Robert Wilson - Julian Comstock

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Julian Comstock: краткое содержание, описание и аннотация

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Wir schreiben die die zweite Hälfte des 22. Jahrhunderts. Nach dem Zusammenbruch des internationalen Wirtschafts- und Finanzsystems, ist die Welt wieder in Regionen und Einzelstaaten zerfallen. Die USA sind nur noch nach außen ein demokratisches Land — tatsächlich herrscht eine religiöse Clique, die Wissenschaft und Technik verachtet und die Menschen unseres Jahrhunderts, die sogenannten »Säkularen Alten«, als Wurzel allen Übels begreift. Außerdem führt sie im Norden des amerikanischen Kontinents Krieg gegen die Europäer — ein Krieg, der nicht mit High-Tech-Waffen, sondern mit den Methoden des 19. Jahrhunderts geführt wird. Dies ist die Zeit, in der Julian Comstock heranwächst. Er philosophiert gerne und liest am liebsten Bücher, die nicht das Prüfsiegel der Regierung tragen, Bücher also, die sich mit solch verbotenen Themen wie Evolutionstheorie oder der Mondlandung befassen, Bücher, die Julian immer mehr in Opposition zum herrschenden Regime bringen. Doch damit beginnt eine fatale Entwicklung. Denn Julian Comstock ist der Neffe des amerikanischen Präsidenten …
Mit »Julian Comstock« legt Robert Charles Wilson, Autor des preisgekrönten internationalen Bestsellers »Spin« nicht nur einen großartigen Abenteuerroman vor, sondern auch einen brillanten Kommentar zur gegenwärtigen politischen Situation.

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Ich kann nicht sagen, wie lange ich auf dieses Foto gestiert und daran herumgerätselt habe. Es kann eine Stunde gewesen sein oder mehr. Ich kann auch nicht genau beschreiben, wie ich mir dabei vorgekommen bin — viel größer, aber auch einsam, als sei ich bis zu den Wolken gewachsen und hätte alles, was mir vertraut war, aus den Augen verloren. Als ich das Buch schloss, sah ich, dass hinter dem Fenster der Mond aufgegangen war — der wirkliche Mond, meine ich; ein herbstlicher Vollmond, dick und orangefarben, halb verborgen hinter zerzausten Wolken.

Ich ertappte mich bei der Frage, ob es denn wirklich möglich war, dass Menschen diesen Himmelskörper besucht hatten. Ob sie, wie die Bilder nahelegten, in Raketen dahin geflogen waren, in Raketen, die tausendmal größer waren als unsere Feuerwerksraketen am Unabhängigkeitstag. Aber wenn Menschen den Mond besucht hatten, warum waren sie dann nicht geblieben? War der Mond denn so unwirtlich, so abschreckend?

Vielleicht waren sie ja geblieben und lebten noch dort. Wenn es auf dem Mond derart kalt war, sagte ich mir, waren diese Menschen gezwungen, Feuer zu machen, an dem sie sich wärmen konnten. Und nach den Fotos zu urteilen, schien es auf dem Mond kein Holz zu geben, mithin mussten sie auf Kohle oder Torf zurückgegriffen haben. Ich ging ans Fenster und suchte den Mond minutiös nach irgendwelchen Hinweisen auf Lagerfeuer, Bergbau oder andere industrielle Tätigkeiten ab. Vergebens. Da war nichts als der Mond, gefleckt und regungslos. Ich schämte mich wegen meiner Leichtgläubigkeit, versteckte das Buch wieder hinter der Truhe, verjagte mit einem Stoßgebet all diese abtrünnigen Gedanken und fiel schließlich in Schlaf.

2

Bevor ich auf die Bedrohung eingehe, die Sam Godwin umtrieb und die sich kurz vor Weihnachten in Williams Ford abzuzeichnen begann, muss ich ein paar Dinge erläutern, die mit dieser Stadt und unseren Familien zu tun haben (meiner und Julians). [3] Ich bitte den Leser um Geduld, wenn ich ausführlich auf scheinbar wohlbekannte Dinge eingehe. Denn ich halte eine ausländische Leserschaft für durchaus möglich, ebenso eine Nachkommenschaft, für die unsere gegenwärtigen Verhältnisse keineswegs selbstverständlich sind.

Am oberen Ende des Tals lag die Quelle unseres Wohlstands, das Gut der Duncans und Crowleys. Es war ein Landgut, das zwei New Yorker Kaufmannsfamilien mit erblichen Sitzen im Senat gehörte, die ihre Villa nicht nur als Einkommensquelle benutzten, sondern auch als Refugium, das (mehrtägige Anreise mit dem Zug) weit genug von den Intrigen und Seuchen der Oststaaten entfernt war. Der Landsitz wurde bewohnt — regiert, besser gesagt —, nicht bloß von den Patriarchen der beiden Familien, sondern von einer ganzen Legion an Vettern, Kusinen und Neffen und Nichten und Angeheirateten sowie hochvornehmen Gästen auf der Suche nach sauberer Luft und ländlicher Idylle. Unsere Ecke von Athabaska war der Jahreszeit entsprechend mit einem milden Klima und einer das Gemüt erfrischenden Landschaft gesegnet — lauter Dinge, von denen aristokratische Müßiggänger angezogen wurden wie die Fliegen von ranziger Butter.

