Various - Briefe an Ludwig Tieck 4

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Wegen Carls Bibliothek habe ich mit Rosa gesprochen. Sie will nochmals dessen Brüder fragen, ob sie solche nicht in der Art erhalten können, daß sie dereinst dem kleinen Sohne bleibt. Geht dies nicht, so will sie einen Catalogus davon dem Staats-Rath Roux nach Berlin senden, mit dem Ersuchen, sie ihr denn auch im Ganzen zu verkaufen. Ich habe hierauf von meiner Intention noch nichts geäußert: sondern denke es wird gut sein, ihr demnächst erst zu sagen, daß man sie für 1000 Thlr. oder weil ich zweifle, daß jemand in Berlin so viel dafür bieten wird, für das dort geschehene Gebot annehmen wolle. Sage mir Deine Meinung darüber. Zeit ist nicht verloren, weil der Verlass noch nicht abgeschlossen ist, sondern erst bei der nächsten Anwesenheit des Bürger-Meister Cranz vollzogen werden soll, und erst nachdem dies geschehen ist, kann sie eine Disposition treffen. Sie wünscht aber den Catalogus zu besitzen, um ihn Hrn. Roux zu schicken, und ich bitte daher, ihn mir zu übersenden. Wenn Du meinst, so könnte ich ihr vor der Absendung merken laßen, ich wolle abwarten, wofür Roux hoffe, die Bibliothek verkaufen zu können, und würde sie vielleicht auch nehmen.

Lebe wohl. Grüße alle.

Dein Schütz.

III

Madlitz, den 22. März 1814.
Liebster Freund

Ich bitte Dich einstweilen durch den zurückgehenden Boten diese wenigen Zeilen anzunehmen. Dein Brief bestimmt mich, die Reise nach Berlin noch auszusetzen. Ich will suchen, das Geschäft, welches meine Gegenwart gegen Ende dieses Monats erwünscht macht, durch einen Brief oder dadurch abzumachen, daß ich, vielleicht mit einer Gelegenheit auf einen Tag hingehe. Es kann sein, daß sich inzwischen das Wetter genugsam ändert, um Dir die Reise in den Ostertagen zu erlauben. Mir aber wird der Aufschub es vielleicht möglich machen, Dich vorher noch in Ziebingen zu sehen; ich denke in der nächsten Woche. Meinen letzten kurzen Brief mußt Du mir verzeihen, da eine Gelegenheit nach Frankfurth mich drängte. Ich bin ziemlich ununterbrochen bei meinem Roman geblieben und denke bald mit dem vierten Buche fertig zu werden. Es ist das, welches mir am meisten zu thun machen mußte. Schon bei dem ersten Entwurfe fehlte es mir hier gewöhnlich am meisten an Zeit, ich mußte viele Lücken in der Hoffnung, es werde sich wohl einmal das noch Fehlende ergänzen, offen laßen. Nun aber bin ich noch so wenig zufrieden, und denke, wenn noch einige Schwierigkeiten überwunden sind, soll es mit dem übrigen rascher gehen. Ich erinnere mich noch, daß ich Dir dieses Buch nicht, wohl aber das folgende mitgetheilt habe, weil es zu unfertig war. So beschäftigt, habe ich nicht Englisch lesen und arbeiten können, sondern nur den Parcival. Es ist ziemlich gegangen. Ich faßte bald den Entschluß, ihn zweimal zu lesen, weil ich wahrnahm, daß, je mehr ich im Lesen vorrückte, das Verstehen mir leichter wurde. Mit dem ersten Lesen bin ich ziemlich zu Ende.

Theuerster Freund, ich kann Dir nicht sagen, wie ich die Zeit über, daß ich wieder hier bin, von den Tagen gezehrt habe, welche ich mit Dir zugebracht; mein inneres Leben erhöht sich immer mehr in dem Umgange mit Dir. Wie erfreulich mußten mir also Deine Worte sein, welche mir sagten, daß mein Genuß und mein Bedürfniß auch die Deinigen gewesen. Gewiß eile ich, so viel nur möglich, wieder bei Dir zu sein, und bringe dann Deine Bücher mit. Deine Grüße werde ich bestellen, heut konnte ich es nicht mehr, da ich Deinen Brief spät erhielt, nachdem ich mich schon von der Gesellschaft entfernt hatte. Lebe wohl und glücklich.

Ganz der Deinige Schütz.

Schütze, Stephan

Geb. am 1. Nov. 1771 zu Olvenstädt bei Magdeburg, gestorben in Weimar am 19. März 1839.

Gedichte (1810.) – Eine neue Sammlung Gedichte ernsten und scherzhaften Inhalts (1830.) – Der unsichtbare Prinz, 3 Bde. (1812.) – Humoristische Reisebeschreibungen. – Versuch einer Theorie des Komischen (1818.) – Von 1814 bis 1836 redigirte er das beliebte Taschenbuch, welches den seltsamen Titel: „Der Liebe und Freundschaft“ führte, aber sehr hübsche Beiträge, unter anderen auch die meisten seiner eigenen Erzählungen enthielt.

