Erich Remarque - Drei Kameraden
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»Was wollen Sie trinken?« fragte mich der Russe. Er hatte eine sehr warme, tiefe Stimme.
»Was Sie haben.«
Er holte eine Flasche Kognak und eine Karaffe Wodka. »Sind Sie gesund?« fragte er.
»Ja«, antwortete ich verlegen.
Er bot mir Zigaretten mit langen Pappmundstücken an. Wir tranken. »Gewiß kommt Ihnen manches hier sonderbar vor, nicht wahr?« meinte er.
»Nicht einmal so sehr«, erwiderte ich. »Ich bin kein normales Leben gewöhnt.«
»Ja«, sagte er und sah mit einem dunklen Blick zu der Spanierin hinüber,»es ist eine Welt für sich hier oben. Sie verändert die Menschen.«
Ich nickte.
»Eine sonderbare Krankheit«, fügte er nachdenklich hinzu. »Sie macht die Menschen lebendiger. Und manchmal besser. Eine mystische Krankheit. Sie schmilzt die Schlacken weg.« Er erhob sich, nickte mir zu und ging zu der Spanierin hinüber, die ihm entgegenlächelte.
»Ein Schmalzpathetiker, was?« fragte jemand hinter mir.
Ein Gesicht ohne Kinn. Eine Beulenstirn. Unruhige, fiebrige Augen.
»Ich bin hier Gast«, sagte ich. »Sie nicht?«
»Damit fängt er die Frauen«, fuhr der andere fort, ohne zuzuhören,»damit fängt er sie. Die Kleine da auch.«
Ich gab keine Antwort. »Wer ist das?« fragte ich Pat, als er weg war.
»Ein Musiker. Geiger. Er ist rettungslos verliebt in die Spanierin. So, wie man sich hier oben verliebt. Aber sie will nichts von ihm wissen. Sie liebt den Russen.«
»Täte ich auch an ihrer Stelle.«
Pat lachte.
»Ich finde, das ist ein Mann zum Verlieben«, sagte ich.
»Du nicht auch?«
»Nein«, erwiderte sie.
»Warst du nie verliebt hier?«
»Nicht sehr.«
»Es wäre mir auch ganz egal«, sagte ich.
»Das sind ja schöne Bekenntnisse.« Pat richtete sich auf.
»Es sollte dir aber ganz und gar nicht egal sein.«
»So meine ich das nicht. Ich kann dir nicht einmal erklären, wie ich es meine. Ich kann es deshalb nicht, weil ich immer noch nicht weiß, was du eigentlich an mir findest.«
»Das laß nur meine Sorge sein«, erwiderte sie.
»Weißt du es denn?«
»Nicht genau«, erwiderte sie lächelnd. »Sonst wäre es ja keine Liebe mehr.«
Der Russe hatte die Flaschen stehengelassen. Ich goß mir ein paar Gläser ein und trank sie leer. Die Stimmung in dem Raum bedrückte mich. Ich sah Pat nicht gern unter all diesen Kranken.
»Gefällt es dir hier nicht?« fragte sie.
»Nicht sehr. Ich muß mich erst daran gewöhnen.«
»Mein armer Liebling…« Sie strich über meine Hand.
»Ich bin nicht arm, wenn du da bist«, sagte ich.
»Ist Rita nicht sehr schön?«
»Nein«, sagte ich,»du bist viel schöner.«
Die junge Spanierin hatte eine Gitarre auf den Knien. Sie zupfte ein paar Akkorde. Dann begann sie zu singen, und es war, als schwebe ein dunkler Vogel durch den Raum. Sie sang spanische Lieder, mit einer halblauten Stimme – der rauhen, brüchigen Stimme der Kranken. Ich wußte nicht: Waren es die fremdartigen, melancholischen Melodien, war es die erschütternde, abendliche Stimme des Mädchens, waren es die Schatten der in Sesseln und auf dem Boden kauernden Kranken, war es das große, geneigte, dunkle Gesicht des Russen: Mit einem Male kam es mir vor, als wäre das alles nur eine schluchzende, stille Beschwörung des Schicksals, das draußen hinter den verhängten Fenstern stand und wartete, eine Bitte, ein Aufschrei und Angst, Angst vor dem Alleinsein mit dem leise fressenden Nichts.
Am nächsten Morgen war Pat fröhlich und ausgelassen. Sie beschäftigte sich mit ihren Kleidern. »Zu weit geworden, viel zu weit«, murmelte sie prüfend vor dem Spiegel. Dann wandte sie sich mir zu.
