wir uns der Union anschließen. So einfach ist das.«

»Na, sehr Ihr?« machte Harrison. »Wir sind schon völlig einer Meinung.«

»Warum laßt Ihr es dann zu, daß man in Eurem Hauptquartier ebenso viele Rote sieht wie in Washington City auf der Independence Street? In Appalachee gibt es Cherriky, die als Beamte arbeiten und sogar Regierungsämter innehaben, mitten in der Hauptstadt! Posten, die eigentlich an Weiße hätten gehen sollen, und dann komme ich hierher und stelle fest, daß auch Ihr Euch mit Roten umgebt.«

»Beruhigt Euch, Mr. Jackson, beruhigt Euch. Hält der König in Virginia seine Schwarzen nicht auch im Palast?«

»Seine Schwarzen sind Sklaven. Jedermann weiß, daß man aus Roten keine Sklaven machen kann. Sie sind nicht intelligent genug, um sie anständig zu schulen.«

»Nun, dann setzt Euch doch einfach mal auf diesen Stuhl, Mr. Jackson, dann werde ich Euch meine Pointe auf die beste Weise präsentieren, die ich kenne, indem ich Euch nämlich zwei Prachtexemplare der Shaw-Nee vorführe. Nehmt nur Platz.«

Jackson hob den Stuhl auf und trug ihn zur Hooch gegenüberliegenden Seite des Raumes. Jacksons Verhalten störte Hooch zutiefst. Männer wie Jackson waren ach so aufrecht und scheinbar ehrlich, doch Hooch wußte, daß es keinen guten Mann gab, der noch nicht gekauft worden war oder der nicht den Mut hatte, um die Hand auszustrecken und sich zu nehmen, was er haben wollte. Darauf lief doch alle Tugend nur hinaus, soweit Hooch das in seinem Leben hatte beobachten können. Aber was tat Jackson? Er legte Allüren an den Tag und forderte Bill Harrison dazu auf, ihn festzunehmen! Das sollte man sich einmal vorstellen: ein Fremder, der von Tennizy kam, mit dem Haftbefehl eines Richters aus Appalachee — ausgerechnet! — herumwedelte, der im Wobbish genauso viel galt, als wäre er vom König von Äthiopien ausgestellt worden. Nun, Mr. Jackson, von hier bis nach Hause ist es ein weiter Weg, und wir wollen doch mal sehen, ob Euch unterwegs kein Unfall zustößt.

Nein, sagte Hooch stumm bei sich. Rache hatte in dieser Welt keine Bedeutung. Die beste Rache war es, reich genug zu werden, damit alle einen ›Sir‹ nannten. Nur so konnte man es diesen Leuten heimzahlen. Keine Hinterhalte im Busch. Wenn du jemals in den Ruf geraten solltest, Hinterhalte im Busch zu organisieren, wird das dein Ende sein, Hooch Palmer.

Also saß Hooch da und lächelte, während Harrison nach seinem Adjutanten rief. »Warum bittet Ihr Lolla-Wossiky nicht herein? Und wenn Ihr schon dabei seid, teilt seinem Bruder mit, daß er auch hereinkommen kann.«

Lolla-Wossikys Bruder — das mußte der herausfordernde Rote sein, der an der Wand gelehnt hatte. Merkwürdig, wie verschieden zwei Äpfel vom selben Stamm doch sein konnten.

Lolla-Wossiky trat unterwürfig lächelnd ein, ließ den Blick vom Antlitz eines Weißen zum anderen huschen, fragte sich, was sie wohl wollten, wie er sie glücklich machen konnte, damit sie ihn mit Whisky belohnten. Es stand ihm ins Gesicht geschrieben, wie durstig er war, auch wenn er bereits viel zu betrunken war, um noch aufrecht gehen zu können. Oder hatte er bereits soviel Branntwein getrunken, daß er nicht einmal mehr dann aufrecht gehen konnte, wenn er nüchtern war? Hooch dachte darüber nach — doch schon bald erhielt er die Antwort. Harrison griff hinter sich in den Schrank und holte einen Krug und einen Becher hervor. Lolla-Wossiky sah zu, wie die braune Flüssigkeit in den Becher spritzte. Sein Auge hatte einen solch intensiven Ausdruck, daß es den Anschein hatte, als könnte er den Branntwein schon durch bloßes Anschauen schmecken. Doch er machte nicht einen einzigen Schritt auf den Becher zu. Harrison streckte den Arm aus und stellte den Becher auf den Tisch neben dem Roten, doch noch immer stand der Mann da, lächelnd, blickte mal den Becher an, mal Harrison.

