Walter Scott - Romane und Erzählungen

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Übersicht Waverley oder: Vor sechzig Jahren war's
Guy Mannering – der Roman eines Sterndeuters
Der Altertümler
Der schwarze Zwerg
Robin der Rote – der Bandenführer der Hochlande
Das Herz von Midlothian oder Der Kerker von Edinburg
Ivanhoe
Das Kloster
Der Abt oder Maria Stuarts Glück und Ende
Kenilworth
Der Pirat
Quentin Durward
Die Verlobten
Der Talisman
Das schöne Mädchen von Perth
Anna von Geierstein oder Das Nebelmädchen
Graf Robert von Paris
Schloß Douglas am Blutsumpf
Drei Erzählungen aus dem schottischen Hochland (Der Graf mit dem zweiten Gesicht, Hochländer-Ehre, Der Zauberspiegel)
Zwei Erzählungen (Die Hochlandhexe, Ein Kind der Sünde)

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Wenn ihr Gefahr droht, sagte er zu sich selber, so will ich ihr zur Seite stehen mit Rat und Tat und im Notfall mein Leben für sie hingeben.

Auf dem Heimwege sann er darüber nach, inwieweit wohl den Erzählungen der beiden Herren Glauben zuzumessen sei, über solchen Gedanken begegnete ihm ein andrer Bekannter – auch ein Arzt – mit Namen Esdale, der selber das Unglück gehabt hatte, in Haidar Alis Gefangenschaft zu geraten, bei dem letzten Friedensschluß aber wieder freigegeben worden war.

Der Mann galt im allgemeinen für ruhig, befähigt in seinem Berufe und vernünftig und besonnen in seinen Ansichten und Urteilen.

Hartley kam mit ihm ins Gespräch und konnte unschwer die Rede auf die sogenannte Königin von Saba bringen, indem er ihn fragte, ob er bei dem Nadscha Haidair Ali nicht ein abenteuerliches Weib kennen gelernt habe.

»Das kann ich wahrhaftig nicht sagen«, erwiderte Esdale. »In Indien sind wir ja alle mehr oder weniger Abenteurer, ich wüßte nicht, daß die Begum Montreville größeren Anspruch auf diese Bezeichnung hätte.«

»Die Frau kleidet und benimmt sich aber geradezu wie eine Amazone«, sagte Hartley, »Sie hat etwas Schwindelhaftes an sich.«

»Ihr dürft freilich,« entgegnete Esdale, »von einer Frau, die Soldaten kommandiert hat und vielleicht noch einmal kommandieren wird, nicht erwarten, daß sie wie andre gewöhnliche Frauenzimmer aussehe und sich kleide. Ich gebe Euch aber die Versicherung, daß sie noch heute eine sehr gute Partie machen könnte, wenn sie nur Lust hätte, sich zu verheiraten.«

»Ich habe gehört, sie hätte die Festung ihres Mannes an Haidar Ali verraten?«

»Das ist so eine treffliche Probe der in Madras grassierenden Klatscherei. In der Tat verhält die Sache sich folgendermaßen. Noch lange, nachdem ihr Mann gefallen war, hat sie die Festung verteidigt und erst dann mit Haidar Ali kapituliert. Haidar Ali, der viel darauf hält, daß der Gerechtigkeit alle Ehre erwiesen wird, stände sonst vielleicht nicht in so nahen Beziehungen zu ihr.«

»Ich habe gehört, sie sollen sehr intim miteinander sein.«

»Abermals eine Verleumdung oder wenn Ihr wollt, Klatscherei«, versetzte Esdale.»Haidar ist ein viel zu strenggläubiger Mohammedaner, als daß er sich mit einer Christin in ein Liebesverhältnis einlassen sollte. Wenn sie außerdem nicht ihre einflußreiche Stellung und den Rang, der ihr eingeräumt worden ist, verlieren will, so muß sie sich nach außen hin jedes Anscheins eines intimen Liebesverhältnisses enthalten. Man hat auch dieser Frau – im Grunde tut sie mir Leid – nachgesagt, sie stünde in intimem Verkehr mit Eurem alten Bekannten Middlemas.«

»Das war also auch ein falsches Gerede?« fragte Hartley in größter Spannung.

»Meiner Treu, ich glaube nicht daran!« antwortete Esdale. »Da sie beide Europäer waren, sind sie an dem indischen Hofe einander näher getreten, aber weiter ist es wohl nichts gewesen. Nebenbei – Ihr hattet ja wohl mal so einen kleinen Zwist mit Middlemas – es wird Euch gewiß interessieren, daß der arme Kerl jetzt die beste Aussicht hat, sich in unsern Kreisen wieder zu rehabilitieren.«

»Wirklich!« war das einzige Wort, das Hartley zu antworten vermochte.

