Various - Briefe an Ludwig Tieck 4

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Nur noch dieses. Was ich jetzt that würde ich, zu jeder frühern Zeit grade so und unter günstigern Umständen, viel besser gethan haben. Ich bin – was man so nennt – böse gewesen – weil ich unzufrieden war, weil Du mich entschieden mißverstanden hast und weil Dein erstes öffentliches Wort über mich – eben dieses Mißverstandene laut werden ließ und die ganze Heerde der Gemeinheit nun sich mit Dir verbunden glaubte. – Ich sprach das, wie ich pflege, heftig und wenn Du willst, übertrieben aus. – Aber nicht bloß solche Sachen, die für heute und morgen sind, gelten mir nichts, auch was man Literatur nennt, und wir leider wohl auch so nennen müssen – gilt mir in Innersten nichts – wo die Geschichte, der Geist, die unsterbliche Persönlichkeit allein das Recht haben zu reden. Hast Du, weil ich einmahl die Sprache einer Gemeinde führte, ein andermal ein Confession schrieb, weil mir die Religion – eben Religion ist – alles – oder nichts, geglaubt daß diese nach allen Richtungen reinigende, keine ausschließende Persönlichkeit in mir nach einer dummen Ecke hingeschleppt sey, und da so zusammengepreßt, daß ihr der Geist aus der Brust entschlüpfte – so kann ich das nur bedauern, aber es kann nichts ändern in meiner Ansicht von Deiner Person, denn eben, daß ich das Unveränderliche in Dir erkannte hat mich an Dich gefesselt.

Es ist glaube ich gut – daß dieses ausgesprochen ist – ehe wir uns sehen. Es hat mich innig gerührt, daß Du den scheinbaren Zwiespalt so ernsthaft genommen hast – Dein Zorn war doch Liebe und ich muß Dir doch wichtiger seyn, als Deine öffentliche Aeußerungen errathen lassen. – Verständigen werden wir uns gewiß und mit Gottes Hülfe sehen wir uns im Herbst.

Grüß Deine Frau, Dorothea und Agnes und die Gräfin Henriette von mir und meine Frau und Tochter.

Dein treuer Steffens.

XVIII

Berlin, d. 16. Octbr. 33.

Es ist grob, lieber T.! daß ich einen ganzen Monath in Deinem Hause zugebracht, dort so vieles Gute genossen, eine mir auf immer unvergeßliche Zeit, die ich tagtäglich rühmend und preisend gegen alle Welt hervorhebe und in der ich noch lebe und schwelge – und noch keinen Brief schrieb, was ich Allen sage, dem nicht mittheile, der es zuerst erfahren sollte.

Und doch scheint es mir fast natürlich – Denn in diesen vierzehn Tagen war ich noch immer in Dresden, vermochte es nicht mich hier heimisch zu fühlen – und betrachtete mich fortdauernd als Deinen Gast.

Jetzt zerren Senats- und Facultätssitzung, Rectorats-Wechsel und Mahnbriefe von Max so mächtig an mich, daß wohl inne werden muß, wie ich wirklich in Berlin lebe. Am ärgsten ist das Harren auf Zuhörer, die sich freilich noch nicht melden können, das unangenehme Gefühl – es quälte mich immer – seine innerste Lage alle Halbejahr von Neuem in Frage gestellt zu sehen.

So bin ich nun wirklich zu Hause gekommen, habe in der That aufgehört Dein Gast zu seyn und eile Dir zu sagen, wie lieb und theuer die Zeit mir war, die ich nach so langer Zeit in Deiner Nähe zubrachte. – Es ist Dir, lieber Fr.! gelungen, in einer Stadt, die am wenigsten dazu geeignet schien, einen Kreis zu bilden, der lebendiger, umfassender, wie er seyn soll, beweglicher, als irgend ein anderer ist. Hier ist nichts dergleichen. Das stille Gespräch in Deiner einsamen Stube, ist ein wirksames Privatissimum und gewiß lehrreicher, als die Kette der Vorträge. Es ist nicht die Religion allein, die jene gefährliche, ausschließende Richtung erzeugt, die wir gemeinschaftlich bekämpfen. – Hier in Berlin sehe ich es nur zu deutlich, wie eine jede Wissenschaft einen fanatischen Kern trägt, einen Wurm, der sie selbst verzehrt, indem sie die wahre Wissenschaft, die alle versteht und ehrt und fördert, ausschließt. Eine wirklich geistreiche Geselligkeit – man scheut sich selbst diese Benennung der höchsten irdischen Güter zu brauchen – so abgenuzt ist auch sie – würde mehr als Alles die engherzige, geistlose, vereinzelnde Einseitigkeit, die neben der leeren Universalität einherschreitet, verdrängen. – Ich habe Dieses recht lebhaft in Deinem Hause gefühlt, wo ich doch einmahl, wie in heiterer Luft, recht frisch aufathmen konnte.

Wird Deine Novelle bald fertig – des Dichters Sterben meine ich – Ich sehne mich unbeschreiblich nach diesem Genuß – Sie verspricht so viel, sie ist so durchaus im tiefsten Sinne wahr.

Ich bitte Dich mir Alle Deine Hausgenossen recht herzlich zu grüßen – die Comtesse Henriette, die mich so freundlich aufnahm und deren Gesellschaft und stille, verständige Theilnahme, wir recht schmerzlich in den letzten Tagen vermißen, – Deine Frau – Dorothea – Agnes (Heinrich biethet ihr den brüderlichen Kuß). —

Ich kann Dir nicht sagen, wie die Erinnerung an mein Leben in Dresden, mein Zusammenseyn mit Dir, die kleinen vom Wetter begünstigten Touren, mich in der Erinnerung erfrischen.

Baudissin ist mir vorzüglich lieb geworden. Ich bitte ihn recht herzlich zu grüßen – dann den braven, lieben Dahl. —

Dein

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1

Ferdinand L. nicht zu verwechseln mit seinem Bruder, dem Wiener Ludwig L.

2

Siehe den vorigen Brief: diese Dame ist ja schon vor zwei Jahren bei T. gewesen?

3

Nicht zu übersehen!

4

Die Lücken im Texte rühren von Brandflecken, wahrscheinlich beim Siegeln entstanden, her.

5

Ludwig Löwe, der damals auf seiner ersten Kunstreise begriffen war.

6

Wir meinen diese ungerechten Aeußerungen über unser Berliner Tieckfest eben auch mittheilen zu sollen. Sie entsprangen ganz einfach daraus, daß Steffens, der sonst so hinreißend zu sprechen verstand, an jenem Abende nicht gut disponirt war, und mit seiner Rede weniger Wirkung erzielte, als andere Sprecher vor und nach ihm, mit den ihrigen machten. (Siehe den Bericht über denselben Gegenstand im Briefe I. von Holtei.) Vielleicht auch rührte die Mattigkeit der Steffens’schen Ansprache daher, daß er lange mit Tieck gegrollt, wegen dessen nicht eben schonender Beurtheilung seiner Romane? und daß die Verstimmung, ihm unbewußt, nachwirkte?

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