Schütze lebte in Weimar, unseres Wissens ohne Amt, obgleich er „Hofrath“ hieß. Seine häusliche Einrichtung war so sauber, still und behaglich, wie das nur in kinderloser Ehe möglich ist. Freundlich entgegenkommend und umgänglich hatte er dennoch den Schelm im Nacken, vertheilte rechts und links kleine Hiebe, verschonte sogar den Altmeister nicht, dem er gleichwohl in Ehrfurcht anhing. Durch all’ sein Reden, Gebahren und Thun zog sich ein ironisch-humoristischer Spott, der aber von übler Absicht rein sich zuletzt immer wieder auf die Theorie des Komischen im Leben richtete, und den Umgang mit ihm erheiternd belebte. Hätte man ihn nicht als guten Ehemann gekannt, so würde man bisweilen versucht gewesen sein, ihn für einen recht eingerosteten Hagestolz zu halten. So z.B. gehörte es zu den Junggesellen-artigen Lustbarkeiten, die er vorzog, daß er, mitten im Winter, bei schlechtestem Wetter, sich einen geschlossenen Lohnwagen miethete, in diesem bis Erfurt fuhr – etwa um Bekannte dort zu besuchen?.. mit nichten! Um in einem Gasthofe einzukehren, auf seinem Zimmer gut zu diniren und nach vollbrachter That gen Weimar heimzukehren. Fand er einen ihm zusagenden Begleiter, so nahm er diesen mit. Wo nicht, ei dann fuhr er allein, speisete allein, trank allein, kehrte allein zurück. – Lauter Versuche zur Theorie des Komischen!

Weimar, d. 7t. Sept. 1838.

Als ich vor vier Jahren das letztemal in Dresden war, hoffte ich Sie, Hochverehrter, wieder einmal zu sprechen, aber ich fand Sie nicht gegenwärtig. Daß ich seit der Zeit oft in Gedanken, mit Ihnen mich beschäftigt habe, werden Sie wohl ohne ausdrückliche Versicherung glauben. Jetzt soll mein Taschenbuch mir Gelegenheit geben, mit Ihnen in Berührung zu kommen, und ich bin deshalb so frei gewesen, der Willmannschen Verlagshandlung den Auftrag zu ertheilen, es Ihnen zu senden. Ich bilde mir nämlich ein, daß eine Erzählung von mir darin: Die beiden Candidaten nicht ohne Interesse für Sie sein möchte. Ob ich gleich alles auf Natur und Erfahrung gebaut habe, so ist doch besonders die Hauptfigur darin: der Herr von Grauenstein reine Erfindung. Es giebt in den entlegenen Provinzen unter dem Adel närrische Kauze dieser Art, und ich glaube gewiß, daß Sie auch mehrere dergleichen gekannt haben. Ich habe ihn zugleich als Repräsentanten des materiellen Princips benutzt und bei Abwägung des geistlichen und leiblichen in Beziehung auf einen Ausschlag ein klein wenig an Goethe gedacht, der, im Leben wenigstens, einer recht tüchtigen bürgerlichen Erscheinung gern den Vorzug gab, und auf Augenblicke sich von ihr bestechen ließ, auch mündlich öfters in Grundsätzen sich dafür aussprach. Es versteht sich, daß ihm dabei das Geistige nicht entging, aber es folgte nicht selten erst um ein Paar Schritte später. – Dies alles ist indeß nur Nebenbemerkung. Die Erzählung geht frei für sich ihren Gang fort, und sie hat in der Darstellung auf eine solche Beziehung keine Rücksicht genommen. – In der Sprache bin ich dem Grundsatze der Natürlichkeit und Einfachheit treu geblieben, mit der Ueberzeugung, daß sie um so mehr dem Stoff sich nähert, je mehr sie sich immer den Gegenständen selbst anschmiegt, woraus denn die Abwechselung in den Tonarten und Stimmungen sich von selbst ergeben muß, ohne daß man nöthig hat, wie viele neuere Schriftsteller thun, zur lebhaften Erregung der Theilnahme über alles hinaus ein Feuerwerk in verschiedenen Farben abzubrennen. Ich denke, daß ich hiermit nur Ihren eigenen Weg verfolge.

Mündlich ließe sich noch mehr, und wohl recht viel darüber sprechen; da mir aber das Glück einer solchen Unterhaltung mit Ihnen versagt ist, und eine schriftliche Mittheilung doch nur dürftig bleibt, so schließe ich lieber diese Zeilen, indem ich mich dem sehnlichen Wunsche und der Hoffnung überlasse, von Ihnen bald vielleicht manches Belehrende und Ermunternde vernehmen zu dürfen.

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