Stanislaw Lem - Fiasko

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Mit „Fiasko“ knüpft Lem an jene Phase seines literarischen Schaffens an, die mit Romanen wie „Der Unbesiegbare“ (1967) und „Solaris“ (1972) seine bisher größten erzählerischen Erfolge aufwies. „Fiasko“, ein Buch von grandiosem pessimistischem Zuschnitt, nimmt eine Idee auf, die die intellektuelle Science-fiction bislang gemieden hat: die Möglichkeit der Selbstzerstörung unseres Planeten. Den Ausgangspunkt der Geschichte, die Lem ins 22. Jahrhundert datiert, bildet der Versuch eines Raumfahrtkommandos, mit einer außerirdischen Zivilisation Kontakt aufzunehmen, doch kristallisiert sich als das eigentliche Thema des Romans bald der fatale Zustand jener fremden Zivilisation heraus. Im Verlauf eines hundertjährigen kalten Krieges und Wettrüstens ist das ganze Planetensystem, m welchem sich auch der Planet Quinta — Ziel des Raumschiffs „Hermes“ — befindet, „militarisiert“ worden und bildet nun eine gewaltige „Sphäromachie“, in der unzählige hochautomatisierte Satelliten sich gegenseitig in Schach halten.
Unwissentlich gerät das Unternehmen Hermes zwischen die Fronten und beschwört durch eine fatale Demonstration der Stärke die kosmische Katastrophe herauf: „ein Lehrstück über den Wahnwitz von SDI und Star-Wars-Träumen“ („Die Zeit“).

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„Es geht hier nicht so sehr um Verwandtschaftsgrade.“ Der Kommandant fand keinen Geschmack an dem Witz der Maschine. „Sag, was du weißt.“

„Ich nehme an, daß GABRIEL lediglich verschwinden, sich in die Singularität verwandeln wollte. Er wußte, daß er damit weder uns noch den anderen schaden würde, da die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenstoßes mit dieser Singularität praktisch gleich Null ist: Sie hat den 10–50 fachen Durchmesser eines Protons.

Eher stoßen zwei Fliegen zusammen, von denen die eine in New York, die andere in Paris losfliegt.“

„Wen nimmst du eigentlich in Schutz? Doktor Rotmont oder dich?“

„Ich nehme niemanden m Schutz. Obgleich ich kein Mensch bin, spreche ich doch zu Menschen. Hermes und Eurydike stammen aus Griechenland. Möge das also wie vor den Mauern Trojas klingen: Da die Besatzung denjenigen, die GABRIEL programmiert und ausgesandt haben, keinen Glauben schenkt, lege ich einen olympischen Eid ab, daß der Kniff mit dem Kollaps in keinen Gedächtnisblock eingeführt worden ist.

GABRIEL erhielt ein Entscheidungsmaximum von einer Nanosekunde für die Heurese in deren sämtlichen Abläufen. 1031 war also die Kardinalzahl seines kombinatorischen Komplexes. Ich weiß nicht, welchen Gebrauch er von dieser Kapazität gemacht hat, aber ich weiß, wieviel Zeit er für seine Entscheidung hatte: drei bis vier Sekunden. Das war zuwenig, um das Holenbachsche Intervall zu bestimmen. Folglich stand er vor der Alternative alles oder nichts. Hatte er den Raum nicht durch den Kollaps verschlossen, wäre er explodiert wie hundert thermonukleare Megatonnenbomben. Dann nämlich wäre die beim Kurzschluß freigesetzte Energie explosiv gewesen. Angesichts dessen übertrieb er nach der anderen Seite: Das gab die Gewähr einer Implosion in die Singularität, und die Geschosse der Quintaner wurden bei der Gelegenheit unter die Kerr-Hülle geschluckt.“ GOD verstummte. Steergard sah der Reihe nach seine Leute an.

„Schön, ich nehme das zur Kenntnis. GABRIEL hat Gott seinen Geist zurückgegeben.

Davon jedoch, ob er die Quinta mattgesetzt hat, werden wir uns überzeugen. Wir bleiben an Ort und Stelle. Wer hat Dienst?“

„Ich“, sagte Tempe.

„Gut. Wir anderen gehen schlafen. Weckt mich, wenn etwas passiert.“

„GOD hält alles in seiner Hut“, meldete sich der Computer.

Allein geblieben, umkreiste der Pilot den in gedämpftem Licht Hegenden Steuerraum, einem Schwimmer gleich, der in unsichtbarem Wässer seine Runden zieht. An den matten, blinden Bildschirmwänden entlang schwang er sich unter die Decke und stieß sich, von einem unverhofften Gedanken gepackt, heftig ab, um zum Hauptvideoskop zu gelangen.

„GOD?“ fragte er halblaut. „Ich höre.“

„Zeig mir noch einmal die letzte Phase der Verfolgung. Um das Fünffache verlangsamt.“

„Optisch?“

„Ja, mit Infrarotüberlagerung, aber so, daß das Bild nicht zu sehr verwischt wird.“

„Der Grad der Unscharfe ist Geschmacksache“, erwiderte GOD. Gleichzeitig wurde der Bildschirm hell, an seinem Rand erschienen die Ziffern des Entfernungsmessers — nicht in rasendem Lauf wie vorhin, sondern in kleinen Sprüngen.

„Leg ein Netz über das Bild.“

„Bitte sehr.“

Das stereometrisch zerteilte Bild war weiß von Wolken. Plötzlich kam es ms Schwanken, als würde es von Wasser überschwemmt. Die Linien des geodätischen Netzes krümmten sich. Die Distanz zwischen GABRIEL und den Verfolgern schwand.

