Wolfgang Jeschke - Die Verwandlung. Internationale SF- Erzählungen.

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Die Verwandlung. Internationale SF- Erzählungen.: краткое содержание, описание и аннотация

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Herausragende Erzählungen internationaler Autoren, u.a. aus Australien, den USA, Polen und den Niederlanden. Stories, die mit den renommiertesten Preisen des Genres - dem NEBULA und dem HUGO AWARD - ausgezeichnet wurden.

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Die Gäste hatten ausgetrunken und zogen sich aus. Einige warfen ihre Kleider einfach hinter sich, andere falteten sie zu ordentlichen Stapeln und legten sie neben sich auf einen Stuhl oder einen Tisch. Als sie nackt waren, knieten sie sich im Kreis nebeneinander. Adam bemerkte, daß Jean inzwischen aus der Küche ein weißes Tischtuch und eine Plastikflasche mit einer roten Sauce geholt hatte. Jean faltete das Tuch auf und breitete es flach aus wie für ein Picknick. Dann nahm er die Saucenflasche und begann mit roten Tropfen eine menschliche Gestalt zu zeichnen. Kopf, Arme, Beine. Er fügte zwei Kreise hinzu (die Brüste eines werdenden Vaters?) und setzte zwischen die Beine einen weiteren, kleineren Kreis. Dort fehlte etwas. Eine Kastration. Adam schloß die Augen. Er dachte: Nein.

Er hörte leichte Geräusche, als sich die Männer bewegten, aber niemand packte ihn. Als er die Augen wieder öffnete, lagen einige Dinge auf dem Tischtuch. Ein Modell eines Nicht-Mannes aus rosafarbenem Teig. Kuchen, geformt und gestaltet wie die Zeichnung seines Vaters. Winzige Brotmänner mit schwellenden Brüsten, aber ohne Perus. Andere waren weniger leicht zu identifizieren. Aber alle, das sah Adam jetzt, waren eßbar oder spurlos zu zerstören. Selbst die Zeichnung seines Vaters würde verschwinden, sobald das Tuch gewaschen wurde.

Adam stand auf, und einer der Gäste bewegte sich ein wenig, um aufzustehen. Es war ein dicker, hellhäutiger rothaariger Mann. Seine Brust war unbehaart, aber nicht von Natur aus, und aufgrund seines Übergewichts hatte er kleine Brüste. Sein Penis war unter dem überhängenden Bauch kaum zu sehen. Adam war klar, daß der Mann ihn erwischen würde, bevor er die Tür erreichte. Sein Vater hatte gelogen.

»Ich will dir etwas zeigen«, sagte Jean.

Er griff in den Hohlraum zwischen seinen überkreuzten Beinen und warf etwas auf den Tisch. Es landete genau auf dem roten Kreis zwischen den Beinen der Figur. Ein kleines Hologrammgerät. Es dauerte einen Moment, bis es sich im Licht aktivierte und zum Leben erwachte. Eine weiße Säule brach aus dem Zentrum hervor, blieb kurz stehen, entfaltete sich dann wie eine Blüte, bildete eine Kuppel – und dort war sie. Eine Frau.

Sie stand in einem Fluß und lachte, während das Wasser um ihre Knie toste. Sie war nackt und hatte rote Spuren auf der gebräunten Haut. Ihre Augen und ihr Haar waren schwarz. Ein Mann rannte auf sie zu und legte die Arme um ihre Hüften. Sie gab ein seltsames, hohes Quietschen von sich und wich ihm aus. Der Mann lachte, schöpfte Wasser und spritzte die Frau naß. Sie spritzte zurück. Als der Mann des Spiels müde war, nahm er die Frau an der Hand, und die beiden liefen ins tiefere Wasser, um zu schwimmen. Kurz bevor das Bild verblaßte, sah Adam noch, wie die beiden sich küßten.

Der Mann war sein Vater.

»Ich habe eine Frau berührt«, sagte Jean.

Er begann, in einem gleichmäßigen Rhythmus ruckend seinen Körper vor und zurück zu bewegen. Die Gebärmutter, in der er gewachsen war, hatte nicht laufen können. Er hatte die Vibrationen ihres Lachens nicht spüren können. Die anderen Männer ahmten die Bewegungen nach. Sie hielten sich an den Händen. Erregung waberte durch den Raum. Adam spürte, wie sich sein eigener Bauch vor Erregung spannte. Der Rothaarige erinnerte ihn an Craig.

Jean lächelte. »Mach doch mit«, sagte er.

Adam lag nackt auf dem Tuch. Der Rotwein glühte in ihm. Nach den Anweisungen seines Vaters hoben die Gäste das Tuch und wiegten ihn hin und her. Adam faßte nach ihren Händen. Die Bewegung machte ihm angst. Er fühlte sich, als wäre ein Teil in ihm, ein verborgener, schrecklicher Teil in ihm, plötzlich ans Licht gebrochen. Er schrie. Dann lachte er.

