Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe
Здесь есть возможность читать онлайн «Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: Классическая проза, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Arc de Triomphe
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:5 / 5. Голосов: 2
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 100
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Arc de Triomphe: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Arc de Triomphe»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Arc de Triomphe — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Arc de Triomphe», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
»Wir werden jetzt einen guten, alten Armagnac trinken«, sagte Ravic. »Das ist die beste Antwort. Glauben Sie mir: Ich bin kein so besonderer Menschenfreund. Es gibt viele Abende, wo ich allein irgendwo herumsitze. Halten Sie das für besonders interessant?«
»Nein, aber ich bin ein schlechter Partner, und das ist schlimmer.«
»Ich habe verlernt, nach Partnern zu suchen. Hier ist Ihr Armagnac. Salute!«
»Salute!«
Ravic setzte sein Glas nieder. »So, und jetzt werden wir aus dieser Menagerie hier verschwinden. Sie möchten doch noch nicht ins Hotel zurück?«
Joan Madou schüttelte den Kopf.
»Gut. Dann werden wir weitergehen. Und zwar zur Scheherazade.Wir werden da trinken. Das haben wir beide scheinbar nötig, und Sie können dann gleich ansehen, was dort los ist.«
Es war gegen drei Uhr nachts.
Sie standen vor dem Hotel Milan. »Haben Sie genug getrunken?« fragte Ravic.
Joan Madou zögerte. »Ich dachte, es wäre genug drüben in der Scheherazade. Aber jetzt hier, wenn ich diese Tür ansehe — es war nicht genug.«
»Dagegen läßt sich etwas tun. Vielleicht gibt es hier im Hotel noch etwas. Sonst gehen wir in eine Kneipe und kaufen eine Flasche. Kommen Sie.«
Sie sah ihn an. Dann sah sie die Tür an. »Gut«, sagte sie mit einem Entschluß. Doch sie blieb stehen. »Da hinaufgehen«, sagte sie. »In das leere Zimmer...«
»Ich werde Sie hinaufbringen. Und wir werden eine Flasche mitnehmen.«
Der Portier erwachte. »Haben Sie noch etwas zu trinken?« fragte Ravic.
»Champagnercocktail?« fragte der Portier sofort geschäftsmäßig zurück, während er noch gähnte.
»Danke. Etwas Herzhafteres. Kognak. Eine Flasche.«
»Courvoisier, Martell, Hennessy, Biscuit Dubouche?«
»Courvoisier.«
»Sehr wohl, mein Herr. Ich werde den Kork ziehen und die Flasche heraufbringen.«
Sie gingen die Treppe hinauf. »Haben Sie Ihren Schlüssel?« fragte Ravic die Frau.
»Das Zimmer ist nicht abgeschlossen.«
»Man kann Ihnen Ihr Geld und Ihre Papiere stehlen, wenn Sie nicht abschließen.«
»Das kann man auch, wenn ich abschließe.«
»Das ist wahr — bei diesen Schlössern. Trotzdem — es ist dann nicht ganz so einfach.«
»Vielleicht. Aber ich mag nicht allein von der Straße zurückkommen, einen Schlüssel nehmen und aufschließen, um in ein leeres Zimmer zu gehen — das ist wie ein Grab aufschließen. Es ist schon genug, daß man ohne das hier hineingeht — wo nichts auf einen wartet als ein paar Koffer.«
»Es wartet nirgendwo etwas«, sagte Ravic. »Man muß alles immer selbst mitbringen.«
»Das mag sein. Aber es ist dann noch eine barmherzige Illusion dabei. Hier ist nichts...«
Joan Madou warf ihren Mantel und ihre Baskenmütze auf das Bett und sah Ravic an. Ihre Augen waren hell und groß in dem blassen Gesicht und wie erstarrt in einer zornigen Verzweiflung. Sie stand einen Augenblick so da. Dann begann sie in dem kleinen Raum hin und her zu gehen, die Hände in den Taschen ihrer Jacke, mit langen Schritten, geschmeidig den Körper herumwerfend, wenn sie sich umdrehte. Ravic sah sie aufmerksam an. Sie hatte plötzlich Kraft und eine ungestüme Grazie, und das Zimmer schien viel zu eng für sie.
Es klopfte. Der Portier brachte den Kognak herein. »Wollen die Herrschaften noch etwas essen? Kaltes Huhn. Sandwiches...«
»Das wäre Zeitverschwendung, Bruder.« Ravic bezahlte ihn und schob ihn hinaus. Dann schenkte er zwei Gläser ein. »Hier. Es ist einfach und barbarisch — aber in schwierigen Situationen ist das Primitive das beste.Verfeinerung ist etwas für ruhige Zeiten. Trinken Sie das.«
»Und dann?«
»Dann trinken Sie das nächste.«
»Ich habe das versucht. Es nützt nichts. Es ist nicht gut, betrunken zu sein, wenn man allein ist.«
»Man muß nur genug betrunken sein. Dann geht es.«
Ravic setzte sich auf eine schmale, wacklige Chaiselongue, die an der Zimmerwand dem Bett quer gegenüberstand. Er hatte sie früher nicht gesehen. »Stand das schon hier, als Sie einzogen?« fragte er.
