Adalbert Stifter - Witiko
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»Du hast die Sache zum Großen gelenkt«, sagte Wladislaw, »und ich habe mich erfreut. Es ist an der Seite eines ritterlichen Mannes leichter, nach Rittertum zu streben.«
»Wir haben durch eine Zeit einige Taten mit einander getan«, sprach der Kaiser, »jetzt sind wir wieder getrennt. Du bist in deinen Ländern und ich in Italien.«
»Wir werden Anteil an einander nehmen«, sagte der König.
»Wir werden ihn nehmen«, antwortete der Kaiser. »Die Fürsten und Herren, die Räte der Krone, sind oft ritterlichen Sinnes, und denken an das Gute. Sie denken auch, was ihren Ländern not tut, und reden und handeln darnach. Ich bitte dich, Wladislaw, lasse mir den Bischof Daniel, als einen Mann der Weisheit und des Rates, in Italien zurück.«
»Er wird meiner Kirche und meinen Ländern sehr mangeln«, sagte Wladislaw; »aber er bleibe bei dir.«
»Ich danke dir«, sagte der Kaiser, »ich werde ihn nur zu dem Nötigsten halten, und mögen wir uns bald auf einem fröhlichen Reichstage in dem fröhlichen Deutschland sehen.«
»Möge es sein«, sprach Wladislaw.
»Und erhalte mir deine Liebe«, sagte der Kaiser.
»Und du auch«, antwortete Wladislaw.
Dann schlossen sich die zwei Männer in die Arme.
Hierauf verließ der Kaiser das Gezelt, und Wladislaw geleitete ihn.
Vor dem Gezelte waren Diepold, Daniel und viele alte Lechen und Herren des böhmischen Lagers. Sie geleiteten den Kaiser ehrerbietig zu seinem Pferde; die Männer aber, die ferner standen, riefen ihm Glück und Segen zu, und er ritt mit seinem Gefolge wieder in sein Lager.
Der Kaiser sendete Geschenke an den König Wladislaw. Es wurden ihm von dem Golde der Mailänder tausend Mark gegeben. Dann waren in Fächern schöne Gewänder, goldene und silberne Geschirre, Schwerter, Helme, Panzer, Münzen, die des Kaisers Bildnis trugen, edle Steine, Gürtel, Waffenzieraten und andere kostbare Dinge. Es wurde auch eine Reihe schöner Pferde herbeigeführt.
An mehrere alte Lechen und an die Männer Odolen, Bernard, Witiko, Welislaw, Kochan, Bogdan und Predbor sendete der Kaiser eigene Geschenke.
Wladislaw teilte mehreres an seine Männer aus, besonders Dinge, die zur Erinnerung an Italien dienen konnten. Die große Verteilung der Dinge aus dem Kriege, sagte er, werde in Prag geschehen.
Es kam der Herzog von Österreich mit seinen besten Degen zu dem Könige, mit Hadmar von Chunring, Rudeger, Rudpert, Tibert, Chunrad von Asparn, Gotescalc von Heiligenkreuz und andern, es kam der Herzog von Kärnten, der Herzog von Schwaben, der Pfalzgraf am Rheine, der Herzog von Zähringen, der Pfalzgraf in Bayern, die Erzbischöfe und Bischöfe und alle andern Fürsten des Reiches und italienische Fürsten und Herren der Städte, um Abschied zu nehmen. Wladislaw ritt dann auch zu ihnen, und ritt noch einmal zu dem Kaiser, um ihm für den Besuch und für die Geschenke zu danken.
Am Abende war der Abschied des Königs und Diepolds von dem Bischofe Daniel.
Es nahmen auch die Lechen und Herren des böhmischen Lagers von dem Bischofe und den Seinigen Abschied.
Es waren viele Herren und Männer aus den Lagern in das böhmische Lager gekommen, um Abschied zu nehmen, und böhmische Herren und Männer waren in andere Lager geritten.
Witiko ritt an diesem Tage, da der Gottesdienst geendet worden war, und die Seinigen sich wieder in ihrem Lager versammelt hatten, zu allen Abteilungen derselben, und dankte ihnen, wie er ihnen nach jedem Kampfe und nach dem Ende jedes Krieges gedankt hatte. Als später die Nachricht von der Heimkehr verkündiget worden war, teilte er unter seine Männer Geschenke aus, die er jetzt austeilen konnte, und sagte ihnen, daß das andere in der Heimat ausgeteilt werden würde. Dann gab er ihnen die Weisung, daß sie sich rüsteten, um sich morgen dem Zuge anschließen zu können. Die Männer begannen nun alles vorzubereiten, daß bei dem Aufbruche kein Hindernis entstände. Jeder suchte auch das, was er an Geschenken, an Beute oder sonst wie erworben hatte, in einen Sack oder in Leder oder in ein Fell oder, was ihm zu Handen war, zu packen, damit es leichter fortgebracht werden könnte.
