Alexandre Dumas der Ältere - Gabriele
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»Ich bedarf dessen nicht,« sagte er, »ich bedarf Ihres Goldes nicht.«
»Ich war verwirrt und fürchtete, ihn beleidigt zu haben, denn es soll ja Menschen geben, die sich der Armuth schämen. Er errieth meine Gedanken und sagte mit gutem, sanftem Tone:
»Herzlichen Dank für Ihre gute Absicht, Sie haben sich nicht geirrt, indem Sie mich für unglücklich hielten; aber mein Unglück ist nicht von der Art, daß ihm durch Gold abgeholfen werden kann;dennoch sind Sie es, Sie allein, die meinen Kummer lindern kann.«
»Und als ich ihn ausfragte und wissen wollte, welcher Art die Uebel seien, denen ich abhelfen könne, antwortete er mir nicht und sah mich lange schweigend an.
,Mama kam nun, mich abzuholen, schwatzte lange mit dem Unbekannten und forderte ihn auf, in den Park einzutreten. Er kam von da an öfter, sagte uns seinen Stand und Namen, und als wir bald darauf nach Paris zogen und ich einige Monate in einem Kloster zubringen sollte, wählte er für mich dieses, mit dessen Priorin er schon lange bekannt ist, und ich glaube sogar, daß Alles, was jetzt um Mich her vorgeht, durch Herrn Simons Einfluß geschieht. Auch erscheint er jetzt weniger traurig, einige Male habe ich ihn sogar lächeln sehen; aber was mich wundert, ist, daß er oft in so bittere Betrachtungen versunken zu sein scheint, daß er Alles um sich her vergißt; er glaubt dann allein zu sein, stößt Worte aus, die an Niemand gerichtet sind; eines Tages sogar, ach! ich werde es nie vergessen, flossen Thränen über seine bleichen Wangen, und er sagte: »Mein Gott! sie können also nicht vergessen! . . .« Und ich, seine Thränen sehend, wurde davon so schmerzlich bewegt, daß ich unwillkürlich ausrief: »Weinen denn Greise auch? ich glaubte, nur Kinder hätten Thränen! Ach! Sie müssen wohl viel Kummer haben.« Da sah er mich mit einer so traurigen und liebevollen Miene an, daß ich seitdem eine herzliche Freundschaft für ihn empfinde und viel darum gäbe, ihn trösten zu können,
»Dies ist Alles, was ich von Herrn Simon weiß.«
Gabriele schwieg und mit ihr Alle; der naive und anmuthige Ton, mit dem sie diese einfache Erzählung vorgetragen hatte, ihre Silberstimme, ihre bewegliche Physiognomie, die von der lachendsten Freude zu der sanftesten Traurigkeit übergegangen war, alle die köstlichen, kindlichen, frohen und ernsten Uebergänge ihrer Worte, ihrer Züge und ihrer Stimme, die vollständige und doch so einfache Uebereinstimmung in allem Diesem, hatte sich der Aufmerksamkeit derer, die verwundert, entzückt und hingerissen zuhörten, gänzlich bemächtigt. —
Und Gabriele, deren Blicke sich zum zweiten Male auf den jungen Herzog richteten, fand die seinigen mit einem unerklärlichen Ausdrucke auf ihr ruhen: ihre Augen begegneten sich, ein Funke entfloh Beider Seelen, um dieselben zu vereinigen. gibt es nicht eine Bewegung, welche sich plötzlich und unbegreiflich, zuweilen ohne ihr Wissen und ihren Willen, zweien Wesen mittheilt. Keine Betrachtung hat stattgefunden, kein Plan ist entworfen, keine Vorstellung hat sich gebildet: es ist eine Empfindung, die nur von selbst entsteht, die auch nur durch sich selbst wieder zu verhindern und zu zerstören ist; es ist eine unbekannte Gewalt: es ist noch nicht die Liebe, aber das Vorgefühl derselben. Das unbefangene Kind und der gelangweilte junge Mann hatten einen Augenblick diesen unwillkürlichen Eindruck Beide empfunden; er versöhnte den jungen Mann mit dieser Heirath, an die er früher nur mit Widerstreben dachte, und bei dem jungen Mädchen weckte er eine lebhafte freudige Theilnahme an den Plänen ihrer Mutter, und in diesem Augenblicke erfüllten sich die stolzen Pläne zweier liebenden Mütter durch einen sympathetischen Zug zweier liebender Herzen.
Die Marquise stand auf: ihr mütterliches Herz empfand mit weiblicher Feinheit, daß sie ihrem Enkel den Einfluß der sanften Worte Gabrielens bewahren müsse, und sie endete die Zusammenkunft durch einen Gruß an Madame Rémond, in welchen sie die möglichste Freundlichkeit zu legen suchte, um ihr dadurch zu erkennen zu geben, daß die Heirath beschlossen sei. Es blieben nur noch die einzelnen Umstände und die Zeit zu bestimmen. Also vereinigten sich die Bestrebungen Simons, der große Hochmuth der Madame Rémond und die Pläne der Marquise zu Einem Resultate, und das wilde Mädchen sollte Herzogin von Mauléon werden. Von dem Grafen von Rhinville geführt und von ihrem Enkel gefolgt, verließ die Marquise von Fontenoy-Mareuil den Salon, und Madame Rémond tröstete sich durch den Eindruck, den ihr reicher Putz unfehlbar gemacht haben mußte, über die wenige Gelegenheit, die sie gehabt hatte, die Fülle ihrer Beredsamkeit zu ergießen. Die Priorin des Klosters, die den Austritt der Marquise aus dem Salon abgewartet hatte, kam ihr im Hofe entgegen, um sie bis zum Wagen zu begleiten; während sie einige höfliche Redensarten wechselten, hafteten die Augen des jungen Mannes an einem Fenster des zweiten Stockwerkes, und als die Marquise fortgehen wollte, mußte sie ihren Enkel zweimal rufen, um ihn der Beobachtung, die ihn mitten auf dem Hofe festhielt, zu entziehen.
