Erich Remarque - Drei Kameraden

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»Sieh nur, was ich hier habe«, sagte ich rasch und zog eine Flasche Champagner aus der Manteltasche. »Jetzt kommt unser eigenes kleines Fest.«

Ich holte die Gläser und schenkte ein. Sie lächelte wieder und trank.

»Auf uns beide, Pat.«

»Ja, mein Liebling, auf unser schönes Leben.«

Wie sonderbar das alles war: dieses Zimmer, die Stille und unsere Traurigkeit. Lag hinter der Tür nicht das Leben, unendlich, mit Wäldern, Flüssen und starkem Atem, blühend und unruhig, klopfte jenseits der weißen Berge der März nicht schon unruhig an die erwachende Erde?

»Bleibst du die Nacht bei mir, Robby?«

»Ja, laß uns zu Bett gehen. Wir wollen so nahe zusammen sein, wie es Menschen können, und unser Glas auf die Bettdecke stellen und trinken.«

Trinken. Goldbraune Haut. Warten. Wach sein. Stille und das leise Röcheln der geliebten Brust.

XXVIII

Das Wetter wurde föhnig. Eine klatschende nasse Wärme jagte durch das Tal. Der Schnee wurde weich. Es tropfte von den Dächern. Die Fieberkurven stiegen. Pat mußte zu Bett bleiben. Der Arzt kam alle paar Stunden. Sein Gesicht wurde immer besorgter.

Eines Mittags saß ich beim Essen, als Antonio kam und sich zu mir setzte. »Rita ist tot«, sagte er.

»Rita? Sie meinen den Russen?«

»Nein, Rita, die Spanierin.«

»Das ist unmöglich«, sagte ich und spürte, wie mir das Blut gefror. Rita war viel weniger krank gewesen als Pat.

»Hier ist viel mehr möglich«, erwiderte Antonio melancholisch. »Heute vormittag war sie tot. Es ist Lungenentzündung dazugekommen.«

»Lungenentzündung. Das ist was anderes«, sagte ich erleichtert.

»Achtzehn Jahre. Schrecklich. Und so schwer gestorben.«

»Und der Russe?«

»Ach, fragen Sie nicht. Er will nicht glauben, daß sie tot ist. Er behauptet, sie sei scheintot. Er sitzt an ihrem Bett, und niemand kann ihn aus dem Zimmer bringen.«

Antonio ging. Ich starrte aus dem Fenster. Rita war tot; aber ich saß nur da und dachte: Es ist nicht Pat. Es ist nicht Pat.

Durch den verglasten Korridor sah ich den Geiger. Ehe ich aufstehen konnte, kam er schon heran. Er sah schrecklich aus.

»Sie rauchen?« sagte ich, um etwas zu sagen.

Er lachte auf. »Natürlich! Warum denn nicht? Jetzt? Ist doch egal, nun.«

Ich zuckte die Achseln. »Macht Ihnen wohl Spaß, Sie Tugendfatzke?« fragte er höhnisch.

»Sie sind verrückt«, sagte ich.

»Verrückt? Nein, aber 'reingefallen!« Er legte sich breit über den Tisch und blies mir Kognakatem ins Gesicht,»'reingefallen bin ich. 'reingelegt haben sie mich. Die Schweine. Alles Schweine. Sie auch, Sie Tugendschwein.«

»Wenn Sie nicht krank wären, würde ich Sie durchs Fenster werfen«, sagte ich.

»Krank? Krank?« äffte er. »'Gesund bin ich, fast gesund, ich komme ja grade daher! Wunderbarer Fall von rapider Verkapselung! Ein Witz, was?«

»Seien Sie froh«, sagte ich. »Wenn Sie hier fort sind, werden Sie auch Ihre Kümmernisse vergessen.«

»So«, erwiderte er,»so, meinen Sie? Sie praktisches Gehirnchen, Sie! Gott erhalte Ihnen Ihre pausbäckige Seele!«

Er schwankte weg, kehrte aber wieder um. »Kommen Sie mit! Bleiben Sie bei mir, lassen Sie uns trinken. Ich zahle alles. Ich kann nicht allein sein.«

»Habe keine Zeit«, sagte ich. »Suchen Sie sich jemand andern.«

Ich ging wieder zu Pat hinauf. Sie lag schwer atmend, mit vielen Kissen im Rücken. »Willst du nicht Schilaufen?« fragte sie. Ich schüttelte den Kopf. »Der Schnee ist zu schlecht. Es taut überall.«

»Willst du dann nicht mit Antonio Schach spielen?«

»Nein«, sagte ich. »Ich will hier bei dir bleiben.«

»Armer Robby!« Sie versuchte, eine Bewegung zu machen. »Hol dir doch wenigstens was zu trinken.«

»Das kann ich tun.«

Ich ging in mein Zimmer und holte eine Flasche Kognak und ein Glas. »Willst du ein bißchen?« fragte ich. »Du darfst, das weißt du doch.« Sie nahm einen kleinen Schluck und nach einer Weile noch einen. Dann gab sie mir das Glas zurück. Ich schenkte es voll und trank es aus.

