Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe

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Joan Madou war aufgestanden. Sie griff nach ihrem Mantel und ihrer Mütze. Ravic sah sie an. »Sie brauchen mich nicht herunterzubringen.«

»Das will ich auch nicht. Ich will nur nicht hierbleiben. Nicht jetzt. Ich will noch irgendwo herumgehen.«

»Dann müssen Sie später doch wieder zurückkommen. Noch einmal dasselbe.Warum bleiben Sie nicht hier? Jetzt ist es schon überstanden.«

»Es ist bald Morgen. Wenn ich zurückkomme, wird es Morgen sein. Dann ist es einfacher.«

Ravic ging zum Fenster. Es regnete immer noch. Naß und grau wehten die Strähnen im Wind vor den gelben Lichthöfen der Laternen.

»Kommen Sie«, sagte er. »Wir trinken noch ein Glas, und Sie legen sich schlafen. Das ist kein Wetter für Spaziergänge.«

Er griff nach der Flasche. Joan Madou war plötzlich dicht neben ihm. »Laß mich nicht hier«, sagte sie rasch und dringend, und er fühlte ihren Atem. »Laß mich nicht allein hier, nur heute nicht; ich weiß nicht, was es ist, aber nur heute nicht! Morgen werde ich Mut haben, aber heute kann ich es nicht; ich bin mürbe und weich und falle zusammen und habe keine Kraft mehr; Sie hätten mich nicht herausnehmen sollen, nur heute nicht — ich kann jetzt nicht allein sein.«

Ravic stellte die Flasche behutsam hin und machte ihre Hände von seinem Arm los. »Kind«, sagte er — »irgendwann müssen wir uns alle daran gewöhnen.« Er musterte die Chaiselongue. »Ich kann hier schlafen. Es hat keinen Zweck, noch anderswo hinzugehen. Ich brauche ein paar Stunden Schlaf. Muß morgen um neun operieren. Kann ebenso gut hier schlafen wie bei mir. Ist nicht meine erste Nachtwache. Ist das ausreichend?«

Sie nickte.

Sie stand noch immer dicht neben ihm.

»Ich muß um halb acht ’raus. Verdammt früh. Wird Sie aufwecken.«

»Das macht nichts. Ich werde aufstehen und Frühstück für Sie machen, alles...«

»Sie werden gar nichts tun«, sagte Ravic. »Ich werde frühstücken im nächsten Café wie ein vernünftiger Arbeiter; Kaffee mit Rum und Croissants. Alles andere kann ich in der Klinik machen. Wird nicht schlecht sein, Eugenie um ein Bad zu fragen. Gut, bleiben wir hier. Zwei verlorene Seelen im November. Sie nehmen das Bett. Wenn Sie wollen, kann ich solange zu dem alten Portier ’runtergehen, bis Sie fertig sind.«

»Nein«, sagte Joan Madou.

»Ich laufe nicht fort. Wir brauchen außerdem noch ein paar Sachen, Kissen, Decke und so was.«

»Ich kann klingeln.«

»Das kann ich auch.« Ravic suchte nach dem Knopf. »Besser, ein Mann macht das.«

Der Portier kam schnell. Er hatte eine zweite Kognakflasche in der Hand. »Sie überschätzen uns«, sagte Ravic. »Herzlichen Dank. Wir gehören zur Nachkriegsgeneration. Eine Decke, ein Kissen und etwas Leinen. Ich muß hier schlafen. Zu kalt und zu viel Regen draußen. Ich bin gerade zwei Tage aus dem Bett nach einer schweren Lungenentzündung. Können Sie das machen?«

»Selbstverständlich, mein Herr. Dachte mir schon so etwas.«

»Gut.« Ravic zündete sich eine Zigarette an.

»Ich werde auf den Korridor gehen. Schuhe ansehen vor den Türen. Ein alter Sport von mir. Ich laufe nicht weg«, sagte er, als er den Blick von Joan Madou sah. »Ich bin nicht Josef von Ägypten. Ich lasse meinen Mantel nicht im Stich.«

Der Portier kam mit den Sachen. Er stoppte, als er Ravic im Korridor stehen sah. Dann verklärte sich sein Gesicht. »Das findet man selten«, sagte er.

»Ich tue das auch selten. Nur an Geburtstagen und Weihnachten. Geben Sie mir die Sachen. Ich nehme sie mit hinein. Was ist denn das da?«

»Eine Wärmflasche. Wegen Ihrer Lungenentzündung.«

»Vortrefflich. Aber ich wärme meine Lungen mit Kognak.« Ravic zog ein paar Scheine aus der Tasche.

»Mein Herr, Sie haben sicher keine Pyjamas. Ich kann Ihnen ein Paar geben.«

»Danke, Bruder.« Ravic sah den Alten an. »Sie würden mir sicher zu klein sein.«

»Im Gegenteil. Sie werden Ihnen passen. Es sind ganz neue. Im Vertrauen gesagt, ein Amerikaner hat sie mir einmal geschenkt. Dem hatte sie eine Dame geschenkt. Ich trage so etwas nicht. Ich trage Nachthemden. Sie sind ganz neu, mein Herr.«

»Gut, bringen Sie sie herauf. Wir können sie ja mal ansehen.«

Ravic wartete im Korridor. Drei Paar Schuhe standen vor den Türen. Ein Paar Zugstiefeletten mit ausgeleierten Gummizügen. Aus dem Raum dahinter klang ein brausendes Schnarchen. Die anderen beiden waren ein Paar braune Männerhalbschuhe und ein Paar hochhackige Damenlackschuhe mit Knöpfen. Sie standen vor derselben Tür und wirkten sonderbar verlassen, obschon sie nebeneinander standen.

