Wilhelm Hauff - Lichtenstein
Здесь есть возможность читать онлайн «Wilhelm Hauff - Lichtenstein» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Город: Bayreuth, Год выпуска: 1982, ISBN: 1982, Издательство: Gondrom-Verlag, Жанр: Классическая проза, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Lichtenstein
- Автор:
- Издательство:Gondrom-Verlag
- Жанр:
- Год:1982
- Город:Bayreuth
- ISBN:978-3-8112-0267-2
- Рейтинг книги:5 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 100
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Lichtenstein: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Lichtenstein»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Dieser erste bedeutende historische Roman der deutschen Literatur erschien 1826, in der Biedermeierzeit, und handelt vor allem von der Herrschaft des Herzogs Ulrich von Württemberg, die Hauff nicht ohne romantische Verklärung beschreibt. Der historische Roman ist schon als Gattung, von Walter Scott herkommend, konservativ ausgerichtet; darin trifft er sich mit der Restaurationszeit.
Lichtenstein — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Lichtenstein», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
»Der Teufel gesegne es ihnen allen [36] »Der Tüfell gsegen in allen«, sind die Worte des Chronisten Stumphardt, die ihm unwillkürlich entschlüpfen, indem er die Unterhandlung der Ritter »beim kielen Wein« beschreibt.
!« unterbrach ihn der Ritter vom Lichtenstein, und schüttete seinen Becher aus. Der Herzog aber lächelte schmerzlich und gab Marx Stumpf einen Wink, fortzufahren.
»So taten sie sich gütlich bis in die Nacht und zechten bis sie rote Köpfe bekamen und taumelten; ich stand nicht ferne und keine ihrer verräterischen Reden entging mir. Als sie aufbrachen, nahm der Truchseß den Stadion bei der Hand; ›Herr Bruder‹, sagte er, ›in Eurem Keller ist ein guter Wein, lasset uns bald ein, daß wir ihn trinken.‹ Jener aber lachte darüber, schüttelte ihm die Hand und sagte: ›Kommt Zeit, kommt Rat.‹ Wie ich nun sah, daß die Sachen also stehen, beschloß ich mit Gott mein Leben dranzusetzen, und in die Burg zu den Verrätern zu gehen. Ich ging hinaus bis in die Grafenhalde, wo der kleinere, unterirdische Gang beginnt. Ungesehen stieg ich hinab und drang bis in die Mitte. Dort hatten sie das Fallgatter herabgelassen und einen Knecht hingestellt; er legte an auf mich, als er mich durch die Finsternis kommen hörte, und fragte nach der Losung. Ich sprach, wie Ihr befohlen, das Losungswort Eures tapfern Ahnherrn Eberhards im Bart ›Atempto‹; der Kerl machte große Augen, zog aber das Gatter auf und ließ mich durch. Jetzt ging ich schnellen Schrittes weiter vor, und kam heraus im Keller. Ich schöpfte einige Augenblicke Luft, denn der Atem war mir schier ausgeblieben in dem engen Gang.«
»Armer Marx! geh trinke einen Becher, das Reden wird dir schwer«, sagte Ulerich; willig befolgte jener das gütige Geheiß seines Fürsten, und sprach dann mit frischer Stimme weiter:
»Im Keller hörte ich viele Stimmen, und es war mir als zanke man sich. Ich ging den Stimmen nach, und sah eine ganze Schar der Besatzung vor dem großen Faß sitzen und trinken. Es waren einige von Stadions Partei und Hewen und mehrere der Seinigen. Sie hatten Lampen aufgestellt und große Humpen vor sich; es sah schauerlich aus, fast wie das Femgericht. Ich barg mich in ihrer Nähe hinter ein Faß und hörte was sie sprachen. Georg von Hewen sprach mit rührenden Worten zu ihnen, und stellte ihnen ihre Untreue vor; er sagte, wie sie ja gar nicht nötig haben, sich zu ergeben, wie sie auf lange mit Vorräten versehen seien, wie Euer Durchlaucht ein Heer sammeln werden, Tübingen zu entsetzen, wie eher die Belagerer in Not kommen, als sie.«
»Ha! wackerer Hewen! und was gaben sie zur Antwort?«
»Sie lachten und tranken; ›Da hat es gute Weile, bis der ein Heer sammelt! wo das Geld hernehmen und nicht stehlen?‹ sagte einer. Hewen aber fuhr fort und sagte, wenn es auch nicht so bald möglich sei, so müssen sie sich doch halten bis auf den letzten Mann, wie sie Euch zugeschworen, sonst handeln sie als Verräter an ihrem Herrn. Da lachten sie wieder und tranken und sagten: ›Wer will auftreten und uns Verräter nennen?‹ Da rief ich hinter meinem Faß hervor: ›Ich, ihr Buben, ihr seid Verräter am Herzog und am Land!‹ Alle waren erschrocken, der Stadion ließ seinen Becher fallen, ich aber trat hervor, nahm meine Kappe ab und den falschen Bart, stellte mich hin und zog Euren Brief aus dem Wams. ›Hier ist ein Brief von eurem Herzog‹, sagte ich; ›er will ihr sollet euch nicht übergeben, sondern zu ihm halten; er selbst will kommen, und mit euch siegen oder in diesen Mauern sterben.‹«
»O Tübingen«, sagte der Herzog mit Seufzen, »wie töricht war ich, daß ich dich verließ! zwei Finger meiner Linken gebe ich um dich, was sage ich zwei Finger; die Rechte ließ ich mir abhauen, könnte ich dich damit erkaufen, und mit der Linken wollte ich dem Bund den Weg zeigen! Und gaben sie nichts, gar nichts auf meine Worte?«