Hinter einem Fenster zeigte sich nämlich ein von blonden Locken umwalltes, blasses, schwermütiges Gesicht, das ihn verstohlen betrachtend und eine Thräne trocknend sich herabneigte; und dieses Gesicht war das der sanften, bleichen Elénore, des furchtsamen, zitternden jungen Mädchens, das die ausgelassene Gabriele, bei der Ankunft der Marquise, aus einen Augenblick in den Salon gezogen hatte.
In dem Augenblicke, als die Thür sich öffnete. um der Marquise den Durchgang zu gewähren, erschien statt der Equipage des Grafen von Rhinville eine elegante Kalesche vom neuesten Geschmack, in die soeben mit Hilfe eines Bedienten eine noch junge Dame stieg, deren zierliche jugendliche Toilette den eigenthümlichen Pariser Anstrich hatte, dessen unnachahmlicher Reiz schwer zu zergliedern ist. Sie erblickend, sagte die Marquise voll Verwunderung:
»Frau von Savigny hier, zu dieser Stunde!«
Diese bemühte sich, einige Ueberraschung bei Erblickung der Marquise und ihres Enkels zu zeigen; aber bei genauer Beobachtung konnte man leicht errathen, daß ihr deren Aufenthalt in diesem Kloster wohl bekannt war, und daß es nicht bloßer Zufall war, daß sie beiderseits zu gleicher Zeit das Kloster verließen. Es lag sogar in dem gezwungenen, unzufriedenen Blicke, mit dem sie den jungen Mann maß, eine ganze Folge von Fragen oder vielmehr Vorwürfen über die Veranlassung dieses Besuches. Indessen wechselten sie einige unbedeutende verbindliche Redensarten, durch die Frau von Savigny der Marquise in Erinnerung brachte, daß sie in diesem Kloster erzogen war, und wobei sie ihr anbot, in ihrem Wagen mit nach Hause zu fahren; diese aber wollte den Grafen, durch dessen Gefälligkeit sie hergekommen war, nicht verlassen, und ungeachtet sich in den Augen der Frau von Savigny der lebhafte Wunsch, von Herrn von Mauléon begleitet zu werden, aussprach, so wagte sie doch nicht, dem jungen Manne diesen Vorschlag zu machen. Dieser schien überdem sehr bemüht, jede Gelegenheit, ihr einige Worte insgeheim sagen zu können, zu vermeiden. Frau von Savigny stieg allein in ihren Wagen, ließ den an ihrem weißen Hute befindlichen Spitzenschleier über ihr schon etwas verblühtes Gesicht fallen, lehnte oder vielmehr versenkte sich in die Kissen, faltete ihre zarten Hände mit Resignation, und vertiefte sich in jene Art von Träumereien, deren trübe Bitterkeit nicht ohne Reize ist, obgleich Leiden sie veranlassen und Entmuthigung ihnen folgen.
Sie war dreißig Jahre alt.
In dem Alter von dreißig Jahren hat alle Klugheit und Einsicht, die der Himmel einer Frau gegeben hat, den höchsten Grad ihrer Stärke und ihres Umfanges erreicht; dieses Alter ist das der höchsten physischen und moralischen Kraft; es ist der Punkt der vollendeten Entwickelung aller bis dahin im Wachsen und der Ausbildung begriffenen Fähigkeiten, und ist auch das Alter, wo die Schönheit die höchste Gewalt hat und den mächtigsten Reiz ausübt. Wie kommt es denn, daß man auf den umwölkten Stirnen so vieler Frauen dieses Alters einen Ausdruck von Schwäche, ja selbst von bitterem Schmerz sieht? Warum zeigen ihre abgemagerten Züge, ihre schon verblühten Wangen, die Spuren tausend heftiger innerer Bewegungen? Warum scheinen ihre, gebrechlichen Körper Leidende Seelen zu umschließen? Hat eine Frau in dem Alter schon die Freuden und Gefahren der Welt, die Wonnen und Schmerzen des Herzens, die Vorzüge und die Nachtheile der Schönheit kennen gelernt? Weiß sie schon, was die Gesellschaft Ehrenvolles und Nichtswürdiges bietet, was sie für Opfer verlangt und welches ihre Entschädigungen sind? Und diese verschiedenen Bilder verdrängen und verlöschen in der Seele die einfachen, reinen und trostreichen Eindrücke, die der Himmel der Jugend zur Stütze ihrer Schwäche gewährt! Die Fesseln der Moral und der Religion sind in den Stürmen der Leidenschaften zerbrochen! Die Leidenschaften sind zuletzt auch entflohen und alle süßen Täuschungen mit ihnen, und haben nichts zurückgelassen, als den Ueberdruß an der Vergangenheit, die Furcht vor der Zukunft, die Überzeugung von der Unbeständigkeit dieses und die Ungewißheit im Betreff des zukünftigen Lebens.
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