Witiko ritt nun zu seinem Schwiegervater Heinrich und zu Gebhart, um von ihnen Abschied zu nehmen. Er ritt dann zu allen seinen Freunden in die verschiedenen Lager. Heinrich und Gebhart und die Freunde kamen dann auch zu ihm. Es wurden vielerlei Erinnerungsgaben ausgetauscht.
Dann bereiteten seine Männer das Abendmahl, und dann war die Nachtruhe des Lagers.
Als noch die Sterne an dem Himmel glänzten, ertönten die Hörner in dem böhmischen Lager, es ertönten die Pauken der Reiter, und es ertönten dann die Bockhörner in dem Lager Witikos. Und als das erste Licht des Tages den Morgenhimmel säumte, stand das böhmische Heer in Zugsbereitschaft.
Der Bischof Daniel war mit seinen Priestern und seinen Männern herbei gekommen. Er segnete das Heer, man rief sich noch einmal Abschiedsgrüße zu, und der Zug setzte sich in Bewegung.
Mit dem Bischofe Daniel waren einige Männer des böhmischen Heeres in Italien zurückgeblieben. Unter ihnen war auch Sifrid von Milnet.
Der Zug des Königs Wladislaw ging von Mailand nach Brescia, von Brescia nach Verona, dann dem Etschflusse entgegen, dann durch Bayern, und dann durch den böhmischen Wald in die Fluren des eigenen Landes.
Dort lief das Volk in dichten Scharen an die Wege des Heeres, und staunte die Männer an, die so weit gewesen waren, und so Wunderbares getan hatten, wie durch die Boten aus Italien und durch Wanderer gemeldet worden ist. Es rief dem Heere zu, warf ihm Zweige, Bänder, Zieraten und andere Dinge zu, und sang ihm Lieder. Die Männer antworteten auf den Ruf, grüßten, und zogen singend weiter.
Es kamen Zupane, Lechen und Ritter mit Männern herzu, und geleiteten den König bis nach Prag.
Am zweiundzwanzigsten Tage des Herbstmonates kam das Heer auf dem Pilsener Wege nach Prag.
Eine ungemein große Anzahl von Menschen ging dem Heere entgegen. Es waren Bewohner der Stadt Prag, es waren Leute, die aus allen Teilen des Landes herein gekommen waren. Sie warfen Zweige auf den Weg, und warfen dem Könige und den Führern Blumen, die die Jahreszeit noch spendete, und gewundene Kränze entgegen, und riefen ihnen und allen Kriegern Lob und Preis zu, und geleiteten das Heer in die Stadt. Die Stadt und die beiden Burgflecken waren geschmückt. Von den Türmen der Kirchen weheten Banner, auf Mauern und Häusern waren Banner, von den Fenstern hingen kostbare Stoffe, Gewinde verzierten Häuser und Wege, Blumen und Kräuter waren auf den Boden gestreut. Wšebor, Preda und alle alten Lechen hatten sich in Prag versammelt, und standen nun mit der Königin, den Priestern, den Nonnen, den Herren des Hofes, den Kmeten, vielen Rittern und Herren, den Vornehmsten der Stadt und unzähligem Volke vor dem Tore. Sie empfingen den König. Alle riefen dem Könige und dem Heere entgegen, und solche, welche heftig gegen den italienischen Zug geredet hatten, ließen Freudenrufe über den Ruhm der böhmischen Waffen erschallen. Als der König unter das Tor einritt, ertönten die Glocken auf den Kirchen der Stadt, und es ertönten alle Glocken der beiden Burgflecken. Der Propst von Prag gab den Segen, und man geleitete den König und das Heer die Stadt empor. Wladislaw ging zuerst mit der Königin, mit Diepold, mit den Priestern, den Lechen und Führern in die Kirche des heiligen Veit und dann in den Königshof.
Das Heer errichtete auf dem Marktplatze zwischen dem rechten Burgflecken und dem Wyšehrad ein Lager.
Am andern Tage war in dem Lager ein feierlicher Gottesdienst. Dann wurde das Heer von dem Könige und den Bewohnern von Prag und der Burgflecken bewirtet.
Und sieben Tage wurde das Heer bewirtet, und sehr viele Menschen kamen zu ihm, und brachten Geschenke, und redeten mit den Kriegern, und priesen sie, und ließen sich von ihnen erzählen.
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