Es steht dahin, was zuerst war, die Stadt oder das Landgut; unbestritten ist, dass unser Lebensstandard vom Gut abhing. In Williams Ford gab es im Wesentlichen drei Klassen: die Eigentümer oder Aristokraten; dann die Pächterklasse, in der die Schmiede, Schreiner, Fassbinder, Aufseher, Gärtner, Imker etc. zu Hause waren und deren Pacht durch Arbeit abgegolten wurde; und schließlich die abhängigen Landarbeiter, die in primitiven Hütten östlich des River Pine hausten und als einzige Gegenleistung schlechte Nahrung und eine noch schlechtere Unterkunft bekamen.

Meine Familie nahm einen ambivalenten Platz in dieser Hierarchie ein. Meine Mutter war Näherin. Sie arbeitete, wie es schon ihre Mutter getan hatte, auf dem Landsitz. Doch mein Vater war als ungebundener Wanderarbeiter nach Williams Ford gekommen, und seine Ehe mit ihr war umstritten gewesen. Er hatte eine »Pächterin geheiratet«, so machte es die Runde, und er war anstelle einer Mitgift auf dem Gut als Stallarbeiter eingestellt worden. Das Gesetz in Athabaska erlaubte zwar eine derartige Verbindung, aber die öffentliche Meinung missbilligte sie. Nach der Hochzeit waren meiner Mutter nur noch ein paar Freunde ihresgleichen geblieben, ihre Blutsverwandten starben dahin (vielleicht aus lauter Verlegenheit), und als Kind wurde ich oft verhöhnt und verlacht wegen der niedrigen Herkunft meines Vaters.

Hinzu kam noch die heikle Sache mit unserer Religion. Wir gehörten — weil mein Vater es tat — zur Church of Signs , einer Randgemeinde. Jede christliche Kirche in Amerika musste eine formelle Genehmigung des Council of Registrars des Dominion of Jesus Christ on Earth einholen, wenn sie nicht mit horrenden Bundessteuern belegt werden wollte. (Das Dominion wird manchmal Church of the Dominion genannt, aber diese Bezeichnung ist falsch, da jede Kirche eine Dominion Church ist, sofern sie den Segen des Council of Registrars hat. Die Dominion Episcopal , Dominion Presbyterian , Dominion Baptist — sogar die Catholic Church of America , seit sie sich vom Papst losgesagt hat —, sie alle stehen unter dem Schutz des Dominions, denn das Dominion will keine Kirche sein, es will die Kirchen lediglich beglaubigen. In der amerikanischen Verfassung steht, dass wir in jeder Kirche beten dürfen, sofern sie eine wirklich christliche Gemeinde ist und keine betrügerische oder satanistische Sekte. Das zu beurteilen ist Aufgabe des Dominions. Und Gebühren und den Zehnten einzutreiben, um seine wichtige Arbeit zu unterstützen.)

Wir gehörten, wie gesagt, zur Church of Signs , einer Glaubensgemeinschaft, die von der Pächterklasse gemieden und vom Dominion widerwillig anerkannt (aber nie richtig gebilligt) wurde. Sie fand großen Zuspruch bei den ungebildeten Wanderarbeitern, unter denen mein Vater aufgewachsen war. Unser Glaube berief sich auf jene Passage des Markusevangeliums, die verkündete: »In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben und in unbekannten Sprachen reden. Wenn sie Schlangen anfassen oder Gift trinken, wird ihnen das nicht schaden.« Mit anderen Worten, wir waren jenseits der bescheidenen Anzahl unserer Mitglieder vor allem als Schlangenbändiger bekannt. Unsere Gemeinde zählte ein Dutzend Farmarbeiter, die meisten waren in letzter Zeit zu uns gestoßen und kamen aus den Südstaaten. Mein Vater war ihr Diakon (obwohl wir diesen Titel nicht benutzten), und wir hielten für rituelle Zwecke Schlangen — in Käfigen in unserem Nutzgarten —, eine Praxis, die für unser Ansehen nicht gerade förderlich war.

So sah damals die Situation unserer Familie aus, als Julian Comstock nach Williams Ford kam, und zwar als Gast der Duncans und Crowleys, zusammen mit seinem Mentor Sam Godwin, und wir uns auf der Jagd begegnet sind.

Zu der Zeit war ich bereits bei meinem Vater in der Lehre, der es in den luxuriösen und ausgedehnten Stallungen des Landsitzes zum Aufseher gebracht hatte. Mein Vater liebte und verstand Tiere, vor allem Pferde. Leider waren wir nicht aus demselben Holz, und meine Beziehung zu Pferden war selten mehr als eine muntere gegenseitige Tolerierung. Ich mochte meinen Job nicht — der darin bestand, Ställe zu fegen, Ställe auszumisten und in der Regel die Arbeit zu machen, für die sich die älteren Stallarbeiter zu schade waren —, deshalb war ich froh, als sich die Freundschaft mit Julian festigte und es an der Tagesordnung war, dass unangemeldet ein Sekretär erschien und um meine Anwesenheit in einem Herrenhaus bat. Da es die Bitte eines Comstock war, musste ihr entsprochen werden, egal wie sehr die Stallburschen und Sattler mit den Zähnen knirschten, wenn ich ihrer Allmacht entkam.

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