»Die Falschen sahen mich finster an, und schienen nicht recht zu wissen was sie tun sollten. Hewen aber vermahnte sie nochmals. Da sagte Ludwig von Stadion: ›Ich komme schon zu spät. Achtundzwanzig der Ritterschaft wollen sich der Fehde mit dem Bunde begeben, und den Herzog solche allein ausmachen lassen. Komme er wieder mit Heeresmacht ins Land, so wollen sie getreulich zu ihm stehen, aber aufs Ungewisse wollen sie den Krieg nicht fortführen, denn ihre Burgen und Güter werden so lange beschädigt und gebrandschatzt, bis sie nicht mehr gegen den Bund dienen.‹ Ich verlangte nun, sie sollen mich hinaufführen in den Rittersaal, ich wolle versuchen, ob nicht Männer da seien, das Schloß zu halten, ich zählte auf, wen ich noch für treu halte die Nippenburg, die Gültlingen, die Ow, die beiden Berlichingen, die Westerstetten, die Eltershofen, Schilling, Reischach, Welwart, Kaltenthal – der von Hewen aber schüttelte den Kopf und sagte, ich habe mich in manchem geirrt!«
»Und Stammheim, Thierberg, Westerstetten, meine Getreuen hast du sie nicht gesehen?«
»O ja, sie saßen im Keller beim Stadion, und tranken Euren Wein. Hinauf wollten sie mich aber nicht lassen. Selbst Hewen, selbst Freiberg und Heideck, die mit ihm waren, rieten ab, sie sagten, die zwei Parteien seien ohnedies schon schwierig gegeneinander, der Stadion habe die Mehrzahl für sich und auch den größten Teil der Knechte. Wenn ich hinaufgehe, komme es im Schloßhof und im Rittersaal zum Kampfe, und es bleibe ihnen als den Geringeren nichts übrig, als zu sterben. So gerne sie nun auch für Euch den letzten Blutstropfen aufwenden, so wollen sie doch lieber in der Feldschlacht gegen den Feind fallen, als von ihren Landsleuten und Waffenbrüdern totgeschlagen werden Da blieb mir nichts übrig als sie zu bitten, sie möchten sich des Prinzen Christoph und Eures zarten Töchterleins annehmen, und ihnen das Schloß bei der Übergabe erhalten. Einige sagten zu, andere schwiegen und zuckten die Achsel, ich aber gab den Verrätern meinen Fluch als Christ und Ritter, sagte fünf von ihnen auf, und lud sie zum Kampf auf Leben und Tod, wenn der Krieg zu Ende sei; dann wandte ich mich und ging auf demselben Wege aus der Burg, wie ich gekommen war.«
»Herr Gott im Himmel! hätte ich dies für möglich gehalten«, rief Lichtenstein. »Zweiundvierzig Ritter, zweihundert Knechte, eine feste Burg, und sie doch verraten! Unser guter Name ist beschimpft; noch in späten Zeiten wird man von unserem Adel sprechen, und wie sie ihr Fürstenhaus im Stich gelassen; das Sprichwort ›Treu und ehrlich wie ein Württemberger‹ ist zum Hohn geworden!«
»Wohl konnte man einst sagen, treu wie ein Württemberger«, sprach Herzog Ulerich, und eine Träne fiel in seinen Bart. »Als mein Ahnherr Eberhard einst hinabritt gen Worms, und mit den Kurfürsten, Grafen und Herren zu Tische saß, da sprachen und rühmten sie viel vom Vorzug ihrer Länder. Der eine rühmte seinen Wein, der andere sprach von seiner Frucht, der dritte gar von seinem Wild, der vierte grub Eisen in seinen Bergen. Da kam es auch an Eberhard im Bart. ›Von euren Schätzen weiß ich nichts aufzuweisen‹, sagte er, ›doch gehe ich abends durch den dunkelsten Wald, und komm ich nachts durch die Berge und bin müd und matt, so ist ein treuer Württemberger bald zur Hand, ich grüße ihn und leg mich in seinen Schoß und schlafe ruhig ein.‹ Des wunderten sich alle und staunten und riefen: ›Graf Eberhard hat recht!‹ und ließen treue Württemberger leben. Geht jetzt der Herzog durch den Wald, so kommen sie und schlagen ihn tot, und leg ich meine Treuen in die Burgen, kaum wende ich den Rücken, so handeln sie mit dem Feind. Die Treue soll der Kuckuck holen – doch fahre fort; gib mir den Kelch bis auf die Hefe, ich bin der Mann dazu ohne Furcht den Grund zu sehen.«
»Nun, daß ich's kurz sage, ich hielt mich noch in Tübingen auf, bis ich Gewißheit bekäme, wegen der Übergabe. Gestern am Ostermontag sind sie zusammengekommen, sie haben die Pakten schriftlich aufgesetzt, und nachher durch den Herold auf den Straßen ausrufen lassen, um fünf Uhr abends haben sie das Schloß übergeben. Ihr seid der Regierung förmlich entsetzt. Prinz Christoph, Euer Söhnlein behält Schloß und Amt Tübingen, doch zu des Bundes Dienst und unter seiner Obervormundschaft, und in das übrige heißt es, werden sich die Herren teilen. Ich habe viel Jammer erfahren in meinem Leben, ich habe einen Freund im Lanzenstechen umgebracht, ein liebes Kind ist mir gestorben und mein Haus abgebrannt, aber so wahr mir Gott gnädig sei und seine Heiligen, mein Schmerz war nie so groß als in jener Stunde, wo ich des Bundes Farben neben Euer Durchlaucht Panieren aufpflanzen, als ich ihr rotes Kreuz Württembergs Geweihe und den Helm mit dem Jagdhorn bedecken sah!«
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Lichtenstein»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Lichtenstein» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Lichtenstein» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.