Sie schüttelte den Kopf. »Ich habe es hereinstellen lassen. Ich wollte nicht in dem Bett schlafen. Es schien sinnlos. Ein Bett und sich ausziehen und alles. Wofür? Morgens und am Tage ging es. Aber nachts...«
»Sie müssen etwas zu tun haben.« Ravic zündete sich eine Zigarette an. »Schade, daß wir Morosow nicht getroffen haben. Ich wußte nicht, daß er heute seinen freien Tag hatte. Gehen Sie morgen abend hin. Gegen neun. Irgend etwas wird er schon für Sie finden. Und wenn es Arbeit in der Küche wäre. Dann sind Sie nachts beschäftigt. Das wollen Sie doch?«
»Ja.« Joan Madou hörte auf, hin und her zu gehen. Sie trank das Glas Kognak und setzte sich auf das Bett. »Ich bin draußen herumgegangen jede Nacht. Solange man geht, ist alles besser. Erst wenn man sitzt, und die Decke fällt einem auf den Kopf...«
»Ist Ihnen nie etwas passiert unterwegs? Nichts gestohlen worden?«
»Nein. Ich sehe wohl nicht so aus, als ob viel zu stehlen wäre bei mir.« Sie hielt Ravic ihr leeres Glas hin. »Und das andere? Ich habe oft genug darauf gewartet, daß wenigstens einer zu einem spricht! Daß man nicht nur so nichts ist, nur Gehen! Daß wenigstens Augen einen ansehen, Augen und nicht nur Steine! Daß man nicht sowie ein Ausgestoßener herumrennt! Wie jemand auf einem fremden Planeten!« Sie warf das Haar zurück und nahm das Glas, daß Ravic ihr hinüberreichte. »Ich weiß nicht, weshalb ich davon spreche. Ich will es gar nicht. Vielleicht, weil ich stumm war all die Tage.Vielleicht, weil heute abend zum erstenmal...« Sie brach ab.
»Hören Sie nicht auf mich...«
»Ich trinke«, sagte Ravic. »Sagen Sie, was Sie wollen. Es ist Nacht. Niemand hört Sie. Ich höre auf mich selbst. Morgen ist alles vergessen.«
Er lehnte sich zurück. Irgendwo im Hause rauschte Wasser. Die Heizung knackte, und an das Fenster klopfte immer noch mit weichen Fingern der Regen.
»Wenn man dann zurückkommt und das Licht ausmacht — und die Dunkelheit fällt über einen wie ein Wattebausch mit Chloroform — und man macht das Licht wieder an und starrt und starrt...«
Ich muß schon betrunken sein, dachte Ravic. Früher als sonst, heute. Oder ist es das halbe Licht? Oder beides? Das ist nicht mehr dieselbe, belanglose, ausgeblichene Frau. Das ist etwas anderes. Da sind plötzlich Augen. Da ist ein Gesicht. Da sieht mich etwas an. Es müssen die Schatten sein. Es ist das sanfte Feuer hinter meiner Stirn, das sie anleuchtet. Der erste Glanz der Trunkenheit.
Er hörte nicht auf das, was Joan Madou sprach. Er kannte es und wollte es nicht mehr kennen. Allein sein — der ewige Refrain des Lebens. Es war nicht schlimmer und nicht besser als manches andere. Man sprach zuviel davon. Man war immer allein und nie. Eine Geige war plötzlich da, irgendwo auf einem Zwielicht. Ein Garten auf den Hügeln von Budapest. Der schwere Geruch der Kastanien. Der Wind. Und wie junge Eulen, geduckt auf der Schulter hockend, die Träume, mit Augen, die heller wurden in der Dämmerung. Die Nacht, die nie Nacht wurde. Die Stunde, wo alle Frauen schön waren. Die großen, braunen Schmetterlingsflügel des Abends.
Er blickte auf. »Danke«, sagte Joan Madou.
»Warum?«
»Weil Sie mich sprechen ließen, ohne zuzuhören. Es war gut. Ich brauchte das.«
Ravic nickte. Er sah, daß ihr Glas wieder leer war. »Gut«, sagte er. »Ich werde Ihnen die Flasche hierlassen.«
Er stand auf. Ein Zimmer. Eine Frau. Nichts weiter. Ein blasses Gesicht, in dem nichts mehr leuchtete. »Wollen Sie gehen?« fragte Joan Madou. Sie sah sich um, als sei jemand im Zimmer versteckt.
»Hier ist die Adresse Morosows. Sein Name, damit Sie ihn nicht vergessen. Morgen abend um neun.« Ravic schrieb es auf einen Rezeptblock. Dann riß er das Blatt ab und legte es auf den Koffer.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Arc de Triomphe»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Arc de Triomphe» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Arc de Triomphe» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.