Harrison wandte sich zu Jackson um und lächelte. »Lolla-Wossiky ist so ziemlich der zivilisierteste Rote im ganzen Wobbish-Land, Mr. Jackson. Er nimmt niemals Dinge, die ihm nicht gehören. Er spricht niemals, wenn er nicht angesprochen wird. Er gehorcht und tut alles, was ich ihm sage. Und alles, was er dafür bekommen will, ist nur ein Becher Flüssigkeit. Es muß nicht einmal guter Branntwein sein. Maiswhisky oder schlechter spanischer Rum stellen ihn genauso zufrieden, nicht wahr, Lolla-Wossiky?«

»Das stimmt vollkommen, Mr. Exzellenz«, antwortete Lolla-Wossiky. Seine Sprache klang überraschend deutlich für einen Roten. Vor allem für einen betrunkenen Roten.

Hooch sah, wie Jackson den einäugigen Roten angewidert musterte. Dann schwenkte der Blick des Rechtsanwalts aus Tennizy zur Tür hinüber, wo der hochgewachsene, kräftige, trotzige Rote stand. Hooch genoß den Anblick von Jacksons Gesicht. Seine Miene verwandelte sich von Ekel in eindeutigen Zorn und — Furcht. O ja, Ihr seid nicht furchtlos, Mr. Jackson. Ihr wißt genau, was Lolla-Wossikys Bruder ist. Er ist Euer Feind, der Feind eines jeden weißen Mannes, der dieses Land haben will, denn eines Tages wird dieser hochnäsige Rote seinen Tommy-hawk in Euren Kopf senken und Euch ganz langsam den Skalp abpellen, und den wird er auch keinem Franzosen verscherbeln, Mr. Jackson, den wird er behalten und seinen Kindern geben und zu ihnen sagen: »Das ist der einzige gute Weiße Mann. Das ist der einzige Weiße Mann, der sein Wort nicht bricht. Das ist es, was man mit Weißen Männern tut.« Hooch wußte es. Harrison wußte es, und Jackson wußte es auch. Dieser junge Hirsch an der Tür war der Tod.

»Wie ich sehe, habt Ihr Ta-Kumsaw bemerkt. Lolla-Wossikys älterer Bruder und mein sehr, sehr teurer Freund. Ja, ich kannte diesen Jungen sogar schon, bevor sein Vater starb. Schaut Euch nur an, welch ein kräftiger Hirsch aus ihm geworden ist!«

Wenn Ta-Kumsaw wahrnahm, wie man sich über ihn lustig gemacht hatte, so ließ er es sich jedenfalls nicht anmerken. Er sah niemanden im Raum an. Statt dessen blickte er aus dem Fenster an der Wand hinter dem Gouverneur. Hooch konnte er allerdings nichts vormachen. Hooch wußte, was er dort sah, und er konnte sich auch ziemlich genau vorstellen, was Ta-Kumsaw empfand. Diese Roten nahmen die Familie wirklich ernst. Ta-Kumsaw war damit beschäftigt, heimlich seinen Bruder zu beobachten, und wenn Lolla-Wossiky schon zu betrunken sein sollte, um noch irgendwelche Scham zu empfinden, so bedeutete dies, daß Ta-Kumsaw sie nur um so stärker empfinden würde.

»Ta-Kumsaw«, sagte Harrison, »Ihr seht, daß ich Euch einen Drink eingeschenkt habe. Kommt, nehmt Platz und trinkt, dann können wir uns unterhalten.«

Als er Harrisons Worte vernahm, versteifte sich Lolla-Wossiky. War es möglich, daß der Drink doch nicht für ihn war? Ta-Kumsaw aber ruhte keinen Muskel, machte kein Anzeichen, daß er etwas gehört hatte.

»Seht Ihr?« sagte Harrison zu Jackson. »Ta-Kumsaw ist nicht einmal zivilisiert genug, um Platz zu nehmen und freundlich mit Freunden etwas zu trinken. Aber sein jüngerer Bruder ist zivilisiert, nicht wahr? Seid Ihr das nicht, Lolly? Es tut mir leid, daß ich keinen Stuhl für Euch habe, mein Freund, aber Ihr könnte Euch hier unter meinem Tisch auf den Boden setzen, direkt zu meinen Füßen, und diesen Rum trinken.«

»Ihr seid bemerkenswert gütig«, erwiderte Lolla-Wossiky in seiner klaren, präzisen Sprache. Zu Hoochs Überraschung stürzte der einäugige Rote sich nicht auf den Becher, statt dessen trat er sehr sorgsam vor, jeder Schritt mühsamste Präzisionsarbeit, und nahm den Becher in seine nur ganz schwach zitternden Hände. Dann kniete er vor Harrisons Tisch nieder und ging, den Becher immer noch balancierend, mit gekreuzten Beinen in die Sitzstellung. Doch saß er noch immer vor dem Tisch und nicht darunter, worauf Harrison ihn auch hinwies. »Ich hätte gern, daß Ihr unter meinem Tisch sitzt«, sagte der Gouverneur. »Das würde ich als äußerst freundliche Geste ansehen.«

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