Als sein Lachen sich in Tränen verwandelte, setzten sie ihn wieder auf dem sicheren Holzboden ab. Jemand hatte das Licht abgedreht. Er spürte, wie sich schwere Brüste auf seinen Brustkorb preßten. Er hörte eine Stimme flüstern: »Frau.« Etwas berührte ihn. Keine Hand. Etwas, das ihn umschlang. Feucht. Warm. Jemand küßte ihn. Durch den Weinatem erkannte Adam den Geschmack seines Vaters.

»Ich habe eine Frau berührt«, sagte Jean leise in seiner Muttersprache. »Ich habe das Kind aus ihrem Schoß gehalten. Der Name der Frau ist Klichi. Ich bin der Vater des Kindes.«

Die Gäste gingen noch vor dem Morgengrauen. Die Gegenstände, die sie mitgebracht hatten, wurden zerstört oder gegessen. Adam sollte ihre Gesichter nicht sehen.

Als er nach Hause zurückkehrte, erzählte er Michael vom Angeln und Wandern. Er erzählte ihm, daß Jean wieder nach Parà wollte und Adam dorthin eingeladen hätte. Er erzählte Michael, daß er die Einladung ausschlagen wollte.

Im folgenden und in vielen Jahren darauf kehrte Adam allein ins Gebirge zurück. Er wanderte am See entlang und lauschte den Bäumen, die Geschichten von der Frau erzählten, die eines Tages aus dem Dschungel geschritten kommen und Babies verstreuen würde, während sie zurück ins Land der Männer marschierte. Und in der Abgeschiedenheit einer gemieteten Hütte baute er sich eine Hängematte und lag sieben Tage lang jeden Abend im Kokon aus weißem Stoff und wiegte sich in den Schlaf. In der Erinnerung an die Frau.

Originaltitel: ›THE BIRTH OF SONS‹ • Copyright © 1991 by Sharon M. Hall • Erstmals erschienen in ›Interzone‹, Dezember 1991 • Mit freundlicher Genehmigung der Autorin • Copyright © 1996 der deutschen Übersetzung by Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München • Aus dem Englischen übersetzt von Jürgen Langowski • Illustriert von Jobst H. Teltschik

Ian McDonaldNordirland

FROOKS

In dem Kontaktmagazin stand zwar eine Adresse, aber ich hatte trotzdem Mühe, den Club zu finden. Kein Name; da war bloß eine Tür mit abblätternder grüner Farbe, von der man hätte meinen können, sie gehöre zu dem chinesischen Fleischerladen. Ich fand die Nummer: achtundachtzig; von Tropfenschatten bedeckte goldene Ziffern in einem fächerförmigen Türfenster. Auch die goldene Farbe blätterte ab.

Darunter war das vierblättrige Yin-Yang-Zeichen gemalt. An dem Zeichen erkannte ich eher als an der Adresse oder der Hausnummer, daß ich am Ziel war.

Durch das Fenster sah ich die Treppe.

Ich ging vorbei. Ich hörte meinen Herzschlag. Ich dachte, so was passiert nur in Krimis. Mein Atem ging stoßweise. Ich hätte mich am liebsten übergeben. Ich mußte mich übergeben. Ich tat es nicht. Ich ging vorbei. Zu viele Leute. Die kennen dich doch nicht, dachte ich bei mir. Niemand kennt dich. Du bist weit weg von zu Hause, und nicht mal das wissen sie. Du bist unsichtbar. Die sehen dich nicht, die sehen nicht die grüne Tür, die wissen nicht, was dahinter liegt, am Ende der Treppe. Die gehen jeden Tag dran vorbei und sehen nichts.

Ich machte kehrt und ging zurück. Aber ich ging wieder vorbei. Hätte ich erst mal die Treppe erklommen, würde man mich kennen. Man würde wissen, wer ich bin, woher ich komme, was ich möchte, warum ich hier bin. Ich hätte mich erklärt. Aber das hat dort jeder getan, sagte ich mir. Du bist aus demselben Grund hergekommen wie sie alle, und daher bist du unsichtbar.

Mußte denn ganz London an diesem Abend ausgerechnet hier vorbeilaufen? Ich konnte nicht glauben, daß sie nichts wußten, daß sie nicht herschauten, daß sie sich nicht anstießen und miteinander flüsterten, wenn sie hinter meinem Rücken angelangt waren und durch den kalten Nieselregen weitergingen.

Ich brachte es einfach nicht über mich, bloß weil Leute, die ich nicht kannte, über mich hätten reden können. Ich blieb stehen und wandte mich um. Ich sah, wie der chinesische Metzger einen Haken mit gebratenen Enten in ein beleuchtetes Schaufenster hängte. Ich atmete aus, und es dauerte eine Weile, bis ich daran dachte, wieder einzuatmen. Ich hatte Herzklopfen. Irgend etwas schmolz tief in meinem Bauch.

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