Ray Bradbury - Die Mars-Chroniken
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- Название:Die Mars-Chroniken
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Deutsche Übersetzungen von Thomas Schluck und Wolfgang Jeschke
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Schließlich gewann Cherokee wieder Gewalt über seine Zunge. »Du hast sie umgebracht«, keuchte er entsetzt und wagte es, die Männer ringsum anzuschauen.
»Sie haben es verdient.«
»Du bist ja wahnsinnig!«
»Vielleicht. Aber du kannst mitkommen.«
»Mitkommen, wozu?« schrie Cherokee mit aschfahlem Gesicht, während sich seine Augen mit Tränen füllten. »Los, los, verschwinde!«
Spenders Gesicht wurde starr. »Ich hätte angenommen, daß du von allen hier am ehesten verstehst.«
»Verschwinde!« Cherokee griff nach seiner Pistole.
Spender feuerte ein letztes Mal. Cherokee rührte sich nicht mehr.
Jetzt begann Spender zu schwanken. Er wischte sich mit der Hand über sein schwitzendes Gesicht. Er sah zur Rakete auf und begann plötzlich am ganzen Leibe zu zittern. Die körperliche Reaktion war so heftig, daß er sich kaum noch auf den Beinen halten konnte. Auf seinem Gesicht lag der Ausdruck eines Mannes, der aus einer Hypnose, aus einem entsetzlichen Traum erwacht. Er setzte sich einen Augenblick und befahl dem Zittern aufzuhören.
»Schluß! Schluß jetzt!« kommandierte er. Jede Faser seines Körpers vibrierte. »Schluß! Aufhören!« Mit ungeheurer Willenskraft bedrängte er seinen Körper, bis alles Zittern herausgepreßt war. Nun lagen seine Hände ruhig auf den reglosen Knien.
Er stand auf und schnallte sich mit umsichtigen Bewegungen einen tragbaren Versorgungstornister auf den Rücken. Einen Moment lang begann seine Hand wieder zu zittern, doch er sagte mit großer Entschlossenheit »Nein!«, und das Zittern verging. Dann marschierte er mit steifen Schritten in die Wüste hinaus, auf die heißen roten Hügel zu, allein.
Die Sonne brannte sich ihren Weg durch den Himmel. Eine Stunde später kletterte der Kapitän aus der Rakete, um sich Eier und Speck zu holen. Er wollte schon die vier Männer begrüßen, die am Tisch saßen, als er plötzlich innehielt und einen schwachen Brandgeruch wahrnahm. Er sah den Koch im Lagerfeuer liegen, und die vier anderen Männer saßen mit auf den Tisch gesunkenen Köpfen vor ihrem Essen, das kalt geworden war.
Gleich darauf kam Parkhill mit zwei anderen Männern heruntergeklettert. Der Kapitän stand ihnen im Weg, fasziniert von den stummen Männern und der Art, wie sie vor ihrem Frühstück saßen.
»Rufen Sie die anderen zusammen - alle«, sagte der Kapitän.
Parkhill rannte zum Kanalufer.
Der Kapitän berührte Cherokee. Cherokee drehte sich lautlos und fiel vom Stuhl. Die Sonne brannte in seinen kurzen Haaren und auf seinen hohen Backenknochen.
Die Männer kamen.
»Wer fehlt?«
»Nur Spender, wie gehabt. Biggs haben wir im Kanal gefunden.«
»Spender!«
Der Kapitän sah die Hügel, die sich im Tageslicht erhoben. Er verzog das Gesicht zu einer Grimasse, und die Sonne ließ seine Zährte aufblitzen. »Verdammt«, sagte er müde. »Warum ist er nicht gekommen und hat die Sache mit mir besprochen?«
»Er hätte mal mit mir sprechen sollen!« rief Parkhill mit blitzenden Augen. »Ich hätte ihm den verdammten Schädel zerschossen, bei Gott!«
Kapitän Wilder nickte zwei Männern zu. »Holen Sie die Schaufeln«, sagte er.
Es wurde ihnen sehr heiß beim Ausheben der Gräber. Ein warmer Wind wehte vom leeren See herüber und blies ihnen den Staub in die Gesichter, während der Kapitän die Seiten der Bibel umblätterte. Als der Kapitän das Buch schloß, begann einer der Männer den Sand mit langsamen Bewegungen auf die eingewickelten Gestalten hinabzuschaufeln.
Sie gingen zur Rakete zurück, ließen den Mechanismus ihrer Gewehre klicken, schnallten sich dicke Granaten auf den Rücken und überprüften die Pistolen in ihren Halftern. Jedem wurde ein Stück Hügel zugeteilt. Der Kapitän gab seine Befehle mit leiser Stimme und ohne die Hände zu bewegen, die wie tot an seinen Seiten herabhingen.