»Du solltest nicht aus demselben Glas trinken wie ich«, sagte Pat.

»Das wäre ja noch schöner.« Ich goß das Glas noch einmal voll und stürzte es hinunter.

Sie schüttelte den Kopf. »Du mußt das nicht tun, Robby. Du darfst mich auch nicht mehr küssen. Du darfst überhaupt nicht mehr so viel bei mir sein. Du sollst nicht krank werden.«

»Ich werde dich küssen und mich den Teufel um etwas scheren«, erwiderte ich.

»Nein, du darfst nicht. Du darfst auch nicht mehr in meinem Bett schlafen.«

»Gut, dann schlaf du mit mir in meinem.«

Sie bewegte abwehrend den Mund. »Laß das, Robby. Du mußt noch lange leben. Ich will, daß du gesund bleibst und Kinder hast und eine Frau.«

»Ich will weder Kinder noch eine Frau haben außer dir. Du bist mein Kind und meine Frau.«

Sie lag eine Weile still. »Ich hätte gern ein Kind von dir gehabt, Robby«, sagte sie dann und legte ihr Gesicht an meine Schulter. »Früher wollte ich es nie. Ich konnte es mir gar nicht vorstellen. Aber jetzt denke ich oft daran. Es wäre schön, wenn etwas von einem bliebe. Das Kind würde dich dann manchmal ansehen, und du würdest dich an mich erinnern. Dann wäre ich wieder da solange.«

»Wir werden noch ein Kind haben«, sagte ich. »Wenn du wieder gesund bist. Ich möchte gern ein Kind von dir haben, Pat. Es muß aber ein Mädchen sein, das auch Pat heißt.«

Sie nahm mir das Glas aus der Hand und trank einen Schluck.

»Vielleicht ist es besser, daß wir keins haben, Liebling. Du sollst nichts mitnehmen. Du sollst mich vergessen. Und wenn du an mich denkst, sollst du nur denken, daß es schön war mit uns – mehr nicht. Daß es vorbeigegangen ist, das werden wir doch nie begreifen. Traurig sollst du nicht sein.«

»Ich bin traurig, wenn du so etwas sagst.«

Sie sah mich eine Zeitlang an. »Wenn man so liegt, denkt man über manches nach. Und vieles kommt einem sonderbar vor, was man sonst gar nicht beachtet. Weißt du, was ich jetzt nicht mehr verstehen kann? Daß man sich so liebt wie wir und daß trotzdem einer stirbt.«

»Sei still«, sagte ich. »Einer muß immer zuerst sterben, immer im Leben. Aber so weit sind wir noch lange nicht.«

»Man dürfte nur sterben, wenn man allein ist. Oder wenn man sich haßt – aber nicht, wenn man sich liebt.«

Ich zwang mich zu einem Lächeln. »Ja, Pat«, sagte ich und nahm ihre heißen Hände in meine,»wenn wir die Welt machen würden, würde sie besser aussehen, was?«

Sie nickte. »Ja, Liebling. Wir würden solche Sachen nicht zulassen. Wenn man nur wüßte, was dahinter ist. Glaubst du, daß es weitergeht, nachher?«

»Ja«, erwiderte ich. »Es ist so schlecht gemacht, daß es nicht zu Ende sein kann.«

Sie lächelte. »Das ist auch ein Grund. Aber findest du das auch schlecht gemacht?« Sie zeigte auf einen Busch gelber Rosen neben ihrem Bett.

»Das ist es ja gerade«, erwiderte ich. »Die Einzelheiten sind wunderbar, aber das Ganze hat keinen Sinn. Als wenn es von einem gemacht ist, dem auf die wunderbare Vielfalt des Lebens nichts anderes eingefallen ist, als es wieder zu vernichten.«

»Und es wieder neu zu machen«, sagte Pat.

»Auch da sehe ich den Sinn nicht«, erwiderte ich. »Besser ist es dadurch bis heute nicht geworden.«

»Doch Liebling«, sagte Pat,»mit uns, das hat er schon gut gemacht. Besser ging's gar nicht. Nur zu kurz. Viel zu kurz.«

Ein paar Tage später spürte ich Stiche in der Brust und hustete. Der Chefarzt hörte den Lärm, als er über den Korridor ging, und steckte den Kopf in mein Zimmer. »Kommen Sie doch mal mit ins Sprechzimmer.«

»Es ist weiter nichts«, sagte ich.

»Das ist egal«, erwiderte er. »Mit so einem Husten dürfen Sie nicht bei Fräulein Hollmann sitzen. Kommen Sie mal gleich mit.«

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