Der Portier brachte die Pyjamas. Sie waren Prachtstükke. Blaue Kunstseide mit goldenen Sternen darauf. Ravic betrachtete sie eine Weile sprachlos. Er verstand den Amerikaner. »Herrlich, was?« fragte der Portier stolz.

Die Pyjamas waren neu. Sie waren sogar noch in dem Karton des Magazin du Louvre, in dem sie gekauft waren. »Schade«, sagte Ravic. »Ich hätte gern die Dame gesehen, die sie ausgesucht hat.«

»Sie können sie haben für diese Nacht. Sie brauchen sie nicht zu kaufen, mein Herr.«

»Was kostet die Miete?«

»Nach Belieben.«

»Sind Sie kein Franzose?«

»Doch. Aus St. Nazaire.«

»Dann sind Sie verdorben worden durch den Umgang mit Amerikanern. Außerdem — für diese Pyjamas ist nichts zuviel.«

»Freut mich, daß Sie Ihnen gefallen. Gute Nacht, mein Herr. Ich werde sie dann morgen bei der Dame abholen.«

»Ich werde sie Ihnen morgen früh selbst übergeben. Wecken Sie mich um halb acht. Klopfen Sie nur leise an. Ich höre es schon. — Gute Nacht.«

»Sehen Sie sich das an«, sagte Ravic zu Joan Madou und zeigte die Pyjamas. »Ein Kostüm für einen Weihnachtsmann. Dieser Portier ist ein Zauberer. Ich werde die Sachen sogar anziehen. Man muß nicht nur den Mut, sondern auch die Unbefangenheit zur Lächerlichkeit haben.«

Er ordnete die Decken auf der Chaiselongue. Es war ihm gleichgültig, wo er schlief, in seinem Hotel oder hier. Er hatte auf dem Korridor ein erträgliches Badezimmer gefunden und von dem Portier eine neue Zahnbürste bekommen. Alles andere war ihm egal. Die Frau war irgend etwas wie ein Patient.

Er füllte ein Wasserglas mit Kognak und stellte es mit einem der kleinen Gläser, die der Portier gebracht hatte, neben das Bett. »Ich glaube, das ist genug für Sie«, sagte er dann. »Es ist einfacher so. Ich brauche dann nicht mehr aufzustehen und nachzufüllen. Die Flasche und das andere Glas nehme ich herüber zu mir.«

»Ich brauche das kleine Glas nicht. Ich kann aus dem anderen trinken.«

»Noch besser.« Ravic packte sich auf der Chaiselongue zurecht. Es gefiel ihm, daß die Frau sich nicht weiter darum kümmerte, ob er es bequem hatte. Sie hatte erreicht, was sie wollte — jetzt entwickelte sie gottlob keine überflüssigen Hausfraueneigenschaften.

Er goß ein Glas voll und stellte die Flasche auf den Boden. »Salute!«

»Salute! Und danke!«

»Das ist in Ordnung. Ich hatte ohnehin nicht viel Lust, durch den Regen zu gehen.«

»Regnet es noch?«

»Ja.«

Das leise Klopfen kam von draußen durch die Stille, als wolle etwas hinein, grau, trostlos und ohne Form, etwas, das trauriger war als Traurigkeit — eine ferne, anonyme Erinnerung, eine endlose Welle, die heranwehte und zurückhaben und begraben wollte, was sie früher einmal herangebracht und auf einer Insel vergessen hatte — ein bißchen Mensch und Licht und Denken.

»Gute Nacht zum Trinken.«

»Ja — und eine schlechte, allein zu sein.«

Ravic schwieg eine Weile. »Daran haben wir uns alle gewöhnen müssen«, sagte er dann. »Das, was uns früher einmal zusammenhielt, ist heute zerstört. Wir sind heute auseinandergefallen wie eine Kette aus Glasperlen, deren Band zerrissen ist. Nichts ist mehr fest.« Er goß sein Glas aufs neue voll. »Als Junge habe ich einmal nachts auf einer Wiese geschlafen. Es war Sommer, und der Himmel war sehr klar. Bevor ich einschlief, sah ich den Orion über den Wäldern am Horizont stehen. Dann wachte ich auf, mitten in der Nacht — und der Orion stand auf einmal hoch über mir. Ich habe das nie vergessen. Ich hatte gelernt, daß die Erde ein Stern ist und sich dreht; aber ich hatte es gelernt, wie man vieles lernt, was in Büchern steht, und nie darüber nachgedacht. Jetzt zum erstenmal empfand ich, daß es wirklich so war. Ich fühlte, wie sie lautlos durch den ungeheuren Raum flog.

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