»Hast du eigentlich deinen Smoking mit, Liebling?«
»Nein«, sagte ich. »Habe nicht gewußt, daß man hier einen braucht.«
»Dann geh zu Antonio. Er wird dir einen leihen. Ihr habt ja die gleiche Figur.«
»Der braucht ihn doch selber.«
»Er zieht einen Frack an.« Sie steckte eine Falte ab. »Und dann geh Skilaufen. Ich muß jetzt hier arbeiten. Das kann ich aber nicht, wenn du dabei bist.«
»Dieser Antonio«, sagte ich,»den plündere ich ja geradezu aus. Was würden wir bloß machen ohne ihn.«
»Er ist ein guter Junge, was?«
»Ja«, erwiderte ich,»das ist das richtige Wort für ihn. Ein guter Junge.«
»Ich weiß nicht, was ich gemacht hätte, wenn er nicht dagewesen wäre, als ich allein war.«
»Daran wollen wir nicht mehr denken«, sagte ich. »Es liegt so weit zurück.«
»Ja.« Sie küßte mich. »Und nun geh Skilaufen.«
Antonio wartete schon auf mich. »Habe mir schon gedacht, daß Sie keinen Smoking mithaben«, sagte er. »Probieren Sie mal die Jacke an.«
Das Jackett war etwas knapp, aber es paßte ganz gut. Antonio pfiff vergnügt und hängte den Anzug heraus. »Das wird ein großer Spaß morgen«, erklärte er. »Glücklicherweise hat die kleine Sekretärin Abenddienst im Büro. Die alte Rexroth würde uns nicht 'rauslassen. Offiziell ist doch das alles verboten. Aber inoffiziell sind wir natürlich keine Kinder mehr.«
Wir gingen Skilaufen. Ich hatte ganz gut gelernt, und wir brauchten nicht mehr auf die Übungswiese. Unterwegs begegneten wir einem Mann mit Brillantringen, karierten Hosen und einem wehenden Künstlerschlips. »Komische Gestalten gibt es hier«, sagte ich.
Antonio lachte. »Das ist ein wichtiger Mann. Ein Leichenbegleiter.«
»Was?« fragte ich erstaunt.
»Ein Leichenbegleiter«, wiederholte Antonio. »Es sind doch hier Kranke aus aller Welt. Besonders viele aus Südamerika. Nun, und die meisten Familien wollen doch ihre Angehörigen zu Hause beerdigen lassen. Dann reist so ein Leichenbegleiter für eine anständige Entschädigung mit und bringt die Zinksärge hin. Auf diese Weise werden diese Leute wohlhabend und kommen viel herum. Den da hat der Tod zum Dandy gemacht, wie Sie sehen.«
Wir stiegen noch eine Zeitlang weiter auf, dann schnallten wir die Schier an und liefen. Die weißen Hänge schwangen auf und ab, und hinter uns raste kläffend, ab und zu bis an die Brust einsinkend, Billy, wie ein rotbrauner Ball. Er hatte sich wieder an mich gewöhnt, wenn er auch oft unterwegs kehrtmachte und spornstreichs mit fliegenden Ohren zum Sanatorium zurückjagte.
Ich übte Kristianias, und jedesmal, wenn ich den Abhang hinunterglitt und mich auf den Schwung vorbereitete und den Körper lose machte, dachte ich: Wenn dieser gelingt, ohne daß ich falle, wird Pat gesund. Der Wind sauste mir um das Gesicht, der Schnee war schwer und zähe, aber ich stemmte mich immer aufs neue ab, ich suchte immer steilere Abfahrten, immer schwierigeres Gelände, und als es wieder und wieder gelang, dachte ich: Gerettet!, und wußte, daß es töricht war, und wurde doch froh wie lange nicht.
Am Samstagabend war großer, heimlicher Aufbruch. Antonio hatte etwas abseits und unterhalb vom Sanatorium Schlitten bestellt. Er selbst rodelte mit Lackschuhen und offenem Mantel, unter dem die weiße Frackbrust herausblitzte, fröhlich jodelnd die Anhöhe hinunter.
»Er ist verrückt«, sagte ich.
»Das macht er oft«, erwiderte Pat. »Er ist grenzenlos leichtsinnig. Damit hält er hier durch. Sonst wäre er nicht immer guter Laune.«
»Dafür werden wir dich um so mehr einpacken.«
Ich wickelte sie in alle Decken und Schals, die wir hatten. Dann stampften die Schlitten bergab. Es war eine lange Kolonne. Alle, die konnten, waren ausgerissen. Man hätte meinen können, eine Hochzeitsgesellschaft führe zu Tal; so festlich nickten die bunten Federbüschel auf den Köpfen der Pferde im Mondlicht; und so viel wurde gelacht und von Schlitten zu Schlitten gerufen.
Der Kursaal war verschwenderisch dekoriert. Es wurde schon getanzt, als wir ankamen. Für die Gäste des Sanatoriums war eine Ecke reserviert, die vor Zugwind von den Fenstern her geschützt war. Es war warm, und es roch nach Blumen, Parfüm und Wein.
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