Infolge der Verlangsamung passierte alles wie in einem Wassertropfen unter dem Mikroskop, wenn kommaförmige Bakterien auf ein schwarzes Schwebeteilchen zuschwimmen. „Das Dopplersche Differentialtelemeter!“ sagte Tempe.

„Der Raum verliert den euklidischen Charakter“, erwiderte GOD, schaltete aber den Differentiator zu. Die Maschen des Netzes zuckten und bogen sich, aber die Entfernung war ungefähr abzuschätzen. Die Kommas waren auf ein paar hundert Meter an GABRIEL heran. In diesem Moment blähte sich ein riesiger Teil des Planeten unterhalb der fünf dicht beieinander liegenden schwarzen Punkte gewaltig auf und kehrte sogleich zu seinem gewöhnlichen Aussehen zurück. Die schwarzen Punkte waren verschwunden, an ihrer Stelle gab es ein leichtes Flimmern wie von erhitzter Luft, darauf folgte ein schrecklicher roter Glast, einer Fontäne funkelnden Blutes gleich, das zu einer scharlachroten Blase wurde und dann in trübem Braun erlosch. Die von dem Schlag Tausende von Meilen weggefegten Wolkenfetzen wälzten sich träge über die Fläche des Ozeans, die dunkler war als die östliche Küste. Das Fenster mit den geknäulten Rändern blieb weit geöffnet — gähnend leer. „Die Gravimeter!“ sagte der Pilot. „Bitte sehr.“

Das Bild blieb unverändert, nur die geodätischen Linien wanden sich in der Mitte wie verfilzte Fäden. „Die Mikrograviskopie! GOD, du weißt doch ganz genau, was ich will!“

„Aber ja!“

GOD sprach wie stets mit seiner emotionslosen Stimme, aber der Pilot glaubte einen impertinenten Ton herauszuhören, als wolle ihn die Maschine, die ihm an Fixigkeit überlegen war, merken lassen, wie widerwillig sie seine Befehle ausführte. Im Knäuel der verwickelten geodätischen Linien zeigte sich ein kaum erkennbares Kräuseln, das die Dichte des Netzes durchlief und sich verlor. Das geodätische Gewirr richtete sich wieder aus, vor dem wei-ßen Planeten, der in seiner Wolkendecke nur ein Loch trug wie das Auge eines Zyklons, stand rechtwinklig das Netz der Schwerkraftkoordinaten.

„GABRIEL hat Nukleonen aus dem Teravoltbereich in sich hineingeschossen, nicht wahr?“ fragte der Pilot. „Ja.“

„Auf einer Tangente mit einer Genauigkeit von einem Heisenberg?“

„Ja.“

„Wo hat er die zusätzliche Energie hergenommen? Seine Masse war doch viel zu gering, um den Raum zu einem Mikroloch zu deformieren.“

„Das Teratron arbeitet im Kurzschluß wie ein Siderator. Es bezieht die Energie von außen.“

„Wo ein Defizit entsteht?“

„Ja.“

„Als negative Energie?“

„Ja.“

„In welcher Reichweite?“

„Bei Supralichtgeschwindigkeit im Raumjenseits hat GA-BRIEL sie m einem Radius von einer Million Kilometer bezogen.“

„Warum ist das sowohl der Quinta und ihrem Mond als auch uns verborgen geblieben?“

„Weil es eine Quantenanleihe im Holenbachschen Intervall war. Soll ich es weiter erläutern?“

„Nicht nötig“, sagte der Pilot. „Da der Kollaps in kürzerer Zeit als dem millionsten Bruchteil einer Nanosekunde erfolgte, entstanden zwei konzentrische Ereignishorizonte nach Rahman-Kerr.“

„Jawohl“, sagte GOD. Er konnte sich nicht wundern, aber der Pilot vernahm aus diesem Wort doch Respekt. „Das heißt, daß die von GABRIEL hinterlassene Singularität nicht mehr auf dieser Welt ist. Rechne mal nach, ob ich recht habe.“

„Ich habe bereits gerechnet,“ erwiderte GOD. „Die Wahrscheinlichkeit, daß es sich so verhält, beträgt 1: 10 000.“

„Warum fabelst du dann dem Kommandanten etwas über Fliegen vor?“

„Die Wahrscheinlichkeit ist nicht gleich Null.“

„Den geodätischen Bewegungen zufolge hatte der Kollaps eine starke heliofugale Beulung. Reduziert man die Massen aller im System vorhandenen Körper auf Punkte, so kann man den Brennpunkt berechnen, der die Raketen der anderen durch den Makrotunneleffekt zerlegt hat. Stimmt's?“

„Es stimmt.“

„Die Verunschärfung muß kürzer sein als ein Parsek. Kannst du rechnen?“

„Ja.“

„Nun?“

„Die Tunnelung verläuft probabilistisch, während die unabhängigen Wahrscheinlichkeiten zunehmen.“

„Übersetzen wir das in die Sprache des gesunden Menschenverstands: Neben der Zeta gibt es in diesem System noch weitere neun Planeten. Es entsteht ein unlineares Gleichungssystem, das nicht zu integrieren ist, aber die Planeten haben das Drehmoment der Protosonne aufgegriffen, so daß sich die Masse des gesamten Systems auf das Zentrum zurückführen läßt.“

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