»Gehen wir«, sagte er.
Spender sah hier und dort im Tal die dünnen Staubfahnen aufsteigen und wußte, daß die Verfolgung organisiert und im Gange war. Er klappte das dünne Silberbuch zu, in dem er - entspannt auf einem flachen Felsen sitzend - gelesen hatte. Die Seiten des Buchs waren aus hauchdünnem reinem Silber und handgemalt in Schwarz und Gold. Das Buch behandelte eine zehntausend Jahre alte Philosophie, und er hatte es in einer Villa in irgendeiner marsianischen Talstadt gefunden. Widerstrebend legte er den Band zur Seite.
Eine Zeitlang hatte er gedacht: Was soll’s? Ich bleibe sitzen und lese, bis sie kommen und mich erschießen.
Seiner ersten Reaktion auf das Erschießen der sechs Männer am Morgen waren eine betäubte Leere, dann Übelkeit und schließlich eine seltsame innere Ruhe gefolgt. Aber auch die friedliche Stimmung ging vorüber, denn er sah den Staub, der sich von den Füßen der Verfolger erhob, und er spürte, wie der Groll zurückkehrte.
Er trank einen Schluck kalten Wassers aus einer Gürtelflasche. Dann stand er auf, reckte sich, gähnte und lauschte auf das friedvolle Paradies des Tales. Wie schön es wäre, hier mit einigen Freunden von der Erde das Leben zu beschließen, ohne Lärm und Sorgen!
In der einen Hand trug er das Buch, mit der anderen hielt er die Pistole schußbereit. An einem kleinen, schnellen Bach voller weißer Kiesel zog er sich aus, watete hinein und wusch sich kurz. Er ließ sich Zeit, ehe er sich anzog und seine Waffe wieder zur Hand nahm.
Die Schießerei begann gegen drei Uhr nachmittags. Spender war nun schon hoch im Gebirge. Sie folgten ihm durch drei kleine marsianische Bergdörfer. Verstreut wie Kieselsteine, erhoben sich oberhalb der Orte einzelne Villen an schönen Stellen, wo alte Familien einen Bach oder ein grünes Fleckchen gefunden und ein gekacheltes Becken, eine Bibliothek und einen Innenhof mit pulsierender Fontäne angelegt hatten. Spender schwamm eine halbe Stunde in einem der Becken, das von den jahreszeitlich bedingten Niederschlägen gefüllt war, und wartete darauf, daß ihn seine Verfolger einholten.
Schüsse peitschten, als er die kleine Villa verließ. Terrassensteine splitterten zwanzig Fuß hinter ihm, explodierten. Er begann zu traben, suchte Deckung hinter einer Reihe kleiner Felsen, zielte sorgfältig und streckte mit seinem ersten Schuß einen der Männer nieder.
Spender wußte, daß sie nun ein Netz bilden würden, um ihn zu fangen, einen Kreis. Sie würden ihn umgehen und sich heranschleichen und ihn schließlich erwischen. Es war seltsam, daß die Granaten nicht eingesetzt wurden. Kapitän Wilder hätte ohne weiteres den Befehl geben können.
Aber ich bin viel zu nett, um in Stücke gerissen zu werden, dachte Spender. Das ist jedenfalls die Meinung des Kapitäns. Er will mich haben, aber nur mit einem Loch im Körper. Ist das nicht komisch? Er will, daß mein Tod eine saubere Sache ist und keine Schweinerei. Warum? Weil er mich versteht. Und weil er mich versteht, ist er bereit, gute Männer aufs Spiel zu setzen, damit ich nur einen sauberen Kopfschuß kriege. Das ist doch die Antwort, oder?
Neun, zehn Schüsse wurden dicht hintereinander abgefeuert. Überall um ihn herum spritzten Felssplitter. Spender schoß gleichmäßig und warf ab und zu einen Blick auf das Silberbuch in seiner Hand.
Der Kapitän rannte durch das heiße Sonnenlicht, ein Gewehr in den Händen. Spender verfolgte seinen Lauf durch das Pistolenvisier, doch er feuerte nicht. Statt dessen schwenkte er die Waffe zur Seite, schoß die Spitze eines Felsens ab, hinter dem Whitie lag, und hörte einen wütenden Aufschrei.
Plötzlich stand der Kapitän auf. Er hatte ein weißes Taschentuch in der Hand. Er sagte etwas zu seinen Männern und kam, nachdem er sein Gewehr zur Seite gestellt hatte, langsam den Hang herauf. Spender blieb in seiner Deckung liegen und stand schließlich auf, die Pistole schußbereit erhoben.
Der Kapitän kam heran und setzte sich auf einen Fels, ohne Spender auch nur einmal anzusehen.
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