»In der Tat!« erwiderte Esdale, »Das Duell ist jetzt vergessen, und es ist Gras darüber gewachsen. Es muß ja auch zugegeben werden, daß Middlemas bei diesem Anlaß, obwohl er äußerst jähzornig gehandelt hat, doch auch gereizt worden ist.«

»Aber seine Fahnenflucht – und daß er eine Befehlshaberstelle in Haidars Heer angenommen hat – und wie er unsere Gefangenen behandelt hat – kann das alles für nichts angesehen werden?«

»Es ist eben gar nicht ausgeschlossen – ich rede zu Euch im Vertrauen und als Mann, der auf der Hut ist, es ist gar nicht ausgeschlossen, daß er uns in Haidars Hauptstadt oder in Tippus Lager bessere Dienste erweisen kann, als in seinem eigenen Regiment. Was seine Behandlung der Gefangenen anbetrifft, so kann ich ihm aus eigener Erfahrung nur Gutes nachsagen. Es blieb ihm gar nichts andres übrig, als das Amt zu übernehmen, denn bei allen, die Haidar Ali dienen, heißt es entweder gehorchen oder sterben. Er hat mir aber selber gesagt, und das glaube ich auch, daß er das Kommando in Haidar Alis Heer nur deshalb angenommen habe, um insgeheim den Engländern dienen zu können, öffentlich mußte er natürlich den Hindus gegenüber hart mit uns verfahren, wenn auch meistens nur in Worten. Das konnten nun einige nicht begreifen, und sie überhäuften ihn mit Schmähungen. Die mußte er natürlich dann bestrafen, um keinen Verdacht zu erwecken. Ich aber und noch manche andern können beweisen, daß er uns sehr gern Gefälligkeiten erwies, wenn man ihn nach seiner Weise verfahren ließ. Ich hoffe, ich werde bald in Madras ihm persönlich meinen Dank abstatten können. Das alles habe ich Ihnen im Vertrauen gesagt. – Guten Morgen!«

Siebzehntes Kapitel

Zu der festgesetzten Stunde stand Hartley vor der Pforte des reichen indischen Kaufmannes, der aus Rücksicht auf persönliche Interessen die Begum Montreville in sein Haus aufgenommen hatte, in der schwarzen Stadt von Madras, wie derjenige Teil der Metropole hieß, den die Eingeborenen bewohnten.

Ein Diener führte den Gast in ein Zimmer, wo er Miß Gray anzutreffen erwartete. Aber statt dessen fand er die enorme Figur der Königin von Saba.

»Was steht dem Herrn zu Diensten?« fragte die Dame.

»Ich komme, um eine Dame hier zu begrüßen, die ich gestern in Eurer Gesellschaft sah«, antwortete Hartley in achtungsvollem Tone. »Ich habe diese Dame in England gut gekannt – und möchte ihr hier in Indien meine Dienste anbieten. Es ist Miß Gray.«

»Sehr liebenswürdig«, versetzte die Begum. »Aber Miß Gray ist ausgegangen. Sie kommt auch vor zwei Tagen nicht wieder, Ihr könnt mir ja sagen, was ich ihr bestellen soll.«

»Verzeiht, Madame,« antwortete Hartley, »Ihr irrt Euch wohl in Euren Angaben, denn dort kommt die Dame selbst.«

»Was soll das heißen«, wandte sich die Frau an Marie Gray, die eben eintrat. »Seid Ihr denn nicht auf ein paar Tage weg, wie ich dem Herrn sagte? Mais c'est égal! – es macht nichts! Ihr werdet zu Monsieur sagen, wie geht's und adieu. Der Herr ist so artig, sich nach unserem Befinden zu erkundigen, und da er sieht das es uns beiden ganz gut geht, so kann er sich wieder nach Hause scheren.«

»Ich habe mit diesem Herrn zu sprechen«, sagte Marie Gray kurz. »Geht in den Garten, Herr Hartley, und Ihr, Madame, könnt uns vom Fenster beobachten, daß nichts geschieht, was gegen die Sitten des Landes verstößt.«

Mit diesen Worten schritt sie durch eine Gittertür nach dem Garten. Die Königin von Saba, bei aller Unverfrorenheit ihrer Natur durch Maries Gleichmut und Ruhe aus der Fassung gebracht, ließ es ohne Widerrede geschehen und verließ in unverhohlenem Verdruß das Zimmer.

»Welch ein Zusammentreffen!« begann Hartley sogleich. »Liebste Marie – entschuldigt, wenn ich Euch noch so anrede wie vor der Zeit, die wir uns nicht gesehen haben – Euer Vater –«

»Er ist tot, Herr Hartley«, antwortete sie weinend. »Als er keinen Assistenzarzt mehr hatte, war die Arbeit zu viel für ihn – er erkältete sich, und Ihr wißt ja, an sich dachte er immer zuletzt, wenn ihm etwas fehlte, so wurde denn die Krankheit gefährlich und endete schließlich mit dem Tode. Das schmerzt auch Euch, Herr Hartley, freilich, mein Vater hatte Euch sehr lieb...«

Hartley schwieg eine Weile in stillem Kummer. Der Gedanke fuhr ihm durch den Sinn, daß dem wackeren alten Herrn vielleicht ein längerer Lebensabend beschert gewesen wäre, wenn Marie sich seinen Wünschen hätte fügen können, aber er sprach ihn nicht aus, und fragte erst nach einer Weile:

»Wie kommt es aber, daß ich Euch hier sehe, hier und bei diesem Weibe?«

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